DIARY

Husum, Speicher – 07.10.2017

19.10.2017 von Philipp

Ihr kleiner Scheißhaufen werdet dies Konzert nich in Arsch machen!

Das zweite Konzert ist immer besser als das erste. Diesealte Binsenweisheit greift natürlich gerade dann, wenn man am ersten Tag nachder Arbeit zum Konzert hetzen muss. Heute trudeln alle entspannt am Speicher einund freuen sich auf den Abend. SLIME sind besonders gut drauf, weil ihr Mischer,der gestern keine Zeit hatte, wieder mit dabei ist. Veranstalter Stöllchengebührt Extra-Dank, weil er tatsächlich kurz nach Hause donnert, als unsauffällt, dass wir heute keinen Teppich fürs Schlagzeug dabeihaben, sehr wohlaber einen benötigen. Stöllchen kehrt nämlich kurz darauf mit einem Läufer ausseinem Wohnzimmer (!) zurück. „Da können ruhig noch mehr Flecken rauf, keinDing.“

 

Nach dem superben Essen gönne ich mir zusammen mit SLIME-StagehandTim, der auch bei DEFEKT DEFEKT zockt (Tipp!), ein feines Weinchen (Südhang,Mittellage) und wir kommen mit allen ins Plaudern, tauschen Geschichten aus.Gerade Dirk kann da so einige erzählen... SLIME ändern ihre Setlist heutenochmal und nehmen mit „Untergang“ noch einen Klassiker mit rein, bleiben aberbei mindestens 12 neuen Songs, sodass die Setlist an der 30-Song-Marke kratzt…

 

VRHN 

 

Fast alles wie gestern: Aufbau im NOMEANSNO-Stilnebeneinander, Hütte von Anfang an knüppelvoll, 40 Minuten Zockzeit – und aaaab!Ein Unterschied liegt wohl darin, dass sich mehr Bekannte im Pit befinden unduns hier offenbar mehr Leute kennen. Der Sound war für uns ja gestern schonsuper, heute ist er ebenfalls richtig gut. Ich merke, dass die Aufstellungmeinen Ohren guttut – sonst befindet sich Eric ja direkt hinter mir und dieBecken kesseln mir manchmal echt die Rübe weg. Nun sitzt er ganz am Rand,wodurch allerdings Andi die volle Breitseite bekommt. Wir spielen 13 Stücke,beginnen mit „Rink Of Fear“,haben „Blue Hell“ mal wieder im Set (übrigens habenSLIME mit „Der siebte Kontinent“ einen Song über dieselbe Thematik geschrieben)und schließen mit „Roadkill BBQ“. Es ist ein herrlicher Auftritt, der zu jedemMoment Spaß macht. Man kann im Speicher so schön auf die Boxen vor der Bühneklettern und dann direkt den Besucher*innen in die Hackfressen glotzen.

 

VRHN 

 

Der SLIME-Gig gefällt mir heute noch besser. Das Konzert hateinen besseren Fluss als gestern, und gerade in der zweiten Hälfte kommt ordentlichStimmung auf. Krasserweise ist auch das morgige Zusatzkonzert, welches immerhinan einem Sonntag stattfindet, komplett ausverkauft.  Als Highlights nenne ich „Alle gegen alle“, „Störtebeker“,„We Don’t Need The Army“, „Sich fügen heißt lügen“, „Schweineherbst“, „Untergang“,„Wenn der Himmel brennt“, „ACAB“, „Etikette tötet“, „Ich war dabei“, „Deutschland“,„Religion“, „Ich kann die Elbe nicht mehr sehen“, „Linke Spießer“ und „Let’s GetUnited“, bei denen eigentlich konstant der Ratz abgeht. Gerade nach demAkustikteil entlädt sich die Pogowut der Anwesenden.

 

VRHN  

 

Ich muss zugeben, dass ich mir danach hart einen gönne.Dicken kommt mit Schnaps rum, es entstehen x Fotos, die Aftershowparty dauertbis 04:00 Uhr nachts bzw. verlassen wir diese Feierlichkeit zu diesemZeitpunkt, weil irgendwann der Kanal schlicht voll ist.

 

Das hat mal Spaß gemacht. Danke an alle! Ich zitiereabschließend Stöllchen: „Schreit auf jeden Fall nach einerWiederholung!“

 

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