DIARY

Verden, Bistro Kult – 05.03.2016

10.03.2016 von Philipp

Get naked faster!

Henrik hat nicht nur gestern einen klasse Sound in die T-Stube gezaubert, heute Morgen (na, eher Mittag) ist er auch für das Frühstück zuständig, über welches wir herfallen wie ein Schwarm Heuschrecken. Was von gestern bleibt: Vollgesaute Hütte, ertragbare Kopfschmerzen und eine kaputte Merchtruhe. In letztere ist ein alter Bekannter mehrfach und unhaltbar reingefallen und sein Betonschädel war härter als die Vladi-Plastikkiste.

 

Ich hoffe darauf, ein wenig Schlaf auf der Fahrt nach Verden nachzuholen, aber Andi ist in Sabbel- und mir dabei auf die Schulter-hauen-Laune, sodass mir nichts übrigbleibt als ächzenderweise zuzuhören, Bier zu trinken und ab und zu „Genau, Alter!“ zu krächzen. Aber wir entwickeln heiße Pläne für das später im Jahr stattfindende Jubiläumsfestival für „10 Jahre VLADIMIR HARKONNEN“. Wartet nur!

 

Killbite

 

Das heutige Konzi haben natürlich Ballo und die Totbeißer organisiert. Eigentlich sollte es im AZ Bazillus stattfinden, aber dort gibbet keine Heizung und wer hat Bock auf einen kalten Hintern? Das Bistro Kult ist nur bedingt für ein Punkkonzert geeignet, da es keine Bühne gibt und überall Tische und Sitzgelegenheiten einem gepflegten Pogo im Wege stehen. Dafür ist die Anlage mal richtig fett. In ohrenbetäubender Laustärke hören wir ANTHRAX‘ „Among The Living“. Boah, fast vergessen, wie GUT dieses Album ist!

 

Zwischen Soundgechecke, Essen abgreifen (hammerleckeres veganes Mahl mit Seitan und Kardubbels), Vinylshopping (ein Verdener Plattenladen hat Kisten bei) und Leute begrüßen verfliegt die Zeit nur so und schwuppdiwuppdi beginnen BLACK SACHBAK auch schon. Heute klingen die Israelis gleich noch einen ganzen Tick geiler! Was zum Teil an der krassen Anlage liegt, welche alle Bands heute knackiger erscheinen lässt. Die Gitarren brezeln mal so richtig! Und heute wird noch deutlicher, dass die neuen BLACK-SACHBAK-Stücke verdammt stark sind. Man darf auf der nächsten Platte wohl ‘ne Steigerung zum Debut erwarten.

 

Wir dürfen als zweite ran, was mir sehr zusagt. Da kann man nach dem eigenen Auftritt noch schön entspannt KILLBITE gucken. Der Laden ist gut besucht, wie eigentlich immer in Verden und Umgebung. Die Setlist fällt natürlich nicht so opulent aus wie gestern, wir wollen schließlich nicht übertreiben. Ich liebe ja Floorshows. Irgendwie kommt das meiner Vorstellung einer idealen Hardcore/Punk-Show nahe, wenn Band und Besucher_innen verschmelzen. Tobi und ich wetzen daher auch gleich durch den Mob. Ich mag auch das Sofa, welches gleich linkerhand steht. Da kann mensch draufspringen und wird so herrlich zurückgefedert… Wir zocken alle vier Stücke unserer kommenden EP. Was bin heiß auf dieses Stück Vinyl! Zum „Bonded By Blood“-Cover holen wir spontan Eliran ans Zweitmikro, der natürlich textsicherer ist als ich… Großartige Sache – wir kommen gerne wieder.

 

Flyer

 

Wuhu, KILLBITE schwingen heute die Abrissbirne! Das ist klar der beste Auftritt, denn ich bisher von ihnen gesehen habe. Die Songs walzen alles platt und knüppeln nicht nur geradeaus nach vorn. Die Band ist in bester Laune und darf es auch sein! Nicht nur wegen der gelungenen neuen Platte, nein, Ballo hat zudem für die anstehende Brasilien-Tour vom Land Niedersachen einen satten Zuschuss aus irgendwelchen Kulturkassen erwirken können. Geil, da zahlen die Punks nicht mal ihre Tickets selbst, ich find das herrlich!

 

Sehr liebevoll organisierter Abend, der in eine rauschende Nacht mündet. Danke auch an Soky für Unterbringung, Party nach der Party, Kaffee und Frühstück!

Rendsburg, T-Stube – 04.03.2016

08.03.2016 von Philipp

THRASH 'N' HASH

Zum vierten Mal touren unsere israelischen Freunde von BLACK SACHBAK nun bereits durch Europa bzw. Deutschland. Auf ihrer zweiten Tour haben wir zusammen mit ihnen im Hamburger Bambi Galore gespielt und auf den ersten Blick gewusst: Das ist nicht nur was für eine Nacht, da ist mehr.

 

Und es wurde mehr. Zum Beispiel das Album „No Pay No Gain“ auf Vinyl, releast vom umtriebigen Kieler Label Janml Records. Und weitere Konzerte auf der nächsten Tour, Kiel & Rotenburg, die gleich noch zerstörerischer verliefen. Für die diesjährige Tour konnten wir wieder zwei Biester an Land zerren, der heutige Auftritt in Rendsburg und für den Folgetag schön was in Verden, gierigerweise alles zusammen mit KILLBITE. Leider merke ich erst spät, dass an diesem Wochenende auch das HELL OVER HAMMABURG-Festival stattfindet. So sind wir gespannt, ob überhaupt wer kommen mag...

 

Thrash

 

Eine unerwartete Hürde stellen zunächst die Pennplätze dar. Nur die Zölck-Brothers wohnen in der Nähe, bei beiden geht es aber nicht. Wir müssen feststellen, dass es in Rendsburg im Gegensatz zu früher einfach keine Punker-WGs mehr gibt (die man kennt)! Aber Rettung kommt in Form einer Erlaubnis, in den Räumlichkeiten der Pfadfinder zu schlafen, welche sich direkt hinter der T unter demselben Dach befinden. Das ist nicht so selbstverständlich und eine absolute Ausnahme. Der Grund: Die Pfadfindermenschen dürfen irgendwie keinerlei Kontakt zu politischen oder explizit linksextremistischen Gruppierungen pflegen und als solche wird die T-Stubenkonzertgruppe offenbar gesehen (man weiß ja: Drei leere Flaschen Wein können schnell drei Mollis sein). Aber toll, dass das klappt.

 

Großes Hallo natürlich, als alle drei Bands, T-Stuben-Crew und sonstige Helfer*innen kurz nacheinander eintrudeln. Soundcheck und Aufbau sind schnell geschissen, es darf gefuttert, getrunken und Unsinn geredet werden. Eliran, Dor, Yuval und Noam sind noch ganz geflasht von Russland, wo es wohl tolle Konzerte, aber wenig zu essen und schon mal gar kein weed gab. Und Gras ist nun mal das Hauptnahrungsmittel von BLACK SACHBAK. Heute soll alles besser werden und die Sachbaks stellen einen Pott auf, in welchen Besucher*innen ihre Weed-Spende werfen sollen. Doch Rendsburger*innen haben offenbar mehr mit Russ*innen gemeinsam, als mensch denkt: Der Mexikaner wird in wenigen Stunden komplett weggezecht, die Biervorräte schrumpfen in Lichtgeschwindigkeit – aber besagter Pott bleibt leer.

 

Dafür füllt sich die T-Stube mit tollen Menschen. Mit so viel Besucher*innen hätten wir echt nicht gerechnet, es kommen mehr als bei unseren letzten beiden Gastspielen inner T! Punks, Kuttenträger und Skinheads verschmelzen zu einem feierwütigen Mob, der gleich zum Auftakt bei KILLBITE steilgeht. Da siehste glatt Leute, die sich beim Pogen und Bangen so 80er-Stylo-mäßig umarmen. Und angenehm viele abgerissene Mercedessterne hängen an ungewaschenen Hälsen, haha. Die Bremer Crustpunker haben sich aber auch super weiterentwickelt! Ich fand sie früher schon gut, aber noch nicht so eigenständig und abwechslungsreich wie mittlerweile. Durch groovige Parts gewinnt das Songwriting enorm an Gesicht. Und sie lassen sich nicht lumpen und zocken deutlich länger als bei früheren Shows. Amtlicher Walzomat.

 

Protest

 

Die kurze Sporthose sitzt – wer könnte sie besser tragen als Gewichtheber Eliran? Auch BLACK SACHBAK zeigen sich deutlich gesteigert. Neu an Bord ist Basser Yuval, dessen Sound und Spielweise super zur Band passt, denn er klingt old schooliger und knackiger als der frühere, sehr verzerrte Knarzsound. Neben den eigenen Songs (Kult: „Haircut I Never Got“) covern die Hunde doch glatt „True Survivor“. Höllisch. Erwähnt werden muss auch Dors Gitarrenspiel, was mich irgendwie an VOIVODs Piggy erinnert. Wieder mal ein klasse Gig.

 

Es entspinnt sich ein Auftritt, bei dem echt mal fast alles stimmt. Auf hohem Niveau gemeckert, könnte ich rumjammern, dass ich mich auf der Bühne kaum höre. Aber niemand mag Jammerlappen. Und zum Ausgleich gibt es schließlich so viele schöne Dinge. Zum Beispiel die Interaktion zwischen Band und Mob: Ich wage einen Bodenroller und plötzlich beginnen feiste Kuttenwämser auf mich draufzuspringen. Was liegt auch näher? Hossa, ich spüre einen ganzen Haufen Liebe auf meinen schmalen Schultern. Zeugen beschwören später, dass auch Andi sich noch bassspielenderweise auf den Berg geworfen habe, was ich aber erst im Nachhinein erfahre. Wir spielen heute ein Set in Springsteen-Länge. Ganze 17 Songs. Eigentlich sind einige der Stücke auf der Liste nur potenzielle Vorschläge, aber wenn man Bock hat, hat man Bock. Alex Killbite zitiert eine unserer Ansagen später wie folgt: „Alles geiert nach der Disco im Anschluss eines Konzerts. Womöglich hat danach auch noch der Penny in der Stadt auf, so früh muss alles beendet sein - ich find das scheiße! Ein Konzert sollte DER Hauptgrund eines gelungenen Abends sein!" Ansonsten müssen wir die besondere Aura des Rendsburger Publikums loben – woran es liegt, weiß irgendwie keine_r (das Trinkwasser? Pimmel-Malte?), aber hier ist es nun mal einfach ein ganzes Stück weit asozialer als woanders. Ach ja, schön auch, dass unser Ex-Gitarrist Nils heute dabei ist.

 

Die Party danach tobt bis in den frühen Morgen, wobei die Musikauswahl manchmal hart an der Grenze des Erträglichen ausfällt. Bei den Pfadfindern verläuft alles friedlich. Ich bin jedenfalls sicher, dass das Loch in der Wand vorher schon dort war.

 

Morgen: Verden. TBC…

Itzehoe, Panoptikum – 20.02.2015

18.02.2016 von Philipp

RETURN OF THE IRON TYRANTS

Ich freu mich natürlich immer, wenn eine Auftrittsanfrage reinflattert. Aber dieses Mal hab ich fast mein Hirn an die Wand geworfen! Fragt mich Andrea von Metal Supremacy doch glatt, ob wir mit RAM in Itzehoe zocken wollen. RAM, welche seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen und die mit „Svbversvm“ eines der zehn besten Alben 2015 rausgehauen haben. Wuhu, das Leben kann so schön sein.

 

Erst mal steht ein ganz schönes Gerödel auf dem Programm: Da ich heute lange Schule habe, kann ich nicht erst nach Kiel fahren, um dort gemütlich ins Streckermobil zu hüpfen. Nein, ich muss direkt von Timmendorfer Strand nach Itzehoe donnern. Mit der Bimmelbahn über Lübeck, Bad Oldesloe und Neumünster, wo ich dann netterweise von Sabrina aufgesammelt und chauffiert werde. Knicks.

 

VRHN

 

In Itzehoe erst mal Begrüßung aller Mitvladis, Andrea und den RAM-Recken, welchen ich erst mal zu ihrem Killergig auf dem Metal Assault gratulieren muss. Jan ML und sein vollbesetzter Wagen (der Kerl fährt Auto?) treffen wenig später ein, sodass wir tatsächlich mal Bandfotos mit Tobi druff schießen können. Er ist ja erst seit Oktober 2014 bei uns dabei… Auffem Lokus gelingt sogar ein gutes Pic.

 

Oha! Beim Soundcheck von RAM treten Probleme mit der Gesangsanlage auf. Es fiept zwar trommelfellzerfetzend, dennoch hört man nichts von den Vocals. Die Mischer von Vintage Amp schrauben hektisch an den Knöpfen, zunächst verbessert sich jedoch… nichts. Der Auftritt scheint auf der Kippe zu stehen, obwohl das Pano sich zusehends füllt. Irgendwie gelingt es schließlich doch, den Fehler zu finden. Allerdings steht Zarcs Mikro jetzt unter Strom und er bekommt bei jeder Annäherung einen Elektroschock verpasst. Egal, Punkrock, keine Zeit mehr für Nickeligkeiten…

 

VRHNVRHN

 

Auch ein Soundcheck ist jetzt nicht mehr für uns drin. Ebenfalls wumpe. Das Vladi-Biest ist heiß und muss von der Kette. Das Pano ist ja eine winzige Kneipe und so fühlen wir uns bald wie Eisbären im Zoo, die irgendwann nur noch hospitalistisch zucken. Bei Zarc könnte das natürlich auch den permanenten Stromstößen liegen… Um den beengten Bühnenverhältnissen zu entkommen, wage ich einen kleinen Bodenroller. Leider tritt mir dabei jemand mit beiden Tretern auf die Matte. Und bemerkt es nicht mal. Mehrfach versuche ich, mit Gewalt meinen Schopf aus der Falle zu ziehen, doch das hätte mich wohl meinen Skalp gekostet. So singe ich liegend weiter… Schön auch, dass von dieser spektakulären Aktion lediglich Zarc Notiz nimmt, während der Rest der Besucherschaft zur Bühne glotzt und mich nicht wahrnimmt. Erst als ich nach dem Song den/die Unbekannte_n bitte, doch mal einen Schritt zurückzutreten, ernte ich den wohlverdienten Spott. Um dem Abend zusätzlich positive Vibes zu verpassen, schnappen wir uns spontan Topfpflanzen von der Fensterbank und reichen sie im Publikum herum: Für mehr Blumen im Heavy Metal! Schöner Auftritt, den wir traditionell erst beenden, als unsere Frisuren ruiniert sind.

 

RAM

 

Aaaah, und dann endlich RAM. Die Hütte ist jetzt gerammelt voll mit stinkenden Kuttenträgern. Der Sound ist herrlich LAUT, und RAM böllern einen Kracher nach dem anderen herunter. Oscar Carlquist stellt unter Beweis, dass er einer der geilsten Heavy-Metal-Sänger überhaupt ist und screamt die Hütte in „Eyes Of The Night“, „Under The Scythe“, „The Ursurper“ oder „Machine Invaders“ in Grund und Boden. Die Songs sind heavy, das Leder/Killernieten/Handschuh-Outfit ist heavy – bei RAM ist ALLES heavy! Sehr cool finde ich dabei ja, dass die Setlist diverse Änderungen im Vergleich zu der vom Metal Assault enthält, welches keine zwei Wochen her ist. Ich bange den ganzen Auftritt über durch – so wie eigentlich der Rest des Mobs ebenso. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann haben RAM auch ihren allerersten Auftritt in Itzehoe gespielt – ebenfalls von Andrea veranstaltet, die ja auch 2003 die erste RAM-EP releast hat. Argh, die Schweden hätten fünf Stunden spielen können und es wär für mich immer noch zu kurz gewesen. BANG YOUR HEAD OR LOSE IT!

 

Verdammt, warum muss heute Mittwoch sein? Zu gern hätte ich noch länger am Tresen verweilt. Doch das Streckermobil ruft und die Nacht wird kurz genug. Danke an alle!

 

Fotos von Evelyn Steinweg und Jan ML.

Schwerin, Dr. K – 12.12.2015

17.12.2015 von Philipp

Jesus kommt nämlich aus Bützow

Zunächst: Gute Besserung an Tom Banx! Der TYSON-Drummer musste ins Krankenhaus und da Schlagzeugspielen mit frischer OP-Narbe nicht soo geil ist, mussten TYSON auch kurzfristig ihre Teilnahme am Gig in Schwerin absagen. Nun hatten die drei schlagkräftigen Kieler das Ding aber organisiert. Als wir uns gerade noch fragen, ob das Konzert dann nicht besser ganz verlegt werden sollte, hat Veranstalter Wito den Vorschlag, uns mit den Schwerinern JESUS KOMMT AUS BÜTZOW auf die Bretter zu schicken. Wir so: „Geht.“

Heute heißt es ROCK-TO-BUS statt Streckermobil, denn letzteres ist immer noch nicht heile. DIY-rental aus Flense olé! Wir sind original mit demselben Bus schon einmal unterwegs gewesen und genießen somit uns wohlvertraute Gerüche. Leider vergesse ich es, uns in das dort rumfliegende Gästebuch einzutragen. Aber ihr könnt euch ja diesen Tagebucheintrag ausdrucken und dort reinkleben, liebe ROCK-TO-BUS-Nasen. Da die Gebrüder Zölck und ich immer noch im Rausch der vorgestrigen GHOST-Show dahinschweben, dudeln wir eine von Zarc erstellte Best-Of-Compilation der Band rauf und runter.

 

Flyer

 

Im Dr. K war ich mit BONEHOUSE schon mal zu Gast, und ich freue mich darüber, dass die betreffenden Plakate noch hängen. Gemütlicher und recht professioneller Schuppen, der angenehmerweise die Schlafplätze gleich im Gebäude hat. (Ist immer so ein Abfukk, wenn man nachts noch mit Sack und Pack durch die halbe Stadt latschen muss.) Auch wenn zumindest ich diese Schlafplätze nur für einen sehr kurzen Zeitraum nutzen werde. Wir werden nett begrüßt von Veranstalter Wito und den JESUS-Boys. Effizient: Der Typ, der gerade kocht, wird uns später auch mischen. JESUS KOMMT AUS BÜTZOW-Sänger Henri kommt als letzter an – der war noch mit Omma auffem Weihnachtsmarkt und muss nach dem Soundcheck konsequenterweise erst mal ein Backstage-Schläfchen einlegen.


Irgendwann beginnen die Schweriner Kollegen. Geiles Grindcore-Gedengel mit infernalischem Gebrüll! Der Sänger Henri macht 'ne Floorshow und wirkt gleich viel wacher. Leider dröhnt der Bass alles derart zu, dass mensch kaum etwas von den anderen Instrumenten hört. Nun, vielleicht soll das ja so sein?

 

Es sind beim ersten VRHN-Gig in Schwerin nicht übertriebene Menschenmassen erschienen. Aber wir locken alle Anwesenden vor die Bühne. Ich spüre noch beim zweiten Song, dass ich in eine Art Bühnenrausch rutsche (ohne Drogen wohlgemerkt). Dann weiß ich immer nicht so richtig, was ich tue. Im Nachhinein erscheint alles wie ein verschwommener Traum. Habe ich wirklich meinen Kopf gegen Tische und Boxen gehauen? War das tatsächlich ich, der eine Box, auf der noch kurz zuvor Andi und Zarc Harkonnen nebeneinander Platz zum Gitarrenschwenken gefunden hatten, auf sich gewälzt hat? Und intoniert Zarc wirklich „He Is“ von GHOST? Es muss auf jeden Fall einiges davon wahr sein, denn noch am nächsten Morgen sehe ich an der Stirn aus wie ein Klingone oder wie jemand, der sich einem Schädelplatten-Bodymorphing unterzogen hat. Hat man mal. Definitiv Realität: Nach dem letzten Kurzauftritt in Kiel können wir eine ausgedehnte Setlist zocken, an die wir neben „Schweineherbst“ noch das eigentlich ad acta gelegte „Bonded By Blood“ hängen.

 

Danach wird hin und herdiskutiert, wo und ob wir noch hin-/weggehen. Gerade hat sich der Rest schlafen gelegt, als mir der Kochmischer von einer anarchistischen Tanzveranstaltung erzählt. So schlumbumbern wir zu zweit durchs verregnete Schwerin und erreichen die Katakomben eines restlos geilen Zeckenladens. Boah, hier fühl ich mich wohl! Drei Djs bzw. Djanes bringen unzählige Besucher*innen zum Tanzen. Wir machen gleich mit. Als ich gegen 8.00 Uhr morgens zurück im Dr. K in den Schlafsack schlüpfe, ahne ich noch nicht, dass mich Zarc eine halbe Stunde später bereits wecken wird. No rest for the wicked...

 

Schwerin, wir kommen wieder. Wenn wir dürfen. Wito, diese Sauerei im Backstage, das waren nicht wir!

Kiel, Pumpe – 29.11.2015

06.12.2015 von Philipp

Less Talk, less Rock...

Warum spielt man AM SONNTAG ein Konzert in der eigenen Stadt? Nun, ein alter Freund von uns, Kredo, ist Tourbooker und er macht unter anderem gerade die STEAK NUMBER EIGHT-Tour. Da die Belgier heute in Kiel Station machen, hatte Kredo halt uns angehauen. Unser Auftritt am Abend zuvor (Lobusch) war der Burner, die Party danach zerstörerisch. Dennoch sind wir motiviert, denn was gibt’s Schöneres als live zu zocken? Den Tatort glotzen? Sicherlich nicht.

 

Angenehmerweise ist Henrik aus der T-Stube heute wieder als Vladi-Mischer mit am Start. Ich glaub, wir gönnen uns heute den längsten Soundcheck der VRHN-Bandhistorie. Als endlich alles steht, gibt es seltsame Probleme in Erics Monitor. Aber auch das wird in gemeinsamer Anstrengung mit dem Hausmischer der Pumpe überwunden. Erbaulich auch, dass Törtchen von Toanol-Records unseren Merch übernimmt. El Tofu ist auch am Start und stellt sich gleich dazu.

 

Pöster

 

Mit den Belgiern ist gut abhängen. Sie freuen sich besonders über die Backstage-Räumlichkeiten, welche neben gut sortierter Getränkeauswahl, Snacks und warmen Essen (wahlweise vegan oder Fleisch) auch eine feiste DJ-Anlage beherbergen. Einer der Steakers besitzt zu Hause nämlich einen Klub und ist wohl recht professioneller DJ. Auf Tour verfügt er die Möglichkeit, mobil auf die Anlage in seinem Klub zugreifen zu können, diese also quasi fernzusteuern. Und das hat er in der Nacht zuvor weidlich genutzt und den dort gerade auflegenden und unwissenden DJ mit vermeintlich aus dem Nichts abgespielten Songs in den Wahnsinn getrieben…

 

Trotz des Sauwetters, dem sonntäglichen Kater und der Tatsache, dass der Tatort heute in Kiel spielt, trudeln einige Bekannte ein. Im Nachhinein ist es allerdings ärgerlich, dass einige extra für uns weitere Anfahrten auf sich genommen haben, dann immerhin 11,- Euro löhnen – und schließlich gerade mal ‘ne halbe Stunde VLADIMIR HARONNEN kredenzt bekommen sollen. Das wird uns selbst erst quasi auf dem Weg zur Bühne mitgeteilt. Die Spielzeit für „Vorgruppen“ betrage in der Pumpe generell nur eine halbe Stunde. Weder Kredo noch STEAK NUMER EIGHT wissen von dieser Regelung, im Vorfeld wurde davon auch nichts kommuniziert. Was soll das? Ich mag solche Bedingungen nicht und finde das schon sehr fragwürdig. Der Pumpencrew ist ansonsten nichts vorzuwerfen, es gibt kein Getränkelimit und alle sonstigen Umstände sind korrekt, aber diese zeitliche Limitierung ist schon arg ungeil.

 

Pumpe

 

Trotzdem lassen wir uns die Laune nicht verderben. Da keiner von uns ‘ne Uhr umhat, spielen wir einfach mal unsere Playlist und gucken, was passiert… Unterschiedlicher könnten zwei aufeinanderfolgende Konzerte kaum sein. Gestern der Vollabriss in der Punkerhölle, Chaos, Bier, Blut und Pogo. Heute alles so sauber und ein höflich zurückhaltendes Publikum. Aber man hört uns aufmerksam zu. Wir sind ganz gut eingespielt, glaub ich. Peitscht für meine Ohren akkurat aus den Boxen, was meine Mitvladis da fabrizieren. Angesichts der Umstände versuche ich mal, etwas weniger zu sabbeln. Less Talk, more Rock? Ein Aufruf zum Wegkloppen der Discokugel ist natürlich dennoch drin, ebenso fiebert man gemeinsam mit den Hochrechnungen der Olympia-Stimmen mit. Nein heißt Nein… Und ein Bodenroller ist na logisch immer Pflicht. Ungewöhnlich trockener Boden in der Pumpe. Joah, es sind dann wohl doch 40 Minuten, als man uns zum dritten Mal auf unsere abgelaufene Spielzeit hinweist. Schade, hatten wir doch u.a. noch „Schweineherbst“ und extra für El Tofu „Electric Sheep“ geplant.  

 

Danach chillen wir wahlweise mit Freund*innen im Backstage oder gucken uns STEAK NUMBER EIGHT an. Die sind sehr groovig und tanzbar. Ich musste an eine Mischung aus NEUROSIS, OPETH und DEVIN TOWNSEND denken. Sehr fit auf jeden Fall, das Songwriting weist interessante Schlenker auf und der Schlagzeuger überrascht ab und zu mit peitschenden Ausbrüchen. Zum Teil würden ihnen noch ein paar eingängigere Gesangslinien gut stehen.

 

Früh ist der Abend zu Ende. Ein tolles Wochenende liegt hinter uns, wenig Schlaf vor uns…

Hamburg, Lobusch – 28.11.2015

02.12.2015 von Philipp

Weniger Zukunft, mehr Pank!

Ein Double-Date passiert jeder Konzertgruppe mal. Sogar im kleinen Kiel-Loch finden manchmal drei lohnenswerte Konzies an einem Samstach statt. Aber der heutige Termin ist dann doch außergewöhnlich: Ca. 20 Veranstaltungen tummeln sich heute im weiteren Umfeld des Rock'n'Roll/Punk allein in Hamburg, darunter Sachen in der Roten Flora, im Gängeviertel, im Hafenklang, im Störte (Geröll + Oiro + Duesenjaeger ), im Menschenzoo (Kannibal Krach + Mann kackt sich in die Hose), der Fabrik (The Adicts + Topper ), der Markthalle (25 Folgen "4Hochzeiten1Reise" – Yacopsae + Razzia + Razors + Restmensch + Holy Moses + Blood + Cripple Bastards...) und natürlich ganz zu schweigen von MOTÖRHEAD, deren Konzert aber letztlich verlegt wird. Erste-Welt-Probleme... 

 

Chaos aber auch bei den Vladis: Streckermobil UND Strecker himself befinden sich in Reparatur (Bremsen und Schlüsselbein). Da merkt mensch gleich, um wie viel komplizierter die Logistik wird, wenn kein Bandbus zur Verfügung steht. Letztlich entscheiden wir uns, in verschiedenen Gruppen anzureisen, da ich eh mit dem Zug erst nach Rendsburg hätte fahren müssen und auch keine Rückfahrmöglichkeit nach Kiel gehabt hätte. Da kann ich auch gleich komplett mit der Bahn fahren. Michelle hat Bock, mitzukommen und als Roadie mein Mikro zu tragen. Tough job. Super. Auch spannend: Die Gute hat seit einigen Wochen einen Mitbewohner aus Syrien, der natürlich noch nie ein Punkkonzert gesehen hat. Ali heißter, Supertyp und heute spontan dabei. Und dann werden wir gar zum Quartett, da Anna, die ursprünglich Lemmy beim Sterben zusehen wollte, auch noch aufspringt.

 

Flyer

 

So verläuft die Anfahrt in bester Laune und ich vergesse fast, dass ich auf ein eigenes Konzert fahre. In Altona gleich großes Hallo und Aufeinandertreffen der verschiedenen Vladi-Reisegruppen sowie mit Veranstalter Floyd, den Bands GRIMNEX (Braunschweig) und HEADSHOX (Bremen) und den Lobuschpunks. Ali fühlt sich zwischen Krusten, Nietenpunks und der kreativen Deko der Lobusch (Fenster mit zusammengeschweißten Fahrradteilen verbarrikadiert, damit Faschos keine Mollis reinwerfen können; überall Metallinstallationen, die Monster, Mumien und Mutanten darstellen; Restfläche mit Plakaten der letzten Jahrzehnte vollgeklatscht) sichtlich wohl. Sind ja auch alle nett hier. Nur was ist das für eine fürchterliche Musik? Der HSV hat wohl gewonnen und die Tresencrew findet, dass man deswegen so eine fürchterliche HSV-CD mit komischem Sprechgesang hören müsse. Ist das dieses HipHop? Lieber schnell rüber zum Pigsmoker, der sich mit dem Catering mal wieder selbst übertroffen hat. Es gibt Pilzschmonk, Sellerieschnitzel, Kartoffelspalten, Auberginengelöt – alles mit viel Liebe und Knoblauch zubereitet. Und so viel, dass nicht nur alle Bands, Michelle, Anna und Ali satt werden, sondern später noch mehrere Bleche in die Lobusch gestellt werden können. Und natürlich erzählt der Pigsmoker mehrere Anekdoten aus seinem Leben.

 

Was ist das? Schon früh strömen erste Besucher*innen in den geliebten Schuppen. Noch während HEADSHOX am Sound rumdrehen, füllt sich die Lobusch – und wird später proppevoll! Das hätten wir angesichts der oben geschilderten Ausgangslage echt nicht erwartet. Wir freuen uns über viele Freund*innen und Bekannte, z.B. über Flupp, der unsere kommende EP mitreleasen wird; Isa, welche die VLADI-Plugs hergestellt hat; CHIPKO-Johannes, den Bastler der Kassettenversion vom blauen Album oder dem Hamburger Mob um Fred, Joni & Co. Ich liebe es, wenn es mal nicht alles so überpünktlich beginnt und auch nicht so früh beendet ist. Mittlerweile fangen ja so viele Punkkonzerte derart pünktlich an, dass du danach noch bei Penny einkaufen gehen kannst. Nicht so inner Lobusch! HEADSHOX ham die Ruhe weg und hängen nach ihrem Soundcheck erst mal 'ne Stunde ab, bevor sie losböllern. Stört keine*n. Mich freut es ja schon, dass Kasi von IN IRATUS bei den Bremer*innen Klampfe spielt. Kann also nur infernalischer Krach sein. Oder „Aufs-Maul-Punk“, wie der Flyer ankündigt. Stimmt irgendwie beides. Der Drummer bolzt gnadenlos in einem Tempo und einem Ufta-Ufta-Beat durch, die Instrumente schreddern und das Gesangsduo Filze & Kante kündet von tiefen Gefühlen - Wut und Hass zum Beispiel.

 

Noch mehr Zug besitzt die zweite Band mit einem X im Namen. Straight Edge sind übrigens beide nicht. Glaub ich… GRIMNEX haben ebenfalls Wechselgesang am Start, den gleich zwei Extra-Sänger*innen besorgen (Atze und Anne). Rabiater Punk mit einem gewissen krustigen Faktor. Treibt gut nach vorne und würde auch super zu MÖRDER passen. Gefällt mir sehr!

 

Mittlerweile ist es amtlich spät geworden. Aber wird es deshalb leerer? Fuck, im Gegenteil! Einige der oben erwähnten Konzis sind bereits vorbei und von dort strömen weitere Gestalten inne Lobusch. Wir sind so richtig motiviert und legen los wie die Feuerwehr. Ein Typ kommt danach mit blutender Stirn begeistert zu mir und äußert Positives. „Alter, was hast du denn gemacht?“, erkundige ich mich besorgt. „Äh, das warst DU! Hast mir voll das Mikro vor den Latz gehauen. Is aber egal, fand ich gut!“ Boah, mir tut das aber Leid. Also sorry, falls du das hier liest! Aber es spiegelt den Gig gut wieder. Wie im Blutrausch prügeln wir unser Set runter und vor der Bühne wabert, wogt und pogt der Mob textsicher durch die Hütte. Ich trete Andi aus Versehen auf die Hühneraugen, er mir daraufhin mit Absicht in den Arsch, sodass ich ungewollt stagedive. Gefällt mir aber so gut, dass ich es später gezielt noch mal selbst mache. Zarc hat derweil hart zu kämpfen, weil mit zunehmender Spieldauer immer mehr Bierpullen auf die Bühne gestellt werden, die natürlich umfallen und alles überfluten. Dazu trampele ich ihm mehrfach in die Tretmiene und reiße da irgendwelche Kabel raus, was ihn zusätzlich fordert. Witzigerweise ist der Sound richtig geil, wir hören uns perfekt und auch nach vorne böllert’s wohl gut. Zum Abschluss gibt’s noch „Schweineherbst“, was gefühlt alle mitbrüllen.

 

Irgendwann müssen wir uns von allen verabschieden. Eigentlich will die Kieler Fraktion noch ins Onkel Otto zur Aftershow Party, aber es ist schon ohne diesen Abstecher so spät, dass wir noch gerade unseren 3:40 Uhr-Zug erwischen. Ich wickele mir wie immer nach einem Auftritt ein Handtuch um die Matte, weil Bierdusche, Schweiß und Kälte keine optimale Kombi sind. Trage also einen pinkfarbenen Handtuch-Turban auf der Rübe, den ich nach dem Konzert aus Faulheit oder Vergesslichkeit drauflasse. Darüber regt sich ein Mitfahrender in der S-Bahn regelrecht auf. Der Typ ist ein adrett gekleideter Schwarzer, der mich aggressiv bis hysterisch fragt „Why are you wearing a towel on your head?“ Das sehe voll scheiße aus, außerdem sei ich ja wohl keine 20 mehr (er selbst trage übrigens „barcelona chic“ oder so ein Kack). Michelle hingegen verteidigt mein Accessoire als höchst modisch und prophezeit, dass der Typ sich nicht wundern solle, wenn die S-Bahn in zwei Wochen vor lauter pinken Turbanen erstrahle! Yeah, ich = Trendsetter...

 

Aber anyway, wir freuen uns schon aufs nächste Mal inner Lobusch! Dank an Floyd für die Einladung! Und natürlich an alle anderen Beteiligten, GRIMNEX, HEADSHOX und alle Besucher*innen!

Warendorf, HoT - 07.11.2015

15.11.2015 von Philipp

Heavy Metal Kind / die Haare wehen im Wind / du willst nicht studieren / du willst dich tätowieren

Eingeladen vom KEZZA-Commaaaander Oliver konnten wir na klar nichts Anderes tun als hier zuzusagen. Seine Ankündigung „Am 07.11. wird es eine Sause der Sonderklasse geben: Der altehrwürdige ZITRONENHUND präsentiert: keZZa, Vladimir Harkonnen und Ghoststreet! H.o.T. Warendorf. Yeeehaaaa!!! What a package!!! Wer an besagten Tagen nicht kommt, wird mit Furunkeln nicht unter zwanzig im Gesicht bestraft.“ lässt die Vorfreude noch mal massiv steigen. Leider müssen KEZZA selbst krankheitsbedingt kurzfristig absagen (gleich zwei Leute aus der Band sind betroffen und es geht nicht um ein bisken Schnuppen). Da erscheint unser Pech, dass die Bremsen des Streckermobils upgedatet werden müssen, vergleichsweise gering. Fahren wir eben mit zwei PKW.

 

Auf der Fahrt fällt uns auf, dass es irgendwie immer wärmer wird. T-Shirt-Wetter im November, ein Hoch auf die Erderwärmung. Wenn schon alles zur Hölle geht, wollen wir vorher wenigstens noch hedonistisch feiern. Am HoT gibbet eine wahre Begrüßungsorgie, trudeln doch mit der Zeit immer mehr Bekannte ein, die wir viel zu lange nicht gesehen haben. Erwähnt seien Jasmin Benz & Hood, Helge Schreiber, Mike Haase, Sandra, König Metalgott, Bobec Kabumsky, Maura Jüttner, Klaus Jungblut und natürlich die GHOST-Street-Menschen sowie die KEZZA-Freaks, die trotzdem kommen, soweit sie denn können! Ich habe schon länger nicht so viele gesichtstätowierte und überhaupt komplett zugehackte Menschen auf einen Haufen gesehen, haha. Das liegt natürlich ganz klar an GHOST STREET, die hier keine Ausnahme bilden, im Gegenteil. Herrliche Typen, die wir sofort ins Herz schließen. Bier, veganes Futter, Bier, Chillen, Soundcheck, Bier, Gespräche, Bier und Gefasel bestimmen die nächsten Stunden.

 

Eric

Fotos von Bobec Kabumsky 

Und ab! Ah, was macht das Spaß! Es ist schön laut und der Sound drückt mir selbst fast die Nase platt. So mag ich das und da wir uns hier so wohlfühlen, können wir uns total fallenlassen und maximalen Vladiismus versprühen. Es ist angenehm gefüllt und der Mob kontert unseren Lärm mit Applaus, Bierfontänen und Liebe. Da roll ich mich doch gern über den Boden, der sich übrigens als angenehm kühl erweist, sodass ich allen Anwesenden das Ausstrecken auffem Boden sehr empfehle. Negative Aspekte? Nun, die Bühnenhinterwand ist rot, mündet in so Art gelbe Holzverkleidung und wir haben unser schwarzes Backdrop drübergehängt. Das ergibt eine leicht abstoßende Farbkombi, wie uns während des Auftritts auffällt. Sieht so aus, als spielten wir vor einem schwarz-rot-goldenen Hintergrund… Hemmungslos werden alte, neue und ganz neue Stücke runtergepügelt, auch von unserer kommenden EP finden drei Songs den Weg in die Setlist, nämlich „Ticking Bomb Scenario“, „Deaf To Your Rant“ und das SLIME-Cover „Schweineherbst“. Nur „Your First Rifle“ müssen wir selbst noch lernen… Das macht alles unglaublich viel Spaß und natürlich ist wieder alles viel zu schnell vorbei.

 

Andi

 

Handtuch auf die Rübe und sich GHOST STREET gönnen! Ich hab beide Platten der Band und bin froh, die endlich mal live zu sehen. GHOST STREET sind so dermaßen PUNK, ey! Wenn du diese Typen schon siehst, kriegst du Bock auf Pogo und Randale. Auf Platte klingen die Gewaltausbrüche der Band zwar auf Anhieb etwas spektakulärer, da sie echt auch ganz geil krawallig aufgenommen sind und der Sound im HoT letztlich doch nicht ganz so prall ist heute, was mir beim eigenen Auftritt nicht aufgefallen war. Aber das Gesamtpaket macht’s! Viele haben einfach nur ein breites Grinsen im Gesicht, wenn Gitarrist Nico nach einem völligen Krachcrescendo euphorisch die Klampfe gen Bühnendecke streckt. Oder wenn sie den Sägespänen hinterherblicken, welche der Drummer Norbert seinen Sticks herausmalträtiert. Stefan (b) beeindruckt nicht nur durch sein dreckiges Spiel, sondern auch durch das stoische Tragen einer Mütze bei höllischer Hitze. Den Vogel schießt aber Sänger Teasy ab, dem wirklich der Wahnsinn aus den Augen blickt, wenn er seine Hasstiraden gegen Staat, Kapital und Gesellschaft herauskotzt. Yeah!

 

Vlad

 

Die folgenden Ereignisse in Worte zu packen, ist gar nicht so einfach. Alle wuseln im HoT herum und es gibt unzählige nette Gespräche. Irgendwann geht es zu unserem Pennplatz zu Gastgeber Maura, ein Supertyp mit Händen groß wie Schaufelblätter, dessen Domizil uns durch einen unfasslich aufgeräumten und saubergeschrubbten Zustand überrascht. Ist der Kollege gar putzsüchtig?

Natürlich passiert mir wieder ein Malheur, welches unter die Kategorie „Glück im Unglück“ fällt: Wir ham so ein Gästeschlafzimmer mit zwei Ebenen. Ich hatte bei Erstbesichtigung nur gar nicht gesehen, dass da ca. 1,5 Meter Abgrund von unserer Ebene zu der unteren waren. Hatte nur kurz meine Sachen da reingeworfen und bin noch was trinken gewesen. Dann später im Dunkeln hingelegt. Und irgendwann muss ich pullern. Will keinen wecken und taste mich im Stockfinsteren an der Wand lang. Nur setze ich wohl links neben der Tür an und trete plötzlich ins Nichts. Schön den Adler gemacht! Zum Glück nix passiert. Tobi lacht noch bis Rendsburg und macht mich nach. Ich hatte da wohl quer über einem Sessel gelegen und nur ganz leise "Oh, shit!" gesagt...

Schleswig, MELTDOWN-Festival - 22.0.2015

27.08.2015 von Philipp

Chemical Vladfare

In Schleswig weilen wir immer gern, und da es schon wieder fast zwei Jahre her ist, dass wir auffer Freiheit gezockt haben (mit GAARDEN BABIES, CUT MY SKIN und FILIBUSTERS), hatten wir uns über die Einladung der MELTDOWN-Crew sehr gefreut. Nun war ich zwar schon auf MELTDOWN-Partys, wusste aber bis kurz vorm Festival gar nicht, dass es sich um ein regelrechtes Open Air handelt, welches jährlich stattfindet. Das Ganze ist wirklich perfekt organisiert – über 50 Leute rennen in roten MELTDOWN-Crew-Shirts über das Gelände – und alle machen das einfach aus Bock heraus. Die Preise sind der Hammer – 10 Bands für 8,- Euro im VVK, Bier für einen Euro, Mischen für 2,- ! Und heute wird sogar mit über 1000 Freaks der bisherige Besucherrekord gebrochen.

 

Bis auf die nervigen Mücken sind eben auch alle Umstände perfekt – bestes Sommerwetter, Motivation bei den Vladis (und offenbar auch bei allen anderen Bands) bis in die Zehenspitzen vorhanden, Siggi Sick ist als Dremu-Journalist im sexy Outfit anwesend (Lederweste über nacktem Oberkörper, Buchse hängt lässig tief), die Armbänder garantieren uns Freibier für den ganzen Tag, minütlich trudeln Bekannte ein – hossa und hallo!

 

VRHN

 

Nach dem Soundcheck, den wir erstmalig mit Henrik aus der T-Stube machen, der das Amt des Vladi-Mischers in Zukunft hoffentlich ausüben wird, sofern es ihm seine Zeit erlaubt, hängen wir erst mal gemütlich ab und genießen die ersten Bands.

 

Los geht’s mit SOLID CHAINS auf der Mainstage draußen, jungen Halunken aus Schleswig. Geil, die sehen zwar in ihren Shorts nicht so aus, frönen aber volle Kanne dem Old School Metal. Das Gelände ist schon ordentlich gefüllt und die Bierstände werden mit Feuereifer frequentiert.  Von GOLGI COMPLEX gönne ich mir ein paar Songs im Gebäude 35 (die Bands spielen immer im Wechsel drinnen und draußen) – wie immer rhythmisch komplex, psychedelisch und experimentell. Siggi: Ist das jetzt dieses Djent?

 

Huch, irgendwann isses dann auch schon halb sechs und wir müssen, sollen und vor allem WOLLEN ran! Es wird ein reines Fest. Oder besser gesagt Schlachtfest. In meiner Euphorie verpasse ich dem guten Tobi nicht nur ein paar Hiebe mit dem Mikro auf den Hinterkopf (das ja Standard), sondern auch ein paar Kopfnüsse. Alles natürlich freundschaftlich vladiistisch, ich muss das irgendwann mal bei Star Treck gelernt haben, dass Klingonen das so machen. Warum aber liegt Andi plötzlich auf dem Boden? Erst auf der montäglichen Probe erfahre ich, dass ich nicht ganz unbeteiligt war. Tatsächlich muss ich bei einem Song spontan auf allen Vieren rumgekrabbelt sein – und der sich rückwärts bewegende Andi ist über mich gestolpert und hat dann halt den Adler gemacht. Ich find ja, dass er da auch ein bisschen selbst Schuld trägt. Augen auf im Straßenverkehr! Hat ihn schließlich schon seine Omma gelehrt und auf so einer Vladi-Bühne ist ungefähr so viel los wie auf der Hauptstraße von Hanerau-Hademarschen. Die Getränke schmecken, überall blicke ich in grinsende Gesichter, da kann man mal über die Absperrung hüpfen, einen gepflegten Bodenroller absolvieren und dabei sein Mikro auf der Bühne liegen lassen. Tobi, Eric und natürlich Zarc agieren derweil wie Maschinen (Andi zappelt ja noch liegend auf der Bühne herum) und sägen/knüppeln sagenhaft. In den Ansagen dissen wir SABATON, verabscheuen Rassismus und feiern REZET bzw. deren unlängst absolvierte US-Tour. Wir beenden das Set mit dem EXODUS-Cover „Bonded By Blood“, haben aber tatsächlich noch fünf Minuten Zeit, worauf wir noch „Party Of The Damned“ ranhängen. Herrlich. Danke.


MELTDOWN

 

Ich liebe es ja, wenn man nach der eigenen Show noch Zeit hat, sich andere Bands anzugucken. Obwohl ich heute fast alle verpasse. Aber so theoretisch. Zwischen Bier-, Cocktailständen (sehr schmackhaft ist dieser grüne Drink), Bühnen oder irgendwo auf dem Meltdown-Gelände herumlungernd kann man sich zusammen mit geliebten Menschen dem puren Heavy-Metal-Genuss hingeben. REZET werden natürlich in voller Länge frequentiert, die Jungs werden immer besser. Thrash! Später werden noch Songs von PARAGON, die ein tolles Classic Metal-Set hinlegen, sowie von NEGATOR ergattert. Zum Black/Death Metal von letzteren gibt der Mob noch mal alles. Danach heißt es: Mückenstiche zählen.

 

Perfektes Festival und nun kann man nur hoffen, dass die Meltdown-Crew fürs nächste Jahr eine auch nur annähernd geile Location findet. Denn der Pachtvertrag für das FKKZ-Gelände läuft aus, was natürlich bitter ist, da hier über Jahre ein alternativer Treffpunkt aufgebaut wurde.

 

MELTDOWN

Hamburg, Gängeviertel - 02.05.2015

10.05.2015 von Philipp

"From Hamburg to Frisco we destroy every Disco"

Wie, weshalb, warum? Wie zur Hölle kann es angehen, dass wir bisher noch nicht im Gängeviertel gespielt haben? Ich zum Beispiel war noch nicht mal hier. Und dabei ist es hier unfassbar nett. Wir verlaufen uns zuerst in so einen Innenhof und da sieht das so hart gemütlich aus, dass wir einfach fast geblieben wären. Überall sitzen mampfende Vokü-Genießerinnen und hinten ist ‘ne lütte Open-Air-Bühne aufgebaut.

 

Doch dann hätten wir aber mal was verpasst und unhöflich wär es auch gewesen, die Einladung von Cindy Schantall Schwakowiak zu ignorieren. Die Gute feiert nämlich heute rein. BIRTHDAY GRIND. Alles Gute! Also ein paar Meter weiter in die „Druckerei“ – ein tolles AZ zum Wohlfühlen.

 

Mit fünf Bands wird es vom Zeitablauf her sportlich. Wir opfern uns gleich für den ersten Slot und freuen uns drauf, endlich mal wieder anfangen zu können. Beim Soundcheck trudeln bereits erste Bekannte ein und davon kommen im Laufe der Nacht derart viele, dass leider nicht jede_r die Zeit zum Sabbeln bekommen kann, die eigentlich angemessen wäre. Fred, Jona, Toffi, Cindy, Nicolai, Pan, Karsten, Gunnar, Isa müssen stellvertretend für alle erwähnt werden, die ich gerade vergesse. Nach dem Soundgechecke endlich lecker Essen – es gibt Reis, Baby.

 

Flyer

 

Irgendwann legen wir los. Leider vergesse ich Nase, unserem heutigen Helldriver Benny (springt für den Urlaub machenden Strecker ein. Danke!) meine Kamera zu geben – heute keine Bilder, schade. Die neue Setlist gefällt mir sehr gut – das brezelt mit „Frontex Fuckers“ gleich gut los und „Not Even Close“ hält das Feuer am Brennen. Doch was sehen meine entzündeten Augen da? EINE DISCOKUGEL! Ganz weit oben anner Decke hängt das Biest und scheint mich mit seinem Funkeln zu verhöhnen! Es nützt nichts: Da muss ich ran. Ich suche mir den größten Typen im Mob aus und fordere ihn auf, mich hochzuheben. Der ziert sich zunächst, doch ein Verweis auf mein geringes Gewicht killt seine Bedenken. Zack werde ich gen Decke gehoben. Wumms, ein erster Haken mitten ins Gesicht der Kugel! Silbrige Stücke sprühen überall hin. Komisch weich irgendwie, das Ding. Wamm, ein zweiter Schlag und huch – die ganze Kugel saust davon und haucht sein Leben aus! Das war offenbar ein selbst gebasteltes Stoffteil und gar keine richtige massive Discokugel. Das tut mir dann schon wieder leid, dass da jemand Liebe in so ein Basteldingsie gesteckt hat und ich klopp das einfach von der Decke. Aber gut getan hat es dennoch. Ja, der Sound ist heute nicht so der Hammer, aber der Kollege von BRAINDEAD holt schon das Maximum raus. Ich hab das Gefühl, stimmlich heut nicht alles abrufen zu können, aber das bremst dann auch nicht meinen Spaß. Am Ende wollen die anderen noch „Bonded By Vlad“ ranhängen und ich hab das Gefühl, wir hätten angesichts von noch vier weiteren Bands eigentlich schon sehr lange gezockt, lasse mich aber „überreden“. Schön war’s, wie immer in Hamburch.

 

Flyer zwei

 

Danach gibt es einen Rausch an Geballer, Gebrüll, Grind und einen Mix aus Gesichtern, Getränken und Farben ins Hirn. SOUL GRIP spielen einen erbarmungslosen Mix aus blackened Hardcore und Black Metal, der geschwindigkeitstechnisch dermaßen ans Limit geht, dass du teilweise denkst, alles läuft gerade im Zeitraffer ab. AAS klingen, wie sie heißen, und dreschen uns Crust um die Lauscher. HATEHUG (schmissiger Hardcore/Punk) haben den schicksten Tonträger am Start – ein pinkfarbenes Tape, welches ich leider vergesse, abzuernten (ist aber mittlerweile bestellt). Außerdem lassen sie eine herrliche Kante rotzigen Rock’n’Roll miteinfließen. Die richtige Band zum Sektsaufen. DERBE LEBOWSKI sind  Speedfreaks mit Hang zum Powerviolence, und wer kann das bitte nicht nachvollziehen?

 

Ja, Danke für die Einladung, viele Freund_innen getroffen, neue kennengelernt, gut gefeiert und gezockt, tolle Bands gesehen und als wir irgendwann mit Bennys Stereomobil wieder in Kiel ankommen, isses auch schon lang hell. ELL AWAITS!

Kiel, Schaubude - 04.04.2015

12.04.2015 von Philipp

"Es war einer von den Tagen Ende Mai, ein guter Lauf, alles klappte, es war sein vierter Mord"

Die Nacht war kurz, aber was soll’s. Die Müdigkeit wird erfolgreich mit lauter Mucke im Streckermobil weggeballert – am effektivsten gelingt das zu EXCITER-Songs wie „Heavy Metal Maniac“ oder „Violence And Force“.

 

In Kiel angekommen wird erst mal ein akribischer Soundcheck durchgeführt. Denn so viel Spaß unser letztes Kiel-Gastspiel auch gemacht hatte, der Sound war wohl ziemlich unterirdisch. Und daran waren vor allem wir selbst schuld, da wir damals zu faul für ‘nen Soundcheck waren. Heute ist Bocky an den Reglern, was natürlich super ist. Denn Bocky hat’s nicht nur drauf, er kennt uns zudem auch sehr gut und war in den ersten Jahren häufig bei uns als Mischer mit. Und ich darf vorausschicken, dass Bocky heute einen Killer-Job abliefert…

 

Schaubude

 

Da KILLBITE bei mir pennen sollen, stresse ich noch ma kurz nach Hause und versuche, ‘ne halbe Stunde lang zumindest halbwegs aufzuräumen und das Chaos zu bändigen. Also Stapel von Dingen irgendwie von einer Ecke in eine andere zu schieben. Ich merke mal wieder: Körperliche Arbeit macht müde und schlechte Laune... Die einzig miese halbe Stunde dieses Wochenendes! Am besten ist aber noch, dass Ballo mir nach dem KILLBITE-Auftritt später sagt, dass die Band spontan doch nach Hause fahre. Argh, alles umsonst!

 

KILLBITE machen ihren Plan wahr, den sie für heute angekündigt haben: „Hier wird keine Zeit verschwendet, sondern unter dem gebührenden Applaus direkt mitten in die Bude geschissen.“ Ganz genau. Dengel, dengel, dengel – aber immer mit diesen schwedischen Unheilsmelodien in den Gitarren. Etwas schade ist der hart frühe Zeitpunkt, zu welchem unsere Bremer Kumpels loslegen müssen. Leider haben Anwohner der Schaubude eine Sammelklage wegen zu hoher Lautstärke eingelegt, weswegen Konzerte in der Bude in letzter Zeit noch früher beendet sein müsse, nämlich um 23.15 Uhr. Aber zum Glück wissen das viele bereits und während des Gigs wird es zusehends voller.

 

BLACK SACHBAK streichen ihr Programm aus diesen Hintergründen etwas zusammen und verzichten auf die Coversongs von AGNOSTIC FRONT und DIAMOND HEAD. Schade, aber trotzdem eine weitere mitreißende Show! Eliran weiß außerdem, was wichtig ist im Leben: „If you find some weed – buy it and smoke it!“ Der Kerl ist aber nicht nur weise, er geht auch voll ran. Wirft sich auf den Boden, tigert durch die Bude, kippt sich Bier übern Kopp und röhrt sich durch die Songs. Sehr geil wieder das GANG GREEN-Cover, aber natürlich auch eigene Biester wie „Smoke Hash“, „Dubstep Sucks“ oder „Capitalist Zombies“. Und ich freu mich zu sehen, dass BLACK SACHBAK hier gut ankommen. Hoffentlich holen sich viele Leute auch die Scheibe!


VRHN

 

Was dann abgeht, ist einfach nur geil! Selten hab ich auf der Bühne so einen massiven Arschtritt von der eigenen Mucke bekommen. Das knattert und ballert so krass, dass es mich voll nach vorne peitscht. Es ist eines dieser Konzerte, welches sich einfach speziell anfühlt. Dazu kommt noch diese krasse Stimmung. Wie gestern ist die ganze Zeit über Bewegung im Mob, überall hochgereckte Fäuste, fliegende Köpfe und pogende Leiber, es gibt zu entsprechenden Parts „Hey! Hey! Hey!“-Chöre und man sieht grinsende Gesichter, wohin man guckt. Einfach herrlich! Heute sind auch mein Bruder und mein Vater dabei, was mich besonders freut. Gibt natürlich ‘ne Extra-Ansage und Widmung dafür. Auch wichtig: Wer die Discokugel von der Decke haut, dem wird ein Schokoladen-Ei versprochen. Schafft aber keiner. Ich hatte es geahnt: Das schleimige „Scheineherbst“-Cover kommt in Kiel super an, ich hab auch schon so oft auf nächtlichen Veranstaltungen Leute zum Original durchdrehen sehen. Aber generell kann ich heut bei fast jedem Song das Mikro in die Meute halten: Irgendwer singt immer mit (oder tut zumindest so, haha).

 

Auch heute gibt’s eine erquickliche Feier, die allerdings ohne unsere Killbites stattfinden muss. Doch dafür spült es noch so manches neue Gesicht in die Bude und es ist wieder hell, als ich den Tatort verlasse.

 

Nächster Stop: BIRTHDAY GRIND im Hamburger Gängeviertel.