DIARY

14.04.2012 / Bonn, BLA

07.05.2012 von Philipp

"Symbiose zwischen den einzelnen Bandmitgliedern, die zu einem gemeinsamen Ganzen verschmolzen."

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Doppeltourtagebuch von Hammerheadphil (kursiv) und Philipp:

Der Geschmack von schalem Bier, körperlichen Ausdünstungen und wenig Schlaf lag in der stickigen Luft.

Mit dickem Kopf und der Frage, wo bin ich, ging ich Richtung WC. Ein beißender Geruch stieg mir sogleich in die Nase. Doch siehe da: Zu früher Morgenstunde (11 Uhr) waren die ersten schon wieder wach und es wurden die Geschehnisse der letzten Nacht reflektiert.

Gernot kam wie er ging mit Säcken voller Brot im Stattbahnhof wieder an, der fehlende Schlaf war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Somit war klar, die Abrechnung musste bald vollzogen werden. Jeder bekam sein Stück vom Kuchen und weiter ging es ans Packen.

Die Fahrt nach Bonn war ein wilder Ritt - die Polizei – Freund und Helfer ließ uns jedoch weiterziehen und so stand dem Konzert in Bonn nichts mehr im Weg.

Marc war natürlich schon vor Ort, wir machten uns gleich daran, alles nötige auszupacken und den Merchandise aufzubauen. Vladimir Harkonnen und Cyness kamen etwas später in Bonn an, war auch nicht weiter tragisch...

Hehe, naja – kein Wunder, wenn uns ein gewisser Herr von und zu Hammerkopfphil morgens völlig entspannt zu verstehen gibt, dass alles easy sei und wir keine Deadline im Nacken hätten. Veranstalter Marc sah das etwas anders und gab uns etwas hektisch zu verstehen, dass um 23.00 Uhr generell Schicht im BLA (= Bonner Lärm Akademie) ist. Hat aber im Endeffekt alles hingehauen und Marc lief dann auch später entspannt bis begeistert herum. Geil ist übrigens beim BLA, dass dem Besitzer wohl gleich noch der Imbiss um die Ecke gehört. Hier lief original Punkrock und es gab hammerleckere vegetarische/vegane Junkfoodsachen.

Marc machte uns höfflich darauf aufmerksam, dass wir doch bitte mal das Schlagzeug und alles Weitere für den bevorstehenden Soundcheck aufbauen sollten.

Es gab leckeres veganes Essen und so mancher Magen verlangte nach Fleisch!

Alte Bekannte ließen nicht lange auf sich warten und so traf man K. Jungblut und Bobec Kambumski pünktlich zum Einlass.

Yeah, über die beiden Wämser habe ich mich auch besonders gefreut! Vielen Dank für die GHOST STREET-Scheibe, die ich hiermit allen Menschen ans Herz lege, die eine Schwäche für schlecht gelaunten und rabiaten PUNK haben. Und für die RABATZ-Bass-Box!  Greets auch an Ex-Kieler Boris & Matthias sowie Schreigräte und Raritätenjäger Marc!

Auch gute Bekannte aus Frankfurt machten sich die Mühe zum Gig zu kommen.

Die Bühne war bereit zum Entern und Marc kassierte den Pöbel ab.

Das BLA verströmte Kneipenfeeling - nicht zuletzt, weil es eine Kneipe ist.

Die Leute vor der Bühne machten einen etwas gelangweilten Eindruck und so gab es unter den Bands einen solidarischen Support vor der Bühne.

Fand ich gar nicht so gelangweilt. Bis auf Ausnahmen (Leute, die lieber am Tresen ihren Humpen tranken), wurden HATEGASM wieder sehr gut aufgenommen. Phil ließ einigen auch gar keine Wahl und rammte dem einen oder anderen sein Mikro in den Schlund. Heute konnte ich bereits so einige Texte, na sagen wir Refrains auswendig und feuerte die Österreicher mit geballter Faust an. WIR VERGESSEN NIE! Stellt euch eine Mischung aus Hammerhead, Rawside, WWK und Vorkriegsjugend vor und ihr habt eine ungefähre Ahnung davon, was Naua (d), PropellerHead Fipsi (b), Andi (g) und Hammerheadphil da verbrechen…

VLADIMIR HARKONNEN fegten wieder auf der Bühne herum, es gab eine Symbiose zwischen den einzelnen Bandmitgliedern, die zu einem gemeinsamen Ganzen verschmolzen.

Allen voran der mit einem breiten Grinsen versehene Philipp W. – Es war erstaunlich, wie unbeirrt die Jungs wieder ein absolutes Feuerwerk entfachten und auch die zu vorhin noch etwas latente Konzertbesucherschaft animierten mitzumachen.

Die positive Energie des Vorabends war neu entfacht und plötzlich gab es kein Halten mehr: Die Leute vor der Bühne (wenigstens teilweise) versuchten es jenen gleich zu tun, die auf der Bühne standen. Als Bindeglied agierte Herr von Wolter und der Mob verschmolz erneut zu einem Ganzen, nur diesmal eben mit den Konzertbesucher_innen.

Hehe, witzigerweise hatten danach gar nicht alle Vladis das Gefühl, einen guten Auftritt hingelegt zu haben. Aber ich sach immer, dass die Band selbst gar keine Ahnung haben kann, ob das nun ein gutes oder schwaches Konz gewesen sein möge. Da macht sich ein Gitarrist ‘nen Kopp um ein paar verkackte Töne, was aber sonst keinen Menschen interessiert.

Cyness postierten sich auch am heutigen Abend mit demselben brutalen Grindcoregeballer wie Tags zu vor.

Vladimir Harkonnen trug meiner Meinung nach ihren Teil dazu bei. Die Leute wurden langsam wach.

Die Stimmung schwebte wieder in pure Aggressionen um, vielleicht wichtig zu erwähnen, es gab keinen Toten - jedenfalls wurde nichts bekannt gegeben.

Loffie und seine Grindcorejünger(in) rotzten ein wahrliches Manifest an Energie runter.

Jo, da hab ich jetzt auch nichts hinzuzufügen. Ich fand es vielleicht gar etwas besser und intensiver als am Vortag, weil der Laden halt noch kleiner war, was immer gut ist.

Nach dem Konzert war bekanntlich wieder einmal vor dem Konzert und wir machten uns noch am selben Abend nach einer Stunde Verabschiedungsritual vom Acker und es ging wieder nach Tirol.

An dieser Stelle noch einmal Grüße nach Hamburg. WIR (BANDS) wünschen EMU eine gute heilsame Genesung und auf ein baldiges Wiedersehen!

See you in Hell!!!!!!!!!!!

Eure Hammerheadphil & Philipp

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