DIARY

Itzehoe, Haus der Jugend – 16.02.2019

21.02.2019 von Philipp

This One Goes To 11

Da hat die kommunale Kasse Itzehoes den Kids doch glatt ein Juze für ‘n paar Milliönchen hingestellt. Genau angemessen für einen Vladi-Auftritt. Wir sind nach der Ankunft etwas schockiert: So steril und foidelsauber war ja kein Schuppen, in dem wir nie nich je gezockt haben! Steht hier auch erst seit April 2018 oder so.

 

Zu einer Art emotionaler Mischung aus Ostern, Weihnachten und Weltrevolution gerät das Auspacken eines großen Pakets von Sir Nick Wanker. Die neuen Shirts sind da! Aber Herr Wanker wäre nicht Herr Wanker, hätte er nicht ein paar Ostereier im Karton versteckt! Zum Beispiel ein völlig ohne Auftrag erstelltes Prototyp-Vladi-Shirt mit meiner Fresse in Brüll-Modus, darunter steht drei Mal „Aaaaarrrggghhhh“ und unser Logo im VAN-HALEN-Style. Wir lachen uns darüber derart schrott, dass wir das Biest weniger Tage später gleich als Großauflage in Auftrag geben. Von der Hand Herrn Wankers persönlich gesiebdruckt und bald in dessen Shop!

 

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Die selbstkreierte Pizza ist wird noch serviert, da gibbet auch schon KNUD VOSS auf die Ampel. Von diesen Kollegen wird JoyBoy demnächst einen Tonträger produzieren, man darf gespannt sein. Denn die Mischung aus KEINE ZÄHNE IM MAUL, ABER LA PALOMA PFEIFFEN und TURBOSTAAT besitzt viel Potenzial. Der Beat geht ab, die Texte scheinen hellsichtig und ich mag den Gesang.

 

Da wir Czarna (MJs Hündin) schlecht mit ins Juze nehmen können, wird sie mit Konzertbeginn gut verpackt in einem meiner Pullis (IGNITE haben die Ehre) im Auto geparkt und ab und zu mit ‘nem Spaziergang beglückt. Sieht ja immer herrlich bekloppt aus, wenn ein Hund Menschenklamotten trägt.

 

THE SUPPORTERS sind quasi die Gastgeber des Abends. Unter dem Banner Hardcore/Punk vereinen sie durchaus auch Rock’n’Roll, Metal-Anleihen und Punk. Ein Track geht sogar in die Garage-Richtung. Die Grenzen zum Crossover (zweiter Generation) werden endgültig durchbrochen, als drei Gast-Rapper auf die und der Bühne hoppen. Unterhaltsam!

 

Vlad

 

Der Laden ist natürlich viel zu groß. Zwar sind mehr Leute erschienen, als man für Itzehoe schätzen würde, aber um die Halle zu füllen, müssten 400 kommen. Doch den Vladiismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf! Wir wissen: Ein Rock’n’Roll-Schuppen lebt von seiner Geschichte. Da hier noch keine Geschichte existiert, muss jetzt welche geschaffen werden -> man möge also Klotüren mit Edding beschmieren, seine Bandaufkleber überall hinpappen und sich sonstwie verewigen. Anyway, heute gibbet Songs für beide Ohren. Und dumme Ansagen. Zum Beispiel fällt mir auf, dass der vorletzte Song von der übernächsten Platte stammt. Auch komisch: Kaum Leute da, aber die Bühne schwimmt vor Bier, hmmm, wie dat wohl kommt. Leider höre ich Zarcs Gitarre kaum, weswegen ich mindestens zwei Einsätze verpasse (eher mehr), aber ein wohlplatzierter Schlag mit dem Mikro auf den eigenen Hinterkopf diszipliniert.

 

Tag des Vlad

 

Schönes Ding, Danke an die Einladung und süße Grüße an alle Beteiligten, Besucher*innen, Bekannte und Verwandte!

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