DIARY

05.12.08 - Rendsburg, T-Stube / Release-Gig

22.12.2008 von Philipp

Feel Bernd Knauer

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Liebes Tagebuch,


es ist so schön, dass ich dich hab, denn wem sonst könnte ich alles erzählen, was einen Vladi bewegt? Du tust mir so gut, stellst keine nervigen Fragen, unterbrichst mich nicht. Heute erzähle ich dir von unserer Platten-Freilassungsgala:


Man soll bescheiden bleiben und das sind die Vladis von Haus aus. Also waren unsere Erwartungen auf so 30 BesucherInnen und ‘nen Haufen Spaß eingestellt. Es kam viel besser.


EL FUPA = grandios. Gerri, die Schreigräte, schmiss mit Spinnen um sich (abregen: aus STOFF und GUMMI natürlich), fuchtelte mit einem Messer rum und hatte aus dem Backstageraum ein Tambourin gemopst, was er einsetzte, wann immer ihm danach war. Schwer rollten die Songs über uns hinweg. Leider rissen gleich zwei Saiten, aber zum Glück war der Häuptling im Haus. Wenn Gerri ihn gekannt hätte, hätte er vielleicht nicht „Wer kann Witze erzählen?“ gefragt, denn schwups stand der Häuptling auf der Bühne und ratterte Dinger wie „Was liegt am Strand und ist schwer zu verstehen? ‘ne Nuschel! Ahahahaha“ herunter. EL FUPA =ach so, hab ich schon gesagt.

Nils präsentierte uns folgende Playlist: 


VRHN`S PLAYLIST AGAINST PLAYLIST SECRET AGENTS

1.      GÖTTLICHE SCHEIDUNG

2.      ERSTAUNTES AUGENZWINKERN

3.      DES TEUFELS KUSCHELTIER

4.      3 SCHUSS UND DU BIST TOT!!!

5.      LEICHE IM KOFFERRAUM

6.      DER FLÜCHTLING

7.      SING MIT DEN VLADIS

8.      NICHT MAL NAH DRAN

9.      GEGRILLTE STRASSENTIERE

10.    WASSER LASSEN

11.    DAS VIRTUELLE SCHAF

12.    HOCKEY SONG

13.    HORRORFEST

14.    DER MOTOR LÄUFT NOCH EINMAL, DANN IST SCHLUSS!!!

15.    CAFE STIEZEL VS. ERIC (VERNÜNFTIG ANZÄHLEN,DANKE)

 

Es war ein einziger Spaß, auch wenn die Luft zum Schneiden war, die Hitze pervers und der Pit etwas heftig (was wir aber so richtig erst auf den Videoaufnahmen gesehen haben). Leute purzelten auf die Bühne, von der Bühne, Disco-Kugeln schwirrten durch den Raum (ähem). Großzügig wie wir sind, wollten wir eine CD verschenken, aber natürlich sollte der/diejenige schon was dafür tun (wie in so’m Preisausschreiben, wo man z.B.  ein Bild vonner Kuh sieht und dazu die Frage gestellt wird: „Wie heißt dieses Tier?“). Und zwar Singen! Wir coverten COC und tatsächlich sprang der Bassist von EL FUPA zu uns und schmetterte souverän und engelsgleich irgendeinen  Text, der astrein passte. Horst Spider aus dem Off: „Das war doch geplant!“  Ach ja, wir wühlten noch in der Mottenkiste und zockten „Power To Ride“ von 2ND ENGINE sowie „Onward To Mayhem“ von BONEHOUSE, was uns und offenbar anderen auch massiv Spaß gemacht hat.

Bad Oldesloe / Inihaus

11.11.2008 von Philipp

She took me money and run Venezuela

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Jo, dank BAD DAYS-Shouter Leif geht es heute gemeinsam mit der ganzen Familie zum Auftrittsort. Leif klemmt sich höchstpersönlich ans Steuer des Bad-Mobils und quält uns mit THE HIVES. Während Andi begeistert ist, guckt der Rest eher sparsam aus der Wäsche, daher zückt Leif die Geheimwaffe: Harry Belafonte! Leif: „Das hören wir mit den BAD DAYS immer – auf der Rückfahrt kommt das noch besser, wartet ab!“ Na, mal gucken…

Das Inihaus ist ein doch recht gut ausgestattetes AZ/JUZ. Wie mir erklärt wird, ist die Politik der SPD hier sehr liberal – da man sich bewusst sei, dass ohne ein Zentrum noch viel mehr Kosten für Jugendarbeit entstünden, steckt man erfreulicherweise regelmäßig Geld in den Laden, der dadurch nicht verfällt und eine überdurchschnittliche gute Anlage hat. Politische Gruppen tagen regelmäßig, hier läuft einiges. Nur zu essen bekommen wir heute nichts, aber ein Döner-Laden ist umme Ecke.

Eingeladen ham uns heute VENESECTION aus Kiel, die sich genau wie die ebenfalls zockenden REZET als recht junge Typen erweise. Alle höchstens an die 20, bei REZET ist der Durchschnitt sogar so bei 16, 17! Bei letzteren ist dabei die Optik Kult und Original-80er samt Stretch-Jeans, Kutten, Basketball-Turnschuhen und den passenden Frisuren. VENESECTION ham auch ‘nen Punk in SCHLEIM-KEIM-Shirt am Bass.  

Der Laden ist erstaunlich gut gefüllt, es trudeln auch nicht nur Menschen aus der Gegend herein, sondern zudem aus Kiel, Hamburg und Weißnichmehr. Man genießt verschiedenste Getränke, wobei es hier auch Soli-Kurze für die Antifa gibt. Geil, saufen gegen den Staat…

VENESECTION und REZET ballern beide herrlich räudig und authentisch ihr Set herunter, erstere mit KREATOR-Cover „Tormentor“, letztere mit VIOLENT FORCE „Dead City“. Dat gefällt nicht nur der REZET-Mutter!

Sound herrlich, der Mob willig – was könnte schöner sein? Dazu das Bewusstsein im Nacken, dass die Platte bald ins Presswerk geht – da rollt man sich doch gern mal durch Bierpfützen und Scherben oder sieht dem Pit zu. Damms besonderes Engagement muss erwähnt werden, denn der Kollege mosht sich glatt die Brille kaputt. El Tofu nutzt die Gelegenheit und wirft sich einfach auf mich rauf, als ich gerade mal auf dem Boden herumliege – was liegt näher? Alles gut also in Bad Oldesloe und wir versprechen: Dies war der letzte Auftritt ohne „Roadkill BBQ“…

Auf der Rückfahrt wirft Leif natürlich good old Harry in die Mühle. Und was soll man sagen – der Fucker hat Recht! Harry auf AK nachts auffe Straße – ein unbeschreibliches Erlebnis! Die geilen Backgroundgesänge, die Betonung, die TEXTE... Plötzlich entdecken wir ungeahnte Details und schmettern Stellen wie „La Paloma triste“ oder „Mathilda – she took me money and run Venezuela“ mit…

Hamburg / Lehmitz

10.10.2008 von Philipp

CHAOS AUF DEM TRESEN...

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Har har, also DAS war wirklich mal ein ungewöhnlicher Auftritt!


Bereits die Anreise verlief nicht ganz wie gewohnt: Da wir lediglich einen Viersitzer leihen konnten, mussten wir kreativ sein. Zum Glück gibt es die höflichen Fucker Steffi, El Tofu und Fabian, die von Kiel aus fuhren und mich einfach mitnahmen! Thanx! Vor Ort erstmal Chaos, denn zunächst war kein Mensch vor Ort, der so richtig den Plan hatte, wie der Abend verlaufen sollte. Man muss wissen, dass es im Lehmitz lediglich eine winzige Minibühne gibt, die versteckt in der rechten Ecke liegt – der Rest besteht aus einem sich durch den Schuppen windenden Tresen. Nachdem wir einige grobe Eckpunkte abgesteckt hatten, musste uns Eric Harkonnen auch schon verlassen, denn er hatte zum Geburtstag ein VOLBEAT-Ticket geschenkt bekommen. Auf dem Ticket stand zwar 19.00 Uhr, aber als Eric um 21.00 Uhr (oder so) dort eintrudelte, waren nicht nur bereits BEIDE Vorbands durch, sondern auch der halbe VOLBEAT-Gig! Um 22.00 Uhr war der Spuk vorbei, danach Zeit für D.I.S.C.O.-Wixer…

Während Nils und Zarc ihre Kohle in einem Casino verzockten (ohne Kommentar…), ging ich lieber mit erwähnten höflichen Fuckern wat lecker fressen (Tipp: „Hin und weg“ auffe Schanze, vegetarische & vegane Küche). Schön auch der Dialog mit El Tofu:

El Tofu: „Sach ma ehrlich, wie findest du den Flyer, den ich für den heutigen Abend gemacht hab?“  

Fabian: „Den mit Godzilla und King Kong?“

Ich: „Genau. Der ist super! Aber wer soll King Kong sein?

El Tofu: „Na, das ist so’n haariger Riesenaffe!“

Ich: „Argh, ich mein natürlich, welches Monster für welche Band steht, du Spacken!“

El Tofu: „Aaach so, na, DAS ist doch klar: Die Colt Suckers sind die behaarten Affen, ihr die feuerspuckenden Saurier!“

 

Der Auftritt war dann einfach Hammer! Ich hätte NIE gedacht, dass es in so einer Asi-Spelunke derart witzig werden kann. Die 22 COLT SUCKERS aus Pforzheim flashten mich bereits völlig. Vaddern latschte übern Tresen, bepöbelte den johlenden Mob und rief zur „Wall Of Doom“ auf, während derer sich zwei Mannschaften in Zeitlupe aufeinander zubewegten. Groß auch die Songs der beiden Platten von „Bleeding 22“ bis „Antisocial – so we are“.

 

Es waren Verhältnisse, die einfach zum Fallenlassen aller Hemmungen einluden. Natürlich muss eingeräumt werden, dass Eric, Zarc und Nils sich in die Ecke quetschen mussten, die auch noch vor dem Eingang zu den Pissoirs liegt! Zarc schaffte es, Gitarre zu spielen, zu singen, rumzuhüpfen UND die blasenschwachen BesucherInnen an sich vorbeizuzwängen! Applaus! Andi und ich konnten währenddessen  den Tresen beackern. Das war eine unvergleichliche Erfahrung. Ist man als Sänger eh schon exponiert, so war man hier richtig im Mittelpunkt des Geschehens. Den meisten BesucherInnen schien das aber zu gefallen, kann aber auch sein, dass die stetigen Bierduschen eine Protesthaltung symbolisierten? Immerhin fing man mich beim Diven auf und zerrte mich kreuz und quer durch die Kneipe, sodass ich auch den Spielstand des gleichzeitig laufenden Tischkickerspiels ablesen konnte. Um unsere Gage zu erhalten, hatte der Veranstalter von uns ‘ne „Coyote Ugly“-Sideshow verlangt. Wir lieferten stattdessen ‘ne wirklich hässliche „Vladi Ugly“-Einlage! Ich schwöre entgegen anderslautender Gerüchte, dass ich meinen Fuß vorher gewaschen hatte. Schien aber zu munden…


Philipp Harkonnen
 

Kurzer Nachtrag: Irgendwann nachts/morgens auf dem Kiez: Kollege Strecker wird vermisst!

 

Nachtrag 2: Strecker wieder da! Ort: Onkel Otto

 

Nachtrag 3: Streckers Portemonnaie weg! Sinnlose Versuche, alle vorher besuchten Kneipen abzuklappern…

 

Nachtrag 4: 7.00 Uhr morgens – zu Hause!

Neumünster / Waldital

19.09.2008 von Philipp

BEAT THE BASTARDS!

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Endlich mal im Waldital spielen. Es ist kaum glaublich - aber obwohl der Laden bereits zehn Jahre existiert, war ich persönlich noch NIE da. Und es wurde höchste Zeit, denn der Schuppen ist wirklich saugemütlich und bietet wohnzimmerhaftes Wohlfühl-Flair.
 
Nur an den Koch muss Kritik gehen - das Essen ist einfach ZU lecker und so gehen später alle vollgefressen auf die Bühne...

Aber erst gibbet AMMUNATION, die mit neuem Drummr zeigen, was Sache ist: DEFENDERS OF HARDCORE! Dat Waldital ist gut gefüllt, AMMU bringen die Tanzschuhe zum Glühen. Ich genieße jede Sekunde und finde den Auftritt besser als inne Meierei neulich.

Jo, der Sound ist auf der Bühne leider schlecht, keiner hört niemanden, außerdem ist das Mikrokabel im Arsch - nur wenn ich es in einer bestimmten Position halte, kommt überhaupt ein Ton heraus.  Auf diee Art ist ein Auftritt natürlich nicht so entspannt - man muss sich einfach permanent konzentrieren. Aber der Mob scheißt auf solche Kinkerlitzchen - mir wird doch glatt der Kopf gekrault, nachdem ich begeistert von meiner neuesten Errungenschaft - einem Kopfkrauler mit acht Oktopus-artigen Kraulärmchen - erzählt hatte! Für eine Zugabe wird mir sogar noch der Schuh zugeknotet (doppelter Palsteg oder so), da geben wir uns ganz Corporate-Rock-like und spielen noch wat.

Nach einer Stunde oder so dann MUT ZUR HÄSSLICHKEIT, die ganz fiesen Deutschpunk bieten. Boah, wat hart für die Ohren. Da quietscht und pfeift es aus allen Löchern, die Jungs ham wohl erst einmal zusammen geprobt und überhaupt kann kaum ein Bandmitglied irgendwie spielen. Trotzdem sehr unterhaltsam! 

Schönen Dank für diesen Abend an Toffi!
WA WA WALDITAL!
Philipp

18.07.08 Hanerau-Hademarschen / Rd-Rock

24.07.2008 von Philipp

"Murder in the front row, crowd begins to bang..."

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Aufs Rd-Rock hatten wir uns schon lange gefreut. Denn das Ding ist mit das schönste Festival hier im Norden, da sind wir uns alle einig.

Nicht optimal, dass erst Nils und dann Philipp nacheinander im Urlaub bzw. auf Studienfahrt waren, sodass in Verbindung mit den Studioaufenthalten gute vier Wochen nicht zusammen geprobt werden konnte. Da fährt man seine Erwartungen irgendwie doch wieder herunter.

Doch was soll man sagen? Erstens kommt es anders, zweitens... Jedenfalls ist das Zelt gerammelt voll, als wir auf die Bühne kraxeln. Mannö - wir dachten, wir können in aller Ruhe bisschen loszocken, uns warm spielen und die ersten ZuschauerInnen hereinlocken. Doch man zwingt uns dazu, gleich Vollgas geben zu müssen. Fuck, überall fliegende Köppe, schwitzende Asis, Circle Pits usw. In Wellen branden die Leute auf die Bühne, schubsen mal Zarcs Klamotten um, treten mal auf dieses Gerät, mal auf jenes. Bonded by blood, Ollen. Ist ja herrlich. wir verspielen uns zwar laufend, aber das scheint völlig egal. Die bisher wohl die beste Stimmung auf 'nem Vladi-Konzi? Vllt. sollten wir ab jetzt gar nicht mehr proben?

DANKE RD-ROCK-MOB!

16.05.08 Lübeck / VeB

20.05.2008 von Philipp

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Machmal isses komisch: Obwohl wir das VeB auf Anhieb saugemütlich finden, haben wir das unbestimmte Gefühl, dass es heute irgendwie kein geiler Auftritt wird. Aber Pustekuchen – der Abend wird der Hammer!

 

Nachdem wir lecker Kartoffeln mit Salat und Quark (Chefkoch Eric sacht: „Hervorragend abgeschmeckt“) verdrückt haben, trudeln auch schon die ersten Bekannten ein. Steffi und die MOvS meinen es offenbar ernst und ich glaube, wir müssen ganz schön weit weg spielen, um uns mal deren knallhart kritischen Blick zu entziehen… Außerdem hat Zarc Besuch aus Kanada – welcome, ey. Und wat soll man sagen – fünf KollegInnen plus LebensabschnittspartnerInnen trudeln och ein. Sprachlos bin ich dann aber doch, als eine ganze Familie mit zwei meiner Schüler anreist, von denen einer gerade mal inne 7. Klasse geht…

 

NUCULAR gefallen mir besser als neulich in der Meierei. Schön hektisch und z.T. frickelig, dabei extrem abwechslungsreicher Gesang. Wer hat dem Sänger dat Ritalin gestohlen?

 

Mit guter Laune fangen wir bereits bei ohrenbetäubender Lautstärke an, irgendwie stimmt heute alles. Coole Punker im Pit, die einmal losgelegt bis zum Ende Gas geben. Da weiß ich gar nicht, ob ich mir den Pogo im Mob ansehen soll oder die Vladis vor, neben, hinter und über mir, die wild durch die Gegend stampfen. Am besten gar nirgendwohin glotzen und sich hemmungslos gehen lassen! Nils und Andi legen zwischendurch einen Freestylerap ein – Andi macht die Beatbox, Nils dat Gebrabbel. Außerdem singen wir Geburtagsständchen. SLAYER und NO MEANS NO werden auch angespielt. UND: Es kommt zu unserer allerersten Posi-Pyramide, an der natürlich gewisse KielerInnen beteiligt sind. Zur Belohnung lässt Nils sich darauf ein, ’nen neuen, bisher kaum mit Nils geprobten Song zu zocken, der dann sogar einigermaßen klappt und für heftiges Gemosche sorgt.

 

Also, hier würden wir gern wieder herkommen!

03.05.08 Neumünster / AJZ

12.05.2008 von Philipp

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Morgens gab es inner Lobuschstr. ein leckeres und entspanntes Frühstück, bei dem wir mit Aggel, DK und den Engländern zahllose Geschichten austauschten und den gestrigen Abend Revue passieren lassen. Auch von der erfolgreichen Anti-Fascho-Demo vorgestern hören wir immer mehr Details. Doch irgendwann müssen RED FLAG 77 natürlich weiterziehen.

Da wir nur bis Neumünster fahren müssen, latschen wir noch gemütlich durch Hamburg und besuchen Hamburgs einzigen richtigen Punkrock-Plattenladen, „Fischkopp Plattenshop“. Andi ersteht nahezu das gesamte Schaffen von Jensen (DACKELBLUT, OMA HANS, BLUMEN AM ARSCH DER HÖLLE, KOMMANDO SONNE-NMILCH) und ich kann für ebenfalls korrekte Preise Perlen wie VICTIMS, DEAN DIRG, POMMES BRUTAL und GUIDED CRADLE abernten.

In Neumünster natürlich großes Hallo beim Familienfest mit N.O.M., ARMSTRONG und BE AS ONE. Auch heute gibt es ein überdurchschnittliches gutes Essen mit lecker Tofu im Wok angebraten. Echt nicht selbstverständlich, oft genug gibbet lieblos Nudeln oder Pizza. Doch hier erste Klasse – Danke!

Das AJZ stößt sich noch immer am gut gelaufenen Auftritt von ANTITAINMENT und TACKLEBERRY gesund. So voll ist es sonst natürlich nicht, aber heute läuft es mit 80 Zahlenden überaus zufrieden stellend – mit allen Gästen schätzt es die Crew auf so 120 Leute.

Die sind allerdings selten alle gleichzeitig in der Hütte, sodass der Mob immer mal rein- und rausschwappt. Vor den Toren lungern wie bei jedem Ajz-Konzi noch zusätzlich Dutzende von Leuten, die aber wohl nie Eintritt zahlen & nur draußen saufen, wie man mir erzählt. Woanders ist in NMS wohl nicht viel los?

ARMSTRONG find ich trotz spärlicher Kulisse hervorragend. Ingo hat sich mittlerweile bzw. wieder klasse in die Sängerrolle hineingelebt und schmettert souverän.

BE AS ONE haben als Neumünsteraner Band heute die meisten Leute in der Hütte, die zu dem groovigen Hardcore gut abgehen.

Und nu schon wieder wir. Der Mischer macht seinen Job astrein, glasklar ist alles auffe Bühne präsent, sodass wir von unseren drei Auftritten der letzten Tage musikalisch heute die beste Leistung bieten können, find ich. Unglaublicherweise sind Strecker und Svenja schon wieder im Mob – drei mal in vier Tagen, Respekt. Wir sollten endlich die Vladi-Zehnerkarte anbieten… Auch Respekt verdienen Steffi & die MOVS – Mittwoch auffem MIDM-Festival, Donnerstag auf der feisten Demo in HH, Freitag in der T-Stube, Sonnabendmorgen auf der Gaardener Demo und nu heute Abend hier. Angesichts dieses harten langen Wochendes geht bei Songs wie „Divorce Divine“ oder „Water Means Bleeding“ doch einiges.

N.O.M. mörteln sich wieder stonerhardcorig durch ihr Set – Andi hat heute seinen zweiten Auftritt am Abend und wirkt trotz aller Exzesse agil. Leider wird der Gig durch Fascho-Alarm unterbrochen: Vorm AJZ hat ein Nazi Pfefferspray ins Gesicht bekommen und sein Kumpel hat daraufhin sein Handy gezückt. Man kann nur spekulieren, ob aus dem Club 88 oder Neumünsters zweiter Faschokneipe „Titanic?“ Verstärkung gerufen wurde. Letztendlich hat die feige Sau die Polizei gerufen, die erfolglos das Ajz nach dem Antifaschsiten mit dem Spray durchsucht.

Trotz dieses unguten Abschlusses ein Abend mit viel guter Laune. Im August dann im Waldital mit AMMUNATION!

02.05.08 Hamburg / Lobuschstr.-No Pasaran

11.05.2008 von Philipp

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Lange hatten wir uns darauf gefreut, in der Lobuschstr. zu spielen und letztendlich wurden alle Erwartungen mit einem herrlichen Abend sogar übertroffen.

Der Laden heißt eigentlich „No Pasaran“ und ist meiner Meinung nach der beste Platz für HC/Punk in Hamburg. Mittels des von Punkern gegründeten Vereins „Pappnasen e.V.“ wird da seit Jahren ein selbstverwaltetes Wohnprojekt duchgezogen. Kreativ schon die Außengestaltung – aus Fahrradteilen gezimmerte Gitter verhindern, dass Faschos o.ä. da Steine oder Mollis reinwerfen können. Noch gemütlicher isses drinnen. Großes Hallo bei der Begrüßung mit Aggel, DK und den netten UK-Punks von RED FLAG 77.

Erstma essen inner WG um die Ecke. Der Koch ist vielleicht ein Freak – hat er doch glatt in stundenlanger Arbeit KARTOFFELBREI gemacht! Für 17 Leute oder so! Selbstgestampft! Das hat wirklich keiner von uns in 20 Jahren Muckemachen je erlebt. Dazu lecker Sellerieschnitzel und krasseste Salate. Der Hammer. Außerdem erzählt der gesichtstätowierte Oleks uns die Legende vom Tag, an dem neun Punks in Rumänien ein SCHWEIN geraucht haben… Mit kommen jetzt noch die Tränen, aber mehr wird nich verraten…

Aus Braunschweig kommen die Benzinpunks, aus Kiel Doro, Svenja, Strecker und irgendwie trifft man ständig altbekannte Gesichter. Da kann es nur ein Spaß werden! Dass überall in HH Konzerte sind, interessiert hier keinen – 18,- Euro fürn Konzi in der Fabrik hätte hier eh niemand ausgegeben. Ich dreh den Leuten einen Kuchen an – mit den Worten, es handele sich um einen fetten Haschkuchen. In Wirklichkeit isses ein stinknormaler Kuchen, trotzdem meint Elchus danach, er habe nach Verzehr seines Stückes seine Knochen nicht mehr zum Pogen animieren können – der Spacecake habe ihn völlig aus der Bahn geschossen, hi hi. Kramer hingegen reißt ganze Bandmitglieder ungefragt auf seine Schultern und torkelt steuerungslos durch die Gegend, ein verwarzter Teppich fliegt durch die Luft – grandioser Scheiß!

RED FLAG 77 bringen den Mob dann mit coolem 77er UK Punk zum Glühen. Die Jungs sind richtig in Fahrt und spielen über 80 Minuten lang. Als ich den Sänger am nächsten Morgen auf die lange Spielzeit anspreche, sagt er nur: „Really? We played THAT long? I’m sorry…“.

Danach feiern, sabbeln, feiern, DKS Bude in Unordnung bringen, auf morgen in Neumünster freuen und überhaupt…

30.04.08 Kiel / Alte Meierei

11.05.2008 von Philipp

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MOSH IN DEN MAI IV!

Dieses schnuckelige Festival wurde von den Kielern ERBEN DES ZORNS organisiert und fand sympathischerweise in der Alten Meierei statt.
Denn derart deutlich metallisch orientierte Konzis laufen oft eher in anderen Läden. Schön, dass die Kieler Schüttelrüben das Festival mittlerweile wahrnehmen, es war schön voll und die Meierei bzw. dat Publikum sah heute noch schwärzer als schwarz aus…
Sieben Bands sind ja verflixt viel, daher nur gaanz kurz:

GREENFUELED fand ich ma richtig grandios. Eine einzige feiste Verbeugung vor DOWN, bisken CROWBAR noch dazu.

Mit ’nem Typen von THE DAMNATION hatte ich schon mal auffem HOA gefeiert. Die hörten sich auch so an, wie der getrunken hatte: Schnell, rülpsig und konsequent!

EXPOSED GUTS hatten nur einen ihrer zwei Gitarristen dabei, der dafür klang, als wär olle Chuck Schuldiner vonne Toten auferstanden. Musikalisch sehr gut, auf Dauer bisken frickelig und anstrengend.

Einen ersten Stimmungshöhepunkt bildeten INQUIRING BLOOD. Schön grooviger und drückender Death Metal.

Die ERBEN DES ZORNS waren nicht nur als Gastgeber höfliche Fucker, nun zogen sie allen Anwesenden auch gepflegt einen Scheitel mit der akustischen Keule. Kurios: Da Drummer Schulzi aussteigt, sind die Jungs auf Drummersuche – ein viel versprechender Kandidat war leider erst 12 Jahre alt. Da der Jungs hartnäckig blieb, luden ihn die ERBEN ihn zumindest dazu ein, den letzten Song live zu trommeln. Nu hamse ihn ganz sicher endgültig verdorben…

Boah, hatten wir nu Bock. Die MORBUS-Jungs auch – zum Glück wählten sie Nils als Opfer, dem sie Bier und andere Flüssigkeiten in die Schuhe kippten. Nils freut sich schon auf den MORBUS-Releasegig! Irgendwie ballerten wir heut ganz schön los oder hat mir bloß niemand gesagt, dass wir die Geschwindígkeit unserer Songs erhöht ham? Egal, Fakt ist, dass ich Platz im Kleiderschrank gemacht hab und Dutzende Shirts mithatte, die meinen bevorstehenden Umzug nicht überlebt hätten und die ich schon seit zig Umzügen rumschleppe. Da kullerten aber einige mit den Glotzis, als so Dinger von SEPULTURA („Beneath The Remains“), SLAYER oder FAITH NO MORE durch die Luft segelten. Derart schamlose Bestechung erzeugte einen gierigen Mob vor der Bühne, der schön abging. Zarc war richtig gut drauf, spielte zusammen mit Eric passend zu den jeweiligen Shirts entsprechende Riffs an und trat mir in den Arsch, wenn ich zuviel nostalgische Anmerkungen zu machen drohte. Bitteschön. Dankeschön.
Ach ja, und Andi sagte mir danach offiziell, dass ich ihm weiter mit dem Mikro auf die Birne hauen darf. Hm, sehr geschickt, jetzt macht es irgendwie keinen Spaß mehr…

Totaler Killer nachts dann noch der Death Metal von DEVASTATOR. Meine Birne flog fast weg, mein Verstand ganz.

THANX to the Erben.

15.02.08 Flensburg / Hafermarkt

17.02.2008 von Philipp

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Ab nach Flense!

Nach einer netten Begrüßung durch die Hafermarkt-Crew und die Norweger von SPEEDERGARBEN & RAGING FUGITIVES lümmelten wir erstmal ausgiebig in der Küche des saugemütlichen Hafermarkts herum. Erfolgreich konnten wir verhindern, dass uns die letzte Spielposition des Abends untergejubelt wurde. Peinlich nur, dass ein Teil der Harkonnens sich derart gierig aufs leckere Essen stürzte, dass für Zarc, Erik und Nils nix mehr übrig blieb. Wie sangen noch einst die EMILS? "Du musst viel schneller sein"...

Zackbumm ging es auch gegen 22.30 Uhr los. In einer derart angenehmen Atmosphäöre und vor derart höflichen Fuckern wie den stadtbekannten Horst Spider, Nice, Uli oder Teilen von PEST FEST und ALIAS CAYLON konnte sich na logen der Harkonnen'sche Charme voll entfalten. Andi trat mich vonne Bühne, über Nils' vermeintlich schlechte Laune wurde gelästert, seltsame Bräuche wie das Auffüllen kastrierter Hundehoden mit Silikon (seitens der High Society) thematisiert. Sympathisch auch, dass sich fast alle Norweger den Rotz komplett angesehen haben. Dank an alle - Köchin, Driver Capain Kochi & Ann-Cathrin, Marlene, Merch-Fee Sabrina, Publikum und den Typen, der mir die leckeren Vinyls von PISSCHRIST, TOXIC HOLOCAUST und MODERN LIFE IS WAR so günstig verscherbelt hat.

Beide Norge-Kombos holzten dann gut los, gefielen mir richtig gut. Besonders RAGING FUGITIVES kannten kein Erbarmen und keine Kompromisse und animierten den Mob zu wahren Fruchtbarkeitstänzen. Der Sänger war lütt genug, dass ich ihn mir auffe Schultern packte und mit ihm obendruff in den Circle Pit wetzte.

Auch die Rückfahrt hab ich richtig genossen - freu mich jetzt schon auf 'ne Tour mit VLADI - mal sehen, wann sich sowat verwirklichen lässt.