DIARY

Berlin, Tommyhaus – 10.09.2016

23.10.2016 von Philipp

Coole Kolonne mit versehrten Breaks

Natürlich ging es mir schon mal schlechter. Aber im Moment fällt mir nicht ein, wann das war. Es ist viel zu früh, auf meiner Stirn erscheinen sekündlich neue Schweißperlen, im Kopf dröhnt in fiesem Rhythmus ein Presslufthammer und mein Magen rumort. Ein erleichterndes Brechfest wäre jetzt was, kommt aber irgendwie nicht zustande. Ich schleppe mich unter die Dusche und versuche mich mit Heiß-Kalt-Wechselduschen fit fürs Frühstück zu machen. Klappt nur bedingt. Aber schließlich sitzen wir alle im herrlichen Garten der Uhlies und genießen das opulente Buffet, welches Bewohnerin Mo mit viel Liebe und Mühe angerichtet hat. Da muss der Magen sich beruhigen, denn dieses Mahl zu verschmähen, wäre schändlich unfreundlich. Obwohl die Uhr gnadenlos gen Nachmittag tickt, möchte Tobi dann noch gegen alle Vladis Tischtennis spielen – und verliert original gegen alle vier! So fahren wir immerhin mit vier gut gelaunten Menschen nach Berlin. Tschüss Uhlies, Danke für die Einladung – wir kommen gerne wieder!


Berlin

 

Beim Tommyhaus angekommen, begrüßen wir kurz Veranstalter Roy und die Crew, werfen unseren Kram ab und nutzen die bis zum Soundcheck verbleibende Zeit für ‘nen Bummel zum – haha, echt! – Brandenburger Tor. Eigentlich wären Sehenswürdigkeiten wie der Trinkteufel oder Coretex relevanter, aber wir haben keine zwei Stunden mehr. Tobi freut sich und kloppt sich ‘ne eklige Wurscht an den Neppständen im Zentrum des Touristenwahns rein. Bestaunt wird auch das Adlon und wir rätseln, an welchem Fenster wohl das Bild mit Michael Jackson und dem Kind entstanden sein möge.

 

Heute drehen wir die Reihenfolge ma um und sind daher als erste Band dran. Es kommen diverse Bekannte längs. Wir freuen uns u.a. über Dani (die hat sogar zu unserer Musik ein Bild gemalt, welches sie uns heute überreicht. Das Motiv sieht irgendwie aus wie eine fiese Qualle, was ja auch zu „Irukanji“ passt. Dit wird im Proberaum aufgehängt!), Jan (Ex-KURHAUS) vom TRUST, Metalmaniac Pete, eine anonyme Jugendliebe von Eric. Vorm Tommyhaus läuft entspanntes Streetboozing, dann legen wir los.


 

Berlin

 

 

Der zweite Tag ist irgendwie immer stärker als der davor. Obwohl wir bis auf die Zölcks kaum geschlafen haben, sind wir durchs Adrenalin voll am Start. Der Sound ist sowohl auf als auch vor der Bühne klasse, Kompliment an den Mischer, ein geil entspannter Hippietyp, der barfuß im Punkerladen rumläuft. Ich erwische Andi endlich mal wieder ein paar Mal mit dem Mikro am Hinterkopp – nicht, dass der Halunke sich noch irgendwann zu sicher auf der Bühne fühlt. Jederzeit kann es „thonk“ machen! Auch ansonsten läuft alles rund. Oder wie ein Freak danach formuliert: „Ihr seid echt ‘ne coole Kolonne! Ich stehe voll auf eure behinderten Breaks!“ (Wir weisen ihn natürlich darauf hin, dass das „versehrt“ und nicht „behindert“ heißt. Bisschen Sensibilität bitte!)

 

 

Stumbling Pins

 

 

Werden die STUMBLING PINS mit jedem Auftritt besser? Ich fürchte ja. Wohin soll das führen? Schon jetzt sprechen viele von Kiels bester Band. (Zum Glück sind wir ja Rendsburger.) Legitim, denn wer schreibt schon so verführerische Melodien und koppelt die mit derart guten Texten? Und besitzt so eine Bühnenpräsenz? PUNK, du Arsch. Auch die PINS haben einige Bekannte in der Hauptstadt, sodass ein entspanntes Tänzchen im Tommyhaus geht.


Tommyhaus

 

Herrlicher Abend. Für die Aftershowparty gilt der Klassiker: Heute fällt aus wegen gestern.

 

Danke an Roy & die Tommyhauscrew! Und an unsere Uhlies. We’ll be back!

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