DIARY

02.05.08 Hamburg / Lobuschstr.-No Pasaran

11.05.2008 von Philipp

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Lange hatten wir uns darauf gefreut, in der Lobuschstr. zu spielen und letztendlich wurden alle Erwartungen mit einem herrlichen Abend sogar übertroffen.

Der Laden heißt eigentlich „No Pasaran“ und ist meiner Meinung nach der beste Platz für HC/Punk in Hamburg. Mittels des von Punkern gegründeten Vereins „Pappnasen e.V.“ wird da seit Jahren ein selbstverwaltetes Wohnprojekt duchgezogen. Kreativ schon die Außengestaltung – aus Fahrradteilen gezimmerte Gitter verhindern, dass Faschos o.ä. da Steine oder Mollis reinwerfen können. Noch gemütlicher isses drinnen. Großes Hallo bei der Begrüßung mit Aggel, DK und den netten UK-Punks von RED FLAG 77.

Erstma essen inner WG um die Ecke. Der Koch ist vielleicht ein Freak – hat er doch glatt in stundenlanger Arbeit KARTOFFELBREI gemacht! Für 17 Leute oder so! Selbstgestampft! Das hat wirklich keiner von uns in 20 Jahren Muckemachen je erlebt. Dazu lecker Sellerieschnitzel und krasseste Salate. Der Hammer. Außerdem erzählt der gesichtstätowierte Oleks uns die Legende vom Tag, an dem neun Punks in Rumänien ein SCHWEIN geraucht haben… Mit kommen jetzt noch die Tränen, aber mehr wird nich verraten…

Aus Braunschweig kommen die Benzinpunks, aus Kiel Doro, Svenja, Strecker und irgendwie trifft man ständig altbekannte Gesichter. Da kann es nur ein Spaß werden! Dass überall in HH Konzerte sind, interessiert hier keinen – 18,- Euro fürn Konzi in der Fabrik hätte hier eh niemand ausgegeben. Ich dreh den Leuten einen Kuchen an – mit den Worten, es handele sich um einen fetten Haschkuchen. In Wirklichkeit isses ein stinknormaler Kuchen, trotzdem meint Elchus danach, er habe nach Verzehr seines Stückes seine Knochen nicht mehr zum Pogen animieren können – der Spacecake habe ihn völlig aus der Bahn geschossen, hi hi. Kramer hingegen reißt ganze Bandmitglieder ungefragt auf seine Schultern und torkelt steuerungslos durch die Gegend, ein verwarzter Teppich fliegt durch die Luft – grandioser Scheiß!

RED FLAG 77 bringen den Mob dann mit coolem 77er UK Punk zum Glühen. Die Jungs sind richtig in Fahrt und spielen über 80 Minuten lang. Als ich den Sänger am nächsten Morgen auf die lange Spielzeit anspreche, sagt er nur: „Really? We played THAT long? I’m sorry…“.

Danach feiern, sabbeln, feiern, DKS Bude in Unordnung bringen, auf morgen in Neumünster freuen und überhaupt…

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