DIARY

03.05.08 Neumünster / AJZ

12.05.2008 von Philipp

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Morgens gab es inner Lobuschstr. ein leckeres und entspanntes Frühstück, bei dem wir mit Aggel, DK und den Engländern zahllose Geschichten austauschten und den gestrigen Abend Revue passieren lassen. Auch von der erfolgreichen Anti-Fascho-Demo vorgestern hören wir immer mehr Details. Doch irgendwann müssen RED FLAG 77 natürlich weiterziehen.

Da wir nur bis Neumünster fahren müssen, latschen wir noch gemütlich durch Hamburg und besuchen Hamburgs einzigen richtigen Punkrock-Plattenladen, „Fischkopp Plattenshop“. Andi ersteht nahezu das gesamte Schaffen von Jensen (DACKELBLUT, OMA HANS, BLUMEN AM ARSCH DER HÖLLE, KOMMANDO SONNE-NMILCH) und ich kann für ebenfalls korrekte Preise Perlen wie VICTIMS, DEAN DIRG, POMMES BRUTAL und GUIDED CRADLE abernten.

In Neumünster natürlich großes Hallo beim Familienfest mit N.O.M., ARMSTRONG und BE AS ONE. Auch heute gibt es ein überdurchschnittliches gutes Essen mit lecker Tofu im Wok angebraten. Echt nicht selbstverständlich, oft genug gibbet lieblos Nudeln oder Pizza. Doch hier erste Klasse – Danke!

Das AJZ stößt sich noch immer am gut gelaufenen Auftritt von ANTITAINMENT und TACKLEBERRY gesund. So voll ist es sonst natürlich nicht, aber heute läuft es mit 80 Zahlenden überaus zufrieden stellend – mit allen Gästen schätzt es die Crew auf so 120 Leute.

Die sind allerdings selten alle gleichzeitig in der Hütte, sodass der Mob immer mal rein- und rausschwappt. Vor den Toren lungern wie bei jedem Ajz-Konzi noch zusätzlich Dutzende von Leuten, die aber wohl nie Eintritt zahlen & nur draußen saufen, wie man mir erzählt. Woanders ist in NMS wohl nicht viel los?

ARMSTRONG find ich trotz spärlicher Kulisse hervorragend. Ingo hat sich mittlerweile bzw. wieder klasse in die Sängerrolle hineingelebt und schmettert souverän.

BE AS ONE haben als Neumünsteraner Band heute die meisten Leute in der Hütte, die zu dem groovigen Hardcore gut abgehen.

Und nu schon wieder wir. Der Mischer macht seinen Job astrein, glasklar ist alles auffe Bühne präsent, sodass wir von unseren drei Auftritten der letzten Tage musikalisch heute die beste Leistung bieten können, find ich. Unglaublicherweise sind Strecker und Svenja schon wieder im Mob – drei mal in vier Tagen, Respekt. Wir sollten endlich die Vladi-Zehnerkarte anbieten… Auch Respekt verdienen Steffi & die MOVS – Mittwoch auffem MIDM-Festival, Donnerstag auf der feisten Demo in HH, Freitag in der T-Stube, Sonnabendmorgen auf der Gaardener Demo und nu heute Abend hier. Angesichts dieses harten langen Wochendes geht bei Songs wie „Divorce Divine“ oder „Water Means Bleeding“ doch einiges.

N.O.M. mörteln sich wieder stonerhardcorig durch ihr Set – Andi hat heute seinen zweiten Auftritt am Abend und wirkt trotz aller Exzesse agil. Leider wird der Gig durch Fascho-Alarm unterbrochen: Vorm AJZ hat ein Nazi Pfefferspray ins Gesicht bekommen und sein Kumpel hat daraufhin sein Handy gezückt. Man kann nur spekulieren, ob aus dem Club 88 oder Neumünsters zweiter Faschokneipe „Titanic?“ Verstärkung gerufen wurde. Letztendlich hat die feige Sau die Polizei gerufen, die erfolglos das Ajz nach dem Antifaschsiten mit dem Spray durchsucht.

Trotz dieses unguten Abschlusses ein Abend mit viel guter Laune. Im August dann im Waldital mit AMMUNATION!

02.05.08 Hamburg / Lobuschstr.-No Pasaran

11.05.2008 von Philipp

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Lange hatten wir uns darauf gefreut, in der Lobuschstr. zu spielen und letztendlich wurden alle Erwartungen mit einem herrlichen Abend sogar übertroffen.

Der Laden heißt eigentlich „No Pasaran“ und ist meiner Meinung nach der beste Platz für HC/Punk in Hamburg. Mittels des von Punkern gegründeten Vereins „Pappnasen e.V.“ wird da seit Jahren ein selbstverwaltetes Wohnprojekt duchgezogen. Kreativ schon die Außengestaltung – aus Fahrradteilen gezimmerte Gitter verhindern, dass Faschos o.ä. da Steine oder Mollis reinwerfen können. Noch gemütlicher isses drinnen. Großes Hallo bei der Begrüßung mit Aggel, DK und den netten UK-Punks von RED FLAG 77.

Erstma essen inner WG um die Ecke. Der Koch ist vielleicht ein Freak – hat er doch glatt in stundenlanger Arbeit KARTOFFELBREI gemacht! Für 17 Leute oder so! Selbstgestampft! Das hat wirklich keiner von uns in 20 Jahren Muckemachen je erlebt. Dazu lecker Sellerieschnitzel und krasseste Salate. Der Hammer. Außerdem erzählt der gesichtstätowierte Oleks uns die Legende vom Tag, an dem neun Punks in Rumänien ein SCHWEIN geraucht haben… Mit kommen jetzt noch die Tränen, aber mehr wird nich verraten…

Aus Braunschweig kommen die Benzinpunks, aus Kiel Doro, Svenja, Strecker und irgendwie trifft man ständig altbekannte Gesichter. Da kann es nur ein Spaß werden! Dass überall in HH Konzerte sind, interessiert hier keinen – 18,- Euro fürn Konzi in der Fabrik hätte hier eh niemand ausgegeben. Ich dreh den Leuten einen Kuchen an – mit den Worten, es handele sich um einen fetten Haschkuchen. In Wirklichkeit isses ein stinknormaler Kuchen, trotzdem meint Elchus danach, er habe nach Verzehr seines Stückes seine Knochen nicht mehr zum Pogen animieren können – der Spacecake habe ihn völlig aus der Bahn geschossen, hi hi. Kramer hingegen reißt ganze Bandmitglieder ungefragt auf seine Schultern und torkelt steuerungslos durch die Gegend, ein verwarzter Teppich fliegt durch die Luft – grandioser Scheiß!

RED FLAG 77 bringen den Mob dann mit coolem 77er UK Punk zum Glühen. Die Jungs sind richtig in Fahrt und spielen über 80 Minuten lang. Als ich den Sänger am nächsten Morgen auf die lange Spielzeit anspreche, sagt er nur: „Really? We played THAT long? I’m sorry…“.

Danach feiern, sabbeln, feiern, DKS Bude in Unordnung bringen, auf morgen in Neumünster freuen und überhaupt…

30.04.08 Kiel / Alte Meierei

11.05.2008 von Philipp

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MOSH IN DEN MAI IV!

Dieses schnuckelige Festival wurde von den Kielern ERBEN DES ZORNS organisiert und fand sympathischerweise in der Alten Meierei statt.
Denn derart deutlich metallisch orientierte Konzis laufen oft eher in anderen Läden. Schön, dass die Kieler Schüttelrüben das Festival mittlerweile wahrnehmen, es war schön voll und die Meierei bzw. dat Publikum sah heute noch schwärzer als schwarz aus…
Sieben Bands sind ja verflixt viel, daher nur gaanz kurz:

GREENFUELED fand ich ma richtig grandios. Eine einzige feiste Verbeugung vor DOWN, bisken CROWBAR noch dazu.

Mit ’nem Typen von THE DAMNATION hatte ich schon mal auffem HOA gefeiert. Die hörten sich auch so an, wie der getrunken hatte: Schnell, rülpsig und konsequent!

EXPOSED GUTS hatten nur einen ihrer zwei Gitarristen dabei, der dafür klang, als wär olle Chuck Schuldiner vonne Toten auferstanden. Musikalisch sehr gut, auf Dauer bisken frickelig und anstrengend.

Einen ersten Stimmungshöhepunkt bildeten INQUIRING BLOOD. Schön grooviger und drückender Death Metal.

Die ERBEN DES ZORNS waren nicht nur als Gastgeber höfliche Fucker, nun zogen sie allen Anwesenden auch gepflegt einen Scheitel mit der akustischen Keule. Kurios: Da Drummer Schulzi aussteigt, sind die Jungs auf Drummersuche – ein viel versprechender Kandidat war leider erst 12 Jahre alt. Da der Jungs hartnäckig blieb, luden ihn die ERBEN ihn zumindest dazu ein, den letzten Song live zu trommeln. Nu hamse ihn ganz sicher endgültig verdorben…

Boah, hatten wir nu Bock. Die MORBUS-Jungs auch – zum Glück wählten sie Nils als Opfer, dem sie Bier und andere Flüssigkeiten in die Schuhe kippten. Nils freut sich schon auf den MORBUS-Releasegig! Irgendwie ballerten wir heut ganz schön los oder hat mir bloß niemand gesagt, dass wir die Geschwindígkeit unserer Songs erhöht ham? Egal, Fakt ist, dass ich Platz im Kleiderschrank gemacht hab und Dutzende Shirts mithatte, die meinen bevorstehenden Umzug nicht überlebt hätten und die ich schon seit zig Umzügen rumschleppe. Da kullerten aber einige mit den Glotzis, als so Dinger von SEPULTURA („Beneath The Remains“), SLAYER oder FAITH NO MORE durch die Luft segelten. Derart schamlose Bestechung erzeugte einen gierigen Mob vor der Bühne, der schön abging. Zarc war richtig gut drauf, spielte zusammen mit Eric passend zu den jeweiligen Shirts entsprechende Riffs an und trat mir in den Arsch, wenn ich zuviel nostalgische Anmerkungen zu machen drohte. Bitteschön. Dankeschön.
Ach ja, und Andi sagte mir danach offiziell, dass ich ihm weiter mit dem Mikro auf die Birne hauen darf. Hm, sehr geschickt, jetzt macht es irgendwie keinen Spaß mehr…

Totaler Killer nachts dann noch der Death Metal von DEVASTATOR. Meine Birne flog fast weg, mein Verstand ganz.

THANX to the Erben.

15.02.08 Flensburg / Hafermarkt

17.02.2008 von Philipp

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Ab nach Flense!

Nach einer netten Begrüßung durch die Hafermarkt-Crew und die Norweger von SPEEDERGARBEN & RAGING FUGITIVES lümmelten wir erstmal ausgiebig in der Küche des saugemütlichen Hafermarkts herum. Erfolgreich konnten wir verhindern, dass uns die letzte Spielposition des Abends untergejubelt wurde. Peinlich nur, dass ein Teil der Harkonnens sich derart gierig aufs leckere Essen stürzte, dass für Zarc, Erik und Nils nix mehr übrig blieb. Wie sangen noch einst die EMILS? "Du musst viel schneller sein"...

Zackbumm ging es auch gegen 22.30 Uhr los. In einer derart angenehmen Atmosphäöre und vor derart höflichen Fuckern wie den stadtbekannten Horst Spider, Nice, Uli oder Teilen von PEST FEST und ALIAS CAYLON konnte sich na logen der Harkonnen'sche Charme voll entfalten. Andi trat mich vonne Bühne, über Nils' vermeintlich schlechte Laune wurde gelästert, seltsame Bräuche wie das Auffüllen kastrierter Hundehoden mit Silikon (seitens der High Society) thematisiert. Sympathisch auch, dass sich fast alle Norweger den Rotz komplett angesehen haben. Dank an alle - Köchin, Driver Capain Kochi & Ann-Cathrin, Marlene, Merch-Fee Sabrina, Publikum und den Typen, der mir die leckeren Vinyls von PISSCHRIST, TOXIC HOLOCAUST und MODERN LIFE IS WAR so günstig verscherbelt hat.

Beide Norge-Kombos holzten dann gut los, gefielen mir richtig gut. Besonders RAGING FUGITIVES kannten kein Erbarmen und keine Kompromisse und animierten den Mob zu wahren Fruchtbarkeitstänzen. Der Sänger war lütt genug, dass ich ihn mir auffe Schultern packte und mit ihm obendruff in den Circle Pit wetzte.

Auch die Rückfahrt hab ich richtig genossen - freu mich jetzt schon auf 'ne Tour mit VLADI - mal sehen, wann sich sowat verwirklichen lässt.

22.01.08 Hamburg / Markthalle

25.01.2008 von Philipp

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Erstma vielen Dank an Kai von DEVILS DAY-OFF, der am Tresen inner Markthalle knüppelt und der Markthallen-Crew die junge, aufstrebende Band VLADIMIR HARKONNEN empfohlen hat, als bekannt wurde, dass die Prong'sche Vorband wegfällt.

Mit PRONG zocken! Irgendwie nett, schließlich ham die Jungs mit "Force Fed", "Prove You Wrong" oder "The Cleansing" so einige Knüller veröffentlicht, zu deren Klängen sicher einige Kinder gezeugt worden sind. 

Für mich nur etwas stressig, da an diesem Dienstag Zeugniskonferenzen anstanden, die frühestens um 18.30 Uhr enden sollten. Ich ohne Auto sollte also von Timmendorfer Strand rechtzeitig nach Hamburg kommen, um 20.00 Uhr auffe Bühne in der Markthalle zu stehen. Dank eines motorisierten und engagierten Kollegen (Danke!) kam ich dann auch tatsächlich ca. 15 Minuten vor "Showstart" an...

PRONG erwiesen sich als lockere Gesprächspartner, die sich auch nicht isolierten. Naja, was man so an Oberflächlichkeiten in 10 Minuten austauschen kann, wurde ausgetauscht. 

Dann ging es auch schon ab! Man muss leider sagen, dass in Läden wie der Markthalle "Supportbands" generell weniger Kanäle bekommen als der "Hauptact", laut Markthallen-Soundmenschen, um zu garantieren, dass bei einem Defekt der letzten Band noch genügend Technik zur Verfügung steht... Das konnte jedoch unseren Spaß genausowenig trüben wie die Tatsache, dass wir hier weder Spritgeld noch wat zu Futtern bekommen, das war ja alles vorher klar. Also Knüppel aus dem Sack und ab! Netterweise gab mir ein Stagehand nach ein paar Songs ein längeres Kabel, so dass ich mehr Platz hatte und über die Bühne wetzen konnte. In 40 Minuten zockten wir unser Programm, für unseren mitgefahrenen Mischer gab es noch so'n kurzes C.O.C.-Cover vorweg. Erstaunlicherweise gab es Applaus! Und es wurde mit jedem Song voller. Angenehm Harkonnen! Eric sagte treffend, der Auftritt habe gefühlte fünf Minuten gedauert und so war es. Einige uns bekannte Hackfressen grinsten uns die ganze Zeit entgegen und so zogen wir zufrieden wieder ab. Allerdings auch nicht begeistert - die Brennung und die Atmosphäre, die man in einem AZ oder einem Squat verspürt, die kommt in so einem Laden nicht auf. Man fühlt sich halt nicht wirklich "zu Hause"! Trotzdem mal ganz interessant, in diese fremde Welt einzutauchen. Und freundlich behandelt wurden wir auch - dass die Gesetzmäßigkeiten solcher Veranstaltungsorte sich den Gesetzen der Hierarchie und der Konkurrenz beugen, ist nun mal Tatsache.

PRONG waren dann klasse und zockten sich durch ihr Repertoire. Tommy Victor rollte mit den Augen und zu dritt walzte man ordentlich groovig, so dass der Mob schnell in Wallung kam. Auf www.dremufuestias.de gibt es einen gelungenen Bericht des Abends.

So, näxtes Mal Hafermarkt FL, dat wird schick! 

15.12.2007 Kiel / Alte Meierei

17.12.2007 von Philipp

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Schluck! Angst essen Seele auf! Eine Woche vorm Konz inne Meierei, auf dass wir uns alle schon lange freuen wie Sau, bin ich einfach feist erkältet. Aber wat tun so'n paar olle Hausmittelchen nicht wat wunder. Zwiebel unners Kopfkissen, dreimal Aderlass am Tach und schon heißt et: "Böser Geist des Schnuppens, hier hast du - schwuppdiwuppdi weg mit dich!"

Ach, wat soll ich um den heißen Brei herumreden: Es war ein rundum herrlicher Abend! Essen lecker, Sound von olle Armin perfekt, Hütte voll und eine richtig ausgelassene, warme Stimmung.

Erstma musste der Mob im sprichwörtlichen Sinne warm werden, da die Meierei echt kühl war. Aber NEURON ham so geknüppelt und warn so sympathisch auffe Bühne - da wurde es selbst alten Hans-Albers-Fans wie Armin warm ums schmierige Herz.

Voll der Hammer AMMUNATION. Wat Power, wat Stimme! Nicht wenige Leute haben gefragt, ob es nicht das Paket AMMU/VLADI mal auf Tour geben solle. Ich sach GERN.

Jo, für mich dann ein einfach geniales Liveerlebnis und ich glaub, wir ham uns alle gefreut über die Resonanz und den Zuspruch. Auch wenn hier und da Flitzer durch die Meierei wetzten und für Irritation sorgten, saß der Vladi-Beat fest im Sattel. Andi musste heute einiges über sich ergehen lassen. Wat reißt dem Fucker auch 'ne Basssaite. Jetzt isser als Ex-Rockstar geoutet. Irgendwann segelten Getränke, Kleidungsstücke, Menschen durch die Luft. Akrobat schön.

16.11.2007 Verden / Juz "Dampfmühle"

17.11.2007 von Philipp

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Frechheit - da schreibt Ballo, Veranstalter im Juz "Dampfmühle" Verden, doch glatt auffem Flyer unseren Namen falsch. Auf den höflichen Hinweis, es heiße VLADIMIR HARKONNEN und nicht VLADIMIR HARKÖNEN, meint Ballo, wir sollten uns doch gefälligst einen ordentlichen Namen suchen, so wie KILLERS oder DEATHBANGER. Mist, warum hatten wir Ballo nicht VOR unserer Namenswahl zu Rate gezogen? DEATHBANGER 666 - originell und geil!

Nachdem wir diesen kleinen Vorfall geregelt hatten (Ergebnis: Gebrochene Fingerknöchel, zwei blaue Augen), können wir die Atmosphäre inner "Dampfmühle" Verden genießen. Ein Hammerladen, hier war ich mit BONEHOUSE schon immer gerne. Lecker Essen, SEHR guter Sound, ausführlicher Soundcheck, optimale Größe etc. Da kotzt es einen an, wenn man hört, dass die Stadt gerade plant, die Organisation des Ladens zu übernehmen. Das hieße dann konkret Ade Hardcore-Konzis, Hallo NPD-Büro etc. Kommt einem das irgendwie bekannt vor?

Wir dürfen als erstes ran, der Großteil des Mobs ist schon anwesend. Wir genießen die Sitauation, uns mit VLADIMIR HARKONNEN neuen Herausforderungen zu stellen, ohne Bekanntheitsgrad fremden Leuten akustisch ordentlich einen überzuziehen. Da der Bühnen- (und auch Saal-) sound grandios und druckvoll ist, macht dat doppelt so viel Spaß. Es gibt von "Teddybear 666" über "Rink Of Fear" bis hin zum ENTOMBED-Cover "About To Die" unser bisheriges Schaffen zu hören. Andi verzerrt dabei vor Enthusiasmus sein Gesicht derart fratzenhaft, dass ihm nachher die Gesichtsmuskeln schmerzen (!)... Ansonsten zeigen sich diverse Leute kulturbeflissen und ordnen unseren Bandnamen korrekt dem Buch/Film "Der Wüstenplanet" zu, olle Frank Herbert (R.I.P) hätte sich gefreut. Alle sind zufrieden nach dem Gig, wobei wir deutlich fühlen, dass noch Steigerungsmöglichkeiten zu packen sind.

DRUGSTOP brettern schön wüst nach vorne. Passt gut zu PETER PAN SPEEDROCK, sehr schnell und räudig, dabei zwischen Old School Hardcore und Rock'n'Roll pendelnd. Die Platte "Riot In The Jailhouse" lohnt sich übrigens sehr!

Es liegt vielleicht auch daran, dass man die Holländer jetzt als sehr nette und hilfsbereite Typen kennen gelernt hat, aber so gut wie heute fand ich sie noch nie. Am Tag zuvor in der Kieler Pumpe sollen sie nicht so motiviert gewirkt haben, aber heute knallt der Kram direkt nach vorne und die Stimmung steigt mit jedem Song. Ein Gastsänger wird auf die Bühne geholt, netterweise widmet man DRUGSTOP und VRHN einen Song und klaut zur Ankündigung eines Songs unseren Titel "Teddybear 666": "The next song is called 'Teddybear 666"... - Spaß groß!

Yeah, fetten Dank an Ballo & Crew!

09.11.2007 Hademarschen / Jazzladen

11.11.2007 von Philipp

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VLADI in Hademarschen! Und noch dazu in einem Jazzladen, der Jazzladen heißt!

Doch das Mysterium klärt sich schnell, wenn man bedenkt, dass jedes Jahr in Hanerau-Hademarschen das geschmeidige Rd-Rock-Festival stattfindet. Und um die zahlreichen Helfer mal zu belohnen, die dort jedes Jahr Bierkisten schleppen, Scheißhäuser sauberschrubben und Betrunkene aus der Botanik fischen, gibbet halt auch jedes Jahr die Rd-Rock-Nachwehen-Party. Alle Helfer haben freien Eintritt und saufen umsonst und auch alle Bands vom Rd-Rock 2007 kommen für umme herein.

Es braucht wohl kaum erwähnt zu werden, dass ob dieser Rahmenbedingungen die Stimmung schnell ausgelassen war und man bereits zur ersten Band BE AS ONE wie auf Klettverschluss ging. BE AS ONE = Hardcore aus Neumünster, mit dabei Leute von RIGHT FACT und am Schlagzeug André, sonst auch Gitarrist bei NoM. Gut!

Ca. 150 Leute füllten mittlerweile den schnuckeligen Jazzladen. Zum Glück, denn bis dahin war es in dem Schuppen arschkalt gewesen. Der Sound war den ganzen Abend über nicht soo der Hit, aber die Knöppedreher schraubten so gut dran rum, wie es halt ging. Regler auf 11, hier kommt der Baron, Baby! Es dauerte ein paar Stücke, bis Band und Mob so richtig warm waren, aber dann wurden die Topfpflanzen von den Fensterbänken gerissen. Ein paar Besucher outeten sich als Leseratten und stuften die Herkunft unseres Bandnamens korrekt in das Genre Science Fiction ein (okay, die erste Antwort lautete "Stars Wars"). Ein ganz neuer Song ("Water Means Bleeding") bestand heute die Livepremiere und läutete gar die heiße Tanzphase ein. Danke.

Bei NoM ging dann aber erst richtig der Ratz ab. Andi gleich in Folge das zweite Mal auffe Bühne! Er sah danach gleich viel schlanker aus! Sehr cool die Ehrung besonderer Rd-Rock-Verdienste - so erhielt die härteste Toilettenfrau... einen Kloschrubber. Sinnvoll! "Fight Club 88" wurde ma richtig mit Inbrunst mitgeschmettert.

Danach gab es noch ordentlich Konserve und wer nicht arbeiten musste am nächsten Tag, der ließ die Hüften kreisen.

Joho, bis zum Rd-Rock 2008 isses noch ein weilchen hin, aber wir freuen uns schon druff!
  

16.06.2007 Rendsburg / T-Stube

05.10.2007 von Philipp

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Sommerfest in der T-Stube! Für uns selbstredend, dass wir die Einladung, dort zu zocken, annehmen. Schließlich sind Zarc und Eric dort quasi aufgewachsen und haben mit ihren Bands (NUCLEAR TERROR, GAINSAY!, SPRAWL, 2ND ENGINE) dort so manchen Abend gestaltet und Eric bekocht dort meistens die gastierenden Bands.

SALLY VOLTAGE überzeugten mit Punkrock und FREMDE mit Emo/Screamo. Gerne wieder!

In der T fühle ich persönlich mich immer einfach wohl. Perfekte Atmosphäre, perfekte Größe, politisch engagierte Menschen, die dort was auf die Beine stellen. Und so konnte es nur ein klasse Abend werden. Ähnlich wie auf der Ballernacht waren wir überrascht, wie ausgelassen die Leute tanzten und bereits einige Refrains mitschmetterten ("Party Of The Damned"). Denn schließlich sind wir ja noch ganz klein und noch gar nich erwachsen, ne. Schön auch, dass es trotz fettem Konz in NMS (Dritte Wahl) und der Scheiß-Kieler-Woche gut besucht war. Nur Andi Uranus musste ne glitschige Kröte schlucken, offenbarten wir ihm doch live und auffe Bühne, dass er ab jetzt gefällig Proberaummiete zu zahlen habe. Ich glaub ja immer noch, dass er mir den Bass daraufhin nicht "aus Versehen" in die Visage gerammt hat...

Ach ja, wer hat Fotos von diesem denkwürdigen Abend? Bitte mailen - es gibt was zu gewinnen. Feuchte Küsse von allen Vladis sind nur der Trostpreis!

VRHN / Philipp

09.06.2007 Kiel / Palenke

05.10.2007 von Philipp

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PALENKE!
Dieser Auftritt entsprang einer absolut spontanen Schnapsidee. Nils und Philipp gingen nach einer VRHN-Probe noch in die Kieler Kultkneipe PALENKE. Dort wurden sie vom Wirt Burghardt in ein langes und philosophisches Gespräch verwickelt, welches irgendwie zum Ergebnis hatte, dass VLADIMIR HARKONNEN dort sehr bald spielen würden...

Ein paar Wochen später wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Eric konnte auf der "Bühne" zwar nicht sein gesamtes Schlagzeug aufbauen, aber das tut dem ollen Poser auch mal gut :-)

Mit dabei hatten wir LOUD & DIRTY aus Schleswig, die in Kürze übrigens die WELTHERRSCHAFT übernehmen werden.

Jo, der Gig war spektakulär. COLD FOOD - WARM BEER - LOUSY SERVICE forever! In der Glotze hinter uns lief parallel zum Gig (!) ein völlig irrer surrealistischer Streifen namens "El Topo". Burghardt, den will, nein MUSS ich mir noch mal leihen! Andi Uranus' erster Auftritt mit VLADI! Er hat uns alle überstrahlt mit seinem Charisma! Trotzdem bleibt er in der Band! Es war sehr heiß, aber dafür waren die Gäste nett. Einer hat mir sogar die Schuhe zugebunden und auf Befehl "Eye Of The Tiger" gesungen. Mehr geht kaum.

VRHN / Philipp


http://innerpalenke.de/
http://www.myspace.com/palenke