DIARY

Potsdam, U24 – 28.03.2014

02.04.2014 von Philipp

No funny stuff!

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Endlich kommen wir mal wieder in den Genuss, mit SHUDDER AND SPIT zu spielen! Das war viel zu lange nicht der Fall. Und dann auch im bezaubernden Potsdamer Wohnprojekt U 24, wo wir vor nicht ganz einem Jahr zuletzt gastiert hatten! Der einzige Wermutstropfen: CHIPKO können heute leider nicht bei sein. Zumindest nicht körperlich, ich bin sicher, dass die Hamburger in Gedanken bei uns sind und alle anfeuern sowie mitfeiern.

 

Während SHUDDER AND SPIT am Sonntag (ja, richtig gelesen: Sonntag, denn am Samstag gönnen die sich feudalerweise ‘nen Day-Off) einen zweiten Termin zocken, verzichten wir sogar darauf, am Samstag in Lübeck zu spielen. Denn da feiert schließlich unser Landlord Fischi Geburtstag.

 

Während unsere Hinfahrt zwar gut gelaunt, aber im positiven Sinne unspektakulär verläuft, bleiben die Shuddies 30 km (oder so) vor Potsdam liegen. Irgendwas ist wohl mit der Ölwanne. Fragt mich doch nicht, ich hab von Autos noch weniger Ahnung als von Fußball. Jedenfalls sind alle ganz aufgeregt, ob und wie sie es denn jetzt hinbekommen. Zur Beruhigung der nervösen Nerven machen wir uns über das opulente Mahl her. Heute gibbet INDISCH inner U24. Paneer sonswie, jedenfalls oberlecker und vegan! Irgendwann irgendwie trudeln unsere Froind_innen dann doch noch ein und es gibt ein großes Hallo!

 

Zum ersten Mal sehe ich nu auch die neue SUS-Besetzung mit Tim am Schlagzeug. Der hat sich schon gut eingelebt und pfeffert los wie ein Gestörter. Insgesamt merkt man unseren Kieler Homies eine erneute Weiterentwicklung an. Ja, glaubt es oder leckt mich am Arsch – SHUDDER AND SPIT sind noch einen Tucken besser geworden! Das dengelt, geht brachial nach vorne, ist gespickt mit vielen klasse Ideen und dann ist da noch der markante Gesang von Svea. Die kann im Grunde alles – von fiesen Kreischern über Stahlgurgler bis hin zu einschmeichelndem Klargesang (letzterer wird zum Glück nur wohldosiert eingesetzt). Neue Stücke gibt es auch und ich freu mich jetzt schon auf ein neues Album.

 

Eric fordert vom Mob eine Zahl zwischen 19 und 35. Hä? Na, mit eben so vielen Anzählern leitet Eric uns in den ersten Song – „REIGN IN VLAD“! Wir haben in letzter Zeit recht regelmäßig live gespielt und geprobt, sodass eigentlich alles ganz gut flutscht. Das macht Spaß, dass man sich bei den ganzen neuen Stücken langsam nicht mehr so konzentrieren muss. Selbst ein von Zarc wirklich hintertückisch komponierter Song wie „Blue Hell“ kann so auch im Liegen, Rollen oder auf dem Kopp – äh – performt werden. Vom Debut gibt’s heute nur „Roadkill BBQ“, „Not Even Close“ und „Party Of The Damned“, ansonsten fast die gesamte BLAUE PLATTE und die Coversongs „The Power Of Vlad“ sowie „Bonded By Vlad“. Auf die Shudderettes können wir uns backvocaltechnisch einwandfrei verlassen. Top Sache.

 

Der musikalische Teil dürfte damit ja beendet sein? Nein, mein Herr! Irgendjemand von den Uhlies hatte die verrückte Idee, dass nach dem Konz VOR dem Konz ist und stellt erst Andi Harkonnen und dann Svea Akustik-Klampfe sowie Mikro hin. Zunächst also volle Pulle rausgegurgelter Johnny-Cash-im-Uranus-Style, dann Liedermacherkram bis Chartattacken. Und EISENPIMMEL dürfen natürlich auch nicht fehlen. Unbeschreibliche Szenen spielen sich da ab, z.B. wenn Andi und Avea einen abgefuckten Country-Song im Duett schmettern.

 

Danach feiern wir, bis es wieder hell wird – besten Dank an die Uhlies für die grandiose Bewirtung, nicht zu vergessen das leckere Frühstück, welches komplett vegan Rührei ohne Ei oder Mozzarella ohne Mozzarella auf den Tisch zaubert.

 

Wenn wir dürfen, kommen wir wieder…

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