DIARY

28.12.2011 / Kiel, Schaubude

08.01.2012 von Philipp

Brummkreisel im Flipperautomaten

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Meister Bockfred hatte mich darauf aufmerksam gemacht: Nicht nur hatten die VLADIS bisher keinen Auftritt in der Schaubude, bin ich dort sogar bisher NOCH NIE aufgetreten – mit keener meiner Bands (außer man zählt Gastauftritte für einen Song wie mit den gigantischen ARMSTRONG dazu). 2ND ENGINE waren ebenfalls nicht in die Ehre gekommen. Im Hause NoM ist man sich indes nicht so sicher: „Haben wir hier nich mal gespielt?“ -. „Äh, nee, ich glaub, wir waren hier nur zu Besuch und so“…

Zumindest weitestgehend das totale Premieren-Inferno also. Ist doch geil. Alle haben Bock und Schaubuden-Chef Dicki ist sich sicher, dass die Hütte voll wird. Nur sein Hund guckt aus gesundheitlichen Gründen trübsinnig aus der Wäsche – gute Besserung!

Dickis Prognose wird indes wahr: Als NoM loslegen, platzt die Bude aus allen Nähten und wenig später muss ich gar über illegale Hintereingänge Teile meiner Familie am Sold-Out-Schild vorbeilotsen…

Wie NoM selbst die Sache sehen, mopse ich mir einfach mal von deren fb-Seite:

„so wieder entspannt lässig in hamburg eingetrudelt mit leichter genickstarre und nem zünftigen brand ... sowie sich das gehört.
gestern war ein fetter abend vielen dank an alle die sich in die schnuckelige schaubude reingequetscht und durchgewuselt haben. das hat gefetzt, das hat gezwiebelt.
viele bekannte gesichter am start, familie, freunde und befreundete bands (ich habe zumindest begrüsst unsere kumpels von KILT, POWER, MORBUS DOWN, ENDSTILLE, OPHIS, AND THEN THEY RUN und bestimmt einige jetzt vergessen die ich besonder gerne hab...).
NoM hat gegen 22h vor extrem ausverkaufter schaubude die bühne ge-entert, bis auf capt koch, der wie ein räudiger doberman VOR der bühne auf und ab oi-flanierte. 11 nummern gab es aufs gehirn, wobei 4 neue rausgeklödert wurden - MAN OF VISION (n räudiges hardcore gewitter), NOMANSLAND (n erdiger crasher), THE WAY TO DIE (punk n roll devastator) und WHATEVER (n straighter burner). natürlich waren auch alte klassiker mit von der partie und es wurde, ja family mässig, natürlich Andi mit ans mikro gebeten bei COLD COMFORT und FUCK CLUB 88, was noch mal einen extra schub draufgesetzt hat. nach ca 45 min set ganz schön ausgepowert aber irgendwie recht schnell vorbei...
Danach natürlich die vladis mit einem sowie ich gehört habe recht neuem set (das blaue album wir über uns kommen, uiuiui) routiniert, druckvoll und ... sehr gut.

danach schön in der schaubude weiter zu Joy Boys und Bockis crazy hitmarathon abgeschwoft und naja ihr kennt das - irgendwann verschwimmt der abend zu einem wohlig warmen bunten gewitter...

fetter abend, EIN MORDSSPASS!!! DANKE AN DIE VLADIS!!! DANKE AN DICKIE und vor allem an alle die sich da reingezwängt haben um omas taschengeld fies auf den kopp zu hauen. wir verschwinden wieder in der songwriting schmiede, damit wir im frühjahr unser neues teil raushauen können. schöne tage wünscht euch ...
euer NoM“

Super, da  kann ich mich einfach anschließen und es kurz machen: Wir haben wirklich einen warmen Haufen Mordsspaß und zelebrieren ebenfalls alte & neue Songs. Ein paar Wämser keulen ein wenig heftig in der Gegend herum, was mit ironischen Ansagen  nur graduell eingedämmt werden kann. Aber nichtsdestotrotz blicken wir in viele grinsende Gesichter. Ich würde es vorsichtig als schönsten KIELER Auftritt in der vladiistischen Geschichte einstufen. Warum? Weiß auch nicht. Alles flutscht gut, wir sind nah bzw. mitten im entfesselten Mob und es herrscht eine gar behaglich-irrsinnige Atmosphäre.

Die Partynacht danach ist einfach auch so schön und spektakulär, dass ich noch lange einfach mein Kopfkino anzuwerfen werden brauche – da sind Bilder bei, die nicht mehr gehen werden.

Danke, Prost und Küsse an alle

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