DIARY

19.01.2013 / Bremen, Friese

21.01.2013 von Philipp

IT IS CRAZY

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„VLADIMIR HARKONNEN represents“? Diese Maxime gehört offenbar der Vergangenheit an, denk ich mir, als ich Nils Harkonnen vorm Proberaum aus dem Auto klettern sehe. In Schnellficker-Jogginghose. Die er auch das gesamte Wochenende über anbehält. Na ja, fuck lookism und so. Doch am Sonntagmorgen gesteht er uns etwas kleinlaut: „Also, ich hab ja etwas zugenommen... Nun passt mir zur Zeit nur eine meiner Jeanshosen. Die hab ich dann gewaschen und über die Heizung gehängt. Nur hatte ich mich um eine Stunde in der Zeit vertan und plötzlich stand Andi vor der Tür, um mich abzuholen"... 

 

In allerbester Laune verläuft die Hinfahrt. Mit an Bord heute neben den fünf Vladis natürlich der sechste Vladi Strecker sowie Hannes (AFFENMESSERRKAMPF, Ex-TACKLEBERRY). Wir streiten uns tatsächlich mal NICHT über die Musik, Zarc gelingt mit u.a. ZEKEs „Death Alley“ und MISFITS' „American Psycho“ 'ne gute Auswahl, die jeder durch lautes Mitsingen abnickt. Ist auch in dieser Personenkonstellation 'ne gute Sabbelrunde, in der zum Geschmack der Minze alberne und hart ernste Themen im Wechsel diskutiert werden.

Es ist ja kaum zu glauben: Nicht nur haben VLADIMIR HARKONNEN noch nie in Bremen gespielt, nein, ich persönlich hab dort tatsächlich bisher mit keiner meiner Bands gezockt! Zarc und Eric sind sich diesbezüglich nicht sicher, entdecken aber kurz nach unserer maurerpünktlichen Ankunft ein Plakat direkt an der Bühnenrückwand, welches bezeugt: KURORT, OPERATION MINDFUCK und eben GAINSAY! rockten vor 40 Jahren oder so bereits die Friese.

Die Friese! Wat gemütlich! Wat nette Menschen! Tati (aktuell INSONNIA, früher LOST WORLD, APOCALIPSTIX, TOURETTE SYNDROM, HIS IRO IS GONE...), Tina Trümmer und der gesamten Friesencrew kann ich hier nur bescheinigen, ein in allen Belangen perfektes Rundum-Wohlfühl-Paket abzuliefern: Fast das gesamte Equipment wird direkt aus Friese-Proberäumen gestellt, Pennplätze sind gleich oben im zweiten Stock, extrem leckeres Essen (veganer Auflauf de luxe, Salat inklusive) nach dem Soundcheck, am nächsten Morgen feistes Frühstück mit diversen veganen Brotaufstrichen (veganes Mett, veganes Rührei...). Die SHUDDER AND SPIT-Meute trudelt kurz nach uns ein, ein wildes Hallo, 'ne feudale Fressorgie und einen ausgedehnten Soundcheck später sind alle glücklich. 

SHUDDER AND SPIT legen los. Die Friese ist bereits gut voll. Auch nicht selbstverständlich bei zwei Kieler Bands. Diverse bekannte und geliebte Gestalten tummeln sich im Mob – ich sach nur IN IRATUS, Fred, Joni, Pape, Swantje, Ralf, Ballo, Ville... Hannes hat 'ne gemütliche Merchecke gebastelt und mercht wie ein Verrückter. Außerdem stellt er fest, dass er Sveas Onkel ist. It is crazy! SHUDDER AND SPIT sind seit dem letzten Mal, als ich sie genossen habe, deutlich geiler geworden. Und da sie damals schon geil waren, sind sie jetzt geiler als geil. Svea schreit nicht mehr ausschließlich, sie singt nu auch ab und zu mit klarer Stimme. Dass sie das draufhat, wusste bisher nur Hannes, da er vor zwei Jahren oder so mal die „Junge Bühne“ der Kieler Woche betreut hat und Svea dort als Singerin/Songwriterin 'nen Auftritt hatte. Da die Band, die nach ihr spielen sollte, aus unergründlichen Ursachen nicht auftauchte, bat er sie, den Gig zu verlängern. Klein-Svea damals: „Gern, ich kann aber nur noch EISENPIMMEL.“ Hannes: „Das... das ist ja GROSSARTIG. Spiel das UNBEDINGT!“ Jo, aber zurück ins Jetzt: Voll geil, wie schon gesagt. Räudig, schnell, punkig, aber auch ab und zu thrashig/metallisch. Da erwartet uns noch einiges!

Juhu, und schon ist VLADI-time. Im Bühnenbild hat eine Revolution stattgefunden. Andi steht jetzt nämlich... Trommelwirbel... nicht mehr auf der linken... erneuter Trommelwirbel... sondern auf der rechten Seite! Jaha! Also wirbelt er seine speckige Matte jetzt Zarc ins Gesicht statt Nils, und wir merken, dass ersterer dies mit ungleich höherem Gleichmut erduldet. Beim ersten Song fehlen komplett die Gesänge. Aber zum Glück grölen einige Gestalten auch so mit. Danach bekommt der Mischer es hin, obwohl der Gesang dennoch irgendwie etwas komisch klingt. Bisschen dumpf. Liegt vielleicht auch an mir, denn vor zwei, drei Wochen war ich erkältet und so derbe heiser, dass ich am ersten Januar gar nicht reden konnte. Aber irgendwie scheint das keinen zu stören. Wenn ich besonders kacke singe und mich danach jemand lobt, weiß ich ja immer nicht, ob ich mich darüber freuen soll, weil es keiner gemerkt hat oder ob ich mir lieber Gedanken über meine sonstige Leistung machen sollte... Den anderen hab ich nix vorzuwerfen, dat rüpelt alles herrlich aus den Boxen, wie es rüpeln soll. Eric Harkonnen scheinen unsere Schwärmereien von POWER-Kellings gestriger Knüppelei herausgefordert zu haben – der Hund scheint sein Set heute regelrecht zu bekämpfen. Am besten ist wohl das Ende des Konzis, als man uns nötigt, noch ein paar Stücke dranzuhängen und zu „Dreadnaught Fever“ und „Roadkill BBQ“ eine Bühneninvasion samt Bierfontänen und herumrempelnden Figuren über uns hereinbricht. Fred hat allerdings heute Pech: Während unseres Auftritts kloppt ihm jemand seinen Hinterkopf vor die Augenbraue, später segelt er noch arschwärts die Treppen herunter. Ansonsten tolle Stimmung. It IS crazy. Ach ja, Ansagen-Hass wird heute u.a. auf Menschen gerichtet, die in irgendwelchen Internet-Foren sonderbare Behauptungen aufstellen wie, wenn sie erst mal nicht mehr "Neger" sagen dürfen, sie dann den Mond wohl auch bald "die Mondin" nennen müssen. Herrenmenschenscheiße.

Zack und gut. Nach kurzer Pause geht es in ein tolles autonomes Zentrum umme Ecke namens Sielwallhaus, wo heute eine Cocktailbarsause steigt. Total lecker. Hannes holt Überraschungscocktails ran. Heißt: Jeder ist mal mit ‘ner Runde dran, Hannes geht zum Tresen und verlangt: „Sieben Überraschungscocktails bitte!“ Und kurz darauf bestaunt und beschmeckt man Drinks in tollen Überraschungsfarben. Svea und Max verblüffen alle mit ‘ner 1A-A-Capella-Version von QUEENs „Bohemian Rhapsody“. Textsicherheit und Timing verraten lange Übung.

Der Rückweg gestaltet sich trotz kurzer Strecke verdammt lang. Denn hier gibt es verdammt viele leckere Snackbuden und verdammt viele Leute in unserer Gruppe, die den zweiten oder dritten Hunger verspüren. Leider nicht gleichzeitig…

Jeder, der häufiger mit zehn Punkern in einem Raum geschlafen hat, weiß: Raubtierkäfige können sich nur wohliger anhören. Und wer schnarcht heute am lautesten? Svea! Wofür sie allerdings auch von der eigenen Band mit Flüchen bedacht und den eigenen Boots beworfen wird. Sie meint ja, es sei eine Reaktion ihrer Nase auf unseren Geruch gewesen. Auch plausibel.

Der Abschied am nächsten Tach fällt schwer, aber wir sind sicher: Wir kommen wieder, wenn wir dürfen! Perfekte Geschichte!

23.11.12 - Flensburg / Hafermarkt

26.11.2012 von Philipp

HORST SPIDER IHM SEIN GEBURTSTAG

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Wann hat man das schon, dass auf einem Konzert zwischen, nach und vor den Bands direkt weitergetanzt wird? Vielleicht liegt es an dem „Schnupftabak“, den Horst Spider offenbar europalettenweise zum Geburtstag geschenkt bekommt hat und den jeder Gast in die Nase gestopft bekommt?

Ja, ihr habt richtig gehört. Horst Spider hat Geburtstag und wir lassen uns natürlich nicht lange bitten. Da der Gute aber nicht so gern erwähnt wird, werd ich seinen Namen in diesem Tagebucheintrag höchstens nur noch einmal nennen!

Wir kommen spät, aber noch rechtzeitig für ein paar Getränke, vegane Spagetti Bolognese und ein paar Vinylaberntungen. Schließlich haben noch nicht alle Vladis alle MR-BURNS-Tonträger – ein Umstand, den es abzuschaffen gilt. Und schön auch, dass ich jetzt zur lebendigen Tauschbörse geworden bin: Ohne Vorwarnung drückt mir ein Punker eine SKID-MARKS-LP („Live It Out“ – geil!) in die Hand und verlangt fünf Euro: „Kalle sagt, du legst das aus und er holt sie irgendwann bei dir ab!“

THE DOCKYARD springen für die mächtigen OI!TERCREME ein. Gut, aber kacke. Also, natürlich ist es nur kacke, dass Kolja sich wohl zwei Rippen gebrochen hat und wir deswegen nicht in den Genuss einer Oi!tercreme-Show kommen. THE DOCKYARD sind aber geil! Am Mikro Jan Kamradek, den man z.B. von DISABLED kennt. Ich denk noch, dass Jan einen ähnlichen Klamotten-Style wie sein verstorbener Bruder Max „Vadder“ (R.I.P.!) habe, aber es stellt sich heraus, dass dat tatsächlich DIE legendäre Joggingbuxe ist, die Vadder zum Beispiel beim legendären Tresenkonz von THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS im Lehmitz getragen hat (http://www.vladimirharkonnen.de/index.php/diary_eintrag/items/hamburg-lehmitz-.html)  - DAS nenn ich mal Tribut zollen. THE DOCKYARD rüpeln rabiat aus den Boxen, ernnert mich bisweilen an RAISED FIST, wobei Jan insgesamt tiefer singt. Schön evil, und trotzdem mit einem strahlenden Lächeln vorgetragen. Super!

MR. BURNS hab ich viel zu lange nicht mehr live gesehen, das letzte Mal muss auf Bockys dreißigstem Geburtstag gewesen sein und wenn ich den Kerl so vor mir sehe, müssen das EWIGKEITEN sein. MR. BURNS pumpen eine Wolke Punkrock-Euphorie in die Hütte. Vorne wird es eng und der Mob tanzt. Selbst der Plattenverkäuferpunk, der auf die Bühne springt und Knott den Lappen in den Rachen steckt, kann die Band nicht aus der Fasson bringen. Wie auch. Es ist Liebe! Gunnar am Schlagzeug zu ersetzen, ist bestimmt auch nicht leicht, aber der neue Typ, Malte, bekommt das top auf die Kette. Mit jedem Song wogt der Mob ekstatischer hin und her, die Vladis mittendrin, so dass wir danach verwundert gucken, als man uns bittet, aufzubauen. Da war doch was? Ach ja, wir sollen ja auch noch zocken!

Ich bin zum Glück kaum vom Umbaustress betroffen und tanze einfach zwischen tollen Leuten vor der Bühne weiter, im Anschluss zu MR. BURNS kommt ein Hammer nach dem anderen aus der Dose (DEAD KENNEDYS, SLAYER, MUNICIPAL WASTE…). DJ Äh Nö und DJ Bert ham es drauf.

Beim letzten Hafermarktauftritt habe ich gemerkt, dass dieses AZ einer der gefährlichsten Orte der Welt ist. Nur aus reiner Liebe zu Ich-darf-den-Namen-ja-nicht-so-oft-sagen wagen wir uns überhaupt wieder hierher. Denn: Die fiese Stufe vor der Bühne IST gar keine Stufe, sondern eine Stufenattrappe, die beim Draufhüpfen umknickt. Die Folge war: Ein Flachköpper und ein grünblau geschwollener Schädel. Heute geht aber alles ohne größere Blessuren über die Bühne. Nur meine Frisur ist irgendwann runiert, traditionell das Zeichen, dass wir aufhören müssen (deshalb auch die Drei-Song-Regel für Fotografen bei unseren Konzerten). Okay, ich soll nicht so viel Unsinn schreiben: Herrliche Geschichte, Leute fallen auf mich drauf, Zarcs Effektgeräte werden von einem Bier-Tsunami und nackten Punkern überschwemmt – Alltag im Hafenklang?

Nein, nicht ganz – alle schwärmen noch im Verlauf des Abends, wat ‘ne herrliche Feier hier über uns hereinbricht. Der Beweis: Noch Tage später schwirren Anfragen wie "Pullover gefunden!", "Handy verloren!" etc. durchs Zwischennetz.

Immer wieder gern! Auch ohne Schnupftabak. Danke HERR SPIDER und alle Hafermarktmenschen, Danke Besucher_innen, Danke THE DOCKYARD & MR. BURNS!

26.10.2012 - Hamburg / Marx RECORD-RELEASE-GIG von DEVIL'S DAY OFF

29.10.2012 von Philipp

'OVER THE YEARS... UNDER THE RADAR'

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Releasegigs sind generell eine feine Sache – die oft jahrelange Arbeit einer Band manifestiert sich in einem Tonträger, der in einem rauschenden Fest von den Urheber_innen und ihren Sympathisant_innen freigelassen wird. Und in diesem Fall hat die verantwortliche Band DEVIL’S DAY OFF besonders viel Liebe in den Tonträger gesteckt: Vinyl only, 180 g, Klappcover, feister Pappeinleger, Downloadcode und verschiedene Vinylfarben (schwarz, orange und orange mit "mist", also rauchigen Schlieren). Das Ganze streng limitiert auf 100 Stück! Deswegen ist der Einzelpreis auf den ersten Blick mit 20,- Euro hoch, aber eben auch gerechtfertigt. Die besondere Liebe der Band zur Platte zeigt sich auch darin, dass Drummer Moritz einfach aus Bock nach Karlsruhe ins Green-Hell-Presswerk gefahren ist, um der Pressung beizuwohnen. Er erzählt uns viele Details vom Presshergang, aber es wäre wohl sogar hier an dieser Stelle ZU nerdig, das wiederzugeben...

 

Geil, dass die Jungs also endlich ihren langersehnten Longplayer raushauen. Und dass sie dafür die Instrumental-Doomer SHAKHTYOR einladen. Und uns! Eine krasse Mischung voller Stilbrüche? Scheißegal, sagen DEVIL’S DAY OFF: „Mag sein, das manch eine/r das für eine krude Mischung hält, aber es geht nicht darum, Genreklischees zu erfüllen, sondern einen guten Abend lang mit tollen Bands zu feiern.“

 

Ein weiteres Kuriosum: Nebenan in der großen Markthalle spielen FIELDS OF THE NEPHILIM. Die sind wohl seit zwanzig Jahren nicht mehr hier gewesen und das Ding ist glatt ausverkauft. Wir sind echt mal baff, als sich über den Abend mehrere Leute bei uns zu Wort melden, dass sie eigentlich nur zu FOTN wollten, zufällig gesehen haben, dass wir im Marx spielen und sich mal eben ein zusätzliches Ticket geholt haben, um Clubhopping zu betreiben.

 

Da Kai (v bei DDO) in der Markthalle arbeitet, dürfen wir den Kunstraum (die ehemalige „kleine Markthalle") als Backstageraum nutzen. Der Chef weist uns allerdings darauf hin, dass AUF KEINEN FALL Gäste mit in diesen Bereich genommen werden. Eine schlimmere Todsünde sei höchstens noch das Bekleben der Toiletten mit Bandaufklebern. Kaum ist der Kerl aus dem Raum, stürmt ein alter Lübecker Bekannter zielsicher die Treppen hoch, begrüßt mich stürmisch (wenn auch falsch) mit einem bierseligen „RALF!“ und macht es sich bei uns gemütlich. Und er soll nicht der einzige bleiben…

 

Das Marx ist erfreulich voll, als wir loslegen. Das hat man als erste Band in Hamburg um 21.15 Uhr nun wirklich nicht immer. Eine ganze Menge Bekannte_r werden gesichtet – ich zähle bei flüchtigem Blick EMILS-Sven, Vaddern Wyrembek, Sohn Wyrembek, Rahel, Doom-Metal-Front-Wiebke, Battermann, Fred, Joni (und die ganze Truppe – auf EUCH ist echt Verlass!), Dierk Prochnow, Daniela, Stefan Bieg, Dirk Osterwald, Suzii, Bürgermeister Flücki… Schöne Mischung, zumal einige dieser Leute uns bereits dreißig Mal oder so gesehen haben, andere uns dagegen noch nie. Naja, was soll man sagen, heute stimmt irgendwie alles. Sound auf und vor der Bühne, Atmosphäre, Bock (ich bin fast sicher, dass ich Nils hüpfen sehen hab)… Wir zocken so zur Hälfte neue Biester, zur Hälfte alte Viecher. Da wir theoretisch 45 Minuten Zeit haben, wir für das Programm neulich aber ca. eine Stunde gebraucht haben, sabbele ich einfach etwas weniger – und das haut dann offenbar auch hin. Vor Begeisterung fällt Eric am Ende glatt vom Drumhocker.

 

Danach luschere ich mal kurz bei FIELDS OF THE NEPHILIM rein. Doch was ist das? Als ich mich erfolgreich am Türmenschen vorbeigemogelt habe, hört die Band auch schon auf und verlässt die Bühne. Hä? Kann doch erst kurz nach 22.00 Uhr sein. Tatsächlich gibt es dann nur noch zwei Zugaben und das war’s. Die beiden Songs kommen typisch – massiver Doubebassteppich, Carl McCoys abartige Stimme. Allerdings auch irgendwie etwas einschläfernd und klanglich suboptimal.

 

Also zurück ins Marx, wo SHAKHTYOR ihren DOOM zelebrieren. Wie nur wenige Bands schaffen es die Hamburger (z.T. Ex-DEVIL’S DAY OFF), dass die Stücke auch ohne Gesang interessant bleiben. Ein Mördersound, der den von FIELDS OF THE NEPHILIM locker in den Boden stampft. Der Mob bleibt fett bei Stimmung und genießt offenbar die stilistische Vielfalt des Abends. Die Bergmänner haben irgendwann ihre Stollen bis zum Anschlag getrieben und geben die Stafette an die Gastgeber weiter.

 

Wer Liebe sät, wird Liebe ernten. Hat bestimmt mal irgendwer gesagt. DEVIL‘S DAY OFF ernten reichlich. Ich bin begeistert, wie sich DDO über die Jahre gesteigert haben. Ich kann mich noch gut an frühe Auftritte erinnern, bei denen Kai „sich allerdings jeglicher Bühnenshow verweigerte und es schaffte, den berühmten Bierdeckel-Radius noch zu unterschreiten“ (aus einem 2003er Review von mir bei Dremu, haha). Heute sprühen die Rock’n’Roll-Funken nur so und der hin- und herwogende Mob skandiert mit. „That’s why they call me a roller, that’s why they call me a rocker“, „I Hate Nicke Andersson“, herrlich! Es ist schwer auszumachen, wer mehr Spaß hat – Bandmitglieder oder Publikum…

 

Leider muss auch dieser Abend irgendwann ein Ende haben und so springen die einen in ihre Autos, die anderen ins Bett und wieder andere in die nächste Kneipe.

13.10.2012 - Hamburg / Bauwagenplatz Rondenbarg

17.10.2012 von Philipp

Red October

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Das Frühstück bei den Mofas verläuft fucking harmonisch und so können wir uns frisch geduscht, duftend und mit gefüllten Mägen auf den Weg nach Hamburg machen.

Das heutige Konzi hat uns ein alter Bekannter ermöglicht – Norman, Ex-INCISIVE, wobei die Vermittlung über Chris von Horrorbizbooking lief. Beiden sei in ihren jeweiligen Leben noch viel Liebe und Bier vergönnt!

Den Bauwagenplatz Rondenbarg kenne ich noch von diversen Auftritten mit BONEHOUSE und besuchten Konzis, spontan fallen mir die französischen STEROIDS ein. Der Platz hat immer noch das herrliche Flair eines Punker-Freiraums, wobei einige Bereiche mittlerweile arg zugemüllt sind. Die Kneipe, in der dat heute steigen soll, ist saugemütlich und bereits kuschelig durch Ofenwärme beheizt.

Die italienischen Krusten NIHILDUM kommen zeitgleich mit uns an und so gibt es sofort ein Riesenhallo und die üblichen Rituale. Noch leckerer als dat liebevoll gekochte Essen (Auflauf mit ordentlich Kardubbels) erweist sich die Plattenkiste der Römer_innen: Ein Traum für jede_n Musikliebhaber_in. Nahezu das gesamte Labelprogramm von THIS CHARMING MAN-Records, viel Punk, Crust, Death und Black Metal, jede Platte für 7,-/8,- Euro!. Und viele Patches, die für ‘nen Euro über den Tisch gehen. Nicht zu vergessen das Tape von NHILDUM!

Obwohl alles so kurzfristig anberaunt war und heute diverse Konzis locken, füllt sich der Raum schnell und irgendwie herscht eine besonders positive Stimmung. Vielleicht weil selbst einige Hamburger_innen diesen Ort noch nicht kannten und sich gleich verlieben. Dirk, Tomscheck, Fred, Joni, Rahel, Levke, Toffi, Susi seien stellvertretend als bekannte Hackfressen genannt, wir sind leider so scheißvergesslich.

Ein herrlicher Abend nimmt seinen Lauf, auch wenn bei Nils irgendwie ‘ne Schraube locker ist. Also an der Gitarre, hohoho. Aber spielt er halt im Sitzen. Wir sprechen uns mal wieder gegen violent dancing aus, erwähnen den beobachteten Trend zum „Rudern“ als tolles, positives Gegenbeispiel – und zack! – haben wir doch glatt das erste Mal eine Reihe rudernder Gestalten vor den Nasen! Ansonsten gibt es viele neue Songs in der Playlist und sogar in der kleinsten Hütte ist Platz für ‘nen Bodenroller. Da schmeckt das Anarcho-Bier „Red October“!

NIHILDUM walzen einen schweren Apocalyptic-Stenchcrust-Teppich aus, zu dem sich zeitlupig headbangen lässt. Die Kerle, die eigener Aussage nach ihr Leben für die D.I.Y.-Szene wegwerfen, sind mit Herzblut bei der Sache. Doch was ist das? Am Ende greift sich ein bandfremder Kerl das Mikro und kreischt verzweifelt, als nahe das Ende der Welt tatsächlich am 21.12.2012. Oh, es ist Nils Harkonnen! NIHILDUM ertragen ihren Gastsänger und zocken den Lavasong stoisch bis zum Ende.

Yeah, das streckerlose Streckermobil rauscht beglückt zurück durch die Nacht und dankt Norman, dem Koch, der sonstigen Rondenbard-Crew, NIHILDUM und allen Besucher_innen.

12.10.2012 - Bonn / Klangstation

17.10.2012 von Philipp

"Halt die Fresse und sing!"

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Auch schon wieder ein paar Jahre her – aber im März 2005 begab es sich, dass BONEHOUSE mit den HC/Punks von MOFABANDE im SJZ Siegburg gezockt hatten. Im April 2012 trafen Daniel Mofa und Philipp anlässlich des CYNESS/HATEGASM/VLADIMIR HARKONNEN-Gastspiels im Bonner Bla wieder aufeinander. Und dort entstand der Plan, ein gemeinsames Konz im SJZ Siegburg steigen zu lassen.

Wenig später Daniels Mail: POST-WAR PERDITION sind auf Tour, also werden MOFABANDE, BLANK und die Vladis dazugepackt sowie ein lokaler Reißer, den er flugs in SERPENT EATER ausmacht.

Tja, erstens kommt es anders, zweitens als zu denkst… Als nämlich schon alles planungstechnisch weit gediehen ist, Flyer am Start sind usw., bricht dem Daniel dat SJZ Siegburg weg, da der Laden Probleme mit der Stadt hat und aufgrund von Schallschutzumbauten bis zum Konzerttermin noch ‘ne Baustelle sein wird. Nach längerem Hin und Her findet Daniel die Klangstation als neuen Ort, die allerdings leider ein Laden ist, den man mieten muss. Dennoch bleiben alle guter Dinge, dass die Sache problemlos wuppbar sei. Kurzfristig sagen dann allerdings POST-WAR PERDITION und SERPENT EATER ab… In YAK findet Daniel ‘ne engagierte Band, die kurzfristig einspringt.

Was für eine chaotische Vorgeschichte also, zumal unser Konzert am Folgetag ursprünglich in Verden stattfinden sollte, das AZ Verden aber alle Veranstaltungen abgesagt hat und wir ganz kurzfristig eine Show mit NIHILDUM auf dem Bauwagenplatz Rondenbarg bekommen konnten!

Dazu kommt, dass der 6. Vladi unpässlich ist (ein Euphemismus – der Arsch geht lieber zu TENACIOUS D!). Doch auf Strecker kann man sich verlassen – er tauscht mit Eric die Karre und überlässt uns fürs gesamte Wochenende das Streckermobil.

Wir trudeln gut gelaunt mit dem mittlerweile vollgemüllten und eingesauten Streckermobil in Bonn ein, treffen gleich Daniel Mofa, Bobec Kabumsky und Marc Gärtner. Bei BLANK zockt Carsten, der früher bei FORCED TO DECAY war und ein alter Briefkontakt von mir ist (Prä-Internet-Zeiten, Tape-Trading und so, nech). Backstage gibbet vegane Mett-Brötchen (lecker, nur mit derart viel Zwiebeln belegt, dass ich noch beim Auftritt so einen zwiebligen Odem verströme) sowie Nudelsalat.

Alles geil? Naja, eigentlich schon. Nur dass für Daniel, der den Laden schließlich gemietet hat, einiges auf dem Spiel steht und er leider von den Bonner Freaks weitestgehend im Stich gelassen wird – die 30 Zahlenden können die Kosten jedenfalls nicht decken. An dieser Stelle riesigen Respekt an Daniel, der uns dennoch Spritgeld aus eigener Tasche zahlt!

YAK beginnen und spielen ‘ne Mische aus Crust, Metal und Hardcore. Außerdem fallen auf: Ein höllisch verzerrter Bass und ein hoher Brillenfaktor (alle vier Bandmitglieder tragen Nasenfahrräder). Noch ist Luft nach oben, aber Songs wie „Friendly Fire“ hauen schon gut rein.

MOFABANDE up next! Nach acht Jahren Bandexistenz haben Einzylinder Joe, Lackschaden Lilly, DJ Zündapp und Power Lauer übrigens eine 7“ rausgehauen. Die müsst ihr kaufen! Denn die ist gut! Richtig schön schneller HC/Punk. Kurze Songs, nicht ohne Melodie, geile Texte. „Hitlerkids“, „Abgeschmiert“ oder „Kleine Stadt“ animieren diverse Punker jedenfalls zu rücksichtslosem Gerempel. Beeindruckend, wie ein größerer Punk einen kleineren Kollegen durch die Gegend schleudert, bis dieser mit allen Extremitäten vom Boden abhebt und schließlich durch die Luft segelt.

Hups, schon ist Vladi-Time. Und die ist bekanntlich quality time. Wird also konsequent zum Beleidigen des Mobs, Einsauen der Bühne und dem Zocken möglichst vieler Songs in möglichst kurzer Zeit genutzt. Bobec Kabumsky und Marc Gärtner machen hervorragende Bilder von allen Bands – Danke! Der oben erwähnte Schleuderer bringt angesichts einer meiner Ansagen das Oxymoron: „Halt die Fresse und sing!“ Außerdem klaut er Andi das Bier und sudelt ihn dann auch noch mit selbigem ein, aber psst: Das geschieht im Grunde auf meine Weisung hin…

Düster, crustig und metallisch: BLANK. Die bieten eine liebevoll aufgemachte weiße Vinylscheibe (Artwork von Hassan Haider) an, der ich Suchti natürlich nicht widerstehen kann. Mit Recht, denn BLANK sind druckvoll und intensiv. Sie setzten sich durch Strahler auf der Bühne gekonnt in Szene, die restlichen Lämpgen bleiben aus. Erinnert mich in seiner Brachialität und Dunkelheit etwas an ALPINIST oder PATSY O’HARA.

Ein wirklich abwechslungsreicher und spannender Abend also, der noch auf dem Bauernhof, auf welchem sich Daniel, „Lilly“ und weitere Menschen eine WG teilen, ausklingt. Eine gut sortierte Hausbar versüßt uns den Restabend…

12.05.2012 - Lübeck / Treibsand

14.05.2012 von Philipp

Full Fart Forover

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Na, da lassen wir uns natürlich nicht lumpen: Die netten Menschen vom Treibsand fragen an, ob wir mit den Dänen NIGHT FEVER zusammen zocken wollen. Äh, mal kurz überlegen… VERDAMMT NOCH MAL JA!

Kurzfristig springen auch noch die STUMBLING PINS aufs Billing, was uns nur Recht sein kann. Ich mein, wie geil ist das bitte? Man darf zocken, bekommt leckeres Essen und kann auch noch für umme ZWEI geile weitere Bands angucken. Ach ja, und die Unkosten werden obendrein bezahlt sowie ‘ne kleine Finanzspritze ins Portemonnaie der BLAUEN PRODUKTION injiziert. Es gibt kein besseres Hobby.

Das Ganze steht offenbar unter einem besonders guten Stern: Pünktlich zum Auftritt ist das Streckermobil wieder heile, welches der KEEP-IT-TRUE-Reisegruppe zwei Wochen zuvor fast spektakulär um die Ohren geflogen ist! Okay – etwas schade ist es schon, dass ausgerechnet heute auch in KIEL (NOTHINGTON, SEVEN SIOUX und SUSHI BOY) und Hamburg (Hafendingsie, ne) tolle Veranstaltungen locken, aber wat willste machen.

Die Fahrt verläuft in bester Stimmung, neue Scheiben von PRONG, TENACIOUS D und PENNYWISE versüßen das wilde Durcheinander-Gesabbel noch. In Lübeck treffen wir gleich auf die PINS und machen uns zusammen mit den sich bereits faul im Backstage-Bereich lümmelnden Dänen über das UNFASSLICH gute Buffet her. Buffet Buffet! Der Koch Armin ist der totale Freak. Der würde jedes „perfekte Dinner“ ficken. Wir essen uns prall und rund an Gemüse und Obst in allen erdenklichen Variationen (bin sicher, dass da auch was vom Mars bei ist), panierten Champignons, veganer Suppe, Oliven, Stullen in allen Formen und Farben, Spargel, Knabberkram…, bis wir hören, dass dat erst der Warm-Up-Snack sei und das warme Hauptmenu erst noch komme. Ups.

Dr. Axel Nötzold mixt ‘nen grandiosen Klang klar, Jens Lindemann erzählt wilde Veranstalter-Geschichten (als BLIND GUARDIAN noch auffem Boden in WGs gepennt haben), die ersten Besucher_innen trudeln ein – es ist immer ZU WENIG Zeit, um mit allen ausreichend zu sabbeln. Aber bald lass ich mich klonen, wartet nur, dann bin ich für euch alle da…

Ja, ihr lacht, aber es stimmt: Ich habe die STUMBLING PINS tatsächlich erst einmal gesehen und das ist schon fast zwei Jahre her (mit SPERMBIRDS in der Meierei). Mittlerweile (übergangsweise?) mit Casi am Schlagzeug präsentiert sich mir da natürlich jetzt eine souverän gereifte Band, die Punkrockhit an Punkrockhit rausklopft. Es gibt nur sehr kurze Pausen und dadurch ebenso kurze Ansagen, dafür kommt man aus dem Grinsen nicht mehr raus und trinkt sein Bier so schnell, wie der Takt der Musik es vorgibt. Geil!

Ein guter VLADI-Gig in der Tradition guter Vladi-Gigs schließt sich an, sag ich mal ganz aus vladiistischer Perspektive. Komisch, in Lübeck ist es irgendwie IMMER geil. Zwei Mal VEB, heute zum zweiten Mal Treibsand und abermals läuft alles rund. Alles? Nicht ganz: Bei „Party Of The Damned“ verkloppt sich die Zölck’sche Rhythmusmaschine doch glatt. Was war passiert? Eric klärt uns später auf, dass ihm eine heftige Flatulenz entfleucht sei und er sich über den Gestank derart erschrocken habe, dass er sich halt verspielt habe. Ich finde, das ist doch mal eine völlig nachvollziehbare und legitime Begründung für einen spielerischen Fuck-Up. Full Fart Forover! Im Gegensatz zu den drei bisherigen Auftritten ist weniger Bewegung vor der Bühne, aber die Stimmung ist mehr als positiv – ich fühl mich irgendwie zu Hause, wenn ich die Menschen hinterm Tresen fast den ganzen Auftritt über hüpfen seh.

NIGHT FEVER wurden mir vorher von verschiedenen Seiten heiß empfohlen. Mit Recht! Hardcore, der sich die schmierigen Teile aus der Metalkutte mopst und tight nach vorne geballert wird. Besonders gut gefällt der Gesang von Salomon, der nicht grunzt oder bellt, sondern ordentlich Speck auf der Stimme hat und mal singt, mal fast AC/DC-mäßig kreischt (aber mit geil Power!). Hm, höre ich ein wenig VOID heraus? Superding, was im Grunde einen durchdrehenden Mob erzeugen MUSS. Dafür ist es heute nicht der Abend, macht aber nichts. Ich denke erstens nämlich mal, dass alle drei Bands das oft genug erleben. Und zweitens hört das Publikum heute aufmerksam zu, hat eindeutig Spaß – und das ist mindestens genauso wichtig.

Jo, NIGHT FEVER-Platten werden abgeerntet, noch eine zweite, dritte, vierte Runde Buffet goutiert, hier ein Bierchen, da ein Küsschen, bevor sich alle inne Arme fallen, das Streckermobil zurück durch die Nacht braust und sich alle auf dat näxte Mal freuen. Danke!

1. Mai 2012 / Neumünster, auffer Straße

07.05.2012 von Philipp

"Guter Tag für uns, für die Faschos ja anscheinend sehr mies, alles prima"

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Bunt statt braun - Anti-Nazi-Demo in Neumünster. Punker B. und ich so danach:

B.: Wie war euer Auftritt heute? 

Philipp: Ganz entspannt eigentlich. Skandalöserweise hatte die Polizei die Veranstaltung vom Bhf verbannt, um die Nazis durchlassen zu können. Naja, dann halt direkt neben dem AJZ, erst PREKARIAT (schön asiger Punk), dann wir. War halt nicht so wirklich ein Auftritt, sondern eher 'ne Solidaritätsbekundung. Schöner Augenblick: Da sind dann ein paar Freund-und-Helfer-Wannen direkt an uns vorbeigefahen. Ich stand auf der Straße und hab denen durch die Fenster gebrüllt. Hoffentlich gibt's Fotos davon, hehe.

B: Klingt gut, ich dachte, ich guck vielleicht zwischendurch kurz vorbei, war dann aber sehr viel mit Rumrennen beschäftigt, anstrengender Tag, hab Beine wie Blei jetzt.

Sehr schöne Abschlussaktion war dann, dass wir noch zum Flüchtlingslager sind (so spontandemomäßig), ‘n paar Leute haben dann da vorm Tor ganz viel Geld gesammelt, sind zur Tanke und haben Eis gekauft und das den Menschen durch den Zaun gereicht, die Blicke der Kinder waren Gold wert.

Philipp: Geil!

B.: Ich denke, für unsere Seite war das ein ganz guter Tag heute. für die Faschos ja anscheinend sehr mies, alles prima.

(Anmerkung: Ca. 100 Faschos wurden am Südbahnhof in Gewahrsam genommen, weil sie die Route ändern wollten: http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//neonazis-steigen-am-falschen-bahnhof-aus.html)

14.04.2012 / Bonn, BLA

07.05.2012 von Philipp

"Symbiose zwischen den einzelnen Bandmitgliedern, die zu einem gemeinsamen Ganzen verschmolzen."

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Doppeltourtagebuch von Hammerheadphil (kursiv) und Philipp:

Der Geschmack von schalem Bier, körperlichen Ausdünstungen und wenig Schlaf lag in der stickigen Luft.

Mit dickem Kopf und der Frage, wo bin ich, ging ich Richtung WC. Ein beißender Geruch stieg mir sogleich in die Nase. Doch siehe da: Zu früher Morgenstunde (11 Uhr) waren die ersten schon wieder wach und es wurden die Geschehnisse der letzten Nacht reflektiert.

Gernot kam wie er ging mit Säcken voller Brot im Stattbahnhof wieder an, der fehlende Schlaf war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Somit war klar, die Abrechnung musste bald vollzogen werden. Jeder bekam sein Stück vom Kuchen und weiter ging es ans Packen.

Die Fahrt nach Bonn war ein wilder Ritt - die Polizei – Freund und Helfer ließ uns jedoch weiterziehen und so stand dem Konzert in Bonn nichts mehr im Weg.

Marc war natürlich schon vor Ort, wir machten uns gleich daran, alles nötige auszupacken und den Merchandise aufzubauen. Vladimir Harkonnen und Cyness kamen etwas später in Bonn an, war auch nicht weiter tragisch...

Hehe, naja – kein Wunder, wenn uns ein gewisser Herr von und zu Hammerkopfphil morgens völlig entspannt zu verstehen gibt, dass alles easy sei und wir keine Deadline im Nacken hätten. Veranstalter Marc sah das etwas anders und gab uns etwas hektisch zu verstehen, dass um 23.00 Uhr generell Schicht im BLA (= Bonner Lärm Akademie) ist. Hat aber im Endeffekt alles hingehauen und Marc lief dann auch später entspannt bis begeistert herum. Geil ist übrigens beim BLA, dass dem Besitzer wohl gleich noch der Imbiss um die Ecke gehört. Hier lief original Punkrock und es gab hammerleckere vegetarische/vegane Junkfoodsachen.

Marc machte uns höfflich darauf aufmerksam, dass wir doch bitte mal das Schlagzeug und alles Weitere für den bevorstehenden Soundcheck aufbauen sollten.

Es gab leckeres veganes Essen und so mancher Magen verlangte nach Fleisch!

Alte Bekannte ließen nicht lange auf sich warten und so traf man K. Jungblut und Bobec Kambumski pünktlich zum Einlass.

Yeah, über die beiden Wämser habe ich mich auch besonders gefreut! Vielen Dank für die GHOST STREET-Scheibe, die ich hiermit allen Menschen ans Herz lege, die eine Schwäche für schlecht gelaunten und rabiaten PUNK haben. Und für die RABATZ-Bass-Box!  Greets auch an Ex-Kieler Boris & Matthias sowie Schreigräte und Raritätenjäger Marc!

Auch gute Bekannte aus Frankfurt machten sich die Mühe zum Gig zu kommen.

Die Bühne war bereit zum Entern und Marc kassierte den Pöbel ab.

Das BLA verströmte Kneipenfeeling - nicht zuletzt, weil es eine Kneipe ist.

Die Leute vor der Bühne machten einen etwas gelangweilten Eindruck und so gab es unter den Bands einen solidarischen Support vor der Bühne.

Fand ich gar nicht so gelangweilt. Bis auf Ausnahmen (Leute, die lieber am Tresen ihren Humpen tranken), wurden HATEGASM wieder sehr gut aufgenommen. Phil ließ einigen auch gar keine Wahl und rammte dem einen oder anderen sein Mikro in den Schlund. Heute konnte ich bereits so einige Texte, na sagen wir Refrains auswendig und feuerte die Österreicher mit geballter Faust an. WIR VERGESSEN NIE! Stellt euch eine Mischung aus Hammerhead, Rawside, WWK und Vorkriegsjugend vor und ihr habt eine ungefähre Ahnung davon, was Naua (d), PropellerHead Fipsi (b), Andi (g) und Hammerheadphil da verbrechen…

VLADIMIR HARKONNEN fegten wieder auf der Bühne herum, es gab eine Symbiose zwischen den einzelnen Bandmitgliedern, die zu einem gemeinsamen Ganzen verschmolzen.

Allen voran der mit einem breiten Grinsen versehene Philipp W. – Es war erstaunlich, wie unbeirrt die Jungs wieder ein absolutes Feuerwerk entfachten und auch die zu vorhin noch etwas latente Konzertbesucherschaft animierten mitzumachen.

Die positive Energie des Vorabends war neu entfacht und plötzlich gab es kein Halten mehr: Die Leute vor der Bühne (wenigstens teilweise) versuchten es jenen gleich zu tun, die auf der Bühne standen. Als Bindeglied agierte Herr von Wolter und der Mob verschmolz erneut zu einem Ganzen, nur diesmal eben mit den Konzertbesucher_innen.

Hehe, witzigerweise hatten danach gar nicht alle Vladis das Gefühl, einen guten Auftritt hingelegt zu haben. Aber ich sach immer, dass die Band selbst gar keine Ahnung haben kann, ob das nun ein gutes oder schwaches Konz gewesen sein möge. Da macht sich ein Gitarrist ‘nen Kopp um ein paar verkackte Töne, was aber sonst keinen Menschen interessiert.

Cyness postierten sich auch am heutigen Abend mit demselben brutalen Grindcoregeballer wie Tags zu vor.

Vladimir Harkonnen trug meiner Meinung nach ihren Teil dazu bei. Die Leute wurden langsam wach.

Die Stimmung schwebte wieder in pure Aggressionen um, vielleicht wichtig zu erwähnen, es gab keinen Toten - jedenfalls wurde nichts bekannt gegeben.

Loffie und seine Grindcorejünger(in) rotzten ein wahrliches Manifest an Energie runter.

Jo, da hab ich jetzt auch nichts hinzuzufügen. Ich fand es vielleicht gar etwas besser und intensiver als am Vortag, weil der Laden halt noch kleiner war, was immer gut ist.

Nach dem Konzert war bekanntlich wieder einmal vor dem Konzert und wir machten uns noch am selben Abend nach einer Stunde Verabschiedungsritual vom Acker und es ging wieder nach Tirol.

An dieser Stelle noch einmal Grüße nach Hamburg. WIR (BANDS) wünschen EMU eine gute heilsame Genesung und auf ein baldiges Wiedersehen!

See you in Hell!!!!!!!!!!!

Eure Hammerheadphil & Philipp

13.04.2012 / Schweinfurt, Stattbahnhof

07.05.2012 von Philipp

"ein HCPunktrash-Gewitter, das ich in dieser Form noch nie gesehen habe."

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„Punx save the Riots Weekend“ 13. & 14. April 2012

Da mein Namensvetter Hammerheadphil (kursiv) seine Frage: „Kann man überhaupt einen Konzertbericht über sein eigenes Konzert schreiben?“ ohnehin bereits selbst mit der Feststellung „Ich schon...!“ beantwortet hatte, dachte ich mir, dass wir daraus gleich eine Art Doppeltourtagebuch machen:

Donnerstagabend, alles in den Bus gepackt und mental auf das heiße Wochenende vorbereitet.

Wir befanden uns bereits am Abend des Vortages in Aufbruchsstimmung. Die Proben verliefen gut, die Setlist war fest einstudiert und trotzdem passierte das Gezappel auf der Bühne nicht routiniert, doch dazu später.

Freitag geplante Abfahrtszeit 10 Uhr – tatsächliche Abfahrtszeit 11:30. Bereits nach der Grenze von Kiefersfelden (D) gab es den gewohnten „Stop and Go – Verkehr“, den jeder Fahrer so innig liebkost. So verhielt es sich auch bei uns und der Fahrer begann wüste Beschimpfungen von sich zu geben, da kam mir auch schon die Idee, ich könnte ja auch einfach die Musik laut aufdrehen und das Gebrabbel verschwindet ganz einfach.

Emu (Yacøpsåe) rief mich an und erklärte, dass sie krankheitsbedingt ausfallen würden.

Eine OP wurde für den Dienstag der darauffolgenden Woche angesetzt und somit war klar, dass das bitterer Ernst war.

Weiter im Text....

Es gab die eine oder andere Raucherpause, bis wir schließlich an den Pforten der „heiligen Stätte“ - Stattbahnhof SW aufliefen.

Gernot, der Veranstalter, war schon auf den Beinen und begrüßte uns in alter Frankenmanier mit Bier und führte uns rum.

Es gab leckeres Essen, schöne Frauen, die es zubereiteten, angenehme Schlafplätze und sogar eine Dusche!

Der sporadische Aufbau hatte bereits begonnen, da traf auch schon das Flaggschiff aus Kiel ein. Kurzes Begrüßungsgeplänkel mit Herrn Wolter und seinen Mannen und wieder Bier.

Das ganze hatte etwas von einem Klassentreffen, ohne dass man sich kannte.

Etwas später kamen auch Cyness im Stattbahnhof an. Begrüßung und Smalltalk.

Nach dem Rumführen und einer Einweisung wurde auch schon der Soundcheck propagiert.

Auf dieses Wochenende hatte ich mich schon lange gefreut, denn im Stattbahnhof hatte ich zuletzt mit BONEHOUSE gezockt, durften uns zudem in beiden Städten auf diverse Bekannte freuen, die wir lange nicht gesehen haben. Und ein weiterer Grund versüßte mir die Anreise: Hammerheadphil hatte mir seit Wochen eine heiße Scheibe nach der anderen feilgeboten, sodass ich mit ganz gierigen Vinylgriffeln im Streckermobil saß und der Scheibenernte harrte.

Da reist man schon so lange von Ort zu Ort und lernt doch nie aus. Unsere heutige Lektion: THERAPY und MESHUGGAH mögen gute Bands sein, die Stimmung heizen sie jedoch nicht gerade an, zumindest nicht deren jeweils neueste Platten.

Bei der Ankunft trafen wir gleich Gernot alias Zünder von RAWSIDE und ANTI-CONTROL, die es (zumindest momentan) beide leider nicht mehr gibt. Und damit nicht genug: Auch ollen Henne von RAWSIDE war mit Frau, Kind und Kegel vor Ort. Indirekt lernte ich sogar Muttern Henne kennen, zumindest deren Kochkünste, hatte sie mir doch glatt eine leckere Geburtstagstorte gebacken. Mit Likör drinne, geil! Und der Hennebergers Sohn Justin rannte mit Drumsticks durch die Gegend – ich musste mir wirklich die „Mensch, was bist du groß geworden“-Sprüche verkneifen…

Für heute hieß es noch eine Nummer mit Justin (11) einzuüben, verrückt genug war er ja, mit uns (Hategasm) einen Song zu performen und nach gerade einmal fünfmaligen Runterrotzen war der Song im Kasten.

Wieder Bier und quatschen – sehr entspannt, der geneigte Pöpel trudelte langsam ein.

Um 22 Uhr war der kleine Saal bis zur Hälfte gefüllt.

Yeah, erwähnen muss man das leckere Essen von Julia (und Kochcrew?), über das sich alle Bands hermachten – vegan, vegetarisch, Salat, Snacks – ganz weit vorne!

Aus Sonneberg/Rauenstein trudelten ebenfalls ein oder zwei Wagenladungen höflicher Fucker ein – welch eine Freude!

HATEGASM eröffneten den Abend auf erbauliche Weise. Ich musste beim Anblick von Hammerheadphil wirklich an Henne denken – ähnliche Statur, Frisur, Körperhaltung, vergleichbar heftiger Brüllomat-Faktor und dann blätterte er auch so charmant in seinen Texten, die er genau wie eben Henne weiland bei RAWSIDE hinter die Monitorbox gelegt hatte. Nicht auszudenken, wenn der Gute das eine oder andere Wort verschluckt oder gar vergessen hätte! Dann hätte man vielleicht gar nicht alles verstanden… Musikalisch rumpelte es noch hier und da im Karton, aber HATEGASM haben massiv Potenzial und böllerten fiesen Hardcore/Punk, dem es entgegen vieler anderer Bands nicht an Räudigkeit, Brutalität und politischen Texten mangelt. DER Knaller natürlich der Gastauftritt von Justin, der wie ein Gestörter losknüppelte und einen verdienten Riesenapplaus erntete. Hab ich da etwa jemandem mit stolzgeschwellter Brust im Mob stehen sehen?

VLADIMIR HARKONNEN aus Kiel fackelten nicht lang rum, eine unbeugsame positive Energie durchströmte den kleinen Saal des Stattbahnhofs und auf den Gesichtern der Besucher machte sich ein Grinsen breit.

Mir persönlich ging es da nicht anders. Philipp the Wolter machte es sich vor der Bühne gemütlich, rollte am Boden entlang und animierte die Bersucher_innen zum Mitwirken.

Doch der Mob vor der Bühne umklammerte mit eisernem Griff die Bierhälse.

Unbeeindruckt von so viel bayrischer(fränkischer) Standhaftigkeit zelebrierte die Band ein HCPunktrash-Gewitter, das ich in dieser Form noch nie gesehen habe.

Auch wenn ich schon von der Platte angetan war, so ist die Livepräsenz dieser Band noch einmal eine ganz andere Liga!

Die wolter‘schen Ansagen rundeten das Bandbukett vollends ab und so bewegte sich der Ein oder Andere dann doch noch zu den lieblichen Klängen der Kieler Punker.

Am VH – Stand wurden daraufhin ordentlich LPs und Cds verkauft.

Yeah, hat mal richtig fett Spaß gemacht. Danke!

Ich war nun sehr gespannt auf CYNESS, die ich tatsächlich noch nie gesehen hatte. Erzählungen und Konzertreviews bestätigten sich – die Potsdamer_innen zelebrierten einen gut abgewogenen Mix aus Grindcore und Death Metal. Gerade an den Gitarren wurde ordentlich geschraubt, was aber nicht zu Lasten einer zerstörerischen Eingängigkeit ging. Schreigräte Loffie ist zudem ein Bühnentier, welches Schneisen durch den Mob zog…

Nach einer kurzen Umbauphase betraten auch schon Cyness die Bühne und wie es zu erwarten war, zerstörte die Band in kürzester Zeit alles und jeden, der sich diesem Monster in den Weg stellte.

Loffie war so gut wie nie auf der Bühne und rempelte die Zuhörerschaft in alter Pogomanier an, die postive Energie verflüchtigte sich und übrig blieb nach knapp 30 Minuten Tod, Leid und Zerstörung.

Im Backstagebereich wurde ordentlich gesoffen und geschnackt.

An dieser Stelle ein megagroßes Dankeschön nochmals an die tolle Küche des Stattbahnhofes, Gernot und der Destruct & Broken Crew!!!

Schön wieder einmal so viele bekannte Gesichter gesehen zu haben.

Da schließe mich mal an und gehe lieber nicht näher ins Detail. Frankenmob regelt!

28.12.2011 / Kiel, Schaubude

08.01.2012 von Philipp

Brummkreisel im Flipperautomaten

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Meister Bockfred hatte mich darauf aufmerksam gemacht: Nicht nur hatten die VLADIS bisher keinen Auftritt in der Schaubude, bin ich dort sogar bisher NOCH NIE aufgetreten – mit keener meiner Bands (außer man zählt Gastauftritte für einen Song wie mit den gigantischen ARMSTRONG dazu). 2ND ENGINE waren ebenfalls nicht in die Ehre gekommen. Im Hause NoM ist man sich indes nicht so sicher: „Haben wir hier nich mal gespielt?“ -. „Äh, nee, ich glaub, wir waren hier nur zu Besuch und so“…

Zumindest weitestgehend das totale Premieren-Inferno also. Ist doch geil. Alle haben Bock und Schaubuden-Chef Dicki ist sich sicher, dass die Hütte voll wird. Nur sein Hund guckt aus gesundheitlichen Gründen trübsinnig aus der Wäsche – gute Besserung!

Dickis Prognose wird indes wahr: Als NoM loslegen, platzt die Bude aus allen Nähten und wenig später muss ich gar über illegale Hintereingänge Teile meiner Familie am Sold-Out-Schild vorbeilotsen…

Wie NoM selbst die Sache sehen, mopse ich mir einfach mal von deren fb-Seite:

„so wieder entspannt lässig in hamburg eingetrudelt mit leichter genickstarre und nem zünftigen brand ... sowie sich das gehört.
gestern war ein fetter abend vielen dank an alle die sich in die schnuckelige schaubude reingequetscht und durchgewuselt haben. das hat gefetzt, das hat gezwiebelt.
viele bekannte gesichter am start, familie, freunde und befreundete bands (ich habe zumindest begrüsst unsere kumpels von KILT, POWER, MORBUS DOWN, ENDSTILLE, OPHIS, AND THEN THEY RUN und bestimmt einige jetzt vergessen die ich besonder gerne hab...).
NoM hat gegen 22h vor extrem ausverkaufter schaubude die bühne ge-entert, bis auf capt koch, der wie ein räudiger doberman VOR der bühne auf und ab oi-flanierte. 11 nummern gab es aufs gehirn, wobei 4 neue rausgeklödert wurden - MAN OF VISION (n räudiges hardcore gewitter), NOMANSLAND (n erdiger crasher), THE WAY TO DIE (punk n roll devastator) und WHATEVER (n straighter burner). natürlich waren auch alte klassiker mit von der partie und es wurde, ja family mässig, natürlich Andi mit ans mikro gebeten bei COLD COMFORT und FUCK CLUB 88, was noch mal einen extra schub draufgesetzt hat. nach ca 45 min set ganz schön ausgepowert aber irgendwie recht schnell vorbei...
Danach natürlich die vladis mit einem sowie ich gehört habe recht neuem set (das blaue album wir über uns kommen, uiuiui) routiniert, druckvoll und ... sehr gut.

danach schön in der schaubude weiter zu Joy Boys und Bockis crazy hitmarathon abgeschwoft und naja ihr kennt das - irgendwann verschwimmt der abend zu einem wohlig warmen bunten gewitter...

fetter abend, EIN MORDSSPASS!!! DANKE AN DIE VLADIS!!! DANKE AN DICKIE und vor allem an alle die sich da reingezwängt haben um omas taschengeld fies auf den kopp zu hauen. wir verschwinden wieder in der songwriting schmiede, damit wir im frühjahr unser neues teil raushauen können. schöne tage wünscht euch ...
euer NoM“

Super, da  kann ich mich einfach anschließen und es kurz machen: Wir haben wirklich einen warmen Haufen Mordsspaß und zelebrieren ebenfalls alte & neue Songs. Ein paar Wämser keulen ein wenig heftig in der Gegend herum, was mit ironischen Ansagen  nur graduell eingedämmt werden kann. Aber nichtsdestotrotz blicken wir in viele grinsende Gesichter. Ich würde es vorsichtig als schönsten KIELER Auftritt in der vladiistischen Geschichte einstufen. Warum? Weiß auch nicht. Alles flutscht gut, wir sind nah bzw. mitten im entfesselten Mob und es herrscht eine gar behaglich-irrsinnige Atmosphäre.

Die Partynacht danach ist einfach auch so schön und spektakulär, dass ich noch lange einfach mein Kopfkino anzuwerfen werden brauche – da sind Bilder bei, die nicht mehr gehen werden.

Danke, Prost und Küsse an alle