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22.08.2015 - MELTDOWN in Schleswig, Auffer Freiheit: "Weiter mit VLADIMIR HARKONNEN, die Rendsburger und Kieler Hardcore-Thrasher ließen es zuerst auf der Bühne und später am Bierstand ordentlich krachen."

Danu für www.heavy-metal-heaven.de über unseren Auftritt am 22.08.2015 auf dem MELTDOWN-Festival in Schleswig:

"Weiter mit VLADIMIR HARKONNEN, die Rendsburger und Kieler Hardcore-Thrasher ließen es zuerst auf der Bühne und später am Bierstand ordentlich krachen. Ansonsten braucht es nicht viel Worte, konnten die Jungs doch in der Vergangenheit im Vorprogramm von SACRED REICH und DEW-SCENTED überzeugen."

22.08.2015 - MELTDOWN in Schleswig, Auffer Freiheit: "Wenn Phil ,, the Beast ,, Wolter ein Schluck von der Grünen Cocktail Mische nimmt dann weiß man ,, es geht derb ab-- Hardcore mitten in die Fresse rein.."

Siggi Sick über unseren Auftritt am 22.08.2015 auf dem MELTDOWN-Festival in Schleswig:

"VLADIMIR HARKONNEN...gingen das heute genau richtig an..Easy Going vor dem Auftritt , und dann in bester Qualität Arsch treten--ja Wenn Phil ,, the Beast ,, Wolter ein Schluck von der Grünen Cocktail Mische nimmt dann weiß man ,, es geht derb ab-- Hardcore mitten in die Fresse rein..als Alibi wird hier und da auch Metal in all seiner schnellen Pracht gehuldigt...der Platz sehr gut gefüllt ...die Vladis immer Räudiger zu gange- Phil nicht mehr zu halten -- wie ein Pitbull Steigt er auf die Absperrung,annimiert die Fans- und den ein oder anderen Mittelfinger gibts in ya Face Sucker...yeah...geile Motive gabs für die Fotocammera...inklusive eine Schwalbe von Andi dem Bassisten. .hehe irgendwie hat es ihn vom Sockel gehauen,aber trotzdem auf den seiten geblieben. .yes ...vieleicht war der gute ein Takt zu schnell...Auch Eric der die Drums im Beat mit Zarc und Tobi an den klampfen um die wette Bügelte ;, waren nicht aus der Ruhe zu bringen. ...wie geil auch der song Roadkill BBQ...Das Cover Stück von Exodus,, Bounded by Blood,, ist immer wieder geil...einziger Kritikpunkt Exodus spielen das Stück Live Schneller. .yeah Ein richtig stimmiger GIG-"

25.10.2014 - Innsbruck, PMK: "Gänsehaut, Schweiß und das Gefühl heute Musik für Herz und Hirn zu hören erfüllten mich mit einem ganz eigenen Gefühl, das ich so schon viel zu lange nicht mehr hatte."

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HammerheadPhil über unseren Auftritt am 25.10.2014 im Innsbrucker PMK:

"Seit dem Fixieren des Termins fühlte ich mich, als würde ich auf Kohlen sitzen und darauf warten, bis ich endlich erlöst werde. Die Vorfreude war entsprechend groß, als ich die Herrschaften von Vladimir Harkonnen bei mir zuhause begrüßte. Bereits unzählige Stunden zuvor entrümpelte ich mein Eigenheim. Hier und da ein Schild angebracht, um den Gästen die nötige Orientierung zu bieten.

Nach einem innigen Begrüßungsritual waren alle Dämme gebrochen und wir sprachen über Platten, Plattentipps und zur Krönung packte ich noch meine Plattenkiste aus.

Philipp und Andi machten sich gleich an das Erdölerzeugnis und ich schanzte Herrn Wolter noch zusätzlich einen Silberling zu.

Nach einem kleinen Schmaus ging es im holprigen Eiltempo Richtung Innsbruck Innenstadt. Die Lokalität winkte bereits und man freute sich während der Aufbauarbeiten auf das, was Stunden später folgen sollte. Ein Abriss mit Gänsehautfeeling.

Zwischen dem Auftritt und der obligatorischen Wartezeit wurde exzessiv getrunken.

Trippsitter und Endless Path haben den Mob zu diesem Zeitpunkt bereits auf Temperatur gebracht und dann stand der Vladi auch schon auf der Bühne und meine Fresse, ich konnte gar nicht anders als einfach loszutanzen, zu singen und wie blöd zu grinsen.

Schnörkellos ohne Intro oder dergleichen begann der Vladi wie der Phönix aus der Asche empör zu steigen und alle Anwesenden in seinen Bann zu ziehen. Gänsehaut, Schweiß und das Gefühl heute Musik für Herz und Hirn zu hören erfüllten mich mit einem ganz eigenen Gefühl, das ich so schon viel zu lange nicht mehr hatte.

Dafür ein dickes Dankeschön an die Vladis, das hab ich mal wieder gebraucht. Wie ein Panzer ohne Limit rollte das Monster los und die Leute waren förmlich geplättet, was sie hier um die Ohren bekamen.

Fern von jeglichen Trends oder Modeklischees wurde hier ein Punk-HC-Trash-Inferno abgefeuert, das wohl erst bei der zweiten oder dritten Reflektion des Abends seine Gesamtheit seiner Teilchen offenbarte.

Eric, Zark, Philipp & Andi – für Musiker, wie ihr es seit, hab ich nur tiefsten Respekt.

Autenthisch und mit dem nötigen „Asitum“ ging der Abend dann auch schon zu Ende.

Ich book euch wieder, keine Frage, denn nächstes Jahr sind wieder VladiTage!!!


Antifaschistische Grüße, euer Hammerheadphil"

http://www.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4701:vladimir-harkonnen-endless-path-tripsitter-25-10-2014-innsbruck-pmk&catid=15:berichte-aus-dem-pit&Itemid=290

Blaue Rezi #17 - TRUST: "...begeistern und faszinieren ...fettes und mitreißendes Brett ...technische Perfektion ... deftige Aufnahme ...ungebremste Power"

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Bela / TRUST #166:

„Auch wenn ich Hardcore ohne Metal bevorzuge, begeistern und faszinieren mich VLADIMIR HARKONNEN gleich von ihrem ersten Song an. Dafür legt der BONEHOUSE-Nachfolger ein viel zu fettes und mitreißendes Brett hin, um ihrer Musik nichts abgewinnen zu können oder sie nur nebenbei bei den Hausaufgaben zu hören und auch live mögen VRHN aus jeder Pore den Schweiß tropfen lassen. VLADIMIR HARKONNEN vereinen das beste aus Thrash/Speedmetal, Hardcore und Hardcorepunk der letzten 20 bis 30 Jahre und das mit einer technischen Perfektion, wie es derzeit wohl kaum einer anderen deutschen Band dieses Genres gelingen mag. Was mit einer deftigen Aufnahme auch noch fett unterlegt wird. Ein bisschen anbiedernd wirken für mich nur manchmal die etwas dick aufgetragenen Metalgitarren und Ooohoohoo-Chöre, die sich aber dennoch durch die ungebremste Power, mit welcher die Kieler loslegen, nicht negativ ins Gewicht fällt. Hervorstechend auch das Coverartwork, das hellblaugesprenkelte Vinyl und auch zum Lesen liegt noch ein 70-seitiges Heft bzw. Tourtagebuch mit allen VLADIMIR-HARKONNEN-Konzerten bei. Herausgebracht wurde ‚Into Dreadnought Fever‘ von mehreren Labels, genannt seien hierbei BREAK THE SILENCE und auch Helge Schreiber vom PLASTIC BOMB hatte mit seinem NETWORK OF FRIENDS-Label und als Freund und Fan der Band seine Finger mit im Spiel."

Blaue Rezi #16 - PLASTIC BOMB: "... sieht schnieke aus... sehr schön aufgemacht... Mucke wird so gut wie jeden ansprechen, der auf Hardcore/Punk und Thrash Metal steht... Sound sehr gut... Großartig!"

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Helge / PLASTIC BOMB #87:

„Nun gibt es das neue Album von VLADIMIR HARKONNEN aus Rendsburg/Kiel auch als Tapeversion. Hatten wir bereits in der letzten Ausgabe als LP-Version besprochen. Sieht im Vergleich zur Original-LP-Vorlage auch echt schnieke aus, soll heißen, es kommt ebenfalls in einem sehr schön aufgemachten Tapecover und Textblatt. Die Mucke wird so gut wie jeden ansprechen, der auf Hardcore/Punk und Thrash Metal steht, bzw. früher gern BONEHOUSE gehört hat. Der Sound ist auf dieser Tape-Veröffentlichung wie auf der CD/Vinyl-Veröffentlichung sehr gut ausgefallen. Großartig!"

Blaue Rezi #15 - FUZE: "Ich kann mich nicht erinnern, wann sich eine Band im Booklet jemals derart reflektiert mit den eigenen Texten auseinandergesetzt hat."

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Georg Büchner / FUZE #46:

"Erster Gedanke: Wie gut ist das denn? Zweiter Gedanke: Diesen Sound hab ich doch vor Jahren schon mal abgefeiert. Damals (vor zehn Jahren) waren es die grandiosen BONEHOUSE mit ihrer wilden Mischung aus Hardcore, Punk und Thrash. Und tatsächlich, Ex-BONEHOUSE-Sänger Philipp Wolter ist auch bei VLADIMIR HARKONNEN wieder mit seinem untrüglichen Gespür für griffige Refrains zu hören. Selten hat Mitgrölen mehr Spaß gemacht. Das dürfte bei VLADIMIR HARKONNEN auch für diejenigen gelten, die sich bisher gestäubt haben, stumpfe Hardcore-Phrasen im Chor zu dreschen, oder die den alten Punkerparolen von damals entwachsen sind. Denn textlich mangelt es VLADIMIR HARKONNEN definitiv nicht an Substanz. Es geht volles Rohr gegen plagiierende Barone, Fracking, Freiraum-Zerstörer oder Sizie-Zero-Wahn. Zudem ist jeder Song mit einem Kommentar versehen und
ich kann mich nicht erinnern, wann sich eine Band im Booklet jemals derart reflektiert mit den eigenen Texten auseinandergesetzt hat. Teilweise finden sich hier Querverweise zu Büchern, Internetseiten oder auch Werken von Musil oder Orwell. Hut ab. Das Ganze wird unterlegt mit 'Thrash Flavoured Hardcore' vom Feinsten. 2014 wurde mit 'Into Dreadnought Fever' um eine wichtige Platte bereichert."

Blaue Rezi #14 - LEGACY: "beste Kost... richtig kleine Hymnen... stimmtechnisch souverän gemeistert... Band gibt einfach alles... Klasse!"

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GEB / LEGACY #90:

"VLADIMIR HARKONNEN sind auch schon mit ihrem Zweitwerk am Start. Die Band, die sich nach einem Schurken aus 'Dune' benannt und Ex-Mitglieder von bekannten Bands wie BONEHOUSE oder RASTA KNAST in ihren Reihen hat, liefert, das sei vorab schon gesagt, wieder mal beste Kost ab. Hardcore Punk mit gelegentlichen (Thrash) Metal-Einflüssen ist angesagt, und in diesem Metier kennen sich VLADIMIR HARKONNEN wirklich aus und haben sogar so etwas wie eine eigene kleine Schublade gefunden. Die Tracks sind manchmal sogar richtig kleine Hymnen, die Sänger Philipp stimmtechnisch souverän meistert. Wer auf Thrash Metal und Hardcore Punk steht, muss hier zugreifen, die Band gibt einfach alles, und Ausfälle sind auch keine zu vermelden. Live macht das Ganze bestimmt noch mehr Spaß als auf Scheibe, die alleine schon die beste Hintergrundmusik für eure nächste Party ist. Alle Metaller, die beim Begriff 'Hardcore' und 'Punk' nicht direkt das Weite suchen, müssen zugreifen, und die Punks sowieso. Klasse!"

13 Punkte

Blaue Rezi #13 - SCHEISZE FANZINE: "brachial, melodiös, Gangshouts, brutaler Gesang... haben sich nicht lumpen lassen.... Titelsong ein ganz schöner Brecher..."

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Hagi / SCHEISZE-FANZINE #5:

"Wie ich erfahren durfte, hat man ganze vier Jahre für diese Platte gebraucht. Studiowechsel und ein Dreher am Personalkarussel inklusive. Auf dem RD-Rock-Festival (R.I.P.) verkündeten sie, dass ihnen geagt wurde, dass ihre Musik im synästhetischen Sinne blau sei. 'Blaue Platte' war der Arbeitstitel und das macht sich auch im Artwork bemerkbar.
Aber erstmal zur Musik: Eine Schublade will ich nicht finden, weil ich auch nicht firm genug in der Musikrichtung bin. Ich beschreibe in kurzen Stichworten, was mir einfällt: brachial, melodiös, Gangshouts, brutaler Gesang. Testlich setzt man sich, trotz Metalkante, nicht mit Kämpfen gegen Drachen auf Bergen auseinander. Es wird mit den Schweinepriestern und Mördern der EU-Festung in 'Frontex Fuckers' abgerechnet. Size Zero-Shit bekommt genau so sein Fett weg und mit 'Dreadnought Fever' ist der Titelsong ein ganz schöner Brecher, der auch die direkte Vorlage für das Coverartwork war.
Lumpen lassen haben sich VRHN auf jeden Fall nicht. Die LP ist aus schickem blauen Vinyl und es liegt neben dem ganzen als CD auch noch ein über 70 Seiten dickes Zine bei mit Berichten zu allen (!!!) VLADIMIR HARKONNEN-Konzerten."     

05.06.2014 - Hamburg, Markthalle: "Wie von einer Tarantel gebissen... zehn Kannen Kaffee intus... energische Euphorie... dauergrinsende Musiker... originell... aggressiv..."

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Holger Andrae über unseren Auftritt am 05.06.2014 in der Hamburger Markthalle:

"Thrash-Abend für Gourmets!

Konzerte unter der Woche sind in Hamburg meist leider meist spärlich besucht. Wenn erschwerend auch noch METALLICA und SLAYER am Tag zuvor zum Tanz aufgespielt haben, parallel die schlurfigen Kollegen von CROWBAR ihre Hüften schwingen und das Rock-Hard-Festival seine Pforten öffnet, haben es Bands nicht leicht, eine große Markthalle zu füllen. Selbst dann nicht, wenn man SACRED REICH heißt und bekanntlich amtlich Arsch treten kann. Da mich die anderen Veranstaltungen wenig bis gar nicht interessieren und ich mir obendrein sowohl DEW-SCENTED wie auch VLADIMIR HARKONNEN, die beide das Vorprogramm bestreiten, ansehen möchte, stehe ich pünktlich zur Kaffee-und-Kuchenzeit in der altehrwürdigen Halle am Hamburger Hauptbahnhof.

Wie erwartet, ist die Zahl der Besucher an zehn Händen abzuzählen. Ein Umstand, der das Kieler Wüsten-Quartett VLADIMIR HARKONNEN allerdings nicht stört. Wie von einer Tarantel gebissen gehen die Herrschaften auf der Bühne ab als wäre die Hütte bis zur Decke voll. Allen voran natürlich Frontmann Phillipp Wolter, dem man seine jahrzehntelange Bühnenerfahrung mit Bands wie BONEHOUSE oder WALLCRAWLER ansieht. Als hätte er zehn Kannen Kaffee intus liefert Mister Wolter eine sportliche Leistung ab, die niemanden kalt lässt. Das ist energische Euphorie, die ansteckt. Immer wieder kommt er runter und brüllt mit den Fans vor der Bühne. Dass die musikalische Darbietung ebenfalls extrem kurzweilig ausfällt, muss ich dabei kaum erwähnen. Man sieht den dauergrinsenden Musikern einfach den Spaß an, den sie beim Spielen haben und die originelle Mischung aus fröhlichen Mitsing-Chören und aggressivem Hardcore-Gebolze macht einfach Laune. Wobei die Texte der Truppe alles andere als fröhlich sind. Allein der Gesichtsausdruck von Philipp beim wütenden, den Stinkefinger zeigenden Bratcore-Kracher 'Frontex Fuckers', in der es um die Abschiebe-Politik geht, zeigt, wie ernst es den Herren ist. Das macht die ganze Angelegenheit nur noch sympathischer. Als Philipp den letzten Song ankündigt sind alle traurig, dass es schon vorbei sein soll, denn die Zeit vergeht bei so einem Auftritt wie im Flug. Wer eine derartig grandiose Livepräsenz hat, muss schnell als fester Support ins Vorprogramm einer größeren Band. ANNIHILATOR wäre optimal. Alle Daumen hoch!

Etwas voller ist die Halle dann schon bei DEW-SCENTED, aber gut gefüllt sieht anders aus. Da können einem die Musiker beinahe etwas leid tun, denn es liegt weder an ihrem Auftreten, noch an der Klasse des Songmaterials, dass hier heute so wenig los ist. Das sympathische Quintett macht aber das Beste aus der Situation und pfeffert eine Riffsalve nach der anderen ins Publikum. Mein Problem mit der Musik von DEW SCENTED ist aber, dass es mir ein bisschen an Abwechslung mangelt. Jeder einzelne Titel allein macht einen Riesenspaß, aber ab und an hätte ich alte Weichbirne gern mal eine minimale Temporeduzierung. Trotzdem zücke ich unwillkürlich die gute alte Luftgitarre und werde vom animalischen Getackere der beiden Klampfenschwinger mitgerissen. Urgestein Leffe Jensen brüllt sich orgastisch durch die Hassbatzen und versucht immer wieder, so etwas wie Stimmung aufkommen zu lassen. Ein schweres Unterfangen, wenn maximal 100 Hände zum Anfeuern vor der Bühne stehen. Ich denke, unter besseren äußeren Umständen wäre die Markthalle gut gefüllt gewesen und bei dieser bockstarken Performance auch mächtig abgegangen. Es hat nicht sollen sein.

Zum krönenden Abschluss kommen die alten Recken von SACRED REICH mit ihrem Surfboard-Thrash auf die Bühne. Eine Band, die live immer begeistern kann. Kein Wunder, wenn man solche Granaten wie 'Crimes Against Humanity', 'Independent' oder eben 'Surf Nicaragua' im Gepäck hat. Noch weniger verwunderlich, wenn man einen Entertainer wie Bassisten Phil Rind als Frontmann in seinen Reihen hat. Der gute Mann hat alle meine Sympathien, wenn er über altersbedingte Probleme beim Headbangen ohne Matte philosophiert.  Der ewig gut gelaunte Wonneproppen zockt dazu mit ansteckender Gelassenheit voluminöse Tieftöne aus seinem Instrument und singt mit gestikulierender Mimik seine meist wohl durchdachten Texte. Dabei wird er in den meisten Fällen von beinahe alle Anwesenden unterstützt. Ich spüre dies beim Versuch, am nächsten Morgen eine Kaffee zu bestellen und lediglich ein "…affe…" heraus bekomme. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Band spielt eine ausgewogene Mischung ihrer Alben, wobei naturgemäß die Nummern des Meilensteines "The American Way" die besten Reaktionen erhalten. Allerdings geht das Publikum auch bei vermeintlichen Songs aus der zweiten Reihe gut mit. So bin ich relativ überrascht, wie euphorisch 'Free' abgefeiert wird (ist ja auch eine total grandiose Nummer - PK). Ohne Frage heißen die Highlights des Sets aber 'Who's To Blame', welches gekonnt in der Mitte des Gigs platziert wird und welches von jedem Anwesenden lauthals mitgesungen wird, 'Surf Nicaragua' (Zugabe) und das grandiose Cover 'War Pigs', welches von 'Sweet Leaf' eingeleitet wird.

Nach diesen drei tollen Bands gehe ich glücklich und zufrieden nach Hause, mit der Gewissheit, hier seit langer Zeit mal wieder ein Konzert erlebt zu haben, welches das alte Glücksgefühl eines Konzertabends bei mir auslösen konnte. Hier waren drei Bands am Start, die trotz des quantitativ geringen Publikumszuspruches alles gegeben haben. Vielen Dank dafür."

http://powermetal.de/content/konzert/show-SACRED_REICH__DEW-SCENTED_und_VLADIMIR_HARKONNEN-Hamburg,8429-1.html

08.03.14 - Kiel, Blitz Records / Dremu: "wie die Röstzwiebeln und Gurken auf dem (vegetarischen) Hot-Dog! Over the top, Aller"

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Aller Egon auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt am 08.03.2014 bei Blitz-Records in Kiel:

"Auch das is schon ne Weile her. Aber merkwürdigerweise hat auch hier noch keiner darüber berichtet. Zum heutigen Record-Store-Day und das Feiern des 25-jährigen Bestehens von Blitz als Anlass hole ich das nach.

Und feier zunächste Musik im Allgemeinen ab und im Speziellen das schwarze Gold namens Vinyl. Was wäre das Leben ohne (gute) Musik? Ich kann mir das nicht im Entferntesten vorstellen, Musik gab es in meinem schon immer und wird es hoffentlich auch immer tun (bidde nicht taub werden!). Durch wie viele Phasen, ob gut oder schlecht, in wie vielen Erinnerungen, an wie vielen Orten ich bestimmte Lieder bzw. Alben nennen und runterleiern könnte, warum gerade dieses so wichtig ist, kann ich echt nicht mehr aufzählen. Und nicht umsonst is Musik immer wieder leidenschaftliches Diskussionsthema. Kurz: Music is the best!

 

Und the best Music-Laden in Town (und nicht nur dort) is: Blitz! Und dort wollte ich nach nervenaufreibendem Helfen bei einer Wohnungsrenovierung hin. Mitm Fahrrad am Hafen längsgetuckert und das wunderschöne Wetter genossen! Jacke ade! Herrlich! Und dann noch n Gratis-Gig im Pladdenladen seines Vertrauens, wat will man mehr. Finde ich ja sowieso voll geil die Idee, im Plattenladen solche Sachen zu veranstalten. Könnte auch echt verstehen, dass man eher Schiss vor Verwüstungen etc. hat und das dann bleiben lässt. :)

Als ich ankam, musste ich draußen zunächst warten, da es drinnen zu voll war. Hat aber ziemlich schnell hingehauen, musste also nicht lange am klugerweise mitgebrachten Bier nuckeln. War echt gerammelt voll! Vom Publikum hätte ich fast aufn Metal-Konzert getippt. Sound war natürlich nicht so geil wie beispielsweise in der Schaubude oder so. Aber das war auf jeden Fall okay und die Hauptsache war, dass ordentlich Geballer aus den Boxen kam. Gefeiert wurde das neue Monster namens „Into Dreadnought Fever“, welches man für krasse 10 Euro (oder waren es 11) ergattern konnte. Finde ich ja immer wieder witzich, wie sich einige Labels für die unverschämten Preissprünge rechtfertigen. Für dat wenige Geld erhielt man bei den Vladis: Pladde mit Klappcover, CD, megakrasses Heft mit Konzertrückblicken von annodazumal und hammer Artwork. Texte mit (wichtigen) Linernotes und einer Danksagung an den alten Recken Nils (musste hier auch ma erwähnt werden). Alles so liebevoll gestaltet, so wie man sich das wünscht! Danke dafür! Vinyl is so geil!

Mucketechnisch braucht man zu Vladimir Harkonnen glaube ich nicht viele Worte verlieren, oder? Finde die neue Pladde sehr sehr gelungen und vor allem das vermehrte Einsetzen der Chöre nebst Philipps Röhren sind wie die Röstzwiebeln und Gurken auf dem (vegetarischen) Hot-Dog! Over the top, aller! Hab einige Dinger auch den ganzen Abend nicht mehr rausgekricht. Ansagen wie immer zum Nachdenken bzw. Handeln! Tagesaktuell (bei einigen Themen leider wohl auch noch in 20 Jahren)! Witzich fande ich, dass beim „A little bit dangerous“-Festival inna Hansa jemand ein T-Shirt von „Obey“ anhatte. Musste da an Philipps Ansage denken, dass besagte Klamottenfirma allen Ernstes das Label gleichen Namens verklagt hatte und dieses sich dann umbenennen musste. WTF! Wie erbärmlich! Liebe Worte fanden auch den Weg an den Betreiber Stefan! Kurzum: richtich gelungen! Mehr davon! Und Palenke danach!

Und über die Wichtigkeit eines Plattenladens vor Ort brauchen wir uns hoffentlich nicht unterhalten. Im Internet kaufen kann jeder! Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Geld ich allein bei Blitz gelassen habe. Selbst als ich noch nicht in Kiel gewohnt habe, war es immer ein schöner Anlass, mit ein paar Freunden zu Blitz zu fahren und sein Taschengeld dort zu verballern! Auch das gehört zu all den schönen Erinnerungen, die ich an bestimmte Alben habe. Und das Vinyl-Sortiment wächst ja wieder stetich. Hoffe, der Hype hält sich (gerade umfassende Vinyl-Specials inna Ox oder in der Visions) und Blitz noch lange durch! Apropos: ich werde dann demnächst mal dorthin und wieder mein Geld da lassen. Nachmachen!

Um es mit den Worten des örtlichen Indianerchefs zu sagen: „Kühe, Schweine, Ahrensdorf (???)“! :)"

http://www.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4559:vladimir-harkonnen-blitz-records-08-03-14&catid=15:berichte-aus-dem-pit&Itemid=290

Blaue Rezi #12 - OX: "Haptisch und optisch auf Anhieb ein Fest der Sinne... versierte Gitarrenarbeit... Schlagzeuger könnte in seiner Freizeit locker VHS-Kurse für Nachwuchsdrummer abhalten."

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Kalle Stille / OX #113:

„Wunderschöne Aufmachung in babyblauem Vinyl, Klappcover, fetter Konzerttagebuchbeilage und einem auf eine ganz merkwürdige Weise faszinierenden Coverartwork. Haptisch und optisch auf Anhieb ein Fest der Sinne. Die einzigen Fehler, die man bei dieser LP machen kann, sind erstens, sie leise auf Nachbarn-nicht-stören-Lautstärke anzuhören, sie zweitens auf einer ranzigen Anlage ohne Bässe laufen zu lassen, und drittens nebenher irgendwelche Hausarbeiten zu erledigen. Das alles gilt natürlich auch für andere gute Platten, aber hier ganz besonders!

Norddeutsches Gebräu aus Hardcore, versierter Gitarrenarbeit mit deutlichen Thrash-Metal-Markierungen, einem Sänger, dessen Reibeisenstimme gut geölt wurde, und einem Schlagzeuger, der in seiner Freizeit locker VHS-Kurse für Nachwuchsdrummer abhalten könnte, die das Spiel mit der Rhythmusmaschine inklusive Doublebass gerne vom Fachmann erlernen wollen.

Coole Hardcore-Scheibe, die für meine Ohren ruhig etwas räudiger und dreckiger sein könnte, aber dafür sind ja dann Konzerte da. Wegen ‚Thrash Metal‘ braucht keiner Angst zu haben, das ist der von der guten Sorte, nicht von der Jungs-ohne-Punk-Background, die ihre fehlenden Eier in der Hose damit kompensieren, dass sie permanent die Pommesgabel auspacken. Klare Hörempfehlung!" (8)

Blaue Rezi #11 - powermetal.de: "neben exquisiter Musik auch textliche Unterhaltung abseits der Standards... zickig, kantig und bösartig... Abrissbirnen... Alle Daumen hoch!"

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Holger Andrae / powermetal.de:

"Familie HARKONNEN verwüstet wieder alles!

Ist das schon wieder so lange her? Im Jahr 2009 habe ich ein paar mehr oder weniger nette Worte über das Debütalbum dieser norddeutschen Truppe verfasst. Nun, etliche Konzerte später liegt mir das zweite Scheibchen der sympathischen Sprotten vor. Mit "Into Dreadnaught Fever" hat man dieses Mal einen Reporter-freundlicheren Titel gewählt. Vielen Dank schon einmal dafür!

Was hat sich sonst verändert? Nicht viel. Das Quintett serviert dem geneigten Hörer noch immer eine ruppige Mischung aus Hardcore und Thrash der jeweils alten Schule. Dabei geht man mit dem zackigen Scheibenöffner 'Reign In Vlad' gleich in die Vollen. Wie man schon hier am Titel unschwer erkennen kann, darf man bei der Familie Harkonnen neben exquisiter Musik auch textliche Unterhaltung abseits der Standards erwarten. Shouter und Szenenikone Philipp schreibt halt großartige Texte, die mal zum Nachdenken anregen, mal aber auch zum Schmunzeln geeignet sind. Südländer werden eventuell sogar ab und an laut lachen können, aber das liegt uns Nordlichtern ja nicht so. Beim Yoga-Thrasher 'Schlank Und Knackig In Zwei Wochen' kann aber sogar ich nicht anders. Bombig.

Immer, wenn die jungen Alten tiefer im Hardcoregestrüpp wildern, wird es zickig, kantig und bösartig. Da muss man sich als Alt-Metaller immer erstmal reinhören. Allerdings ist das Quartett freundlich genug, mit netten Schmuse-Backing-Vocals auch den softestes Thrasher zu versöhnen, so dass man schnell das Haupt zu Abrissbirnen der Sorte ' Perfect Storm', ' Death For Profit' oder ' Frontext Fuckers' auf und ab bewegt. Allerdings freut sich die Nackenmuskulatur über solche Erfrischungskugeln wie 'This Ain't A Lovesong', eine Hommage an eine Kieler Institution, die ein bisschen auf die Tränendrüse drückt. Oder sind das Schweißperlen, die da aus meinen Augenwinkeln tröpfeln. Man weiß es nicht.

Völlig großartig ist natürlich auch das abschließende 'Black Metal Duckface'. Der Titel ist Programm, ein Text, der mir komplett aus dem Herzen spricht, wie so viele andere auf dem Album. Vielleicht ist daher meine Note auch etwas verklärt, aber, wer auch inhaltlich etwas zu bieten hat, wird dafür von mir belohnt. Eine Band mit einer klaren Attitüde, die aber nicht plakativ und aufdringlich transportiert wird. Sehr fein.

Diesen Rundling gibt es auch als hellblaues Vinyl mit Downloadcode und einem tollen "Photobuch". Die Herren von VLADIMIR HARKONNEN, wissen, was die Fans wollen. Alle Daumen hoch!"

http://powermetal.de/review/review-Vladimir_Harkonnen/Into_Dreadnought_Fever,23800,23886.html

Blaue Rezi #10 - METAL.de: "ausgebuffte Arrangements... Ohrwurmmelodien... lupenreiner 10-Punkte-Hattrick... das hier ist des denkenden Menschen Musik"

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Marek Protzak / metal.de

"Seit Wochen habe ich jede Nacht den gleichen Traum: Ich knie vor meinem Plattenspieler und betrachte ehrfürchtig das kunstvoll gestaltete blaue Cover mit der riesigen Kugel aus Kriegsgerät: "Into Dreadnought Fever". Was das wohl bedeuten mag? Mit zittrigen Händen ziehe ich die Platte aus der Hülle, angesichts des jungfräulichen Vinyls scharrt das Adrenalin mit den Hufen, ich platziere das blaue Gold dennoch sicher auf dem Teller, senke endlich die Nadel – und treffe in ein eitriges Geschwür, eine Kreuzung aus Lemmys Warze und vergammelten Calamari. Ich hänge mit dem Tonarm im Gesicht eines fetten, rothaarigen Typen mit Kraterakne vom Feinsten: VLADIMIR HARKONNEN! Er lacht irre und zwinkert mir zu: Löse das Rätsel, mein Freund! Das Rätsel! Sonst schick ich dich in die Hölle! Hölle, Hölle, Hölle!

Schweißnass erwache ich dann jedes Mal, heule fast vor Erleichterung, dass an meinem Arm keine Freundschaftsarmbänder hängen, und gebe mir "Into Dreadnought Fever", digital, über Kopfhörer und wenn es sein muss, mitten in der Nacht. Auf dass ich dessen Songs bald im Schlaf mitsingen kann…

Denn die sind geilster Thrash mit genau dem Hardcore-Beat, der überdimensionalen Punk-Kante, die Musik live gar teuflisch ins Bein gehen lassen und den hartnäckigsten Stehgeiger und notorischsten Mitwipper vor der Bühne aus der Komfortzone reißen. Zwölf mal gibt es hier (g)riffig und mit Refrains aus voller Kehle bewaffnet auf die Zwölf, dass es eine wahre Pracht ist. Doch aus allen Rohren feuern können viele, was die zweite Platte der Kiel-Rendsburger Combo mal wieder heraushebt, sind vor allem die ausgebufften Arrangements und diese Ohrwurmmelodien, mit welchen die Gitarre von Zarc die Hassbrocken veredelt. Vom Opener "Reign In Vlad" (!) über das Titelstück bis zum furiosen "Perfect Storm" gelingt den Jungens auf jeden Fall ein lupenreiner 10-Punkte-Hattrick. Und auch der Rest fällt nicht dramatisch ab, erkennbar auch daran, dass ich die Platte bis jetzt praktisch immer am Stück gehört habe und die persönlichen Highlights in einer Tour wechseln.

Für ein Konzert der Truppe habe ich allerdings die schlimmsten Befürchtungen. Ich kenne mich doch: Mit genügend atü auf dem Kessel werden meine Grobmotorik und ich wohl kolossal überfordert sein: Bei "The Perfect Storm" das Riff in die Luft bangen, den Refrain Mitgrölen oder diese Killermelodie der Leadgitarre lautsprachlich mit"singen"? Zwei Sachen gleichzeitig gehen ja noch, drei sind zu viel. Aber wohin mit der Energie? Per Übersprungshandlung dem Nebenmann das Bier zwischen die Augen servieren! Andererseits: Besser Bier zwischen die Augen als Knie zwischen die Beine. Und schließlich ist das hier ja good friendly violent fun. Die Kung-Fu-Prolo-Fraktion darf wo anders das Unterhemd feiern.

Denn das hier ist des denkenden Menschen Musik: Lyrisch werden weder irgendwelche Zombies nuklear gegrillt noch in des Königs Tafelrunde edler Einhornschinken verkostet (was beides unbestreitbar auch seinen Reiz haben kann), nö, hier wird das richtige Leben verhandelt: Umweltzerstörung, Schlankheits- und Rüstungswahn, NSBM, FRONTEX und was sonst noch so alles Gift und Galle zum Vorschein zu locken vermag. Frontröhre Philipp kommentiert seine voluminös herausgeröhrten Texte zudem im ausführlichen Booklet.

Stichwort Texte: Irgendeine versteckte Botschaft muss der Spacko aus meinem Traum doch… Moment! Einmal die Buchstaben des Titels kräftig durchschütteln – und: "Tonight UFO never dared" Macht null Sinn. Nochmal… Aha: "Tofu-Verein hat Drogen :D" Das ist es! Vladimir, ich komme! Im Reformhaus gibt's Spice…"

http://www.metal.de/hardcore-grindcore/review/vladimir-harkonnen/57245-into-dreadnought-fever/

Blaue Rezi #9 - ROCK HARD zum Vinyl: "...übertreffen sich selbst... todschickes Hellblau... cooles Gatefold... unterhaltsames Tourtagebuch... superb!"

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Jan Jaedike / ROCK HARD #323:

"Die norddeutschen Rotzcoreler übertreffen sich selbst: Das Vinyl strahlt passend strahlt passend zum Artwork in todschickem Hellblau, das coole Gatefold enthält alle Texte, 'ne CD-Version liegt bei, und dann plumpst einem beim Auspacken auch noch ein unterhaltsames 70-seitiges (!) Tourtagebuch entgegen. Superb!"

Blaue Rezi #8 - BIERSCHINKEN: "Lärm ohne Verschnaufpause... Gesang von Ex-Bonehouse Philipp wieder wie der Hirsch im Wald... Texte vielseitg, stichhaltig und bemerkenswert durchdacht und recherchiert."

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Chris Crusoe / www.bierschinken.net:


"Nach dem Debut "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" liegt nun das zweite Album "Into Dreadnought Fever" der Kieler Vladimir Harkonnen vor. Tun wir mal kurz so, als kennen wir das erste Album nicht. Hey, das ist ja Metal! Nee, warte, doch Hardcore. Aber die sind so Punk irgendwie. Also nichts für Schubladendenker. Also weg mit den Kategorien und her mit der Musik. Zwölf Stücke, Achtunddreißig Minuten, Vinyl, CD, Tape. Soweit die Eckdaten. Wieder gibt es Lärm ohne Verschnaufpause. Die Gitarren irgendwo zwischen Thrash-Riffs und Hardcore-Schrammlern, der Gesang von Ex-Bonehouse Philipp wieder wie der Hirsch im Wald, schöne Chöre im Hintergrund die die nötigen Melodieelemente mitbringen und die ganze Zeit ein durchgetretenes Gaspedal.

Auffällig ist wieder zusätzlich zur musikalischen Qualität die hohe Wertigkeit von Philipps Texten. Da wird nicht wie so oft von Saufen und Szene geprollt sondern es gibt ehrliche Emotionen. Vornehmlich sind das Wut und Ärger. Jeder Text hat da seine eigene Zielgruppe: Zum Beispiel die Umweltzerfickung, die wir kollektiv betreiben (Blue Hell: The plastic pollution must end!). Oder pseudoprovokante Musikaffen (Black Metal Duckface). Erstaunlicherweise habe ich beim Hören als erstes an eine GANZ andere Bands gedacht. Man sieht aber - der Text funktioniert. Oder die europäische Flüchtlingspolitik (Frontex Fuckers). Und so weiter und so weiter. Vielseitg, stichhaltig und bemerkenswert durchdacht und recherchiert. Wem es dann doch mal zu phrasenhaft wird, dem wird im Booklet zu vielen Titeln eine ausführliche Erläuterung geboten. Liner Notes sagt man dazu, oder?

Das gelobte Vollgas, das auf ganzer Albumlänge gehalten wird, ist dabei leider auch der kleine Schwachpunkt. Die Songs haben relativ wenig markante Ecken und ähneln sich dadurch einigermaßen, auch im Aufbau. Bei Motörhead ist das natürlich was Gutes. Bei Vlad aber letztendlich auch. Das Gesamtbild ist saftig und die Produktion (aus dem Demolition Room von Ulf Nagel und Björn Greif Hellhammer) ohnehin makellos. Der Rest ist eh Geschmacksache. Mir gefällts!"

http://www.bierschinken.net/platten/review.php?id=1524&title=vladimir_harkonnen_-_into_dreadnought_fever

Blaue Rezi #7 - UNDERDOG: "Liebe, unfassbare Wut und Frustration... ausgeprägter Beiß-Reflex... kein Leinenzwang... direkter Konfrontationskurs... hart, straight, wild und temperamentvoll..."

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http://www.underdogfanzine.de:

"Zwischen Liebe, unfassbarer Wut und Frustration kotzt sich Philipp über irrationale Konzepte, Industrialisierung zu Lasten der Umwelt, Nationalismus, Wirtschaftskraken aus und zeigt einen ausgeprägten Beiß-Reflex, der keinen Hauch an Zweifel aufkommen lässt, dass Punk, Metal und Antifaschismus keinen Leinenzwang benötigt. VLADIMIR HARKONNEN schaffen einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, suchen den direkten Konfrontrationskurs und evaluieren autoritäre Strukturen, die dringend reguliert werden müssen. “Into dreadnought fever” ist hart, straight, wild und temperamentvoll. Mit wenigen Worten: überzeugend. Stimmt die Attitüde, kommt der Rest (fast) von allein. Und das ist potentiell die beste Voraussetzung, der Kreativität freien Lauf zu lassen und gute Ergebnisse zu erzielen, damit Punk/HC prächtig gedeiht."

http://www.underdogfanzine.de/vladimir-harkonnen-into-dreadnought-fever/

Blaue Rezi #6 - POWERMETAL.de: "Hinterntreter... geile Highspeed-Melodic-Hardcore-Hymnen... Hammer-Mucke... eine Menge zu sagen..."

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Martin Rudolph / Powermetal.de:

"Thrash'n'Hardcore vom Allerfeinsten!

Ja! Da ist sie wieder; die Kieler Thrash'n'Hardcore-Sturmtruppe VLADIMIR HARKONNEN! Lange genug hat es gedauert bis die Hinterntreter um Frontröhre Philipp Wolter nun endlich den Nachfolger für ihr Mörder-Debut "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" (auch kurz "das rote Album" genannt) vorlegen. Aber wie war noch gleich ihr Kommentar dazu? "Hey, wir sind 'ne Punkband und nicht auf der Flucht!" Punkband war vielleicht mal, als man in Vorgänger-Kapellen wie A.L.D.I. gelärmt hat. Die Vladis sind Metal! Thrash Flavoured Hardcore eben, um genau zu sein. Und der wird uns auf dem neuen Rundling zwölfmal gnadenlos fett und hart produziert auf die Zwölf gegeben.

Auf "Into Dreadnought Fever" machen die nun zum Vierer geschrumpften Förde-Städter dort weiter, wo sie mit dem Debut aufgehört haben. Schon das Auftakt-Doppel 'Reign In Vlad' und 'Dreadnought Fever' sind dermaßen geile Highspeed-Melodic-Hardcore-Hymnen, dass man kaum glauben kann, dass die Jungs mit meinem persönlichen Album-Highlight und Mitgröl-Favoriten 'Perfect Storm' hier noch einen draufsetzen können. Tun sie aber.

Wer jetzt denkt, der Vierer wäre lediglich ein Muss für die ganz harte Party-Fraktion, springt bei VLADIMIR HARKONNEN ein ganzes Stück zu kurz. Denn neben der Hammer-Mucke haben die vier, oder besser gesagt Texter Philipp, eine ganze Menge zu sagen. Auf 'Frontex Fuckers' kriegt die europäische Frontex-Agentur Highspeed den Mittelfinger dafür gezeigt, dass sie für unzählig viele tote Flüchtlinge vor allem im Mittelmeer verantwortlich ist, weil man deren Boote see-untüchtig einfach wieder zurückschickt. 'Blue Hell' erinnert uns schmerzlich daran, dass unsere Weltmeere auf dem besten Wege sind an unserem dort verklappten Plastikmüll zu ersticken. Und auf dem hammerharten Punk'n'Core-Rausschmeißer 'Black Metal Duck Face' lässt Philipp einfach mal seiner Aversion gegen NSBM-Bands und ähnlichem Gesocks freien Lauf.

Übrigens, die Scheibe gibt es nicht nur zusätzlich in fett-blauem Vinyl für Sammler, sondern - Hallo! - auch als Kassette. Wenn das nicht echt Hardcore ist. There's no –ism but Vladi-ism. Und von mir gibt es 9 von 10 Zählern, weil für Attacke Nummer drei ja noch Luft nach oben sein muss.

Anspieltipps: Reign In Vlad, Perfect Storm, Black Metal Duckface, This Ain't A Lovesong"

(9 von 10 Punkte)

http://powermetal.de/review/review-Vladimir_Harkonnen/Into_Dreadnought_Fever,23800.html

Blaue Rezi #5 - ROCK HARD: "Monatssieger... Besser als der Vorgänger... fängt Live-Durchschlagskraft ein... tight nach vorne ballernd... cooler Grad aus Power und Melodie."

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Jan Jaedike / ROCK HARD #322:

"Monatssieger sind allerdings VLADIMIR HARKONNEN, wohinter nach wie vor kein die nordische Einsamkeit besingender finnischer Singer/Songwriter steckt, sondern 'ne norddeutsche Rotzcore-Combo. Besser als auf dem Vorgänger fängt "Into Dreadnought Fever" (Mass Production, 38:23) die Live-Durchschlagskraft der Gruppe ein. Die tight nach vorn ballernde Mixtur aus metallischem und 'ner dicken, aber komplett schlaghosenfreien Rock-Schwarte balanciert auf einem coolen Grat aus Power und Melodie. Ach ja, der Bandname ist einem Charakter aus Frank Herberts "Dune" entnommen." (8)

 

Blaue Rezi #4 - Zitronenhund: "schier unglaublich geil produzierte Brutalität... spontane Glückshormonausschüttung im Überfluss... großartige Texte..."

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Commaaaander / http://zitronenhund.blogspot.de:

"Lange, viel zu lange, mussten wir auf den Nachfolger des VHRN-Debüts warten. Doch das Warten soll sich gelohnt haben. VHRN machen freundlicherweise genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Und das ist gut so! Es bleibt also beim sogenannten „thrash-flavoured hardcore“ mit Phillipps brutaler Reibeisenstimme, genialem, melodischem Gitarrengezumpel und herrlichen Singalong-Parts, welche prima zum Mitgröhlen einladen. Alles wird einem mit einer schier unglaublich geil produzierten Brutalität vor die Wampe geballert, dass es zu spontaner Glückshormonausschüttung im Überfluss kommt. Als ob das nicht schon genug wäre, überzeugen die Säcke auch noch mit großartigen Texten und einer als kongenial zu bezeichnenden Vinylveröffentlichung. Geiles Klappcover mit super Artwork von Fritte, noch geileres, hellblaues Vinyl, alle Texte und, damit es auf dem Klo nicht langweilig wird, ein 70(!)-seitiges Booklet mit etlichen Konzert-und Tourtagebüchern der letzten 7 Jahre. Jetzt schon DER heiße Anwärter auf den, vom Commaaaander persönlich vergebenen und heiß begehrten Titel: Release des Jahres! Und das schreibe ich nicht nur, weil ihr den Zitronenhund in der Special Thanx Liste erwähnt, ihr Schleimer! Fazit: Wer sich dieses Album nicht zulegt fährt auch zum Alpen-Flair Open Air und hat feuchte Träume von Heino. Kaufen!"

31.01.2014 - Kiel, Schaubude / dremu: "ein rauschendes Fest... zum Bersten voll... Mordsenergie...granatenmässiges Releasegekloppe..."

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Pan, Herb und Dirk auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt am 31.01.2014 in Kiel:

"Herb: Eigentlich wollte ich cool bleiben, Freitag nachmittag packt mich dann aber doch die Panik, also flugs noch dank Hilfe eines Kumpels ein Ticket für die Releaseshow von VLADIMIR HARKONNEN ausgedruckt. Eine gute Entscheidung,denn gerade 14 Restkarten gibt es noch an der Abendkasse. Als ich um viertel vor neun eintreffe, sind die dann auch folgerichtig weg und die Bude ist ausverkauft. Das Publikum heute bunt gemischt, Metaller_innen, Punks und dazu noch massig bekannte und unbekannte Gesichter. Zehn von zehn Punkten für den Metaller mit dem Exodus-Backpatch, nur warum muss er dazu eine wirklich potthäßliche Strickmütze des miesen FC St.Pauli tragen? Beschäftigt mich den ganzen Abend, die Frage...

Einziger richtiger Wermutstropfen ist an diesem Abend aber: die neue Scheibe „Into Dreadnought Fever“ ist zwar als schnöde CD und schickes Tape (trudelt im Laufe des Abends ein) vorhanden, das Vinyl ist aber leider nicht rechtzeitig fertig geworden. Dafür gibts dann massig Vinyl von Break The Silence und Obey! Records.

Pan: DIE BLAUE GALA. Schon wieder so ein Konzert, bei dem ich Wochen vor dem eigentlichen Ereignis anfange, mich darauf zu freuen. Zur Einstimmung darauf stellen VLADIMIR HARKONNEN „Into Dreadnought Fever“ dankenswerterweise auch rechtzeitig auf Bandcamp online. Es besteht also die Chance, sich schon vorm Releasekonzert den langerwarteten zweiten Longplayer komplett und mit Texten anzuhören – wobei ja mindestens „Frontex Fuckers“ ohnehin seit geraumer Zeit zum Liveset gehört und in der Hinsicht keine wirkliche Überraschung mehr darstellten dürfte. Zur Abrundung des Abends spielen neben VLADIMIR HARKONNEN außerdem noch POWER und KILLBITE aus Bremen.

Dirk: Die wochenlange Spannung gepaart mit Vorankündigungen der Hardcoretruppe Vladimir Harkonnen hatte mich heiss gemacht. Die Herren sind ja nunmal totale Vollprofis und Sänger Phil ein Garant für ein Lineup, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Die Schaubude war ausverkauft und platze schon aus allen Nähten. Ich glaube, das war mein knappster Karteneinkauf aller Zeiten. Tics gekauft und schwupps... nichts geht mehr.

Pan: Da das Schaubuden-Programm bekannterweise rechtzeitig startet, legen wir dort kurz vor 21.00 Uhr eine Punktlandung hin. Denn es soll voll werden. Letzter Stand um 19.30 Uhr desselben Abends: Noch 30 Karten im Vorverkauf! Wir sind natürlich vorbereitet und haben uns schon vorher mit Tickets versorgt, denn an diesem Abend vor ausverkaufter Tür stehen? Undenkbar!

Herb: Um kurz nach neun legen dann KILLBITE dann los. Vor der Bühne ist noch einiges an Platz,dann ändert sich aber im laufe des Gigs. Die Bremer geben auch von Anfang an Gas, eine coole Mischung aus ordentlich Crust, einer guten Dosis Metal (Zitat des kameralosen Jan ML: „Die haben aber viel ENTOMBED gehört“) und natürlich amtlich Punk wird den Hörer_innen serviert. Riffs der Marke „Simpel, aber effektiv“, immer wieder kurze Gitarrensoli, Neu-Drummer Ballo treibt die Songs unwiderstehlich an und dazu Texte über den miesen Zustand der Welt ('Dystopia') und die nervige Lohnarbeit ('Permanent Pressure'). Kommt vor der Bühne neben dem typischen Krusten-Kopfnicken fliegen die ersten Haare und lautstark Beifall bekundet. Die Band freut sich sichtlich und liefert einen starken Auftritt ab. Folgerichtig sind die wenigen Exemplare ihrer 10“ „Brilliant Hell“ dann später auch restlos ausverkauft.

Pan: KILLBITE eröffnen den Abend. Die Bremer machen seit Ende 2012 Metal-Crust, den sie den Besucher_Innen der Schaubude mit ordentlich Druck um die Ohren pusten. Das Set wird zügig durchgekloppt und in der ersten Reihe wirbeln bereits früh die ersten langen Mähnen herum. „Kiel ist echt super“, ist ungefähr die einzige Ansage, an die ich mich erinnern kann. KILLBITE auch, finde ich. Wobei für mein Empfinden ein bisschen an den groovigen Parts gespart werden könnte, um das Ganze noch ein Stück zackiger zu machen. Aber , wie immer und alles: Geschmackssache.

Dirk: KILLBITE aus Bremen machten den Anfang. Und diese Truppe hämmerte headlinermässig sowas von ab... also das hätten die jetzt auch noch 2 Stunden so machen können. Allerdings gibts dann Probleme mit der Pumpe. KILLBITE besitzen zwar richtig gutes Groovepotential, werfen aber in richtiger Hardcoremanier ihre Krachersongs ins Publikum. Und die Menge dankt es ihnen. Darum dürfen Sie dann auch nach ner 3/4-Stunde den Pausenraum entern und das Backstagebier schlürfen. Das war ne richtig geile Nummer. KILLBITE sind bei mir vorgemerkt.

Herb: So, mittlerweile ist die Bude voll, das freut POWER, die laut Bandgeschäftsführer JoyBoy noch nie vor so vielen Leuten gespielt haben. Und die Band hat nicht nur Bocky (am Bass), sondern auch Bock. Die Mischung aus Hardcore, Punk und Metal knallt auch heute wieder gut rein , Macko beweist, dass er ein richtig guter HC-Shouter ist und der Rest der Band ist musikalisch eh verdammt gut aufeinander eingespielt. Dazu kommt noch eine gute Prise Humor, so bezeichnet JoyBoy „Into Dreadnought Fever“ als schleswig-holsteinische Antwort auf „Chinese Democracy“ und Olli beschwert sich, dass er auf der Bühne nur das Keyboard hört. Highlights des Sets sind für mich 'Bible Grind', 'Drowning In The Mud' und 'Regener In Blood'. Richtig gute Show, im Pit geht es dann auch ab.

Pan: Von POWER schneide ich dann irgendwie gar nicht so viel mit, da immer mehr bekannte Gesichter die Schaubude entern und ich ständig mit irgendwelchen Leuten quatschen muss. Das, was ich mitbekomme, ist wie immer extrem gut und vor der Bühne sind die langhaarigen Kutten den jugendlich-aufgedrehten Jeanswesten gewichen. Der hervorragend Schlagzeug spielende Kelling wird im Nachhinein noch explizit erwähnt und ich habe den Anflug eines schlechten Gewissens, dass ich POWER gar nicht ausreichend gewürdigt habe. Beim nächsten Mal dann wieder.

Dirk: POWER lieferten auch sonne Mischung aus Punk und Hardcore. Mit wesentlich mehr Abrissbirne als KILLBITE. POWER genießen den Heimvorteil. Hier darf man sich ruhig verausgaben und nass spielen. Nach Hause isses ja nicht weit. Ich kannte POWER bisher nur vom Hörensagen und Online-Präsenz. Aber alter Falter...die gehen echt richtig gut ab. Vor der Bühne wird es tanzbar. BZW rempelbar. Was angesichts einer ausverkauften Bude auch ganz normal ist. Nichts für Pogoverweigerer. Der Mob reisst dich automatisch mit und ich als Pogoverweigerungssachverständiger lass es geschehen. Echt geile Nummer von POWER. Check!

Herb: Es ist also alles angerichtet für die Vladis und die nehmen die Vorlage dankend auf. Ein neuer Track und das darauffolgende 'Roadkill BBQ' sorgen gleich mal dafür, dass der Mob vor der Bühne auf Betriebstemperatur gebracht wird. Mit ihrer Mischung aus Hardcore, Thrash Metal und Punk, treffen VLADIMIR HARKONNEN auch den Nerv des Publikums, das Songs wie Irukandji' (von Linguistikexperte JoyBoy gleich beim ersten Versuch korrekt ausgesprochen), 'This Ain't A Lovesong', das richtig geile Brett 'Frontex Fuckers' oder 'Not Even Close' mit einem geilen Moshpit würdigt. Auch Philipp ist heute gut drauf, widmet sich in seinen Ansagen nicht nur dem Erhalt von Freiräumen wie der Roten Flora und der Meierei oder den menschenverachtenden Praktiken der EU-Grenzschutzagentur Frontex, sondern berichtet auch von einem youtube-Video, indem erklärt wird, wie mensch eine Banane isst, was dann seine Hoffnung auf Veränderungen doch erschüttert hat. Trotz dessen wird das Konzert ein rauschendes Fest, dass seinen vorläufigen Höhepunkt in Party Of The Damned' findet. Aber danach ist noch nicht Schluss, es werden noch zwei Coverversionen angekündigt, als erstes 'The Power Of Lard' von äh LARD. Die Band hat auch fleißig geprobt, also alle außer Philipp, der nur mäßig textsicher ist. Da aber Gitarrist Zarc Harkonnen den Song schon gefühlte 6666-mal gehört hat und den Text auswendig kann, fällt das nicht ins Gewicht und für den Refrain gibt es ja noch die Meute vor der Bühne, die dann beim nächsten Cover, 'Bonded By Blood' von EXODUS nochmals richtig ausrastet (good friendly violent fun!) und so zusammen mit den Vladis für einen großartigen Abschluss eines großartigen Konzerts sorgt.

Pan: Bei VLADIMIR HARKONNEN bin ich dann wieder voll anwesend. Die habe ich aber auch eeeeewig nicht live gesehen und freu‘ mich deshalb um so mehr auf den Auftritt. Die Schaubude ist mittlerweile zum Bersten voll, als ob sich während der letzten halben Stunde noch mehr Leute als vorher schon hineingequetscht hätten. Oder tauchen sie schlagartig alle aus den Untiefen des Raucherraums auf? Unklar. Die HARKONNENS starten mit „Reign in Vlad“, das nicht nur durch Titelwahl, sondern auch musikalisch zu überzeugen weiß. Ein Glück! Im Anschluss wird eine bunte Mischung aus einigen alten und zahlreichen neuen Liedern geboten. Philipp legt eine Mordsenergie an den Tag und hüpft durchgehend auf der Bühne auf und ab. Ich bin außerdem ziemlich begeistert davon, dass er live nicht nur fies brüllen, sondern noch fieser kreischen kann. Textlich ist „Into Dreadnought Fever“ übrigens deutlich kritischer als sein Vorgänger, so richten sich die Texte u. a. gegen Umweltverschmutzung, die Schließung von Freiräumen und die Grenzbewachung des Schengenraumes. Der Blick auf den rechten Teil der Bühne und damit auf Andi und Eric bleibt mir leider praktisch während des ganzen Sets versperrt, deshalb kann ich ansonsten nur noch den links stehenden Zarc bestaunen, der sich als mittlerweile einziger Gitarrist von VLADIMIR HARKONNEN durchs Set schwitzt. Am Ende intoniert er sogar noch recht beeindruckend das LARD-Cover „The Power of Vlad“ (statt „The Power of Lard“.) Den Abschluss des Abends bildet dann das EXODUS-Cover „Bonded by Vlad“ – statt „Bonded by Blood“. Alles in allem eine ziemlich runde Sache, der Auftritt. Die neue VLADMIR HARKONNEN-Platte weiß auf jeden Fall live zu überzeugen und ich bin fast ein bisschen traurig, dass ich es nicht auch noch zur BLAUEREN GALA nach Rendsburg am nächsten Tag schaffe. War bestimmt auch super ;)

Dirk: Vladimir Harkonnen haben einen echt markanten Sänger. Diese Stimme hörste wohl unter 1000 heraus. Sozialkritik steht hier ebenso hoch im Kurs wie granatenmässiges Releasegekloppe. Aber das Banner des Hardcore heute steht doch vor der Politik. Aber... ich komme aufgrund einiger Inhalte nicht drumherum, das Thema Politik aussenvor zu lassen. Bei dem Song 'Frontex Fuckers' geht es um die Grenzpolizei Europas, die auf unmenschliche und unmoralische Art Menschen des Kontingents verweisen und klatschend dabei zusehen, wenn eben diese absaufen. Darum ist es mir auch wichtig, die Band für dieses etwaige Engagement zu loben. Denn zu oft gehen mir Parolen gegen Berlin auf den Sack, wenn es in Verbindung mit Punk geschieht, aber in den meisten Fällen eher haltlos ausfällt. Vladimir Harkonnen haben eine Message. Und die ist voller Brisanz. Nun aber wieder zurück zu der Musik. Das war n amtliches Brett. Selbt hinten in der Räucherkammer bei der Pausenkippe hört man den mächtigen Sound dieser Truppe. Leider gabs noch keine Vinyl. Aber der Merch war trotzdem gut besucht. Lag ja auch an den beiden Vorgängercombos. Vladimir Harkonnen waren zwar der Hauptact, dennoch von der Spielfreude und Brachialität in keinster Weise besser oder schlechter. Alles Andere liegt im Auge des Betrachters. Hier waren 3 gute Bands zu Gange die sich in Punkto 'Können' alle geghenseitig die Butter vom Brot klauen duften. Vielen lieben Dank. Auch an Dicki und seine Schaubude.

Herb: Fazit: Geile Releaseparty, super Stimmung, glasklarer Sound, ein denkwürdiger Abend, gerne nochmal! Auf das nächste Album von VLADIMIR HARKONNEN müssen wir ja hoffentlich nicht wieder vier Jahre warten...."

http://10jahre.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4485:vladimir-harkonnen-power-killbite-31-01-2014-kiel-schaubude&catid=15&Itemid=290

31.01.2014 - Kiel, Schaubude / Kieler Nachrichten: "fulminant... Dschungelcamp-Befreiungsarmee... Schaubude tanzte Pogo und schwitzte Bier und Adrenalin."

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Kai-Peter Boysen in den KIELER NACHRICHTEN #28 vom 03.01.2014 über unseren Auftritt am 31.01.2014 in der Kieler Schaubude (BLAUE GALA):

"IM HARDCORE-FIEBER

Vladimir Harkonnen mit Power und neuer CD in der Schaubude

Kiel. Gesundheit! Beim ausverkauften CD-Release-Konzert von Vladimir Harkonnen fiel die Schaubude Into Dreadnought Fever, tanzte Pogo und schwitzte Bier und Adrenalin, bis das Hardcore-Fieber widerstrebend aus den Knochen wich. Schon das Aufwärmprogramm ist mit größeren Kalibern bestückt: Nach Killbite aus Bremen sorgt die
fünfköpfige Kieler Band Power für weiteren Temperaturanstieg in der Bude. Im Vergleich zu vergangenen Gigs noch kompakter im Bandsound, genießen sie The Lovely Side Of Losing und Sänger Macko läuft zu Hochform auf, während Powerchords eine neue Bedeutung erlangen.

Der Boden und die Stirnen sind also angefeuchtet, als Vladimir Harkonnen mit Reign In Vlad fulminant loslegen. Mit Roadkill BBQ folgt ein Brett des Vorgängeralbums, bevor mit Death For Profit wieder zum hier präsentierten neuen Album Into Dreadnought Fever gegriffen wird. Thrash- und Hardcore-Riffs, Singalongs und ein dreckiger Livesound bringen die Pogo-Gemeinde sukzessive in Wallung. Auch Frontmann und Kieler Hardcore-Ikone Phillip Wolter röhrt sich allmählich in die Nacht hinein. Frontex Fuckers ist eine klare Ansage gegen den Umgang mit Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Klingt nach Stormtroopers Of Death und ist doch eher die Dschungelcamp-Befreiungsarmee, denn Wolter ist ein wacher Kopf, der dem gesunden Menschenverstand revolutionären Geist einhaucht.

„Bis heute morgen hab’ ich noch geglaubt, dass die Welt zu retten is“, kielert er ins Mikro, „ doch dann hab ich ein youtube-Tutorial gesehen, in dem ein Mensch den anderen erklärt, wie man eine Banane isst.“ Da hilft nur noch schreien: Gegen die Einstampfung von „Freiräumen“ rammt die Band This Ain’t A Love Song in die Bühnenbretter, Blue Hell thematisiert den Plastikmüll in den Ozeanen. Gitarrist Marc „Zarc“ leistet Schwerstarbeit: Schnelle Riffs, Soli, Gesang, da gibt es Momente, in denen man der Band einen zweiten Gitarristen gönnen würde, doch Bassist Andi und Drummer Eric tun Ihr Übriges, den Spannungsbogen nicht abreißen zu lassen, bis die Hardcore-Familienparty mit dem Exodus-Klassiker Bonded By Blood ein rühmliches Ende findet."

Kieler Nachrichten - Szenen http://epaper.kieler-nachrichten.de/

Blaue Rezi #3 - In Your Face.de: "ein Kracher... unbändige Power... vor Adrenalin brodelnd… Pladde des Nordens... 10 von 10 Lumpis"

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Habi / http://www.in-your-face.de:

"'Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading' hieß das Debüt der Kieler Hardcore-Krieger VLADIMIR HARKONNEN und strotzte nur so vor Energie und unzähligen Hits. Ein echtes Northlight! Seitdem sind fast genau vier Jahre ins Land gegangen. Nun liegt endlich der Nachfolger auf dem Tisch - "Into Dreadnought Fever" schimpft er sich - und schließt nahtlos an das Debüt an. Selten kann ich eine Phrase mit so viel Überzeugung raushauen ... aber sie trifft halt hundertprozentig zu.

Globalisierung heißt auf den Rechten der Kleinen herumzutreten. Damit ist jetzt Schluss! "Reign in Vlad"! Wütend und beherzt rotzen VLADIMIR HARKONNEN ihre Meinung hinaus in die Welt. Schneller, aber melodischer Hardcore mit Rock-Kante und den typischen VLAD-Chören, die Philipps unnachahmliche Röhre unterstützen, schleudert einen mit Nachdruck gegen die Wand, denn bereits der erste Song ist ein Kracher geworden. Auch wenn die VLADS nur noch zu viert sind, sie schaffen es immer noch, ihre unbändige Power frei zu setzen. Und mit Hits wie "Perfect Storm" Ausdruck zu verleihen. Der Chorus mit den integrierten Chören ist einfach grandios ... live mit Sicherheit ein Killer! Wie "Roadkill BBQ" und "Dial Teddybear 666" vom Erstling. Mit "This Ain't A Lovesong" in den Ohren und im Herzen möchte man den Beamten einfach mal den Kopf zurecht rücken, wenn sie wieder mal ein selbstverwaltetes Projekt kaputt gemacht haben. Deshalb reißen einen die VLADIS auch so mit, sie haben etwas auszudrücken und treffen dabei genau den richtigen Ton - ernst, aber nicht belehrend. Nächstes Highlight ist die vor Adrenalin brodelnde Ode an die todbringende Qualle "Irukandji". So klein und so gefährlich. Ähnlich wie der ganze Plastikmüll, der sich in unseren Ozeanen tummelt und unerlaubter Weise zusammenrottet. Thrash flavoured Hardcore bietet "Tangle Foot". So knallig der Song ist, so augenzwinkernd klebrig ist der Inhalt. Mehr Rock, aber auch mehr Thrash Metal, mehr Chöre und mehr Melodien, die mindestens genauso viel Leidenschaft bieten wie die neuen Songs und sind so eindeutig VLADIMIR HARKONNEN, wie es nur geht. In ihrer ureigenen Art watscht das Quartett noch die Ausbeutung von Arbeitskräften in der globalen Produktionsmaschinerie, geschützt von privaten, unkontrollierten Sicherheitsdiensten ab, sowie den wie ein Krebsgeschwür wuchernden Überwachungsstaat, Diätwahn und Machogehabe in der Szene, inhaltsleer und aufgesetzt. Alles Themen, die einem die Sicherungen durchbrennen lassen ... da passen einfach keine Akustikgitarren oder Klaviertöne, Clean-Vocals schon gar nicht (obwohl ... nee, lieber nicht!) Trotz aller Wut sind die Songs nicht einfach nur "Knüppel auf den Sack", sondern entfalten dank songwriterischer Abwechslung und instrumentalistischem Können ein Maximun an Ausdrucksraft und Dynamik. Jeder Songs ist ein Treffer - ein Hit!

Die zwölf neuen Songs aus Kiel lassen einem das Blut schneller durch die Adern fließen. Ich kann es kaum erwarten, sie live um die Ohren geblasen zu bekommen, auch wenn "Frontex Fuckers" ja fast schon als Oldie zu bezeichnen ist. Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt, "Into Dreadnought Fever" ist ein Kracher geworden, der dem Debüt in nichts nachsteht. In Sachen Artwork spielen die Kieler Sprotten ebenso wie im Handball wieder in der Champions League. Wirklich ganz großes Kino, die Illustration. Da "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" in der Nachbetrachtung die volle Punktzahl verdient hätte, küre ich elf Monate vor Jahresende "Into Dreadnought Fever" zur "Pladde des Nordens". Kiel - 10 points!"

10 von 10 Lumpis

http://www.in-your-face.de/release/vladimir-harkonnen-into-dreadnought-fever

Blaue Rezi #2 - Kieler Nachrichten: "Höllenflug aus den Boxen... Urgewalt eines Mahlstroms... Hardcore-Herzschlag, Punk-Passion..."

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Frank Peter
Carsten Purfürst / KIELER NACHRICHTEN #26 vom 31.01.2014:

"Ein Mahlstrom aus Musik

Die Kieler Combo Vladimir Harkonnen präsentiert live ihr zweites Album „Into Dreadnought Fever“

Kiel. Hardcore-Herzschlag, Punk-Passion, Do-it-yourself-Philosophie: Wenn Philipp Wolter (Gesang), Eric Zölck (Schlagzeug), Zarc Zölck (Gitarre) und Andi Uranus (Bass) von den Aufnahmen der neuen Vladimir- Harkonnen-CD erzählen, sind Liebe und Leidenschaft im Spiel. Zwölf Songs, 38 Minuten, „Into Dreadnought Fever“ getauft – das ist er, der zweite Longplayer.

Thrash Flavoured Hardcore ist ein Höllenflug aus den Boxen in Wolters Wohnzimmer, wo sich die Band zum Prelistening eingefunden hat und fast andächtig ihrem neuen Album lauscht. „Jetzt kommt der zweitbeste Song“, moderiert Uranus, doch Eric Zölck kontert: „Für mich ist immer der nächste Song der beste Song.“ Geschmäcker sind verschieden, eins steht fest: Into Dreadnought Fever kennt keine Kompromisse, ist voller Einsatz, hat Top-Qualität. Wer mit Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading einen der sperrigsten und zugleich besten Titel für ein Debütalbum gewählt hat, traut sich auch beim Nachfolger so einiges.

Mit der Urgewalt eines Mahlstroms spült der Opener Reign In Vlad den Gehörgang, gefolgt vom nicht minder kampfbereiten Titelsong. Der Sound ist rau, dabei für diese Art von Musik auffallend transparent. Harmonieführungen von Bass und Gitarre werden vom Schlagzeug-Schnellfeuer nach vorne getrieben, darüber Wolters grölend-pöbelndes Organ, beantwortet durch gemeinsames Shouten in den meist melodischen Refrains. Perfect Storm muss man mitsingen, Frontex Fuckers lässt Fäuste ballen, Gesichter verzerren, Schlank und knackig in zwei Wochen entlarvt den Stereotyp der Germany’s-Next-Top-Bulimiker als Opfer gesellschaftlicher Wertebilder. Die Verseuchung des Ozeans durch Plastikmüll verurteilt Blue Hell, ein Titel wie Black Metal Duckface sagt alles. Standortbestimmende Texte inklusive Liner Notes, „eine herrliche kreative Zeit“ (Wolter), dazu das Produzentenhändchen von Ulf Nagel und Greif Hellhammer.

Dabei war der Beginn der Produktion nicht hürdenfrei. „Die Platte war fertig in den Köpfen“, summiert Andi Uranus, „doch irgendwie ging es nicht richtig los.“ Gründe gab es viele, etwa berufliche Herausforderungen und Nachwuchs. Im Guten habe man sich vom zweiten Gitarristen Nils Neigenfind getrennt, und in „gesundgeschrumpfter“ Besetzung ging’s dann.

Into Dreadnought Fever erscheint als CD, MC, LP, letztere mit einer 72-seitigen Beilage, die Philipp Wolters Tourtagebuch enthält. Vier Songs der Aufnahmesessions sollen noch nachgereicht werden, vielleicht als EP. Nun gilt es für Vladimir Harkonnen – den derzeit authentischsten Hardcore/Metal-Export Norddeutschlands – die Platte auf die Bühne zu bringen.

Heute, 21 Uhr, Schaubude (Kiel, Legienstr. 40), morgen, 21 Uhr, T-Stube (Rendsburg, Am Stadtsee 1), Sonnabend,
8. März, 17 Uhr, Blitz Records (Kiel, Hopfenstr. 71)"

Kieler Nachrichten - Szenen http://epaper.kieler-nachrichten.de/

Blaue Rezi #1 - Plastic Bomb: "Stahl-Shrimps zum Frühstück... eingeschlagen wie eine Salve Raketen einer Stalin-Orgel. Nur verbrannte Erde um mich herum... ich halbnackig und recht verkokelt..."

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Helge Schreiber / Plasticbombshop.de:

"Hagel und Granaten!!! Die neue LP von Vladimir Harkonnen hat bei mir zu Hause escheinglagen wie eine Salve Raketen einer Stalin-Orgel. Nur verbrannte Erde um mich herum, während ich halbnackig und recht verkokelt vor den Boxen meiner Anlage sitze. Ist das BRUTAL, was die Nordlichter aus dem Raum Kiel/Rendsburg vom Stapel lassen. Schon wie dereinst bei BONEHOUSE kann man Philipp mit seinem Megarauen Gesang aus tausend anderen Bands heraushören. Ich bin mir sicher, das er jeden Morgen Stahl-Shrimps zum Frühstück verspeist, harr-harr! Die neuen Songs hören sich richtig prall und fett an, wobei es sich zum größten Teil um schnelle Hardcore Punk Songs mit einem gewissen Anteil an Metal-Gitarren handelt. Wobei Metal eigentlich nicht wirklich stimmt, denn die Jungs spielen keinen Scheiß hier, sondern immer nur schnell und geradlinig nach vorne raus. Textlich gesehen finde ich die Songs sehr anspruchsvoll, wie z.B. bei „Death of profit“, „Do you feel safer now“ oder „Irukandhji“. Philipp lässt bei seinen Texten nichts anbrennen, da ich ihn für einen sehr klugen und belesenen Menschen halte. Die Optik der ganzen LP - Veröffentlichung macht einiges her, da man für das Cover Artwork erneut Fritte aus Düsseldorf gewinnen konnte, der eindrucksvoll einen einzelnen Menschen gezeichnet hat, der die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern trägt. Wobei diese Last aus allen Problemen unser Jetztzeit besteht, wie Kriege, Umweltzerstörung usw. Als Klappcover kommt das Bild von Fritte auf jeden Fall richtig gut rüber. Passend zur anteilig blauen Coverfarbe wurde auch die Farbe Blau für das Vinyl verwendet. Dazu gibt es auch noch als Beilage ein 70-seitiges Booklet, in welchem die ganzen Tourstories von VLADIMIR HARKONNEN verzeichnet sind. Hier haben sich viele Leute sehr viel Mühe gegeben, damit eine Veröffentlichung richtig krass geil rüber kommt. Tolle LP!"

12.10.2012 - Bonn, Klangstation / scene2act: "Vladimir Harkonnen sind ihr eigenes Stahlross das einfach alles platt macht ,was sich ihnen in den Weg stellt --- aber mit ganz viel Liebe und Gefühl."

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Robert Z. auf http://www.scene2act.de über unseren Auftritt am 12.10.2012 in Bonn:

"Knüppelfest 2012": Yak/Mofabande/Vladimir Harkonnen/Blank

 

12-10-12 Klangstation Bonn-Bad Godesberg

 

Die belanglose Apathie von Bonn sprach mal wieder viele, stille Worte indem man einfach nicht kam.  Es war so, als blickte man in ein Grab.  Als ich um 19:30 vor der Klangstation auftauchte, waren nur Bandmitglieder vor Ort.  Später zumindest nur 29 (!) zahlende Leute im Publikum, wenn ich richtig informiert bin.  Ein Armutszeugnis, denn an der Qualität mit hohen Maßstäben lag es wirklich nicht.  Irgendwer munkelte was von WM Qualifikationsspiel gegen Irland oder zuwenig Werbung.  In die Klangstation passen locker mindestens 150 Leute rein.  Selten soviel Freiraum geatmet und trotzdem mies gefühlt.

 

Für mich war es selber wichtig mir dieses "Knüppelfest" nicht entgehen zu lassen, zudem es mal wieder lokal fast vor der Haustür war. Da gibt es keine Ausrede oder gar Einschlafen auf dem Sofa.  Die Tage vorher, die traurige Nachricht das Serpent Eater nicht spielen können und aus persönlichen Gründen abgesagt haben, hielt mich auch nicht fern --- dabei habe ich mich so sehr auf die speziell gefreut.  Egal, was da im Angebot war, wenn auch einen Privatkonzert gleich, war einfach ein Epos.

 

Man merkte im Laufe des Abends das Eyehategod/Kylesa/Neurosis und Konsorten ihren diabolischen Einfluss auch auf die so genannte deutsche Blackened Metal/ Dark Hardcore Szene einsickern haben lassen. Yak aus Bonn machten den kaltblütigen Anfang vor uns paar Leutchen und entfachten ein höllischen Audio-Inferno der Extraklasse.  Vier junge Männer (alle mit Brille - wohl Angst vor Funken, was?) feuerten eine tief-gestimmte Barrage nach der anderen indem man sich verstand, Crust/Metal/Sludge sowie auch Hardcore in einen Hexenkessel zu vereinen.  Yak gibt es noch gar nicht so lange, obwohl der eine oder andere in der Band ein alter Szenehase ist, den der Jäger noch nicht abgeschossen hatte.  Ich war schwer beeindruckt.

 

Wie konnte man so was folgen? Konnte man das toppen? Sicherlich!  Mofabande (auch aus Bonn) fackelten nicht lange rum und kloppten uns ihren schnörkellosen Punk-Hardcore um die Ohren.  Die kurzen und knappen Lieder von einer Länge zwischen 1 Minute und 1:30 Minuten wussten zu überzeugen. Zuschauer mit einer kurzen Konzentrationsschwäche hatten also kein Problem sich schnell zu langweilen und den Raum zu verlassen.  Mofabande sind kompromisslos in ihrem Sound, aber auch Entertainer, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt.  Der kleine Fanclub von 4 Punks der angereist war konnte durch lustige Tanzeinlagen und Gebrülle überzeugen, auch wenn ich nicht gerne immer wieder von wildfremden Menschen umarmt werde.  Höhepunkt für mich auch die geniale Coverversion "Broken Bones" von The Freeze. Gitarrist Daniel Mofa ist auch ein engagierter Mensch, denn er hatte diesen netten Abend organisiert. Schade nur, dass so wenige Leute dies zu schätzen wissen in der ehemaligen Bundesstadt Bonn.  Da legt ein Mensch selbst 300 Euro Miete auf den Tisch aus eigener Tasche um die Szene am Leben zu erhalten und so gut wie keiner kommt.  Dann wollen die Bands auch noch Geld haben, wenigstens Spritgeld, und schon muss man sich fragen woher Herr Mofa den Aktionismus nimmt, in Zukunft wieder Konzerte zu organisieren wenn nicht die Unkosten eingespielt werden.  Der Abend ging bestimmt in die roten Zahlen.  Das ist Leidenschaft und Liebe zur Musik - kein Kommerz!  Verzichte einfach auf 2-3 Bier und dann hast du den Eintritt von 7 Euro auch raus.

 

Vladimir Harkonnen, angereist aus dem hohen Norden extra für diesen Gig knapp 1000 km aus Kiel, präsentierten als nächstes ihren Thrash Flavoured Hardcore auf dem Teller.  Die Band ist inzwischen das zweite Mal in Bonn und es ist wie Perlen vor den Schweinen.  Ja, ich bin böse auf das Bonner Publikum, das nicht kam.  Beschwert euch bloß nicht es wäre nichts los in der Betonstadt Bonn.  Vladimir Harkonnen sind für mich stellenweise die deutschen Poison Idea zu "War All The Time" Zeiten.  Aber, man darf nicht vergessen: Vladimir Harkonnen sind ihr eigenes Stahlross das einfach alles platt macht ,was sich ihnen in den Weg stellt --- aber mit ganz viel Liebe und Gefühl.  Da ist auch ganz viel Herz und Melodie in der Musik.  Sehr profihaft bolzten sie uns ihre Lieder um die Ohren.  Bei meiner,  für mich,  persönlichen Hymne von dem Oberknaller  "Roadkill BBQ" durfte ich sogar mitsingen im Refrain.  Ist eben der Hit schlechthin.  Zum Glück hatten die Jungs auf den Weg nach Hause am nächsten Tag noch ein Konzert in Hamburg.  Man will ja nicht, dass Bands total leer ausgehen und irgendwann die Motivation verlieren.  Hamburg schien sie besser zu huldigen.  Beim nächsten Vladimir Harkonnen Besuch in Bonn wünsche ich mir mindestens eine Horde von 1000 Barbaren vor Ort.  Vor mir kann dann diese Stadt wie Rom geplündert werden und dem Erdboden niedergemacht werden...Har!Har!Har!

 

Nach einer kleinen Verschnaufspause dann der Geheimtipp Blank aus Solingen/Köln mit ihren Dark Hardcore Gewitter.  Die haben mich echt noch zum Schluss weg gehauen.  Jede Band heute Abend schaffte es die Band vorher einfach wegzublasen.  So muss es sein. Mit einen sehr hohen Standard anfangen und dann das Ende der Welt zum Schluss einläuten.  Boah, eh Mann was waren Blank für ein Vorschlaghammer in die Fresse.  Die Jungs verzichteten auf einen Soundcheck und auf eine bunte Bühnenlichtershow wie in einer Kirmesprolldisco.  Einfach zwei bis drei starke Strahler auf den Boden richten und los ging es dann auch.  Manchmal hörte man die Melvins durchschimmern und auch etwas Melancholie.  Einfach eine Soundwand, die 10 Meter hoch schien und einfach vor sich hinrollte.  Ich liebe es, wenn ich die volle Wucht einer Band in meinen Brustbereich spüre!  Diese Band wird noch mal ganz groß und ich kann behaupten, sie mal mit 28 anderen zahlenden Zuschauern gesehen zu haben - und es auch überlebt zu haben.  Blank waren teilweise auch wie Zeitlupenszenen aus einem abgefuckten Musik-Krieg der psychotischen Welten.  Das war nicht zäh sondern einfach nur erbarmungslos.  Lasst euch diese Band nicht entgehen, wenn sie in eurer Nachbarschaft mit dem Panzer aufschlagen."

 

Robert Z.

http://www.scene2act.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1712%3Aqknueppelfest-2012q-yakmofabandevladimir-harkonnenblank-&catid=44%3Akonzerte&Itemid=55

28.12.11 - Kiel, Schaubude / Dremu: "Publikum tickt von Anfang an hart aus... VLADIS ernten ordentlich ab... tobender Freak im Hintergrund... Eric verpackt nämlich Breaks mit lustigen Drumstick-Moves..."

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Toffi auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt in Kiel:

"Wie auch in den Vorjahren wird das Fest der Feste entspannt ohne Baum, Geschenke und sonstige fragwürdige Bräuche hinter sich gebracht. Das bedeutet zwar auch kein Weihnachtsgeld von Omma, im Gegenzug lässt sich die nonkonsumbedingt gesparte Kohle jetzt prima für Quatsch auf den Kopp hauen.

Eine Reise nach Kiel stand schon länger nicht mehr auf dem Plan, umso mehr freu ich mich vorher mit lieben Menschen einen Abstecher ins Subrosa zu machen. Wie so oft ist der Laden gut gefüllt und das Futter lässt daher lange auf sich warten. Kurz vorm Verhungern gibts dafür dann aber ein Mahl serviert, das uns pappsatt und zufrieden vor die Tür und doch noch pünktlich weiter in Richtung Schaubude rollen lässt.

Die Bude wird ob der Umbaumaßnahmen zunächst kritisch beäugt, das Resultat kann sich aber durchaus sehen lassen! Als ich später am Abend mitbekomme, dass das Konzert ausverkauft ist, kann ich es kaum glauben, ist doch noch gut Platz vor der Bühne. Nicht vergleichbar mit ausverkauften Shows in der Vergangenheit wie z.B. ANTITAINMENT, wo man sein Bier statt auf dem Tresen auch genausogut auf den ineinander verkeilten Nebenmännern und -frauen abstellen konnte. Deutlich mehr Platz bei Null Charme-Einbuße, sauber umgesetzt.

NOM scheinen sich im neuen Ambiente auch pudelwohl zu fühlen und liefern eine gewohnt solide Show ab. Shouter Kocher ramboht extrem vor der Bühne auf und ab, spielt Fußball mit einem PA-Case und reagiert sich an der übrigens auch neu installierten Lüftungsanlage ab, anstatt die zwei, drei Kasper aufzuessen, die ihre bereits deutlich in Promille verschwimmenden Grenzen an ihm auszutesten versuchen. Als Highlight des Gigs gibts zum Abschluss Ex-Mitglied Andy ans Mikro und Fuck Club 88 auf die Mütze. Eine begeisterte Frau ballert mit einer Konfettikanone um sich, Philipp sorgt sich später um bodenrollbedingtes Einsauen mit dem Glitzerkram. 

Das Publikum ist zu VLADIMIR HARKONNEN dann gut auf Betriebstemperatur und tickt von Anfang an hart aus. Die Knochenpogofraktion hat nochmal stark nachgetankt und hält sich scheinbar nur noch durch rotierende Eigenbewegung auf den Beinen. Wie Brummkreisel im Flipperautomaten, nur dass Kollisionen mit umstehenden Zuschauern hier nicht zwangsläufig das Punktekonto erhöhen. Die VLADIS ernten dagegen ordentlich ab, Philipp ist in Sabbellaune, solidarisiert sich mit Tollpatschigkeit, zetert gewohnt gegen Überfahrenes grillende Rednecks, lässt aber auch ernste Themen nicht undurchgekaut wie zum Beispiel die Wichtigkeit einer klaren Positionierung gegen faschistische Scheiße in der eigenen Musikszene. Die Playlist hält die üblichen Verdächtigen parat, neu im Gepäck ist glaub ich nur Gut Greasing Wheels, ein fieses Biest von einem Song, gewidmet unserem Selfmade-Outcast KTG. Meine besondere Aufmerksamkeit gilt dieses Mal übrigens dem tobenden Freak im Hintergrund. Schlagzeuger Eric verpackt nämlich Breaks mit lustigen Drumstick-Moves und prügelt sich auch sonst dermaßen in Rage, dass ein genauerer Blick hinter die Klampfenfraktion hier durchaus mal riskiert werden sollte."

http://www.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3608:vladimir-harkonnen-nom-28122011-kiel-schaubude&catid=15&Itemid=26

28.12.11 - Kiel, Schaubude / Dremu: "...ausverkauft ...sehr viel Bewegung ...gut gewählte Setlist ...sehr gute Bands für günstigen Eintritt in einer guten Location"

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MetalSon auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt in Kiel:

"Schon lange wollte ich Vladimir Harkonnen mal live sehen. NoM ist bisher auch an mir vorbei gegangen. Am 28.12.2011 hat es endlich geklappt.

Vor dem Konzert war mir kein Songmaterial von NoM (nicht bewusst) und von Vladimir Harkonnen (nur vom "Buschmesser, Äxte, Alles! - Punkrock Ut Kiel"- Sampler) bekannt.
Da mensch ja aber die Entstehungsgeschichte von Vladimir Harkonnen kennt, wusste ich was mich, bei dem ersten Vladimir Harkonnen Konzert in der Schaubude überhaupt, erwartet.

Doch kommen wir zunächst zu NoM (Nuisance of Majority), aktiv seit 1996. Meine Erwartungen waren auf Grund der Beschreibung ihres Stils als "Death Rock" recht gering.

Glücklicherweise waren meine Zweifel unbegründet und schon mit dem ersten Song war klar, dass NoM sehr großes Potential haben.
Dem Publikum waren viele Songs bekannt, so dass die Stimmung (nicht nur bei "Fuck Club 88") sehr gut war.
Besonders gut hat mir der Gesang gefallen, der mich an manchen Stellen an Peter Steele erinnerte. Gepaart mit guten Melodien und einer guten Portion Härte können sich die Songs mehr als hören lassen.
NoM sollte mensch weiter beobachten.

Auf Grund der allgemeinen Meinung über Vladimir Harkonnen und des DreMuFueStiAs-Umfeldes war es Pflicht dem Konzert beizuwohnen.
Waren viele sehr früh vor der Schaubude verwundert, dass es trotz der Vorraussagen von Bekannten nicht so viel los war, konnte man froh sein, dass man hineinkam.
So wurde mir, während der ersten Songs von Vladimir Harkonnen, zugetragen, dass es nun ausverkauft sei.

Es dauerte ein paar Songs bis Band und Publikum zusammen gefunden hatten. Doch spätestens ab "Roadkill BBQ" gab es kein Halten mehr. Philipp war wieder sehr aktiv. Und auch vor der Bühne war sehr viel Bewegung zu verspüren.
Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song. Das neue Material vom kommenden Album reite sich gut in die Setlist ein und lässt die Vorfreude auf "Die blaue Platte" weiter wachsen. Eine gut gewählte Setlist! Mein Highlight war "Dial Teddybear 666".

Positiv ist meiner Meinung nach auch anzumerken, dass Philipp in den Ansagen Dickie und der ganzen Schaubude-Crew für die permanent gute Arbeit dankte.

Fazit: Sehr gute Bands für günstigen Eintritt in einer guten Location. So etwas darf gerne häufiger stattfinden.

Setlist:

VLADIMIR HARKONNEN:

1.    FRONTEX FUCKERS
2.    BODY IN THE TRUNK                                                
3.    TANGLE FOOT                                                  
4.    DIVORCE DIVINE
5.    ROADKILL BBQ                                          
6.    DREADNAUGHT FEVER
7.    NOT EVEN CLOSE
8.    IRUKANDJI
9.    DIAL TEDDYBEAR 666                                     
10.  EYEBROW IN SURPRISE
11.  GUT GREASING WHEELS
12.  RINK O`FEAR"

http://www.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3597:28122011-vladimir-harkonnen-nom-schaubude-kiel&catid=15&Itemid=26#addcomments

Rezi #33 - Metal Inside: "total riffgeile Typen mit einem charismatischen Grunz-Brüller und sau-coolen Chören"

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Metal Inside.de /Memme:

Vladimir Harkonnen - Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading (Tipp!)

"Nicht ganz neu, aber immer noch die einzige CD – und vor allem so vehement, dass diese Scheibe unbedingt reviewt werden muss. VLADIMIR HARKONNEN (oder kurz: „Die Vladis“) sind keine Russen, keine Finnen, keine Zaren, keine Skispringer: Nein, sie sind ebenfalls nicht der böse Baron aus Dune, auch wenn die Kapelle sich nach letzterem benannt hat. Die Vladis sind der Zusammenschluss der Bands Bonehouse und 2d Engine – und sie kommen aus dem in letzter Zeit sportlich so erfolgreichen Kiel. Und was noch? Super! Der Erstling gibt eine Mischung aus Hardcore, Punk und Metal (Reihenfolge ohne Wertung!). Die Schleswig-Holsteiner sind total riffgeile Typen mit einem charismatischen Grunz-Brüller und sau-coolen Chören: Die perfekte Mischung aus Bad Religion, Entombed und Discharge, also der Mix aus seligem Mitsingen, exzessivem Rübe-Schütteln und totaler Ausrastorgie. Dabei agieren die Jungs angenehm klischeefrei, nahbar und sympathisch. Irgendwas zu meckern? Nö, außer vielleicht, dass der Titel „Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading“ zu lang ist. Fakt ist und bleibt aber: Die Jungs haben mächtig Dampf in der Hose – vom Schlagzeuger Eric bis hin zu Philipp in der Front, Mann, geht das nach vorn, Mann ist das ist ne geile Band..." (memme)

http://www.metal-inside.de/frame.php?url=http://www.metal-inside.de/review.php?id=13804

01.10.11 - Neumünster, AJZ / Dremu: "die bude voll ,die kids bei den stücken regelrecht am ausrasten,immer wieder angefeuert von Phillip der das micro immer wieder in die menge hielt,"

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Siggi Sick auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt in Neumünster:

"mit Vladimir Harkonnen ins AJZ,neumünster,ab ins stecker mobil,entspannt wurde das equipment eingeladen,ab an die tanke,,klaltes bier im sonnenschein,mega geiles packet heute,4 bands im später fett vollem AJZ-toller club ,Grafitty im ganzen haus,,,- -Power sind schon da,herzliche begrüssung überall,später noch mit Tyson,und Scheisse Minnelli--wo ich gut abgelacht habe mit dem guitaristen,der gerne derbes amitrash talk bevorzugt,sehr geil-,auch beste kontakte wurden gemacht,Black Bang Bomb fürs RD -rock,,usw,--,,Scheisse Minnelli steht als letztes fest--jetzt wird flaschen drehen gemacht für die running order! das liesen sich die anwesenden nicht entgehen,unter ahh und ohhh,wurde die Holstenflasche als orakel misbraucht ,,,VH als 1,Tyson als 2,dann Power,,es ist entschieden !!,,der backstage kühlschrank voll bier,kalt,,der abend wird gut !! catering,-sah erst aus wie Erbrochenes,was da im topf schwimmte,aber war lecker kürbissuppe u brot..sehr gut,,
dann ging VH schon zur sache,,die bude voll ,die kids bei den stücken regelrecht am ausrasten,immer wieder angefeuert von Phillip der das micro immer wieder in die menge hielt,und die kids gaben alles was drin ist,,,,rrroooaaddkilll barrbbequueee!!! die band locker drauf und zockte vom feinsten,drummer Eric ganz oben,auf dem podest,hatte sichtlich viel spass das ganze so richtig anzutreiben,wieder mal top!!--
Tyson liesen es natürlich hard krachen und performten ein gutes set,deftiger hardcore,,alles in allem Brutal,,,,nach draussen und frische luft holen,
dann Power,,geiles set,hard gespielt,wildes ausgeraste ,die kids wollen abschädeln heute,sind nicht klein zu kriegen,werfen sich übereinander ,stolpern aufeinander,hammer leistung von allen,immer wieder geil wie power es schafft von gig zu gig noch n schippe nachzulegen,sauber,-
-Scheisse Minnelli,die ganz gut den backstage kühlschrank geplündert haben,waren ,,on Fire,,was da kamm war hardcore punk vom feinstem,,die priese ,,arschlecken,,zog sich durchs set!!,der sänger ist auch die rampensau vorm herrn,,und na klar, schert er sich einen dreck drauf,,der ist halt so,,die songs wurden auch so geil wie möglich abgebrannt,der basser ist perfide gesagt ,,geisteskrank auf dem griffbrett,,drummer und guitarist sahen zu das sie mit hinterherkommen,,hammer show--,versorgt die band mit bier das lohnt sich-!!!noch n cd mit buch eingesackt,die story von sänger!!  --ein mehr als geiler clubgig--mit Dicki noch ein kaltes bier von der tanke,dann wurde in kiel noch in der Power wg mit Scheisse Minnelli ,der heisse tag hintersich gelassen,,ach ja, die Kurbissuppe hab ich auch noch in Garden gelassen !"

08.07.11 - Rd-Rock / Dremu: "Arschgeil... ordentlich Gas gegeben... wie frisch aus der Augsburger Puppenkiste"

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www.dremufuestias.de über unseren Auftritt aufm Rd-Rock:

"JoyBoy: Kaum weniger voll ist das Zelt dann bei VLADIMIR HARKONNEN. Nachdem ich mich im letzten Jahr ein wenig über das etwas angestaubte Set mokiert hatte, werden diesmal einige schon jetzt liebgewonnene Hits des „blauen Albums“ zum Besten geben. Arschgeil. Und wann kann ich das jetzt endlich zu Hause hören?

Casi: Den Rest des Nachmittages wurde mit Kommunikation, Essen und Trinken verbracht, so dass ich die folgenden Bands höchstens am Rande mitbekam. Bei der Tombola habe ich dann noch einen Schnaps und ein original RD-Rock-Schlüsselband gewonnen, welches aber gegen eine original RD-Rock-DDR-Trinkflasche tauschen konnte. Wer hat eigentlich den Toaster gewonnen?

Bei VLADIMIR HARKONNEN habe ich mich dann nochmal ins Zelt gewagt. Joar, was soll ich zu denen noch schreiben? Ich fands gut, alle haben ordentlich Gas gegeben und der Herr Lehrer hat sich darüber lustig gemacht, dass Moe das Alphabet nicht kann. (Anmerkung: Augenzeugen hatten kurz zuvor Moe mit einem X auf der Hand Bier bestellen sehen. Auf den Protest, dass er ja straight edge sei und kein Bier bekommen dürfe, habe sich Moe mit den Worten "Das hab ich nur auf der Hand, weil ich den letzten Buchstaben im Alphabet so mag" verteidigt...)

Toffi: Perfekter hätte die diesjährige Running Order kaum sein können, Band im Zelt gucken, Stunde Pause, Band im Zelt gucken, Stunde Pause...

Pünktlich zu VLADIMIR HARKONNEN gehts auch wieder rein in die gute Stube. Irgendwelche Frührenter haben sich wie jedes Jahr mal wieder ne Bank in den Pit gezerrt... naja, wenn die Bandscheibe nicht mehr mitmacht. Den VLADIS sieht man jedenfalls noch keinerlei Verschleißerscheinungen an. Philipp wackelt über die Bretter wie frisch aus der Ausgburger Puppenkiste entflohen, der Rest der Herren Harkonnen grinst, keift, geifert und schüttelt Rübe. Sehr geil kommen neue Songs wie "Frontex Fuckers" oder dieses Quallending. Sämtliche Beteiligten geraten so sehr in Fahrt, dass an Moe (CHAOS CONTROL/SCHLOIDERGANG) mal eben ne Vasektomie vorgenommen wird und Philipp um ein Haar die Stelle des Bassisten vakant werden lässt, weil er zu doll mit seinem Mikro in der Gegend rumwedelt."

Rezi im OX #97 über den "Buschmesser..."-Sampler: "Zwischen Oi!-Punk von SCHLOIDERGANG und dem wuchtigen Hardcore von VLADIMIR HARKONNEN sollte dabei jeder auf seine Kosten kommen"

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Im aktuellen OX (# 97) über den Rotten-Sprotten-Sampler "Buschmesser, Äxte, Alles":

„Eine feine Sache, was Rotten Sprotten Entertainment da auf Vinyl vereint haben. Mit acht Bands gibt es einen Querschnitt der lokalen Szene in Kiel. Die erste Seite der LP huldigt mit Coverversionen verblichenen Bands der nördlichen Landeshauptstadt. Positiver Ausreißer sind AFFENMESSERKAMPF, die mit ihrer freien Interpretation das DOG EARED PAGES-Original als das entlarven, was es eigentlich ist: Schmieriger Pop-Nonsens. Fies, aber lustig. Auf der B-Seite geht’s dann mit Eigenkompositionen weiter. Zwischen Oi!-Punk von SCHLOIDERGANG und dem wuchtigen Hardcore von VLADIMIR HARKONNEN sollte dabei jeder auf seine Kosten kommen, der mit Punkrock etwas anfangen kann. TACKLEBERRY fehlen natürlich nicht und mit einem unveröffentlichten Bonustrack von BONEHOUSE ist auch der Bogen zur alten Kieler Schule geschlagen. Das Ganze ist so kurzweilig, dass man verwundert ist, wenn man die LP schon wieder umdrehen muss… Aber nicht nur die Musik überzeugt. Auch das Fanzine-artige Booklet, das den ersten 300 Exemplaren beigelegt ist, zeigt, mit wie viel Herzblut der Sampler zusammengestellt ist.“ (8) Michael S.

17.06.11 - Lübeck, Treibsand / Kulturmagazin Unser Lübeck: "rasselnder Speedpunk vom Feinsten"

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Viola Evers im "Kultur Magazin Unser Lübeck" über unseren Auftritt mit GWAR am 17.06.11 im Lübecker Treibsand:

"Wer immer noch an das Märchen glaubt, dass es auf der Walli unflätig und schmutzig zugeht und dort Anarchie ihr punkiges Unwesen treibt und man seine eigenen Kinder dort am besten nicht hinlassen sollte, der fühlte sich an diesem Abend voll bestätigt. Einmal im Jahr ist auch im Treibsand Ausnahmezustand, und dieser fand am 17. Juni statt.


Die US-Thrash-Metal-Band GWAR ist eine optische Apokalypse aus Schauder, Grusel, Politik, Ekel und vielen Kubikmetern (künstlicher) Körperflüssigkeiten. Ein Spektakel, wie man es sonst nur auf Festivals zu sehen bekommt, da die Splatter-Show von GWAR schlichtweg viel Raum einnimmt. Ach ja, und Musik machen sie auch...Tja, warum waren denn alle technischen Einrichtungen wie Monitore und Lichtanlage im Treibsand so hübsch mit Folie abgeklebt? Und wieso war der Bühnenboden plötzlich mit einem saugfähigen Teppich ausgekleidet? Und was war in den Pumpbehältern, die, mit langen Schnüffelstücken bestückt, am Bühnenrand standen? Selbst der Backstagebereich war lange nicht mehr so unbegehbar, weil er fast bis zur Decke hin mit Gummikostümteilen und Accessoires der Band vollgestopft war, dass selbst die Mitarbeiter auf Zehenspitzen durch die bunte Latexlandschaft stolpern mußten.

Liebevoll gestaltete und handgemalte Plakate machten schon am Eingang aufmerksam darauf, dass die Gäste der Gefahr des Konzertes GeWAhR werden sollten und für Schäden an Kleidung etc. keine Haftung übernommen werden würde. "Es wird dreckig!" stand dort. Und dies würde sich nicht nur auf den musikalischen Ohrenschmaus beziehen. Viele der fast 300 Zuschauer reisten auch von außerhalb gern an und waren von Anfang an in ausgelassener Partystimmung. Der Tradition nach erscheint man bei einem GWAR-Konzert in weißer Kleidung, um die Blutspritzer - und was sonst noch von der Bühne geschleudert wird - darauf besser erkennen zu können und später zu Hause als Trophäe an die Wand zu pinnen. Einige "GWAR-Sklaven" kamen in weißen Einweg-Ganzkörperanzügen, andere wiederum hatten ihr weißes T-Shirt mit einem Fadenkreuz bemalt, um als lebende Zielscheibe zu locken.

Die Vorband Vladimir Harkonnen aus Kiel traf mit ihrem Thrash Hardcore Punk Metal den Nerv des Aufwärmens für GWAR. Benannt nach dem eitrigen Pickelschurken aus Frank Herberts "Der Wüstenplanet" paßten sie prima ins Konzept des Abends. Und was GWAR musikalisch nicht wirklich rüberbrachte, glichen die Männer von Vladimir Harkonnen vorab mit rasselndem Speedpunk vom Feinsten bestens aus, wenn auch mit weniger ausladender Optik. Und wenn man es als Vorgruppe von GWAR schafft, das Publikum zu begeistern, kann man darauf stolz sein.

 

Danach drängten die Zuschauer in weißer Montur und freudiger Erwartung auf GWAR in Richtung Bühne. Überdimensional kostümiert betraten die fünf Musiker das Schlachtfeld, so üppig, dass sie mit ihrem Gruseloutfit die gesamte Bühne einnahmen. Ein gummigewordener Albtraum aus Fratzen, Pranken, Schorf, dornenbewehrter Rüstung und Netzstrümpfen.

Wer guckt sich da noch "Saw XVIII" in 3D an, wenn er es live auf der Bühne und vor allem mitten ins Gesicht haben kann? Ironische und politsatirische Texte bestimmen die Songs von GWAR, die man kaum verstehen konnte, deren Inhalt aber zum Glück auf der Bühne noch leibhaftig dargestellt wurden. Auch diese fiesen Szenerien sollte man um Himmels willen nicht zu ernst nehmen.

Das Programm war nichts für schwache Nerven oder dönergefüllte Mägen. GWAR sind bekannt dafür, kontroverse Prominenz auf der Bühne fantasievoll und symbolisch hinzurichten und machen auch vor Barack Obama oder Sarah Palin nicht halt. Zur GWAR-Truppe gehören auch Schauspieler, die zwischendurch das Spektakel auf der Bühne in entsprechender Promi-Verkleidung komplettieren und beim Showgemetzel viel Blut ins Publikum verlieren. Als GWAR die Exekution von Osama Bin Laden nachstellte, wußte man erst nicht, ob man sich angewidert gruseln oder wegen der splatterhaften Aufmachung einfach nur amüsieren sollte. Ein Mann als Bin Laden-Karikatur torkelte auf die Bühne, wurde kaltgemacht, bis sich sein Gesicht vom Kopf schälte, unter dem ein fleischbedeckter Schädel erschien. Dann kam das, worauf die Menge wartete: Aus der unechten Halsschlagader schoß es literweise und meterweit Blut ins Publikum, das begeistert die Hände hob und "Hier!" schrie. Andere hoben ihre Baseballcaps, um verzückt die hellroten Fontänen aufzufangen.

Auch Lady Gaga bekam von den Monsterrockern ihr Fett weg und wurde auf der Bühne in die ewigen Gesangsgründe geschickt. Ausgestattet mit einem Klodeckel als Unterleib, drohte ihr die Bearbeitung mit einem Riesenpümpel. Blutdusche inklusive. Auch Queen Elizabeth II. wurde buchstäblich verwurstet. Da quoll dann schon mal künstliches Horrorgedärm aus dem Kostüm. Hier etwas Sodomie mit einem Höllenhund aus Plastik, da etwas Kettenmassaker... Es gab gut was auf die Augen. Das Publikum war frontal mit von der Partie und hechelte zwischendurch schnell mal zur Bar, um in der schweißtreibenden Hitze den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen. Gleich danach ging es wieder ab in die blutbadende Menge.

Für die Musiker von GWAR war der Auftritt bestimmt ein Heidenspaß, auch wenn da eine Menge Logistik hintersteckt. Bei der Wärme mochte man selbst nicht unter so einem sperrigen Kostüm stecken und am Instrument auch noch jeden Ton treffen müssen, da konnte man froh sein, wenn man mit einem Schwall künstlichen Blutes kühl besprüht wurde. So wie am Ende der Show, als Sänger Oderus Urungus sein unmenschlich großes Gemächt über die feiernde Menge schwenkte und diese nochmal ordentlich abduschte.

Klar kommen jetzt die Moralapostel und meinen, das gehe so nicht, das sei ethisch nicht vertretbar und überaupt geschmacklos. Sicher sind GWARs Vorstellungen umstritten, aber zweifellos ist so eine Show einmalig, gerade weil sie so überzogen dargestellt wird. Ein grandios trashiges Spektakel, das schon auf seine Art ein Erlebnis ist. Auch wenn die Musik bei GWAR nicht unbedingt im Vordergrund steht - Jede Lübecker Band hätte bessere Stücke gespielt.

Als sich die Zuschauermenge nach dem Konzert auflöste, tröpfelten viele Gäste selig besudelt hinaus. Da umarmte man sich gegenseitig gleich doppelt so gern, um nochmal durchgefärbt zu werden. Gut abgehangen und im Kunstblutrausch verließen sie wankend das Treibsand, vollgesogen mit künstlichen Körperflüssigkeiten und in rot besprenkelter Kleidung, so dass man auch gleich sah: Ich war bei GWAR!"

Viola Evers, http://www.unser-luebeck.de/content/view/3226/284/

17.06.11 - Lübeck, Treibsand / Dremu: "ein Energiekraftwerk mit unbändiger Power"

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Siggi Sick auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt mit GWAR am 17.06.11 im Lübecker Treibsand:

"VH gingen ab,von anfang bis ende volle power.schnell-heftig-.verdammt gut- -Scheiße,wollen die GWAR von der bühne fegen!??&%$! alle schwitzen sich einen ab auf der bühne,im vollen treibsand--Shouter Phil ,ein energie Kraftwerk mit unbändiger Power,Prangert sozialen wahnsinn der Gesellschaft gnadenlos an,um im anschliesenden song sich voll reinzulegen,mit Dickem Hals und Brutaler Stimmgewalt die ,,,Message,,,rüberzubringen--Lübeck lies sich nicht lumpen und ein krasser moshpit vor der Bühne sagt alles .Slamdance in ya face ,die meute will sich heute fetzen,,gut so--das lockere stageacting von VH ist einfach da----da wird noch richtig geackert,und malocht...ne echte Party of the Damned---also ich zieh da mal glatt 9 von 10 punkten,,,aber nur weil ihr euch weiterhin den Arsch aufreissen sollt.

Geil GWAR zerte gleich zu beginn die Queen auf die bühne,die zum genialen Thrashsound auch gleich zerfetzt wurde-aus den Titten spritzte es bis hinten in den Club-----an der tür zum Treibsand war ein zettel,das es doch ein wenig Dreckig werden könnte ,und man wünschte den Gästen ein Spritziges vergnügen,,super statement-----beim kolosalen metalsound wurde Osama bin laden Exekutiert,die gesammte kopfhaut wurde von der Fresse gerissen,und das gesplättere ging wieder los--das metal gewitter von GWAR ist jetzt nicht mehr aufzuhalten-Techno Destructor,mit riesen Sägeblatt an arm,Kämpte mit einem ekligen Sumpfmonster,bis die Gedärme der grünen Kreatur freilagen, und die soße uns wieder in die fresse schoß----Pop Kultur ?? nicht bei GWAR ,, Lady Gaga stolperte ins scheinwerferlicht ,mit einem scheisshausdeckel auf den kleid,das geht ja mal gar nich,,Oderus Urungus hatte große freude ihr die titten leerzusaugen,als ihr der torso aufgerissen wurde ,in den ersten reihen tobte der punk,von hinten kammen immer wieder körper über unsere köpfe hinweg,da war es auch schon zeit für den endgegner .-ne 2,50 meter große mutanten/robot gestalt ,mit riesen Stahlfaust..Oderus strecke mit schwerthieben die gestalt nieder,das sumpfmonster wieder zum leben erweckt ,wühlte auch noch mit,aber alle wurden gnadenlos niedergestreckt---mittlerweile war ich nass bis zu den knien,---,griff sich oderus an seinen Megaschwanz,und zur freude über seinen sieg gegenüber den unholden,und Mutiertem Gesocks war es zeit abzuspritzen,der strahl ergoss sich an die hallendecke,und jeder einzelne bekamm was er verdiente-ne ansändige ladung in die schnauze -----Draussen alte kumpels getroffen,alle mehrfache gwarjunkies,und immer noch spass dabei,,und auch die jüngeren jahrgänge werden mitgeschleppt gut so solide t-shirt preise locken zu kauf an-danach war erstmal ne ein bier fällig"

Siggi Sick

10.06.11 - Kiel, Alte Meierei / Dremu: "Thrash-Hardcore-Metal vom Feinsten"

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Tinka & Nina auf www.dremufuestias.de über unseren Auftritt bei der Rotten-Sprotten-Release-Show zum Sampler "Buschmesser, Äxte, Alles":

"Wir ham uns gedacht: viel zu wenige Rezensionen vom RottenSprottenReleaseGig, also, los gehts...

Um 19:30 Uhr kommen wir völlig fertig von der kilomenterlangen Radtour aus Gaarden in die sich noch im Aufbau befindende Konzerthalle. Aus der hochmodernen, im Landhausstil gehaltenen Meiereiküche strömt herzhafter Acrylamidgeruch.

Wir hätten ein weniger ausgedehntes Mittagsschläfchen halten sollen, um davon abraten zu können, Bratnudeln in einer Auflaufform zu braten. Aber die verantwortlichen Crusties können auch beim Essen nicht auf Kruste verzichten. Die Bands haben es sich schmecken lassen, und auch wir haben den ein oder anderen Teller verköstigt. Lecker!

Gefüllt hat sich die Halle nur langsam, aber als And then they run loslegen, herrscht bereits eine vorfreudige Konzertstimmung. Ab in die erste Reihe!

Die optisch eher ner Metallica-Cover-Band gleichende Combo haut uns mit dem ersten Song bereits aus den Ringelsocken. Sich von Lied zu Lied steigernd, überzeugen uns vor allem Nils mit mehr als rhythmischen Drumsetprügel und das Bollergebölke vom anmutigen Pete, der sich auch mit einem Sprung ins Zeckengewimmel vor der Bühne wagt. Das „Nie mehr so alt“-Cover von Grand Griffon entertaint uns rotte Sprotten.

Es folgen die Local Heroes von Chaos Control, die wir nicht nur aufgrund unseres Szenepatriotismus hart abfeiern.

Wir warten fieberhaft auf die alten Songs, deren Hitpotential schon den ein oder anderen Bandmitgliederwechsel im Laufe der Jahre überstanden haben. Der aggressiv feiernde Mob aus scheiß „Bauernpunks“ hindert uns nicht nur daran, gemütlich zu „Hangover“ zu schwoofen, sondern übertönt auch marktscheiermäßig unsere zarten Stimmchen bei „Police Brutality“.

YEAH!

Doch leider der vorletzte Auftritt für Gitarrist Bocky, denn „die Zeiten sind vorbei“!

Dann betreten Tackleberry die Bretter die die Welt bedeuten. „Aber warum is denn Peder nicht am Schlagzeug?“ - „Weil das Affenmesserkampf ist!?!?!?!?!?!“

In gewohnt guter Manier legt die beste „Dog-Eared-Pages“-Coverband ein hervorragend gutes Set hin, zudem sich im Pit rischtisch gail abfeiern lässt.

Wir hoffen das ganze Konzert über, dass Hannes den Grueselrilla mit Stinkefuss-Attacken in die Flucht schlägt, aber die ollen Flipflops sind wohl zu gut belüftet.

Aber der Ekel-Affe will „Have some fun“, sitzt sich aufm Barhocker den Hintern flauschig und betreibt Karlstal-Action!


Weise Worte der besten Hauptstadt-D-pankband dazu: KingKong stirb-du machst die Stadt kaputt!

Is jetzt bald mal Feierabend? NEIN!

Thrash-Hardcore-Metal vom Feinsten bieten uns zum Abschluss dieses glorreichen Events Vladimir Harkonnen. Wie von Andy versprochen, zerlegt er diesmal nicht, wie beim Berlingig im Mai, das Inventar und zeigt uns sein Können am Bass. Auch die restlichen Jungs (inbegriffen auch die älteren Herrschaften der Band) scheinen diesmal nicht vom Korn geschwächt, sondern ballern uns druckvoll ihre Texte um die Ohren.

Philipps Politansagen in Ehren, drängt er die Konzertbesucher zum Konsumrausch!

Nicht nur die „Buschmesser, Äxte, Alles“-LP soll käuflich erworben werden, auch ein Plattenspieler wird wärmstens empfohlen... Ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Mp3-Generation. Der Auftritt war einfach mal wieder „Not too bad“!

Und noch ein Danke für die Getränkeauswahl! Alster und Fritz - niiiiiiiiice! Jiieaaay!

PS: nen II-Teil haben wir auch schon parat..."

Tinka & Nina

 

10.06.11 - Kiel, Alte Meierei / Dremu: "pure Spielfreude und überall zufriedene Gesichter"

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www.dremufuestias.de über unseren Auftritt auf der "Buschmesser, Äxte, Alles"-Releaseparty:

Patchwork-Bericht von NilsH  & JanML (kursiv)

"Jan hat mich am Sonntag gefragt, ob ich nicht was über den 1. Tag DES (sub)-kulturellen Höhepunktes in Kiel dieses Jahr schreiben kann. So eine Ehre kann man natürlich nicht ablehnen.

So erst mal vielen Dank, Nils, für die Mühe, die du dir gemacht hast, um etwas über den Freitag der Plattenreleaseparty zu schreiben.

Zum Anlass des Konzertes muss wohl nichts mehr gesagt werden, wer von „Buschmesser, Äxte, Alles!“ noch nichts gehört hat, verbringt seine Zeit wohl eher in unwichtigen Bereichen des Internets und wird das hier auch nicht lesen.

Für den ersten Tag der Releaseparty stehen And Then They Run, Chaos Control, Affenmesserkampf und Vladimir Harkonnen auf dem Programm. Damit das alles zeitlich passt, ist rechtzeitiges Erscheinen angesagt und so geht’s um kurz nach Neun los in Richtung Meierei.

Anfangen dürfen heute And Then They Run, gleichzeitig auch die „jüngste“ Band im Line-Up. Wie ja eigentlich immer, wenn Konzerte pünktlich anfangen, trudeln die Zuschauer nach und nach ein, vor der Bühne ist es aber trotzdem schon ganz gut gefüllt. Und wer seinen Arsch rechtzeitig in die Meierei geschleppt hat wird dafür auch belohnt, ATTR überzeugen wie gewohnt mit ihrem eigenständigen HC/Metal. (Was soll man über die Musik von Kieler Bands eigentlich noch schreiben, was hier nicht schon x-Mal gesagt wurde?) Im Vergleich zu den letzten Konzerten wird gefühlt öfter auch mal der Fuß von Gaspedal genommen, dafür selbiges dann aber auch umso fester durch den Unterboden geprügelt.

Als And Then They Run losgelegt haben, war die Meierei leider noch nicht so voll. Es trudelten nach und nach aber immer mehr Leute ein. Wer pünktlich um halb neun dort war, hat es nicht bereut. Ich bin mal gespannt auf den kommenden Tonträger von And Then They Run. Wann soll der eigentlich rauskommen? Ich habe den Eindruck, dass die Band mit jedem Auftritt, den ich bisher gesehen habe, spieltechnisch immer besser wird.

 

Als zweites gaben sich dann die Gaarden-Punker mit Rumohr-Hintergrund von Chaos Control die recht seltene Ehre. Und sie hatten Lust. Christian, der in der Liebe promoviert hat, hatte Lust auf Posen und verbrachte die meiste Zeit am Bühnenrand, Moe und Casi hatten Lust auf Sabbeln und Bocky hatte Lust auf Musik. So findet sich dann ein gutes Gleichgewicht zwischen Ansagen und Liedern und wir erfahren, das Katzen am Fenster gegen Polizeigewalt sind oder so ähnlich. Gespielt wurden die Klassiker der Band und auch Songs vom neuen Album, das wohl irgendwann auch mal rauskommt.

Hier kann ich mich Nils nur anschließen. Ein paar Leute haben rumgejammert, dass Christians Bass zu laut war, fand ich aber nicht. Chaos Control sollten mal wieder häufiger zu sehen sein. Das letzte Mal waren sie, meine ich, auf der Rotten Sprotten Geburtstagsparty zugegen, wenn ich ich nicht irre. War das jetzt eigentlich der letzte Chaos Control Auftritt mit Bocky an der Gitarre?

 

Danach laden Affenmesserkampf zu einer crazy Beachparty und sind auch dementsprechend angezogen. Gut aber Kacke. Als Stargast haben sie auch einen waschechten Affen mitgebracht, der auf der Bühne rumsitzt und mitfeiert. Ganz ohne Messer und eigentlich auch ganz friedlich. Zwischendurch darf dann auch Ex-Gitarrist Nico ein Lied mitspielen, wofür Leif dann kurzerhand aus der Band geworfen wird. Später haben sich dann aber alle wieder lieb, es muss ja auch noch DER Song gespielt werden. Wer hier nicht weiß, was gemeint ist, sollte sich schnellstens den Sampler zulegen.

Ja, Affenmesserkampf waren so hawaiihemdmässig ausgestattet. Am Bühnenrand saß dann noch ein rauchender und biertrinkender Gorilla. Den Wilwarinauftritt hatte ich leider verpasst, muss aber sagen, der diesmalige Meiereiauftritt hat mich dafür entschädigt. Wieder einmal ganz großes Kino.

Als letztes dürfen Vladimir Harkonnen dann mal wieder alles in Schutt und Asche legen. Guten Wahl, die Vladis als letztes spielen zu lassen, jeder Anflug von Müdigkeit, der nach drei Bands und zu fortgeschrittener Uhrzeit zu erkennen ist wird am Schopfe gepackt und gnadenlos niedergeknüppelt. Wie immer pure Spielfreude und überall zufriedene Gesichter.

Stimmt! Vladimir Harkonnen war wieder gewohnt gut. Phlipp robbte und sprang wieder Mal durchs Publikum, und es waren sogar ein paar Leute am Stagediven.

 

Irgendwann muss dann ja auch Schluss sein und der Abend wird noch bei einigen Kaltgetränken fortgesetzt. Zum Glück hat der Heilige Geist uns einen zusätzlichen Erholungstag verschafft bevor dann am Sonntag Alert, Schloidergang, Power und Tackleberry zum Tanze laden.

Alles in allem ein sehr kurzweiliger Abend. Der Tag Pause bis zur Fortsetzung war auf jeden Fall eine gute Sache. Dies könnte, wie ich finde, ruhig häufiger mal bei mehrtägigen Veranstaltungen der Fall sein.

 

Tolle Releaseparty zu einem tollen Sampler, Danke Rotten Sprotten Entertainment.

Dem kann ich mich nur anschließen. Also wer den Sampler noch nicht hat, sollte sich schleunigst einen zulegen. Es soll wohl auch nicht mehr allzu viele Exemplare mit Fanzine geben. Bilder gibt es auch noch. Sie werden, sobald sie fertig sind, hier eingebaut."

10.06.11 - Kiel, Alte Meierei / Laermstoerung: "wie immer mit ordentlich Energie und Bewegung..."

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laermstoerung.blogsport.de über unseren Auftritt auf der "Buschmesser, Äxte, Alles"-Releaseparty:

"Die Rotten Sprotten Crew, Kiels umtriebigste Konzertgruppe, wenn es um Punk geht, hatte zur Feier der Veröfffentlichung des „Buschmesser, Äxte, Alles“-Samplers (Review folgt) an zwei Tagen zur Releaseparty in die Meierei geladen. Keine Frage, dass darf mensch sich nicht entgehen lassen.
Als ich um kurz nach halb zehn eintreffe, ist zwar schon was los, der große Andrang sieht aber anders aus. Auch für den Rest des Abends lässt sich festhalten, dass die Meierei zwar gut, aber nicht übermäßig gefüllt ist. Das schlägt sich zwar negativ auf die Absatzzahlen des Samplers nieder (Schande über eure Häupter, falls ihr das Ding immer noch nicht habt), sorgt aber für eine entspannte Konzertatmosphäre.

Zu And Then They Run kann ich gar nicht allzu viel sagen, da ich aufgrund von Gesprächen nur die letzten zwei Songs des Konzerts vollständig sehe und höre. Was ich aber draußen als Hintergrundbeschallung und zum Schluss mitbekomme, klingt wider Erwarten doch gut. Metalcore ist eigentlich voll 2008, sprich, vollkommen ausgelutscht, aber die Jungs schaffen es, eine eigene Note einzubringen und vor allem, gute Songs mit einigen schönen Schädelspalterriffs zu schreiben. Trotz der eingeschränkten Wahrnehmung meinerseits ein auch laut Augenzeugen gelungener Auftritt.

Als nächstes folgen die altgedienten und runderneuerten Gaarden-Punks Chaos Control. Und das macht richtig Spaß. Punk halt, druckvoll, energisch, schnörkellos. Kein Melodiemassaker, aber halt auch keine blasse Kopie alter Helden. Es wird ordentlich Gas gegeben, aber halt auch mal einen Gang runtergeschaltet, alles im Format kurz und knackig. Sänger und Gitarrist Moe kann wie immer mit seinen Ansagen glänzen und die den Gig durchziehende Marotte, dass nie so ganz klar ist, wer jetzt wann anfängt, sorgt zwar für so manchen Fehlstart, ist aber genau der Grad von fehlender Perfektion, der Punks wie Chaos Control so sympathisch wirken lässt. Sehr schöner Gig!

Dann folgt aber zumindest mein persönliches Highlight des Abends, denn was Affenmesserkampf bieten, ist wirklich der Wahnsinn. Outfittechnisch kann Sänger Hannes mit seiner prolligen Sonnenbrille schon mal gut punkten, wird aber noch von Gitarrist Leif getoppt, der bei Jürgen von der Lippe-Ähnlichkeitswettbewerben gute Chancen auf vordere Platzierungen hätte. Dazu kommt die ganze Zeit ein auf der Bühne rumhänger Mensch im Affenkostüm. Musikalisch ist natürlich Hannes Stimme schön prägnant, auch wenn er nicht so schreit wie bei Tackleberry, dazu kommt lässiger Punkrock, gerne auch mal melodischer und nicht so krawallig, aber immer noch gut Arsch tretend. Und mit ‚Ein deutsches Herz hat aufgehört zu schlagen‘ und ‚Gut aber kacke‘, um mal zwei zu nennen, haben Affenmesserkampf auch den einen oder anderen Hit im Programm.
Die Ansagen dissen wahlweise das Hurricane oder die Ryker’s, der alte Gitarrist Nico kommt für einen Song zurück, muss sich aber seine Kündigung per E-Mail vorhalten lassen und Hannes sorgt bei Mikroständertausch mit seinem Gitarristen dafür, dass dessen Mikro so bei 1,30m zu finden ist. Aber ist eh schwer zu beschreiben, Affenmesserkampf muss mensch einfach gesehen haben, absolut großartige Show.

Den Abschluss bilden dann Vladimir Harkonnen. Und auch wennn Philipp und Co. an diesem Abend zweiter Sieger bleiben, so kann ich einfach nichts Schlechtes über die Show sagen. Ganz im Gegenteil, der Mix aus Hardcore und Thrash Metal wird wie immer mit ordentlich Energie und Bewegung vorgetragen, Philipp wälzt sich sogar auf dem Boden der Meierei, gibt also wie immer alles und musikalisch lässt das Quintett eh nichts anbrennen. Mitsinghymnen wie ‚Roadkill BBQ‘ und ‚Party Of The Damned‘ ergänzen sich perfekt mit neuen Krachern wie ‚Irukandji‘ oder ‚Frontex Fuckers‘, vor der Bühne wird auf jeden Fall gut gefeiert und gepogt. Darüber hinaus erfahren wir noch, dass Affenmesserkampf jetzt schon zu didaktischen Ehren im Deutschunterricht kommen, um dafür zu sorgen, dass bei Erörterungen Philipp nicht immer so viele Vieren verteilen muss. Und da sage noch eine_r, Pädagogen seien nicht zu unkonventionellen Methoden fähig. Aber genug davon, Vladimir Harkonnnen sind auf jeden Fall ein würdiger Headliner und Abschluss eines rundum gelungenen Abends."

14.05.11 - Berlin, KvU / Dremu: "kaum ist man mal weg aus mütterlichen Gefilden, benimmt man sich direkt barbarisch (...) halbe KvU in Trümmern..."

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www.dremufuestias.de über unseren Auftritt am 14.05.2011 in der KvU, Berlin:

"Letztes Mal Berlin ist viel zu lang her, diverse Freundschaften wollen gepflegt werden und das stinkende Biest ist mir nicht zuletzt wegen der unzähligen Konzert- und Feiermöglichkeiten echt ans Herz gewachsen. Dieses Wochenende bietet sich dazu noch die Chance der Dokumentation des Zockverhaltens tourender Vladis in unbekannter Umgebung. Deshalb ab an die Straße, Daumen in den Wind und hinterher (bzw. vorweg).

Der Freitagabend wird mit reichlich Sterni und wodka/jägermeister-gepanschter Mate im Subversiv begossen, doch gelingt zu nicht allzu später Stunde der Absprung, der Schädel am nächsten Tag bleibt daher unerwartet aus. Zwar stehen wir Samstag mental schon früh in den Startlöchern, pünktlich los kommen wir aber dann doch nicht und so verpassen wir die Anarcho-Punker von PURIS ANI komplett und entern die angenehm, aber nicht zu sehr gefüllte "Kirche von unten" (einige vermuten hier gar Christenpunks am Werk), als die Vladis sich gegen 23:30 grad artig fürs Futter bedanken. Kacke! Konzi verpasst?! Gott von unten sei Dank kommt da noch einiges nach. Und tatsächlich, kaum ist man mal weg aus mütterlichen Gefilden, benimmt man sich direkt barbarisch.

Philipp wetzt, hüpft, rollt, headbangt und krabbelt zwar auf den ersten Blick in gewohnter Manier durch die Botanik, verteilt dabei aber am laufenden Band Mikrofonkloppe an seine Bandkollegen. Was ist hier los? Ein mit Monitorboxen um sich werfender Andy lässt erste Vermutungen aufkommen: Sollte hier etwa Alkohol im Spiel sein? Eine Handvoll Songs später bestätigt sich der Verdacht. Die Herren Harkonnen agieren mittelschwer beschwippst bis hackevoll! Der Abend scheint auf ein Drama zuzusteuern...

Aber nix da! Den Vladis scheint die Kombi von Suff und Mucke in die Wiege gelegt und so schaffen sie es trotz paar hörbarer Unsynchronitäten und einem Totalausfall dem begeisterten Berliner Mob amtlich einzuschenken. Da bleibt der Bass halt mal für nen Song in der Ecke stehen, dafür gibts Doppelgesang, der heute ingesamt übrigens eher an psychotisch vorgetragenen Blackmetal erinnert. Nachdem bereits die halbe KvU in Trümmern liegt, wittert Zarc während der verzweifelten Bassreanimierungsversuche seitens der Technik seine Chance und erklimpert sich mit "Wonderboy" von TENACIOUS D noch schnell ein dickes Polster fürs Groupieherzenkonto und danach gehts rumpelig aber vollzählig über die Zielgerade. Nen gemütlichen Sofaabend beim "grand chanson de la fuck song" vermisst heute in der Tat niemand der Anwesenden.

Leider greift sich nach dem Auftritt irgendein Mensch vermutlich aus Verwechslung meine schwarze Kapuzenjacke und hinterlässt dafür ein zwar baugleiches, aber voluminös unmerklich abweichendes Exemplar in XXXL... Ääähm ja, viel Spaß damit. Trotzdem gehts bester Laune noch weiter gen Friedrichshain, wobei der Weg in etwa den Anstrengungsgrad einer Mittelstufenklassenfahrt entwickelt, wobei Philipp als oller Pauker die Gruppenkoordination aber gut gewuppt bekommt, so dass zumindest niemand aus der Band für längere Zeit verloren geht. Abschließender Werbeblock: VLADIS ab jetzt auch auf Tape!"

Toffi

04.02.11 - Kiel, Roter Salon / KN: "eine fantastische, auf den Punkt marodierende, Rhythmussektion (...) Band spielt sich im Uptempo um den Verstand"

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Die Kieler Nachrichten (07.02.'11) über das THE LAST OF THE BIG TIME SUSPENDERS-Fest in Kiel, Roter Salon/Pumpe, 04.02.2011:

"Kiel wird zur aufgeheizten Rock City

Der Sturm, der in dieser Nacht über Kiel herein gebrochen ist, ist nur Vorbote eines Konzertevents der Extraklasse. Vier der angesagtesten Bands der Fördestadt haben sich im Roten Salon der Pumpe angekündigt. „The Last of the Big Time Suspenders“ lautet der augenzwinkernde Titel des Abends, der mit zwei Absagen beginnt: Wegen eines familiären Trauerfalls haben Armstrong abgesagt, und auch die Bad Days sind verhindert. Doch es schlägt dessen ungeachtet die Stunde der Kieler Lokalmatadore, denn mit der Hardcore-Formation TYSON ist ein vollwertiger Ersatz gefunden. Statt vier also insgesamt drei Bands- was ja im Grunde auch reicht.

Ihrem Namensgeber alle Ehre machend, teilen Tyson aus, schlagen unbarmherzig in die Fresse in ihrem Soundkonglomerat aus Frontsau Kochys Schreien und brutalen Gitarrenriffs. „Hardcore“ steht auf dem Shirt des Sängers, und wo in diesem Fall Hardcore auf der Verpackung prangt, ist auch Hardcore drin. Die Songs hinterlassen eine jubelnde Fangemeinde.

Die SUBURBAN SCUMBAGS bedienen im Anschluss da eher die klassische Punkrock-Gemeinde. Mit dem Ex-Tiny Giants/Madison-Gitarristen Lars Klint ist der perfekte Bruder im Geiste gefunden für Ulf „Uller“ Nagels kehlige Stimme, es rockt und rollt, als hätte man das Debütalbum der Clash einer Frischzellenkur unterzogen. Drei - selten auch vier – Akkorde reichen, um den Botschaften dieser Old School Band Ausdruck zu verleihen und die Hörer mitzunehmen in eine Londoner Vorstadt der Endsiebziger, als Bands wie Cockney Rejects oder Dead Boys Punk-Geschichte schrieben.

Diese vorgeheizte Stimmung müssen VLADIMIR HARKONNEN im Anschluss eigentlich nur noch bedienen. Hardcore Metal ist das Stichwort und das vielleicht am schwersten zu verdauende Rezept des Abends, als der Fünfer losknüppelt. Frontmann Philipp Wolter beweist auch heute, dass mit seiner aktuellen Combo jederzeit gerechnet werden muss. Raue Vocals, brettharte Gitarren und eine fantastische, auf den Punkt marodierende, Rhythmussektion bieten gleichzeitig den musikalisch hochwertigsten Part der Veranstaltung. Wolter springt, mosht, fixiert dem Mob mit bösem Blick, während sich seine Band im Uptempo um den Verstand spielt. Ein angemessenes Finale dieses Events, der den Begriff Kiel Rock City einmal mehr zu untermauern versteht."

24.09.10 - Kiel, Alte Meierei / Dremu: "die VLADIS rocken die Hütte so unglaublich fett, dass es eine wahre Pracht ist! Schnell, gut und schweißtreibend"

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www.dremufuestias.de über unseren Auftritt am 24.09.10 in der Alten Meierei, Kiel


"Frühschichten sind was Blödes. Meistens  geht man viel zu spät ins Bett, nur um dann am frühen Morgen die Klüsen nicht aufzukriegen. Aber da muss man durch. Schließlich gibt am Abend in der Meierei noch ordentlich eins auffe (Schlaf-)mütze. Also zu Hause noch 2 Minuten ratzen, alle Kräfte mobilisieren und ab zur musikalischen Erweckung!

Immerhin könnte man ja meinen, heut gäbe es „BREAKING THE SILENCE PART II“, denn zwei Drittel der heute lärmenden Bands waren vor einigen Monaten schon mal in ähnlicher Konstellation vor Ort. Damals unterstützt von Bambix und Rawside, wobei letztere wegen Krankheit nicht spielen konnten. Hat was von nem Deja Vu. Oder is dat schon Karma???

Auf jeden Fall hab ich Bock!!! Und als RASTA KNAST anfangen, steh ich vorne an und freu mich wie Bolle. Die Hannoveraner ham’s mir angetan. Ihr Deutschpunk in Wort und Ton gefällt mir nachhaltig gut. Anfänglich ist’s noch ziemlich ruhig vor der Bühne. Die Resonanzen sind eher verhalten. Aber nach und nach wird die Meute warm und tanzwillig. Kein Wunder. Songs wie „39 Grad“, „Räuberstaat“ oder „Einer mehr oder weniger“ gehen ins Ohr und in die Beine. Neben den grandiosen Eigengewächsen, gibt’s noch eine Coverversion bei der AGROTOXICO – Arthur ans Mikro gebeten wird. Jedoch – der debile Tastendrücker hat vergessen von wem. Wie blöd, erzählt mir doch mein Nebenmann Frank ganz begeistert, dass er genau DIE Scheibe grade erst gehört hat … Man möge die Lücke vervollständigen. Danke. Auch bei RASTA KNAST gibt’s wohl nu ne Lücke, denn deren Drummer Ballo bestreitet heute Abend seinen letzten Gig. Ich hoffe mal, dass dieser Auftritt ein guter für ihn war. Und ich will hoffen, dass die Band bald `nen neuen Trommler hat. Denn ich freu mich schon jetzt auf „Breaking The Silence Part III“ !!!!  ;-) Prima Einstieg in eine lange Nacht!

Hab se lange nicht mehr geseh’n, die Gebrüder Harkonnen. Hab aber gelesen, dasse nu neue Songs im Gepäck haben soll’n …. – bin gespannt, doh! Aber los geht’s erstmal mit den bislang bekannten Krachern. „Eyebrow In Surprise“, „Roadkill Barbecue“ (Philipp: „Ich liebe diesen Scheiß!“), „Teddybear 666“ oder dem unvermeidlichem „Party Of The Damned“. Die Dinger haben mittlerweile sone Art „Klassikerstatus“ – die ham sich so eingebrannt; die gehen nich` mehr weg. Und die Musiker? Gut aufgelegt wie immer, spielfreudig und immer auffen Punkt – naja, fast. Einmal kommt  die gut geölte Maschine ins Stottern, weil ein Drumstick eigene Wege geht und sich nicht mehr finden lassen will. But who cares – die VLADIES rocken die Hütte so unglaublich fett, dass es eine wahre Pracht ist! Schnell, gut und schweißtreibend. Und die neuen Songs? Sind spitze! Es gibt deren zwei: „Tangeled äh – Dings … und „“Frontex Fuckers“. Beide Stücke äußerst fulminant. Letzterer beginnt verschleppt-doomig und endet in einem Blast(!)orkan. Eric Harkonnen gibt alles! Und wesentlich langsamer ist „Tangled….“ auch nicht. Richtig schön flott kommt die „Parabel“ daher. Darin wird das ewige Abmühen thematisiert. Das ewige Strampeln, dargestellt an Fliegen, die an so`nem Fliegenfänger kleben. Je mehr die Viecher strampeln, desto mehr verheddern sie sich …. Klebrig. Das kann man, symbolisch gesehen, auch von VLADIMIR HARKONNEN sagen. Die Jungs sind fesselnd. Und immer wieder gut!

Da diesmal nach jeder Band das Schlagzeug umgebaut wird, wird der Abend sehr lang. Erst gegen Eins entern AGROTOXICO die Bühne. Aber wie! Der Opener „Fim do Mundo“ rast durch die Meierei und rüttelt die schon etwas müde Meute wach. Ein strammer Beat nach dem anderen paukt sich in die weit offenen Gehörgänge. Die Menge mobilisiert letzte Kräfte, pogt, feiert und schwooft. Die AGROS sprühen vor Energie und ballern ihre Songs vehement in die tobende Masse. Man könnte den Brasilianern vorwerfen, ihre Songs böten nicht genug Abwechslung, denn es geht ja nur in eine Richtung. Nach vorne! Spielt hier aber keine Rolle. Wer so entfesselt spielt, mit Enthusiasmus und Charme, der darf sich auch wiederholen. Mir gefällt der brutale Hardcore-Punk! Was gibt’s schöneres als die volle Kelle davon? Noch’n Schluck Bier dazu. Aaahhh!!! Bangen, Arsch wackeln, Fuß wippen und einfach nur abfeiern. Wat’n Spaß! Den haben auch die Brasilianer. Zwei Zugaben und etliche Dankesbekundungen später beenden AGROTOXICO ihre geile Show.  Geiles Ding! Vom Feinsten! Kommt ja wieder!  … und ich geh zur näxten Frühschicht ….

Danke Rotten Sprotten! Da habter wieder für `nen tollen Abend gesorgt! Frage an alle: Wann kommt „Breaking The Silence Part III“???  ;-)"

Torsten


04.09.10 - Hamburg, Hafenklang / Dremu: "einer der besten Gigs, den ich von der Band bisher gesehen habe"

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REVIEW VS REVIEW: JoyBoy & Phil Harkonnen über DÖRRTERROR, POWER & VLADIMIR HARKONNEN / 04.09.10 – Hamburg, Hafenklang

"Philipp: JoyBoy hatte die Idee für eine neue Dremu-Rubrik: Da man in der Regel keinen Bericht über eigene Gigs schreibt (außer in Tourtagebüchern), könnte man immerhin die anderen Bands reviewen. Schließlich erfreut man sich im Optimalfall nicht nur am eigenen Auftritt, sondern auch an den anderen Bands. Es besteht hier natürlich die Gefahr, sich gegenseitig abzufeiern, aber keine Angst – ich find schon noch ein Haar in der Suppe. Selbst bei „Kraft aus Kiel“!

Eingeladen wurden wir von Micha, einem autonomen Hamburger Tätowierer („Wild in the Streets Tattoos“). Dafür schon mal Danke und für die rundum gelungene Versorgung mit Essen, Bier und sogar T-Shirts! Letztere sehr originell mit abgewandelten Covermotiven von D.R.I. und BLACK FLAG (Pogomännchen mit Tattoonadel etc.).

Der Laden war noch nicht so gut gefüllt, als DÖRRTERROR aus Schweden loslegten, die Stimmung aber bereits ausgelassen. Mensch, bekommen die Schweden eigentlich NICHTS zu essen? Alle in der Band waren derartig dürr, dass z.B. Destructioncrew-Fussel dagegen als feister Wämser zu bezeichnen ist… Vom Look her mit den fiese Frisuren und den ebenso fiesen Schnurrbärten (schon wieder!), könnte man DÖRRTERROR vorschnell in die Spaß-/Saufecke stellen, doch das wäre falsch! Jeder Song wurde mit kämpferischen Ansagen über Gentrifizierung, Kapitalismus oder Facebook eingeleitet. War mir bei letzterem Thema ja fast unangenehm, als wir gefragt wurden, wer denn kein FB-Profil habe und sich kaum jemand meldete… Auch nach dem Auftritt hatte ich gute Gespräche mit den Jungs, die ebenso heftig feierten, wie sie sich sehr reflektiert zu oben genannten Themen äußerten.

JoyBoy: Dem Lob und dem Dank an die Veranstalter kann ich mich nur anschließen. - selten so gut aufgehoben gefühlt!

Neben ihrem eigenwilligen Äußeren und ihrer Musik (stilistische Einordnung: Lärm!) wusste mich an DÖRRTERROR ihre offensichtliche Fertigkeit zu beeindrucken. Dennoch wurden sie gerade in diesem Parameter noch weit übertroffen - und zwar von ihrer Crew.

Direkt nach dem Eintreffen der Schweden fiel uns ein recht verstrahlt wirkender, dunkelhäutiger, zugepiercter Asi mit blonden Dreadlockzottels auf, welcher sich -direkt vor dem Suppentopf stehend - erkundigte, ob es denn auch was zu essen gäbe. Wenig später fanden wir den Typ pennend vor dem Tresen. Spätestens jetzt hatte er alle Sympathiepunkte auf seiner Seite.

Irgendwann zog es ihn dann zum Backstagekühlschrank, bzw. dahinter, denn hier wurde in Embryonalhaltung das nächste Nickerchen eingelegt.

Da ich DÖRRTERROR hier zum ersten mal live erleben würde, erkundigte ich mich hoffnungsvoll bei einem Bandmitglied, ob der Zottelmensch sich dabei auch für ein Instrument verantwortlich zeigen würde. Leider wurde ich enttäuscht: es handelte sich um einen der Fahrer.

Philipp: Und dann POWER! Auch hier übler Style, aber leider völlig bierernst gemeint. Und dann diese Arroganz, mit der die auftreten. Voll die Szenewichser! Kauft euch bloß nie Merch von denen, die T-Shirts gehen ganz schnell kaputt und die Tonträger sind so billig in Sweat Shops erstellt worden, dass sie nach zweimaligem Abspielen zerbröseln.

Ach scheiße, ihr glaubt mir ja doch nicht. Natürlich waren POWER knackig (und fluffig!) wie immer. Zwischen den Songs kalauerten JoyBoy, Schmacko und Danko Blanco abwechselnd um die Wette. “Wir sind Kraft aus Kiel“, „Geht es bei „Not For Sale“ wirklich ums Segeln, Jungs?“, „Das Mikro riecht komisch“… Da man keine Playlist zur Hand hatte, spielte man einfach die ganze neue Scheibe in Originalreihenfolge. Joyboy glotzte immer wieder aufs Backcover und freute sich über den nächsten Song. So gab es also „Making Love To Droids“, „Not For Sale“, „Mobtaxi“ (Highlight!), “Feit Beck!”, “Fat Mike!”, “Always Trouble With Mr. Poo”. “Humanoid Liars”, “My Point Of Aim” und den ollen “Eduard” am Stück. Das waren aber nur 15 Minuten, also gab es drumherum zusätzlich Kraftfutter. Da die Platte erst zwei Tage vorher geliefert worden war, galt es diesen Auftritt natürlich als Plattenfreilassungsgala zu würdigen: Im Schweiße ihrer hässlichen Angesichter hatten Power im Vorfeld mehrere Plakate zu Konfettischnipseln zerrissen und Suzii Butchereit den Kram in einer Tüte in die Hand gedrückt. Zu strategisch ausgefuchsten Momenten warf Suzii die Fetzen dann in die Meute oder Schmacko ins Gesicht, sodass der Laden nach dem Auftritt amtlich eingesaut war. Geil!

JoyBoy: Hatte ich nach dem RD-Rock noch zu bemängeln, das Vladi-Set könnte eine Verjüngungskur vertragen, so kamen VLADIMIR HARKONNEN doch an diesem Tag prompt mit ein paar neuen Nummern im Gepäck auf die Bühne und auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt auf den von Philipp befürchteten Belobigungs-Battle-Effekt geschoben wird - für mich einer der besten Gigs, den ich von der Band bisher gesehen habe.

Das neue Material lässt darauf schließen, dass sich VH mit ihrer nächsten Platte nicht nicht nur auf Bewährtes verlassen werden und es schaffen könnten, qualitativ nochmal 'ne Schippe draufzulegen - zumindest was den Härtegrad angeht, scheint das jedenfalls der Fall zu sein. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir da so eine Blastbeat(!)-Nummer, die sich thematisch mit den netten Praktiken der Grenzsicherungsagentur „Frontex“ auseinandersetzt.

Ansonsten: Bodenroller, doll böse gucken, sinnloses Gebrüll, amtliche Ansagen, Deathdingsi – alles dabei.

Nachdem die abreisebedingten Verluste an personeller Feiersubstanz durch zahlreiche plötzlich auftauchende Kieler und Hamburger Trottel aufgefangen wurden, ging es dann noch weiter zu einem Ausklang in der örtlichen Szenegastronomie, der diesen fluffigen Abend gekonnt abzurunden wusste."


10.07.10 - Rd-Rock / Dremu: "nichts von der fast sprichwörtlichen Dynamik eingebüßt"

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www.dremufuestias.de über unseren Auftritt auf dem Rd-Rock am 10. Juli 2010:

JoyBoy: Nach einer Abendbrot- und Vodkapause verschlafe ich ZAUNPFAHL vorsätzlich und GRAND GRIFFON aus Versehen. Zu VLADIMIR HARKONNEN bin ich dann glücklicherweise wieder auf den Beinen.
Philipp bemerkt zu Recht, dass VH in diesem Augenblick gegen Deutschland spielen, bzw. sich eine Art Fernduell mit dem zeitgleich spielenden Auswahlteam liefern. Tatsächlich finde ich später auf dem Zeltplatz einzelne Grüppchen auf winzige Bildschirme starrend vor. Die Motivationen ein Festival zu besuchen, können doch manchmal recht unterschiedlich sein. Hinzu kommt, dass aufgrund des Wetters schon jetzt einige Besucher das Weite gesucht haben. Im Laufe des Nachmittages ist es auf dem Zeltplatz schon merklich leerer geworden. Trotz dieser Umstände hat sich noch ein ansehnliches Grüppchen vor der Bühne eingefunden.
Bocky dreht an den richtigen Knöpfen und wie immer macht die Band großen Spaß.
Der Sangesknabe entschuldigt sich bei Unbekannt für eine am Vorabend versehentlich begangene dunkelheitstrunkene Attacke auf ein Zelt. Die durch die Bühnenhöhe entstehende Distanz zwischen Band und Publikum kontert Philipp durch Ausflüge in die Menge, bei denen er demonstriert, dass er noch immer nichts von seiner fast sprichwörtlichen Dynamik eingebüßt hat. Beeindruckend besonders in Anbetracht des Wetters und der Tatsache, dass er zu jedem neuen Song wieder über den Seiteneingang zurück auf die Bühne laufen muss. Sogar der legendäre „Bodenroller“ kommt zwischendurch zum Einsatz und sorgt für eine ordentliche Dreckpanade beim Protagonisten und beste Haltungsnoten von mir.
Einziger kleiner Kritikpunkt: irgendwie merke ich langsam, dass die Band seit nunmehr über drei Jahren fast die gleichen Songs bei ihren Gigs spielt. Die sind zwar sehr gut, aber es wird einfach Zeit für neue, geile Harkonnen-Scheiße, die das Set ein wenig auffrischt. Also her mit dem Debut-Nachfolger, möglichst mit einem noch sperrigeren Plattentitel!

Nils: Ein Glück konnte ich dann noch die Harkonnen sehen, die einfach nur knallen!

Andy: Gut gelaunt dank GRAND GRIFFON geht’s zur anderen Bühne, um mal wieder VLADIMIR HARKONNEN zu sehen. Leider gibt’s auch heute nur die gewohnten Songs und langsam werde ich echt ungeduldig. Der mehrstimmige Gesang kommt heute auch nicht ganz so gut bei mir an wie sonst. Dafür wälzt Phillipp sich wie ein Doofer aufm Fußboden rum und schreckt auch vor einem Deathdingsie nicht zurück.

Bocky: Da ich VLADIMIR HARKONNEN ja selber abmische, möchte ich jetzt dazu nichts schreiben, das macht ja bestimmt auch wer anders.

05.02.10 - Rotenburg, Villa / Dremu: "was für positive Gefühle Hardcore hervorrufen kann"

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Andy / www.dremufuestias.de:

"Fast ein Jahr ist es schon her, dass ich zum ersten Mal Gast war in der Villa Rotenburg und da die Erinnerungen an diesen Ort sehr positiv sind, freu ich mich doch sehr, als mir mitgeteilt wird, dass ich mitfahren kann!

Mit etwa 'ner halben Stunde Verspätung (Strecker musste zu seiner Verwunderung arbeiten) machen wir uns auf vereisten Straßen auf den Weg nach Rotenburg. Als wir ankommen, machen sich POWER schon übers Essen her, gefüllte Paprikas. Lecker! Obwohl sich der eine oder andere auch gefreut hätte, wenns das Galusch vom letzten Jahr gegeben hätte (also jetzt nicht das vom letzten Jahr, sondern dieselbe Speise, ne?).

Nach dem Essen wird ersma aufgebaut und POWER checken, was das zeug hält. Gegen 23 Uhr und den ersten pöbelnden Punkern gehts auch los. Als POWER ihre Show starten, ist der Keller angenehm mit alternativem Gesocks gefüllt. Ich wurde darum gebeten, ein paar Fotos zu schießen, scheitere aber kläglich an der Aufgabe. POWER haben sich merklich gesteigert und rocken wie Sau! Gespielt werden gute zwei Hände voll Songs, unter anderem auch der DE De Delededede Song aka Späthis Brille, es werden auch Ipods getötet (wie ich auf der Rückfahrt erleben muss, auch das einzige, wozu so'n Scheißteil nützlich ist) und zum Schluss übernimmt Andi (mir schmerzt das Herz diesen Namen mit "i" zu schreiben) noch den Gesang um Moes Gesangspart bei "Schön ein Saufen, Aller". Geile Show, hat Spaß gemacht!

So, nu sind die HARKONNENS dran. Die Setlist sieht fast aus wie immer, fast, weil es ein Song drauf geschafft hat, der sonst nicht live gespielt wird und zwar "Electric Sheep" und weil ich nun auch schon länger danach gebettelt hab, wird der auch prompt mir gewidmet! Danke! Phillipp kritisiert den Umgang der Massenmedien mit den Ereignissen in Haiti und alles andere was ihm gerade so einfällt, auch der Schuhtest erlebt ein Revival. Ansonsten ist alles wie immer, wer mal sehen möchte, was für positive Gefühle Hardcore herrvorrufen kann, sollte sich Eric mal beim Schlagzeugspielen ansehen. Hab noch nie einen Menschen gesehen, der so drollig dreinblickt. Danach wird noch etwas länger gefeiert, bis uns Phillipp irgendwann ins Bett bringt und uns noch ne Gute-Nacht-Geschichte vorliest."

28.11.09 - Rendsburg, T-Stube / Dremu: "wie immer klasse"

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www.dremufuestias.de / Andi übern T-Stuben-Auftritt:

"Da ich Steakknife letztens leider verpasst habe, war ich natürlich sehr gespannt, wie es inner T-Stube jetzt aussieht, die ja jetzt frisch renoviert is. Deshalb machen wir uns auf den Weg nach Rendsburg.

Als wir am Kieler Hauptbahnhof ankommen, treffen wir schon auf die ersten Schlumpfhausen-Hooligans, die uns die gesamte Fahrt über mit Gesängen minderer Qualität beglücken. Wir hingegen vertreiben uns die Zeit mit dem Lesen von Comics (Werewolves on the moon versus Vampires).

In Rendsburg verlaufen wir uns prompt, was inner Stadt wie Rendsburg ja auch schon 'ne Leistung ist. Kommen aber trotzdem viel zu früh anner T-Stube an und beschließen noch ein wenig die Altstadt unsicher zu machen. Der Weihnachtsmarkt ist fast so schlimm wie in Kiel, Subways wollte auch nicht schließen, obwohl wir sehr böse gekuckt haben (und wie die Bekloppten an die Wand geschlagen haben), außerdem haben wir noch den Versuch gestartet, einen Ladeneingang zu besetzen, was auch erst mal ganz cool anfing: Transpi gemalt, Mucke an, Chips und unalkoholische Getränke verspeist. Bis eine befeindete Jugendgang Ärger machen wollte, die wir aber mit böse Gucken vertreiben konnten. Dann gings wieder zur T-Stube, auf dem Weg fiel uns noch ein Graffiti auf mit dem Inhalt: HERR FUGBAUM LEBT!

So kommen wir endlich zur Musik. OUT OF LIMIT kennt man ja noch vom lustigen Instrumenten-Wechselspiel inner Meierei bei den Vladis. Ich durfte jetzt aber zum ersten mal eigene Songs der Band erleben und muss sagen: Doll is datt nich. Glattgebügelter Radiorock a la GREEN DAY oder so. Als ich in deren Alter war (is gar nicht mal so lange her), war ich doch um einiges angepisster und auswendig gelernte Ansagen gehen gar nicht.

TACKLEBERRY kennt man vielleicht auch schon (da singt der Sänger von AFFENMESSERKAMPF)... Ähm ja, was sagt man zu TACKLEBERRY... Es geht relativ wenig kaputt, es gibt alte Songs wie auch aktuelle, Hannes erzählt von nem FLIPPERS Konzert, das sie zusammen besucht haben, des Weiteren wünscht er Media Markt noch 'ne schöne Insolvenz! Amen! Als Zugabe gibt’s dann noch „Modern wife is law“ und „Me and the Pistkit“. Wer nicht weiß, was ein Pistkit is, sollte am besten mal Bockfred fragen, der hat da Ahnung von!

Jetzt fehlen nur noch die Vladis. Die sind wie immer klasse und lassen sich auch nicht davon beeindrucken, dass es im Stübchen um einiges leerer geworden ist. Gespielt wird fast alles außer meinem Lieblingssong, dafür aber natürlich der Livehit „Party of the damned“, den ich hiermit nominieren möchte als nervigsten Livesong des Jahres. Das MOTÖRHEAD-Outro gibt’s heute gleich zweimal. Phillipp wünscht noch DIO, der an Krebs erkrankt ist, gute Besserung, lässt sich aber nicht dazu überreden, 'n Cover von „Holy Diver“ zu schmettern.

Im Anschluss war Hülsi noch so nett, uns nach Hause zu fahren! Danke noch mal!"

21.11.09 - Kiel, Pumpe / KN: "VLADIMIR HARKONNEN stellen ihren überregional exzellenten Ruf als scharfkantige Hardcore-Formation unter Beweis"

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KIELER NACHRICHTEN / Jens Raschke:

"KIELoWatt: Hartholz in der Hütten

Kiel - Wer hätte das gedacht: Es ist Sonnabendabend, Punkt 18 Uhr 30, als die Jungs von In Rock We Trust die Bühne der Pumpe betreten - und es sind tatsächlich schon Zuschauer da! Und gar nicht mal wenige. Wer hat eigentlich behauptet, Konzerte müssten kurz vor Mitternacht beginnen?

Na gut, man hätte den Openern des zweiten KIELoWatt-Festivaltags auch von Herzen gerne eine brechend volle Hütte gegönnt. Die hätten In Rock We Trust nämlich wirklich verdient mit ihrem AC/DC-geschulten High-Voltage-Rock, der an das Beste in jedem alternden Hardrock-Fan appelliert: an sein steinweiches, erznostalgisches Lederherz. Eben jenes kommt an diesem Abend ohnehin ganz gut auf seine Kosten. Manches von dem, was da von der Bühne schallt, klingt verdammt nach 1982ff.: Die Kieler Formation Ivory Tower bläst ihren hymnischen Progessive Metal mit breiten Keyboard-Flächen und schwirrenden Chorälen in den Saal; das erinnert zuweilen beängstigend an Europe oder Saga oder ähnlichen Zinnober, aber imposant ist es dann doch irgendwie, Sänger Andre Fischer bei seinen gelenkigen Choreografien zuzuschauen.

Auch das Hannoveraner Quartett Nikki Puppet huldigt frank und frei dem melodischen Hard Rock vergangener Jahrtausende, und das nicht nur mittels Gitarrist Christos Mamalitsidis' schütterer Slash-Gedenkfrisur: Frontfrau Nicky Gronewold schmettert ihre Texte mit einer Wucht mikrowärts, dass man meinen möchte, die leibhaftige Doro Pesch stünde da vorne auf der Bühne; nur mit neuer Haarfarbe. Na ja, und etwas jünger auch.

Tags zuvor begegneten sich ein Stockwerk tiefer Bands der noch härteren und aggressiveren Gangart: Die mythenbewegten Zephyr aus Aukrug stellten ihre Spielart des „Alcoholic Death Metal“ vor; Slow Kill System aus Kiel und Small Heap Misery aus Kellinghusen lieferten kiloweise Thrash Metal ab; Cursed Anguish aus Lübeck (Motto: „Hört und verzweifelt!“) und Frost aus Elmshorn widmeten sich den schwarzen Seiten des Genres. Aber auch am zweiten Festivaltag setzt es durchaus Schläge in die Magengrube: Die Kieler Brainfuckers Fun Foundation ist kurzfristig eingesprungen und verprügelt die Menge mit melodischem, bretthartem Metalcore inklusive E-Cello. Später stellen dann auch noch Vladimir Harkonnen aus Kiel/Rendsburg ihren überregional exzellenten Ruf als scharfkantige Hardcore-Formation unter Beweis, ehe die Schlussrunde an zwei Hamburger Bands geht. Los geht's mit dem melodischen Power Metal von Bäd Influence, gefolgt von Ohrenfeindt, die mit ihrem St.-Pauli-affinen „Vollgasrock“ den programmatischen Schluss- und Höhepunkt des diesjährigen KIELoWatt-Festivals setzen. Gratulation zum fünften Geburtstag. Mögen noch einige folgen."

23.11.09

17.10.09 - Nms, AJZ / Dremu: "Sänger tanzt derart enthemmt, dass er der restlichen Band erhebliche Platzwunden zufügt."

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www.dremufuestias.de / Andy über unseren Auftritt im AJZ Neumünster am 17.10.09:

"Jetzt kommen wir zum langerwartetem Headliner VLADIMIR HARKONNEN die Jungs konnten mit ihrem Erstlingswerk "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" die Messlatte im Crab(P)core Sektor um einiges höher legen, mittlerweile distanziert sich die Gruppe von dieser Phase, nur Zarc kann den Krabbentanz nicht sein lassen, auch viele der alten Fans werden dadurch vergrault. Brüllmodul Phillipp verrät mir später aber, dass man mit der kommenden Platte wieder ganz neue Wege beschreiten möchte. Stichwort: Rumrollcore! Der Herr Sänger tanzt derart enthemmt, dass er der restlichen Band erhebliche Platzwunden zufügt. Nur Niels traut sich, der Wolterschen Schreckensherrschaft etwas entgegenzusetzen und wehrt sich! Gespielt werden sämtliche Klassiker und beendet wird die Show mit einer Huldigung Motörheads."

Mehr: http://mosh.dremufuestias.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1786&Itemid=116

Rezi #32 - TRUST #138: "Fett produzierter, gewaltvoll gespielter Hardcore. Wunderbar die tiefe Gurgel-Stimme mit den 'Ho Ho Ho'-Chören"

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TRUST #138:

"Der eine oder andere wird sich sicherlich noch an BONEHOUSE erinnern. Ob VH nun der legitime Nachfolger ist, oder einfach nur die neue Band des Ex-Sängers, vermag ich hier nicht zu beurteilen.

Ist aber auch egal.  mit leichter Metal-Kante. Mal melodiös, mal brachiale Gitarren-Wand. Wunderbar die tiefe Gurgel-Stimme mit den 'Ho Ho Ho'-Chören im Hintergrund. Da macht es doch einfach Spaß zuzuhören. Nix Neues, aber perfektes Handwerk.

Platte und Band werden mit Sicherheit ihren Weg finden. Da bin ich fest von überzeugt."

Joachim

Rezi #31 - INTO THE WARZONE: "Die ganze Platte ist ein verdammtes Riffeisen und es glüht sich bis zum Horizont"

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Im näxten INTO THE WARZONE-Mag:

Vladimir Harkonnen – Silence, As Long As Thought, While The Executioners Are Reloading
Cargo Records 2009

"Die Fusion aus Bonehouse und 2nd Engine Mitgliedern zeigt ihre Existenz bereits seit 2006 und beehrte uns im Jahre 2009 mit dieser illustren Langrille. Der melodische und jederzeit agile Hardcore zeigt unnachgiebigen Wums mit ordentlich Bums, ein Wummern, so dass es  Bierkisten um die Lauschapparate hagelt. Man kommt ohne biegen und brechen einfach nicht um dieses norddeutsche Keimbazillenmutterschiff herum und hechelt schon dem nächsten Song auf der faszinierenden Scheibe entgegen. Die jederzeit druckvollen, powernden und in den Pulk schlagenden Kraftprotze funktionieren sicherlich live und momentan in der hiesigen Beschallungsanlage hervorragend. Rohheit und Druck vermissen die Nordmännners genau so wenig wie tiefgreifende Aussagefähigkeit. VH pusten so maches Staubkorn aus der eingerosteten Liegeposition! Ob man nun mit „Party Of The Damned“ oder „Body In The Trunk“ dieser kräftigen Melange aus messerscharfen, treibenden und jederzeit einprägenden Kompaktheit fröhnt, völlig egal! Die ganze Platte ist ein verdammtes Riffeisen und es glüht sich bis zum Horizont. Also gehechelt wird später, jetzt wird geglotzt und eimerweise VH – Tonkonserven gekauft! Kooft euch dat Vinyl!!"

Timo

Rezi #30 - Twisted Chords: "Monster, was hier über euch herein bricht"

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TWISTED CHORDS:


"Yes, punk-as-fuck so gut wie schon lange nicht mehr... Vladimir Harkonnen sind die neue Band von ex-Bonehouse-Schreihals Philipp Wolter und spielen eine saugeile Mischung aus thrashigem Punkrock und Old-School-Hardcore mit großartigen Gitarrenriffs, super Stimme und einer unaufhaltsamen Power. Mal schnoddrig, mal melodisch, aber immer volle Kanne voraus, stellt euch Poison Idea auf Old-School-Hardcore vor und ihr habt eine Vorstellung von dem Monster, was hier über euch herein bricht. Das ist mit das Beste in der Richtung, was die letzten Jahre aus Deutschland kam und das will definitiv was heißen. Saugute Band, die mit dieser Platte schnellstens durchstarten sollte. Die LP kommt mit bedruckten Innenhüllen inklusive Fotokollage und Texten!"

24.07.09 - Mülheim, AZ / Bierschinken: "ballern uns schönen Hardcore um die Ohren"

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www.bierschinken.net übers Konz in Mülheim am 24.07.'09:

"Eigentlich wollte ich ja schon im Campingstuhl auf dem Eier mit Speck-Festival am Niederrhein sitzen. Doch ein Line-Up wie dieses und die Tatsache, dass der Spass gestern in Osnabrück (wo ich eigentlich hin wollte) 10 Euro (doppelt so teuer wie Mülheim und mit 2 Bands weniger) kosten sollte, führte zu der Entscheidung, den Freitag doch noch kurzerhand indoor zu verbringen. Aber wie wir alle wissen, kommt es erstens anders und zweitens blablabla...

Die Vorfreude war schon groß. 5 Bands, welche allesamt stark meinem Musikgusto entgegenkommen für nur 5 Taler. Was will man mehr. Aber irgendwo musste ja noch ein Haken sein und der sollte beim Eintritt ins AZ gefunden werden. Gleich 2 Bands (Rawside und Rastaknast) mussten krankheitsbedingt absagen. Die offizielle Begründung war Schweinegrippe (Rawside) und Blutvergiftung (Rastaknast). Im Laufe des Abends gab es noch die eine oder andere Vermutung, welche Gründe denn nun wirklich ausschlaggebend für die Absage waren, aber Schwamm drüber. Auch der Vermerk an der Kasse "wegen Absage nur 5 Euro" war seltsam, war der Preis doch vorher auch schon mit 5 Oi's angegeben. Verwirrend.

Egal, immer noch ein mehr als preisgünstiges Event. Wie im AZ üblich Hinz und Kunz anwesend (ich verweise hier ausdrücklich NICHT auf Maks' Rilrec-Seite, er war eh sehr früh Pommes essen!). Den Opener machen heute Vladimir Harkonnen aus Kiel.

Die Bilder würden eventuell dazu veranlassen zu denken, ich hätte Bilder vom Wacken hier eingespeist und es gäbe feinen Metal zu hören. Aber nein, der Ex-Bonehouse-Shouter und seine Genossen ballern uns schönen Hardcore um die Ohren.
Alles gespickt mit netten Ansagen in derbstem nordeutschen Dialekt. Angebotene alkoholische Köstlichkeiten (Doppelkorn aus dem Publikum) wurden ebenfalls nicht verschmäht.

Die Meute, übrigens in der des Line-Ups würdigen Menge anwesend, gab auch sofort Gas. Ein netter Pogo vor der Bühne. Gelungener Auftakt für heute, obwohl die Songs sich zum Ende hin doch alle recht ähnelten.

In der Nachbarhalle gabs heute den ganzen Abend lecker Cocktails für sehr okaye Preise zu erwerben. Der Erlös war für den Mustermenschverein vorgesehen (checkt mal www.mustermensch.org). Saufen für den guten Zweck quasi. Hatte auch dementsprechend Zulauf"
Kiki

Geht weiter auf http://www.bierschinken.net/dae/2009-07-24kiki/

Rezi #29 - (R)OHRPOST #8: "brezelt einen volle Wucht an die Wand!"

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(R)OHRPOST #8 verkündet:

"HC-Punk meets HC meets Metal meets... Ein Riesenpott voller Musikeinflüsse... durch den Verstärker gezogen... bei 250 Grad eine Viertelstunde auf CD gepresst und fertig ist der 13-Track-Hörgenuss für ein gemütliches Abendessen innerhalb xy min.! Danach das Bier aus dem Kühlschrank geholt und noch einmal von vorne gehört!

Ich persönlich habe selten solch verschiedene Einflüsse in harmonischem Beisammensein gehört! Normalerweise nervt immer etwas, weil irgendetwas nicht zu irgendetwas der anderen Stilrichtung passt... doch hier suche ich vergebens!

Das Ding brezelt einen volle Wucht an die Wand!

Dass der Gesang dabei stark an BONEHOUSE erinnert, kommt nicht von ungefähr. Diese neue Band aus Kiel ist die Schnittstelle zwischen Nietenjacke und Metallkutte der härteen Sorte!

Die Aufnahmen werden gerade zusätzlich auf Vinyl veröffentlicht - also ranhalten!"

Turbotorben 

Rezi #28 - PLASTIC BOMB übers Vinyl: "Extrem hoher Koma-Faktor!"

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PLASTIC BOMB #68:

"Das Debut von VLADIMIR HARKONNEN aus Kiel / Rendsburg ist ja nun schon seit Anfang des Jahres auf CD erhältlich gewesen, aber nun sind diese schweinegeilen Songs auch auf Vinyl erschienen. Der gute alte Ballo von RASTA KNAST hat sich mit seinem neugegründeten BREAK THE SILENCE Recordlabel dieser Vinylveröffentlichung angenommen und ein wirklich feines Stück schwarzes Plastik herausgebracht.

Alleine das Coverartwork von Fritte (www.skrash.com) aus Düsseldorf kommt in LP-Größe viel besser rüber.

Soundtechnisch empfehle ich die Vinylversion ebenfalls als absolut hervorragend, da man selten so einen prallen fetten Sound auf Vinyl zu hören bekommt.

Ach ja, die Musik... ich vergaß... Klasse Hardcorepunk mit grandioser Power und super Singalongs. Grölen, headbangen, slamdancen und sich dabei mit Bier bespritzen... genau der richtige Sound, um mal so richtig die Sau rauslassen zu können! Extrem hoher Koma-Faktor!"

Helge

25.07.09 - Kiel, Alte Meierei / Dremufuestias: "ganz heißer Kandidat für’s Konzert des Jahres"

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www.dremufuestias.de über das BREAK THE SILENCE-Festival in der ALTEn MEIEREI, Kiel am 25.07.09:

"Auf dieses Ding freu’ ich mich schon seit Wochen, fiebere dem Ereignis förmlich entgegen und tausche extra noch die Schicht, nur um bloß nicht zu spät zu kommen und etwas zu verpassen. Doch Murphy’s Law ist (mal wieder) schneller an diesem Samstag: Der Beginn der Veranstaltung verschiebt sich beträchtlich und eine (wichtige!) Band spielt nicht …

… RAWSIDE müssen nämlich leider vermelden, dass Sänger Henne hohes Fieber hat und der Drummer eine kaputte Flosse. Sehr, sehr schade! Da hatten sich so einige auf die Bajuwaren-Punks gefreut …


Aber nu’ – die Welt dreht sich weiter und es sind ja noch’n paar andere Bands übrig. BAMBIX z. Bsp. Die juckeln grad auf’n Hoff, als auch ich angeradelt komme – standen wohl im Stau. Dachte, die hätten schon gespielt; is’ ja schon halb acht durch. Für um Sieben war ja der Start angesetzt gewesen. Gut, nix verpasst – durchatmen!


Da die BAMBIXer erstmal ausladen müssen und so, spielen RASTA KNAST als Erste. Um’s schon mal vorweg zu nehmen – das ist der ideale Beginn! Die Jungs zocken ihre 1a – Punkrockperlen mit Inbrunst, Energie und Spaß. Dabei hatte eines der Bandmitglieder am Vortag noch mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen. Respekt meine Herren! Ganz hervorragend klingen die melodischen Refrains in der echt geilen Mehrstimmigkeit. Außer dem Drummer sind alle anderen Bandmitglieder am singen, titulieren und Mikro tauschen. Besonders stark sind Songs wie z. Bsp.: „Nichts ist für die Ewigkeit“, „Einer mehr oder weniger“ oder „Katze beißt in Draht“. Letzterer wird freudigst begrüßt und ordentlich abgefeiert. Vor der Bühne ist eh ständig Bewegung. Der Mob ist absolut in Feierlaune! RASTA KNAST holen bei einem Song ihre Freunde von AGROTOXICO auf die Bühne. Das gibt (zumindest Ansatzweise) ..nen geilen Vorgeschmack auf den heutigen Headliner. Doch zuerst ziehen RASTA KNAST noch ’n paar Zugaben aus’m Ärmel bevor sie das Feld den anderen (heftig angekündigten) Bands überlassen. Absoluter Knallergig!


Das hoffe ich auch bei BAMBIX. Die letzte Scheibe der HolländerInnen läuft bei mir des öfteren und macht immer wieder Spaß! Mit „Under the moon“, dem Opener von „Bleeding in a box“, geht’s denn auch gleich gut los. Aber es ist zu merken, dass der Stimmungspegel ziemlich abfällt. Das Publikum reagiert zurückhaltend. Und auch die Band scheint nicht so recht in die Gänge zu kommen. Da ich eh nur die Songs von o.g. Pladde kenn’, hab’ ich mit dem Rest so meine Schwierigkeiten. Ich werd’ da nich’ warm mit. So bleibt es bei gut gemeintem Applaus – und der Hoffnung auf den nächsten Gig mit den BAMBIX. War gut, aber nicht sooo toll …

PS: Am Sonntach hab’ ich trotzdem dauernd „Under the moon“ im Ohr …. J


Ers’ma’ wat frische Luft schnappen – bevor VLADIMIR HARKONNEN mal wieder den Sauerstoff knapp werden lassen! Schon als ich die Meierei wieder betrete, beschlagen meine Brillengläser … - Bier her; die Kehle soll angefeuchtet sein, damit man schön mitgrölen kann. Is’ ja wirklich nicht schwer bei Songs wie „Mozambigue Shot“, „Body In ATrunk“ oder „Party Of The Damned“. Beim letztgenannten Song lassen sich die Vladis von einigen Jungspunden unterstützen. Die zocken den Song so gut, dass kaum ein Unterschied zu den Originalen festzustellen ist. Klasse Einlage! Ansonsten is’ bei Familie Harkonnen (wie üblich) alles im satt grünen Bereich: obergeiler Sound, ein springvergnügter Philipp, Eric, der alles in Grund und Boden trommelt und ein Andi Uranus, der sich „vor lauter Rührung“ schon mal zwischen Schlagzeug und Boxen fallen lässt. Kollege Wolter outet sich zudem als überzeugter Sitzpinkler. Die Umstände auffem Meiereiklo lassen Philipp keine Wahl! Vollgepisste Klobrillen sind nu’  wirklich nich’ Gentlemenlike. Beim (mittlerweile obligatorischen) Bonehouse-Cover stiefelt auch Ex-Drummer Kalle auf die Bühne und veredelt „Onward To Mayhem“ mit seiner unnachahmlichen Stimme. Noch ..ne geile Aktion! Ich find’ ja, das riecht nach einer Bonehouse - Reunion ;-) …


Von AGROTOXICO kannte ich bisher nur den Namen. Aus Brasilien kommen die Jungs, das wusste ich auch noch – aber das sie so eine geile Show hinlegen würden – das wusste ich nicht! Und in der Tat – was die Jungs da an den Tag legen, begeistert mich über alle Maßen! Sooo intensiv, sooo brutal, sooo aggressiv, sooo fett und sooo guuut - und trotzdem auf gewisse Art charmant! Das muss den Jungs erstmal einer nachmachen! Die Songs erzählen vom (harten) Leben in Brasiliens Slums, vom Kampf um’s Überleben und vom Widerstand gegen derbe Widrigkeiten und Repression. Und man nimmt AGROTOXICO das ab! Ihre Wut klingt glaubwürdig, ihr Hass ist berechtigt! AGROTOXICO wissen, wovon sie reden/singen! Ihre Songs sind kurz und haben eine enorme Durchschlagskraft. Es gibt kein Halten mehr. Wilder Pogo und abstruse Verrenkungen vollziehen sich im hektischen Takt des Hardcore Punk der Brasilianer. Logisch, dass sich auch die Freunde von RASTA KNAST auf der Bühne blicken lassen, um orndlich ein’ mitzuschmettern. Und noch jemand schleicht über die Bühnenbretter: Kalle wird nicht nur beim fotografieren gesichtet, nein, er „füttert“ auch den AGROTOXICO – Drummer. Während dieser wie besessen  auf sein Kit einprügelt (was für ein Tier!), wird ihm von Kalle Bier eingeflößt. Welch’ ein Anblick, hehe! Später liegen sich die beiden brüderlich im Arm und feiern sich gegenseitig. Der Mob vor der Bühne seinerseits feiert die Band – ohne Zugaben werden die Jungs nicht entlassen!


Wat’n geiler Abend! Später steht man noch mit Musikern und Bekannten zusammen und hält Klönschnack. Auch am Merchstand is’ einiges los. Macht verdammt viel Laune heute – für mich schon mal ein ganz heißer Kandidat für’s 'Konzert des Jahres'!!!!"

Torsten

Rezi #27 - ROCK HARD übers Vinyl: "mal schnoddrig, mal melodisch durch die Boxen donnernd"

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ROCK HARD #267:

"Das mal schnoddrig, mal melodisch durch die Boxen donnernde Debut der Rock'n'Roll-Punks um Ex-Bonehouse-Brüllhals Philipp Wolter ist jetzt auch als Pladde erhällich.
150 Exemplare kommen in rotem Vinyl, der Rest in schickem Schwarz. Ein Innersleeve mit Texten und 'ner Fotocollage wird ebenso spendiert wie einn neues Mastering, das der Band sogar besser gefällt als der CD-Sound."

Jan Jaedike, 7 Punkte

Rezi #26 - BLOODCHAMBER.de: "erfrischendes Album (...) Songs strotzen vor Abwechslungsreichtum"

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http://bloodchamber.de:

"VLADIMIR HARKONNEN aus dem nördlichsten Bundesland sind Ende 2006 aus BONEHOUSE (Kiel) und 2ND ENGINE (Rendsburg) hervorgegangen. Benannt nach dem bösesten aller Bösewichte aus Frank Herberts 6-teiliger Dune Saga verschreiben sie sich nicht erst seitdem dem Spaß an der Musik.

Spaß macht auf jeden Fall die mit dem extra langen Titel versehene „Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading“ Scheibe. Fröhliche Melodien, Mitsingparts und tanzbares Zeugs unterlegt mit ein paar Metalriffs lassen die Nordlichter irgendwo zwischen Punk und Hardcore mit Metaleinschlag hin und herpendeln. Aber wen interessiert schon die Schublade wenn so ein erfrischendes Album drin liegt?

Die Songs strotzen jedenfalls vor Abwechslungsreichtum, finden sich aber immer wieder zu einem roten Faden zusammen, der dem Hörer hin und her durch den Kopf gezogen wird um die Gehörgänge freizubekommen. Mir fällt auch bei längerem Nachdenken keine vergleichbare Band ein, denn VLADIMIR HARKONNEN ziehen ihr eigenes Ding durch und sind damit mittlerweile wohl in der heutigen Musikszene eine von wenigen Bands. Klar schimmern hier und dort mal Anleihen von Riffs von MOTÖRHEAD oder AC/DC durch, aber dann bricht der Song plötzlich aus und entwickelt sich in eine ganz andere Richtung.

Live sind die Songs eine Macht, nach ein paar Umdrehungen des Silberlings setzt aber eine leichte Gewöhnung an das Material ein und deshalb geht es mit der Note nicht höher hinaus. Kleiner Tipp noch am Rande: Nicht Runterladen sondern Kaufen, denn sonst verpasst ihr die im Booklet abgedruckten kranken Texte. Danke."

Björn Gieseler
http://bloodchamber.de/cd/v/6214/ 

Rezi #25 - IN YOUR FACE.de: „...macht süchtig, da es so guten und abwechslungsreichen Hardcore nur noch selten gibt"

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www.in-your-face.de:

"Kiel ist ja nicht erst seit dem „Decline of Kiel's Civilisation“-Sampler die geheime Hardcore Hauptstadt des Landes, schließlich ist die Band-Dichte hier im Norden so hoch wie in kaum einer anderen Stadt. Da wundert einen auch die inzestiösen Bandgebilde nicht. Und dass das nicht schlecht sein muss, zeigen VLADIMIR HARKONNEN, bestehend aus einer Handvoll Szene-Veteranen. Und dass bei dieser Verschwörung kein Melodic Punk heraus kommen kann, muss nicht groß erwähnt werden.

Hardcore im klassischen Sinne ist bei VLADIMIR HARKONNEN das Motto, der aber auch nicht anachronistisch oder eindimensional rüber kommt. Die fünf Kieler Sprotten haben sich beim Songwriting schon was einfallen lassen, Chöre, Instrumental-Teilstücke, zweistimmiger Gesang, auch mal ein paar Gitarrenspielereien und Melodielinien. Was am Ende heraus kommt ist in etwa so abwechslungsreich wie die Saga um den Wüstenplaneten. Die 13 Songs stecken also voller kleiner Überraschungen, wie z.B. „Not Even Close“, welcher sich nach der Hardcore-Version von „Thunderstruck“ anhört. Drei Durchgänge braucht man schon, um sich mit der Scheibe mit den langen Namen anzufreunden. Und dann kriegt man sie nicht mehr vom Plattenteller. „Silence,...“ macht süchtig, da es so guten und abwechslungsreichen Hardcore nur noch selten gibt. Entweder servieren die Bands trendigen Metalcore, MTV Hardcore oder so ein Screamo-Zeugs. VLADIMIR HARKONNEN erinnern einen an die guten alten Zeiten, als es nur wenige Trends gab und Hardcore eben Hardcore war und nicht in tausende Subgenres unterteilt wurde, die teilweise aufs Fieseste ausgebeutet werden oder einfach Härte mit Energie verwechseln. Diese stimmt aber bei VLADIMIR HARKONNEN, trotz aller Abwechslung. Der Gesang ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, oder vielleicht doch. Er hält die Songs zusammen und bringt sie auf den Punkt. Der differenzierte Sound ist zuerst gewöhnungsbedürftig, bis auch der Letzte merkt, dass gerade er die Kraft VLADIMIR HARKONNENs ausmacht. Textlich gebärdet sich das Quintett ebenso umtriebig und erzählt abstruse Geschichten, die ein Zerrbild der Welt da draußen sind, mal humorvoll, mal fies, mal ironisch, mal böse.

Zum Schluss muss noch das durchdachte, tiefgründige, klischeefreie und gelungen umgesetzte Artwork gewürdigt werden. Genug gesagt! Wer auf BONEHOUSE, RASTA KNAST, 2ND ENGINE oder NUCLEAR TERROR steht, sollte auf keinen Fall zögern, sich den ersten Longplayer von VLADIMIR HARKONNEN zuzulegen."

9 von 10 Lumpis

Eingetragen von Habi
am 23.05.2009

06.06.09 - Ellerdorf, WILWARIN-FESTIVAL XII / Kieler Leben: "konnten mit melodiösem Hardcore überzeugen"

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Kieler Leben:

"Auch 'Vladimir Harkonnen' um Kieler Szene-Urgestein Philipp Wolter konnten mit melodiösem Hardcore überzeugen und spielten sich durch die chorlastigen, durchweg eingängigen Songs ihrer Debütscheibe. Einen Kommentar zum kältesten Juniwochenende seit 30 Jahren konnte sich auch der Shouter nicht verkneifen: "Mann, war das kalt heute Nacht. Ich hoffe, ihr findet heute alle jemanden zum Wärmen!". Mit dem obligatorischen Bonehouse-Cover "Onward to Mayhem" fand das Set der Band schließlich ein zugabenloses Ende."

Leif Altenburg

Der ganze Artikel:
http://www.kielerleben.de/artikel-6-230.htm

06.06.09 - Ellerdorf, WILWARIN-FESTIVAL XII / Dremufuestias: "dreckiger und damit lustiger"

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www.dremufuestias.de über den Auftritt auffem Wilwarin:

"VLADIMIR HARKONNEN - Vergötterungshymnen bitte hier einfügen.
Is super, macht Spaß, wie immer, nur dreckiger und damit lustiger. So."

Steffi Petersen

(Mehr zu anderen Bands natürlich im Bericht über das ganze Festival)

06.06.09 - Ellerdorf, Wilwarin-Festival / Kieler Nachrichten: "Bekanntschaft mit dem Knüppel"

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Kieler Nachrichten vom 9.06.09 über WILWARIN-FESTIVAL XII:

"Wilwarin Festival: Zwischen Staub, Punk und Dixi-Klos


Ellerdorf - „Es geht los, macht Bekanntschaft mit dem Knüppel!“ Als sich die Hardcore Metal Formation Vladimir Harkonnen auf der Second Ground Bühne durch ihr Programm prügelt, hat der zweite Tag des Wilwarin Festivals bereits Fahrt aufgenommen. Das Wetter spielt – im Gegensatz zu manch anderem Jahr – mit. Rund 3000 Festivalbesucher haben den Weg nach Ellerdorf gefunden, um neben vielerlei an Rahmenprogramm 33 Bands zu erleben.

Und einmal mehr ist den Veranstaltern ein dickes Lob auszusprechen, ist die Organisation doch nahezu perfekt, atmet der Event spürbar das Herzblut aller involvierten Helfer und Verantwortlichen. Über den Campingplatz an der Dixi-Klo Batterie vorbei, immer dem aromatischen Lagerfeuerduft nach, die Überreste der „Demagogenbühne“ passierend, schon ist man auf dem Veranstaltungsgelände angekommen.

Zwei Bühnen – die „Pain Area“ und der überdachte „Second Ground“ – bieten in diesem Jahr vor allem eines: Abwechslung. Trashiger Pop, Noise, Metal, Punk, Ska, um nur einige Schubladen aufzureißen. Viele Besucher sind am Vortag mit den Shuttlebussen angereist, aufgrund der großen Nachfrage wurden doppelt so viele Fahrzeuge wie geplant bereitgestellt. Da wo die Musik nicht ganz so intensiv dröhnt, belegen zahlreiche Kinder die Hüpfburg.

Die Pappschale Pommes Rot-Weiß ist auch heute der kulinarische Klassiker, obwohl das Angebot durchaus Varianten aufweist, und vor der Pain Area erwartet ein angedeutetes Schiff seine Passagiere um aufzubrechen zu einer Odyssee auf den Meeren des Rock’n’Roll. Warum dies gerade unter dänischer Flagge geschieht, bleibt ein Geheimnis der Veranstalter.

Derweil haben sich Vladimir Harkonnen ausgetobt und Frankie’s Freakshow unterhält als Marilyn Manson Schockrock-Verschnitt mit rotzigem Sound und Geschrei. Cuba Missouri auf den Brettern der „Pain Area“ ergehen sich in Noiseattacken, die zu dieser Zeit, als noch mancher Besucher vom Vortag in Sauer liegt, gewaltig das Nervenkostüm strapazieren, was sich schlagartig mit den Lokalmatadoren Tequila & the Sunrise Gang ändert. Deren Mischung aus Reggaevibes und Ska sorgt für erste Bewegung im Moshpit.

Von der Lautstärke her etwas schwachbrüstig, spielt sich die Band nichtsdestotrotz auf Anhieb in die Herzen, um von 1000 Robota aus Hamburg abgelöst zu werden, die ihre NDW-Songs mit Pixiesgitarren anreichern, dabei eher verstören statt zu unterhalten. Das trommelnde Gargoyle-Maskottchen auf dem Dach der Bühne wird illuminiert, als eine wunderschöne feurige Abenddämmerung die Stimmung abrundet. Abseits dröhnen Elektrobeats aus den Boxen eines Chill Out Zelts, das Lagerfeuer wird an anderer Stelle geschürt.

Trip Fontaine mit ihren stellenweise an Mogwai erinnernden Songpassagen sorgen zu dieser Zeit für einen künstlerischen Höhepunkt im „Second Ground“, wo das schwüle Aroma aus Stroh, Schweiß und Bieratem davon zeugt, dass der zweite Festivalabend stimmungsmäßig auf seinen Höhepunkt hin eifert. Auch hinter den Tresen geht die Party ab, man blickt in müde, jedoch zufriedene Gesichter. Arnulf Zurheide, einer der Veranstalter, hat sich mittlerweile die Signalweste übergeworfen. „Man muss eigentlich immer überall sein“, kommentiert er nicht nur seinen unermüdlichen Einsatz, der auch in diesem Jahr das Wilwarin Festival zum Volltreffer werden lässt. Fünfzig Meter weiter Action vor der „Pain Area“: Einer der Besucher hat sich in ein Gorillakostüm gezwängt und sorgt für urige Komik, in dem er ziellos durch die Zuschauerreihen wankt.

Schmetternde Schlagzeugwirbel, sägende Gitarren und drückender Bass sind die Markenzeichen der Hardcoreband Hatesphere, es wird noch einmal richtig laut, der Moshpit tobt. Aufkommende Winde zerreißen die Staubwolken vor der Bühne, und wer es jetzt noch nicht aus seinem Zelt geschafft hat, wird es heute auch nicht mehr. Wilwarin Festival 2009 – ein Highlight der hiesigen Openair-Saison."

Carsten Purfürst

Rezi #24 - Plastic Bomb #67: "wie pure Pisse ins Ohr! Sensation in der Hardcore Szene! Grundehrlich und bodenständig! Authentischeren Hardcore werdet Ihr nirgendwo hören!"

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PLASTIC BOMB #67:

"Hagel und Granaten...was hat mich denn hier aus den Boots gekickt?!
VLADIMIR HARKONNEN? Ist das nicht der Bösewicht aus dem End-80er Jahre Kinofilm "The Dune", wo Sandwürmer nach dem lebenswichtigen "Spice" suchen? Und Vladimir Harkonnen war der Bösewicht aus dem Kinofilm. Wie auch immer...
VLADIMIR HARKONNEN stammen aus dem hohen Norden unserer Republik, d.h. aus Rendsburg und Kiel. Die Jungs von VHRN sind allesamt keine Anfänger mehr, da sie vorher in solchen Bands wie 2ND ENGINE bzw. BONEHOUSE gezockt haben. Yep, Philipp, dereinst Schreihals bei BONEHOUSE, ist hier mit einer neuen Kapelle am Start. Klar, die Stimmgewalt ist die gleiche wie früher, aber keine Angst - Ihr werdet hier keinen BONEHOUSE-Klon zu hören bekommen. Die Mucke von VLADIMIR HARKONNEN ist eine klassische Weiterentwicklung der o.g. Vorgänger Bands, denn Stagnation ist Stillstand! Scheisse... ich sehe diese Band demnächst bereits auf dem WACKEN Open Air zocken! Harr-harr!
Zu meiner Schande muss ich eingestehen, das diese Review bereits in der März Ausgabe unseres Heftes hätte erscheinen sollen, aber ich habe diese CD ständig mit mir herum geschleppt, d.h. zu Hause lief sie ständig in verschiedenen Zimmern auf diversen CD-Playern, oftmals hatte ich sie auch im Auto mit auf Tour. Nur an einem Ort befand sich diese CD niemals...in der Review-Kiste! Dazu war mir diese CD einfach zu wichtig. Ein besseres Kompliment kann ich dieser Band eigentlich nicht machen, denn diese Debut-CD hat mich so etwas von überzeugt, das ich sie immer und immer wieder abspiele.
VLADIMIR HARKONNEN verbinden einen leicht Metal-beeinflußten Hardcore Sound mit super-rauen Gesangpassagen, die dann aber wieder mit melodischen Chorus-Gesängen unterlegt sind. Alle Songs sind verdammt noch mal eingängig wie Sau und fließen wie pure Pisse ins Ohr rein... denn dadurch bröckelt endlich der Schmalz der letzten Jahre aus den Gehörgängen raus, der durch die vielen belanglosen Bands der letzten Jahre entstanden war.
VLADIMIR HARKONNEN sind für mich eine Sensation in der Hardcore Szene! Grundehrlich und bodenständig! Authentischeren Hardcore werdet Ihr nirgendwo hören!" Helge

Rezi #23 - AFTER DARK #05/09: "ist Gold wert. (...) einzigartiges Rockmonster (...) technisch perfekt umgesetzt!"

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AFTER DARK #05/09

"Tackleberry, Smoke Blow und nun auch VLADIMIR HARKONNEN - alles, was in Sachen Punkrock und Hardcore aus der Landeshauptstadt kommt, ist Gold wert. Aus der Asche von 2ND ENGINE und BONEHOUSE ist nun ein einzigartiges Rockmonster erwacht. Genreübergreifend wird hier ein Hardcore, Punk, Thrash und Metal Fest inszeniert: Brachial-stampfend, dann wieder treibend und hymnenhafte Singalongs wechseln mit genialen Thrashgitarren. So würden Poison Idea klingen, wenn sie mit Wolfbrigade, Rich Kids On LSD und guten alten 80er Thrash Bands a la DRI & Co. in den Ring steigen würden. Treibend, rockig und technisch perfekt umgesetzt! Demnächst auch auf limitiertem Vinyl erhältlich. Take it!"

Theo

18.04.09 - Juz, Verden / Bloodchamber: "Ein Sänger, der sich mehr vor der Bühne als auf dieser befindet und sein Gesicht verformt, als wäre es aus Knetgummi"

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www.bloodchamber.de:

"Forca Macabra, Kuolema, Vladimir Harkonnen & Profit And Murder - Verden, JUZ - 18.04.2009

Die Reiterstadt Verden / Aller ist fast genauso unwichtig wie mein Heimatlandkreis Nienburg / Weser, in Nienburg wird Spargel angebaut und in Verden werden Pferde gezüchtet. Richtig spannend hier, denn auch Konzerte muss man mit der Lupe suchen, und so ergibt es sich dann doch zufällig, dass mal in Verden etwas los ist, wenn ich auch in der Gegend bin.

Das JUZ „Dampfmühle“ Verden entpuppt sich als kleine Location, in der schon Größen wie MADBALL und LOIKAEMIE gespielt haben und TANKARD und NAPALM DEATH spielen werden. Es muss zwar irgendwie Geld reinkommen, aber die Bierpreise waren dann doch eher auf Disconiveau als auf dem eines Punkerschuppens. Egal, die heutige Jugend hat nicht nur Zeit sondern auch Geld, denn Bierleichen gab es trotzdem am Ende der Veranstaltung.

Mit PROFIT AND MURDER entert dann um kurz vor 22 Uhr die erste Band vor vielleicht 50 zahlenden Fans die Bühne, um der Meute eine Portion D-Beat auf die Ohren zu geben. Mit zwei Gitarren ausgestattet driften sie zwischendurch immer wieder in Grind- und Hardcore Gefilde ab. Nur leider bewegt sich außer dem Sänger niemand auf der Bühne, und auch die Musik ist doch reichlich mittelmäßig.

VLADIMIR HARKONNEN entpuppen sich dann als Gewinner des Abends, eine einzigartige Musikmischung aus Hardcore, Thrash Metal, Punk und Rock ‚n’ Roll lässt aufhorchen. Ein Sänger, der sich mehr vor der Bühne als auf dieser befindet und sein Gesicht verformt als wäre es aus Knetgummi, lässt hingucken. Mit einem Schuss MOTÖRHEAD in der Musik und den flotten, mit Inhalt versehenen Ansagen werden VLADIMIR HARKONNEN zu keinem Zeitpunkt langweilig. Manche Textstellen laden zum sofortigem Mitgrölen ein, und als sich Sänger Philipp dann auch noch während eines Songs auf dem Boden zwischen dem Publikum wälzt, haben die Kieler endgültig gewonnen. Klasse Gig.

Dann ist es an der Zeit für die Finnen, die angekündigten FORCA MACABRA hatten noch überraschend KUOLEMA mitgebracht. 1981 gegründet, 1985 aufgelöst, Reunion 2001 und wenn man sich die Musiker so ansieht, scheint nur noch der Sänger von der ersten Besatzung übrig geblieben zu sein. Er erfüllt jedenfalls als einziger das Kriterium, damals alt genug gewesen zu sein. Es kann aber auch sein, dass er einfach nur verlebt aussieht, denn nüchtern ist definitiv anders. Er ist sogar so betrunken, dass er bei den ersten Liedern nur noch torkelt und auch irgendwie nicht mit den anderen Musikern mithalten kann. Egal, merkt beim Grindcore oder schnellem Hardcore, wie sie es nennen, eh keine Sau. Doch als dann der Sänger nicht mal mehr stehen kann, verlassen die übrigen Musiker nach dem dritten Song unter Blitzlichtgewitter von drei brasilianischen Austauschstudentinnen die Bühne. Aber was ein guter Frontmann ist, der nutzt die Spielzeit zu 100% aus und wälzt sich am Boden rum und erzählt finnische Märchen. Englische Brocken gibt es in Form von „This is a punk rock life“ und „I need cigarettes and alocohol“ immer mal wieder eingestreut. Nachdem dann aber auch das von einem Fan nachgereichte Bier alle ist, trottet sich KUOLEMAs Frontmann wieder zurück in den Backstage. Realsatire pur und alle Vorurteile über finnische Musiker wurden wieder mal bestätigt.

Bassist und Gitarrist von KUOLEMA klettern dann wieder auf die Bühne um in ihrer Hauptband FORCA MACABRA zu spielen. Diese gibt es auch schon seit 1991 und sie können bereits drei Alben und ungezählte Splits und EPs vorweisen, doch um diese späte Uhrzeit haut mich das nicht mehr um, eine Crust Band mit wenig Druck zu sehen, die auch noch über einen schlechten Sänger verfügt. Und so bleibt in Erinnerung, mal das JUZ Verden kennengelernt und eine gute Band entdeckt zu haben."

Björn Gieseler

Rezi #22 - Adnoctum.de: "Punk, Hardcore und fieser Groove (...) abwechslungsreicher und melodischer (...) erhabenes Stück Musik"

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www.adnoctum.de:

"Auf dem neusten Werk von Vladimir Harkonnen wird eine Mischung aus Punk, Hardcore und fieser Groove geboten, was bei mir ehrlich gesagt auf taube Ohren stösst, da ich dieser Marschrichtung nicht viel abgewinnen kann. Und dennoch kann ich sagen, dass Vladimir Harkonnen ihre Sache gut machen und die Songs deutlich abwechslungsreicher und melodischer gestalten als der Grossteil gleichgesinnter Combos. Dennoch sind mir die Songs trotz angenehmer Melodien, zu simpel gestrickt, weshalb sich langanhaltender Hörgenuss sicher nicht einstellen würde. Aber für die Zielgruppe könnte dies dennoch ein erhabenes Stück Musik sein."

Rezi #21 - Terrorverlag.de: "VLADIMIR HARKONNEN wissen durch die gesammelte Erfahrung, wie man einen Song zu arrangieren hat, zu überzeugen"

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www.musik.terrorverlag.de:

"Knapp 20 Jahre haben die Jungs von VLADIMIR HARKONNEN bereits an Erfahrung vorzuweisen, so spielten die Musiker bereits in Bands wie BONEHOUSE, SPRAWL, GAINSAY!, RASTA KNAST oder auch NUCLEAR TERROR, um nur einige der Stationen zu nennen. „Silence, as long as a thought, while the executioners are Reloading“ ist der erste Streich der Fünfer-Combo, die sich nach einem der womöglich fiesesten Schurken der Literatur- bzw. Filmgeschichte, Baron VLADIMIR HARKONNEN, bekannt aus Frank Herberts Romanserie „Dune, Der Wüstenplanet“, benannt haben. Zusammengefunden hat man sich Ende 2006, aus den Trümmern gerade aufgelösten BONEHOUSE, den ebenfalls nicht mehr aktiven 2ND ENGINE und einem Bassisten, der nebenbei noch für N.O.M. in die Saiten greift.

Nach dem kurzen Intro „I am VRHN“ geht’s direkt mit „Roadkill BBQ“ los, einem Song, der von Rednecks handelt, die sich überfahrene Tiere auf den Grill hauen. Geht der Song auch in geballter Hardcore Manier voran, merkt man doch, dass die Geschichten, über die man schreibt, mit einem Lächeln im Gesicht erzählt werden. „Roadkill BBQ“ ist zum Beispiel eine Nummer, die durch das Riffing und die Drums stark an einen alten MISFITS Song erinnert, durch die kratzig gesungenen Vocals á la METALLICA, wird daraus allerdings wieder ein komplett eigener Stil, getauft auf den Namen „Thrash flavoured Hardcore“. VLADIMIR HARKONNEN wissen durch die gesammelte Erfahrung, wie man einen Song zu arrangieren hat, zu überzeugen - so ist es auch nicht verwunderlich, dass Tracks wie „Dial Teddybear 6-6-6“ sofort ins Ohr gehen, dort längere Zeit verweilen und von da aus direkt als rhythmischer „Mitklopfimpuls“ an die Finger geleitet werden. Die Jungs haben einfach das auf Platte gepresst, was man braucht, seien es die eingängigen Melodien oder die zum Mitsingen verleitenden Refrains, um die Party anzuheizen und die mindestens schulterlange Metaller Mähne wieder ordentlich in kreisförmigen Bewegungen rotieren zu lassen. Ziemlich temporeich geht es in der Mitte der Platte mit „Not even Close“ weiter. Kommt es einem noch so vor, als hörte man das Eröffnungsriff bereits in einem „unbekannten“ Song namens „Thunderstruck“, den AC/DC bereits vor Wochen, Monaten und Jahren veröffentlicht haben, geht es extrem positiv klingend weiter. Die heile Welt Musik verendet aber relativ schnell und wird abgelöst von ernsten Klängen, die der Eingängigkeit der Songstruktur nicht schaden. Es wird fröhlich weiter gemosht bis hin zu dem Bass Intro von „Fugitive“, das einen hellhörig werden lässt. Erkennt man da ein wenig die Einflüsse der Band, Lemmy und MOTÖRHEAD? Nicht abstreiten lässt sich jedenfalls eine Ähnlichkeit zu „Ace of Spades“, doch mausert sich dieser Titel auch wieder zu einer durch die Drums nach vorn getriebenen Hardcore- bzw. Punk-Nummer. Sowohl in der Bridge als auch im Chorus wird Sänger Philipp von Zarcs Backing Vocals unterstützt, die die Nummer ein wenig auflockern, da nicht das typische thrashige Hardcore Shouting sondern cleane Vocals mit verbraten werden. Überzeugend wird die Nummer wieder mal durch den hymnenartigen Refrain „Dreading the worst I stepped inside, First I saw that bloody kitchen knife...“, der einfach zum mitsingen gemacht ist. Der letzte der 13 Tracks ist „Electric Sheep“, welcher zu Beginn komplett von Zarc alleine und somit auch sauber gesungen wird, befasst sich ein wenig mit der Zukunft und ist zum Teil auch wieder Herumblödelei, denn man singt von Einhorn Visionen und die altbekannte Frage, ob Androiden von elektrischen Schafen träumen, wird aufgeworfen. Man muss sagen, dass „Electric Sheep“ wirklich der abwechslungsreichste Titel der ganzen Platte ist und ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mir gerne mehr von dieser Art Kompositionen wünschen würde.

Letztendlich ist zu sagen, dass „Silence…“ sehr speziell ausgefallen ist, was nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. VLADIMIR HARKONNEN ziehen ihr eigenes Ding durch und lassen die guten alten Zeiten hochleben. Menschen, die ihre Nackenmuskulatur wieder bis aufs äußerste strapazieren und ihre Stimmbänder in den diversen Mitsingstücken mitschwingen lassen wollen, sollten sich den Namen der fünfköpfigen Musikkappelle merken und die 41 Minuten an Hardcore, mit stark heraus hörbaren Thrash Einflüssen, gepresst auf einen Silberling, oder aber auch auf Old Skool Vinyl LP, im nächsten Elektronik Fachmarkt käuflich erwerben."


Philipp Prüßmeier (16.04.2009)

Rezi #20 - Popkiller.de: "kräftig was auf die Mütze (...) so geile Melodien und Sing-a-longs"

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www.popkiller.de:

"So ganz neu ist das Debutalbum von VLAIMIR HARKONNEN auch nicht mehr und die Scheibe musste, bevor ich mich näher mit ihr auseinandersetzen konnte, zwei Probleme überstehen: 1. In meinem CD-Player läuft die neue Darkthrone-CD auf heavy Rotation. Es ist nicht so einfach, eine Lücke zu finden, um andere Musik einzuschieben.

2. Mein heimisches Soundsystem ist nicht mehr das Jüngste. So ganz und gar nicht. Und aus einem nicht näher bestimmbaren Grund fehlt beim Abspielen von CDs einfach eine Tonspur (jetzt mal unfachmännisch ausgedrückt). Das wiederum führt dazu, dass manche CDs praktisch unhörbar sind. Mitunter entstehen minutenlange Pausen, weil gerade ein vermutlich titanengleiches Gitarrensolo auf der anderen Spur läuft und ich bekomme rein gar nichts davon mit. In diesem Falle ist dann Darkthrone auch genau die richtige Maßnahme: Krach, Punkrock, Black Metal...

 

 

Aber um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen: Nachdem sich VRHN ihren Platz in meinem CD-Player erkämpft und sich schlichtweg nicht um die erbärmlichen Stand der Technik geschoren haben, ließen auch sie es ordentlich krachen! Das war allerdings nach der Lektüre des Bandinfos auch nicht anders zu erwarten, immerhin setzt sich die Band aus ehemaligen Mitgliedern von BONEHOUSE und 2ND ENGINE zusammen. Dementsprechend gibt es kräftig was auf die Mütze. VRHN bezeichnen ihren Stil selber als „thrash flavoured hardcore" und sie treffen damit den Hammer auf den Kopf, ääh, den Nagel... Na ja, wie auch immer.

 

 

Auf dem Album befinden sich im Übrigen teilweise so geile Melodien und Sing-a-longs, dass man gar nicht anders kann, als einfach mitzugrölen. Und wenn es nur zuhause im Wohnzimmer ist. Als Anspieltipp sei hier „Party of the damned" empfohlen. Dann gibt es noch so interessante Texte wie „I..m inviting you - to my roadkill BBQ" und „Do androids dream of electric sheep?". Aha... Man sollte aber nicht auf den Gedanken kommen, dass VRHN nicht auch den Ernst des Lebens begreifen. Dass die Band, für deren Namen der Bösewicht aus „Dune - Der Wüstenplanet" Pate stand, auch politisch auf der richtigen Seite steht, zeigen z. B. Songs wie „Mozambique Shot" („gun loving scum") und die Tatsache, dass mit dem Albumtitel Imre Kertész zitiert wird.

 

 

Nicht zu vergessen ist schließlich das wirklich hübsche Artwork der Scheibe und selbstverständlich dass die Gitarren am Anfang und am Ende von „Not even close" verdammt nach AC/DC klingen - nur erheblich böser... Also: Ganz klar Daumen hoch!"

MatRampp

Rezi #19 - Rock Hard #264: "krachiger Rock'n'Roll-Punk (...) melodiöse Akzente (...) zu catchige Singalongs"

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Rock Hard Mai/09:

"Philipp Wolter war Frontmann der famosen Metal-Crustler BONEHOUSE und meldet sich jetzt mit VLADIMIR HARKONNEN zurück. Der Name ist aus 'Dune', der Albumtitel 'Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading' (Cargo, 41:08) von einem ungarischen Schriftsteller und der Sound krachiger Rock'n'Roll-Punk. Die Scheibe gefällt immer dann, wenn sie an schnodderige BONEHOUSE erinnert oder die Gitarristen melodiöse Akzente setzen. Weniger gut stehen der Kapelle hingegen ein paar zu catchige Singalongs." Jan Jaedike

7/10 Punkte  

Rezi #18 - Bezirk 7: "wie ein satter Spatenstich in Papas Vorgarten"

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BEZIRK 7, www.505crew.de:

"Nein, keine russische Volksmusik mit finnländischer Kür, sondern harter Mix aus Rock+ HC+Punk+Metal gibt’s aufs Ohr. Spielerisch hochwertig bis zur letzten Note- da hört man das Können, das sich im Wort PROFImusiker versteckt. Produktion ist Glasklar und ballert satt und voll aus den Boxen. Musikalisch verbindet man wie bereits erwähnt alles was laut ist und krach macht, lässt aber dazwischen genügend Spielraum für Eigendynamik, so dass hier nichts in irgendein einzwängendes Klangkorsett gepresst wurde. So macht es dann auch Spaß diese 13 Titel trotz der vorhandenen Schwere zu hören und mit „Roadkill BBQ“ / „Dial Teddybear 666“ / „Party of the damned“ und „Body in the Trunk“ setzt man starke Höhepunkte auf einer auch ansonsten gelungenen CD. Dazu gesellt sich noch ein Dickes Booklet und ein Cover der Marke „Was zum sehen, was zum spielen, was zum...erschossen werden“. Unterm Strich ein 13 Titel starker Silberling, der zum erneuten Hören einlädt und hier wie ein satter Spatenstich in Papas Vorgarten die Reviewrasendecke auflockert.
6/7"

Rezi #17 - Rotzloeffel.de: "sehr charmante Art (...) kein dummes Rumgepose, keine Unity- und tough Guy- Scheiße (...) geht durchweg nach vorne (...) unbedingt antesten"

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www.knox-rotzloeffel.de

"Hääh? Wer war denn das gleich noch? Ein finnischer Skispringer, oder was? Nein, der Beipackzettel klärt mich auf: V.H. war der fiese ekelige böse Baron aus „Dune, der Wüstenplanet“. Vielleicht erinnert sich noch jemand an den. Auf jeden Fall wählten fünf im Musikbusiness nicht mehr ganz unbeleckte Jungs diesen Namen für ihre Band. Und die kann sich durchaus hören lassen.
Entstanden aus den Resten von BONEHOUSE und 2ND ENGINE macht es sich die Band zur Aufgabe, Hardcore zwar nicht neu zu erfinden, ihn aber auf eine sehr charmante Art darzubieten, sodass selbst ich, der dieses Genre schon seit Jahren hinter sich gelassen hat, mich daran erfreuen kann.
Es gibt kein dummes Rumgepose, keine Unity- und tough Guy- Scheiße, vielmehr stecken die fünf Nordlichter ihre Energie und Aufmerksamkeit in die Musik, und die besitzt durchaus Qualität. Zwar geht es fast durchweg und ohne Verluste nach vorne, allerdings schleudert die Gitarre hier und da ein paar interessante Töne ins Ohr und lockert die ganze Sache auf, sodass auch ungeübte Hörer nicht gleich weinend zusammen brechen und nach Hilfe winseln.
V.H. selbst nennen ihren Sound „Trash flavoured Hardcore“ und liegen damit gar nicht so falsch. Die Texte kann man im Booklet nachlesen und befassen sich mit den üblichen Alltagsthemen, wie etwa Leichen im Kofferraum, Rednecks, die überfahrene Tiere grillen, Trennungsschmerz und Eishockey. Das geht uns doch alle was an! Daher, unbedingt mal antesten. "

http://www.vladimirharkonnen.de

Rezi #16 - Station #04/09: "Das kracht richtig. (...) Engagierte Texte"

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Station To Station #4/2009:


"Die Musiker von VLADIMIR HARKONNEN sind alte Bekannte aus Kiel. Sie spielten u.a. bei BONEHOUSE, SPRAWL oder WALLCRAWLER. Es sind Zarc und Eric Zölck und Philipp Wolter. Damit ist klar, dass die Musik härter ist, allerdings mit melodischen Gitarren. Das kracht richtig. Der Bandname entstammt dem Roman 'Wüstenplanet' (Baron von Vladimir Harkonnen). Der Titel des Albums - 'Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Arte Reloading" (Cargo Records) - ist auch der Name eines Buches des ungarischen Autors Imre Kertész, der Buchenwald und Auschwitz überlebt hat, aber auch den stalinistischen Terror in seiner Heimat. Wie der Titel, so sind auch die Texte der Band engagiert."


Karl

Rezi #15 - POWERMETAL.de: "Hier stimmen sowohl die Attitüde, wie auch die musikalische Umsetzung und Bandbreite"

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www.powermetal.de:

"Nein, VLADIMIR HARKONNEN ist kein russischer Solokünstler, sondern ...

Der Bandname ist schon mal saucool. Hieß doch der sadistische Baron aus dem Kultstreifen "Dune – Der Wüstenplanet" eben so. Und eben jener brüllt uns auch im selbst betitelten Intro erst einmal die Gehörgänge frei. Sympathischer Einstieg. Aber langsam mit den Pferden, junger Padawan. Vielleicht sollte ich zur Einführung auch mal näher auf die Beteiligten eingehen. VLADIMIR HARKONNEN – kurz VRHN – ist die Zusammenführung der aufgelösten Truppen  BONEHOUSE und 2ND ENGINE. Müßig aufzuzählen, in wie vielen Bands – neben BONEHOUSE - Kultfronter Philipp Wolter bereits norddeutsche Bühnen in Schutt und Asche gebrüllt hat. Der Mann ist die Brüllwürfel-Legende des norddeutschen Arschtritt-Metals. Aber auch die restlichen Mitglieder sind keine unbedarften Neulinge.

Ein Umstand, den man dem Rundling mit dem unmöglichen Titel – die Übersetzung des Buchtitels eines ungarischen Autors und Analytikers der Menschenverachtung – auch anhören kann. Da werden nämlich trotz aller Verbundenheit mit Hardcore allerlei bunte Stilelemente eingebaut, die man so vielleicht nicht erwartet hätte. 'Roadkill BBQ' eröffnet den Silberling zum Beispiel ziemlich thrashig, während 'Party Of The Dead' zum fröhlichen Mitsingen animiert. Party-Punk. Die MISFITS winken aus dem Hintergrund mit fiesem Grinsen, während 'Not Even Close' an selige SPERMBIRDS-Tage erinnert. Eins, zwo, drei, Keilerei. Das macht Laune. Und, dass es genau so auch gemeint ist, beweisen lyrische Ergüsse der Marke 'Dial Tedybear 6-6-6'. Kostprobe gefällig? "If you wanna get rid of somebody// I guarantee you a lot of hits// If you don't wanna pay for nothing// So dial T-E-D-D-Y-B-E-A-R-6-6-6".

Und diese Nummer ist musikalisch alles andere als lustig. Bösartiger Hardcore, der knusprig aus den Boxen spritzt. Wie auch das anschließende 'Mozambique Shot', welches sich auch ausgezeichnet auf einem MDC-Album machen würde. Wütender, aber wohl durchdachter Hardcore US-amerikanischem Einschlags halt. Fett.

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich kein großer Freund von Hardcore bin, aber diese Jungs rocken echt die Hütte. Hier stimmen sowohl die Attitüde, wie auch die musikalische Umsetzung und Bandbreite. Ein Umstand, den ich bei vielen Bands dieser Stilistik häufig vermisse.

Für Genreliebhaber eine absolute Sahneschnitte.

Anspieltipps: Roadkill BBQ; Dial Teddybear 6-6-6; Not Even Close; Water Means Bleeding"

Holger Andrae [26.3.2009]

28.03.09 - Villa, Rotenburg / www.dremufuestias.de: "breites Grinsen im Gesicht"

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"Ganz im Zeichen der HARKONNENs steht dieses Wochenende, denn aufgrund immernoch herrschenden Platzmangels im Familiengefährt bin ich beordert worden, als zweites Auto mitzufahren. Sowas lass ich mir doch nicht zweimal sagen.

So gehts dann am Freitag erstmal ins Waldital, wo alles läuft wie eigentlich immer: der Sound ist irgendwie breiig, dafür ist die Stimmung super und man freut sich einfach dort zu sein.Vermutlich aufgrund der Demo gegen Nazis am nächsten Tag isses nicht ganz so voll wie sonst, aber wat solls.

MAXIMUM PISS & VINEGAR aus Lübeck spielen als "Vorband" und machen Hardcorepunk, der zwar ins Ohr geht, aber nicht unbedingt lange dort verweilt. „New Direction“ von den GORILLA BISCUITS wird gecovert, was eigentlich ganz gut gelingt.

Was scheiße is: das Waldital ist gerade in den Händen der Sparkasse und wird vielleicht dicht gemacht. Sowas erfährt man beim Pinkeln nebenbei, erregt aber das Gemüt und wird hoffentlich nicht kampflos geschehen.

Am nächsten Tag gehts dann schon in spannendere Gefilde: nämlich nach Niedersachsen.

Als wir an der Villa in Rotenburg ankommen, fahren wir alle erstmal vorbei - das Haus sieht gar nich Punkrock aus. Man hätte eher an vernagelte Fenster und so Späße gedacht, aber hier wohnen tatsächlich einfach eine handvoll Leute zur Miete in einer großen Villa und richten in ihrem Keller ab und zu Konzerte aus. Super gemütlich isses dann mit gut 15 Leuten inner Küche. Da schmeckt das Sojagulasch gleich doppelt lecker.

Irgendwann so gegen 22 Uhr scheucht man die HARKONNENs an ihre Instrumente. Und heute haben die 5 richtig viel Bock. Man merkt, die heimelige Atmosphäre wirkt sich positiv auf Gemüt und Spiel aus. Sogar Eric schafft trotz Anstrengung ein breites Grinsen im Gesicht zu haben. Super! Auch den Anwesenden scheint es gut zu gefallen, jedenfalls wird gegrinst, gewippt und alles positiv aufgenommen, was da an Output kommt. Dann schmeißt Philipp sich mal wieder aufn Boden und rollt herum. Hier, im 25qm Kellerraum ist dafür zwar nicht soviel Platz wie damals in Bad Oldesloe, aber dafür wird er auch nicht ganz so dreckig und er robbt sich wie n Aal zwischen den Punkerbeinen durch - "Schuhtest" um zu gucken, ob wir auch alle richtige Punker sind, weil richtige Punker tragen Stiefel und keine Stoffschuhe - is` klar. Gecovert werden wieder Knochenhaus und 2nd Engine, wobei ersteres auf mehr Begeisterung stößt als letzteres, beides klingt aber großartig. Ich sach ma: der Gig ist bei den Fünf besten vorne mit dabei.

Nach geschäftiger Umbaupause sind denn IN IRATUS aus Bremen an der Reihe. Die Luft im Keller ist mittlerweile sehr warm und feucht, wie im Dschungel, aber das macht nix. Nihilistischer Punk mit Hardcoreelementen dröhnt entgegen, die Ansagen sind eher hoffnungslos, ähnlich wie die Texte ("Wir tragen uns nicht mehr mit Hoffnung / Schauen in das tote Land / Unsere Zukunft ist so wertlos / Wie Scheiße in der hohlen Hand"). Der Pogo einiger weniger bezieht dann aufgrund der Raumgröße fast alle mit ein, aber niemand ist deshalb irgendwie angepisst oder sowas, es ist einfach alles weiterhin sehr familiär. Sänger Fussel zieht sich dann sogar obenrum nackig aus, betont aber, dass er das sonst nie tue, aber hier drinnen is` echt Sauna. Die Show dauert trotzdem fast ne Stunde und zieht einen vollkommen in den Bann. Die Einnahmen der CD gehen an die Rote Hilfe, so wird uns mitgeteilt und dann sind wir in die kalte Abendluft entlassen, die´s dann zum Runterkommen aber auch sein muss.
Reichlich aufgedreht und zufrieden gehts dann noch in der Nacht nach Haus - manch einer muss Sonntags eben auch noch arbeiten."
 
Steffi

Rezi #14 - TERMINATOR #2: "haut mich aus den Latschen (...) Kieler Killerband"

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TERMINATOR #2:


„So lange ich auf diese Scheibe gewartet habe, so sehr haut sie mich auch aus den Latschen. Philipp von BONEHOUSE hat mit ein paar super Leuten musikalisches Neuland beschritten. Ein Bastard aus geradlinigem Hardcore, der mit viel Spielfreude vorgetragen wird, und Old School Punk. Wer Chöre mag, wird auch nicht enttäuscht. Und das tut der Musik echt gut. Den markanten Gesang im Wechsel mit echt gekonnten Chorparts zu hören, macht Spaß! Erschienen ist das Debut der Kieler Killerband als CD auf Cargo Rec. Mitte März wird auch die LP-Version zu haben sein.


ChecK: www.MySpace.com/breakthesilence

Latex

21.03.09 - Palenke, Kiel / www.dremufuestias.de: "so müssen Hardcorekonzerte sein"

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www.dremufuestias.de übern Auftritt in Kiel am 21.03.09:

"Man könnte DreMu schon fast in VladimirHarkonnenFuerStinkendeAsis umbenennen, so oft, wie die hier rezensiert werden. Aber seit des Albumreleases zocken sich die Wemmser eben durch die verschiedenen Locations und werden dabei stets von uns Asis begleitet.

Heute Abend wird dann mal wieder die Palenke umgeräumt um Platz zu bieten für die fünf Bandmitglieder und einigen begeisterten Gästen.

Tatsächlich müssen sogar einige Asis draußen bleiben: die nehmens aber mit Humor und luschern dafür durchs Fenster, laut genug isses scheinbar auch draußen noch.
Irgendwelche netten Menschen sorgen mithilfe von T-Shirts für klaren Durchblick, da Schweiß und Atem stets beschlagene Schaufenster bewirken.
Es ist eng, es ist warm und die Luft ist schlecht: so müssen Hardcorekonzerte sein. Immer wieder fallen mir Menschen in den Rücken und man lässt sich einfach umfallen, denn um auf dem Boden zu landen ist es eh viel zu eng.
Philipp philosophiert über den tieferen Sinn des "El Topo" - Films, der auch wie beim letzten Mal wieder im Hintergrund abgespielt wird, schimpft auf Wichser und gedenkt auch noch einmal Vader und stimmt das Cover von "Power" an. Riesige Begeisterung finden natürlich auch wieder die Coverversionen von BONEHOUSE und 2ND ENGINE, besonders der Herr Stietzel kann es gar nicht fassen, dass hier tatsächlich "Onward To Mayhem" aus den Boxen schallt.
Bei einem Song entdeckt Philipp seine Fähigkeit zum Black Metal Gesang, so dass er anstatt zu schreien hoch ins Mikro keift, was bedenklich stark das Trommelfell zum Schwingen bringt, aber schon ganz lustig klingt. Kann man ma machen.
Beendet wird das Konzert dann mit "The Power to ride" und auch nach langen Zugaberufen gibt es kein rockstarmäßiges Zurückkehren und Weiterspielen mehr. Der Abend, der musikalisch zwar schon recht früh zuende geht, wird dann noch mit Bier und Chilli weitergeführt und klingt gemütlich aus."

Steffi

20.03.09 - Zentrum, Schleswig

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www.dremufuestias.de über den Auftritt in Schleswig am 20.03.09:

"Der tragische Tod des Sängers von THOSE 22 COLTSUCKERS Anfang diesen Jahres ist Anlass für die heutige Benefizveranstaltung. Die Erlöse des Abends gehen dementsprechend an die hinterbliebene Familie und man gedenkt "Vadder" statt im stillen Kämmerlein solidarisch zusammen.
Es gibt letztes Merch von den Coltsuckers zu erstehen und an der Wand hängen Bilderrahmen mit alten Fotos von Max K..

Zu seinem Ehren haben sich dann auch drei Bands versammelt um aufzuspielen und gleich mit der ersten Band geht es sehr emotional zu.

Jan, der Schreihals bei DISABLED, ist nämlich der Bruder von Max und dementsprechend bestürzt wegen der ganzen Geschichte. Die Ansagen bleiben deshalb heute kurz und traurig, die Musik zwischen wütendem Hardcore und melodiösem Metal geht trotzdem gut. Es gibt sogar einen brandneuen Song, der wohl noch keinen richtigen Titel trägt und natürlich alles, was man von der EP kennt, also "Fight Back", "Sixteen Years", "My little girl" etc.. Den Umständen entsprechend ist die Band ganz fit und haben am Auftritt auch wohl Spaß, hinterher ist man aber wohl doch ganz froh, dass mans geschafft hat.

Als zweites dürfen VLADIMIR HARKONNEN ran. Hier dreht dann Bocki auch wieder anne Knöppe, ist ja schließlich seine Berufung, und dementsprechend wird auch ein ganz guter Sound gezaubert. Der Mob vor der Bühne beginnt zu tanzen, der Mob auf der Bühne beginnt zu springen - wie das halt bei den Kielern immer so ist. Neben den Songs vom im Dezember erschienenen Album werden noch "Power" von 22 COLTSUCKERS und "Onward to Mayhem" von BONEHOUSE sowie "The Power to ride" von 2ND ENGINE zum Besten gegeben. Außerdem veranstaltet Philipp eine Brüll-Minute zu Vaders Ehren - weil ne Schweigeminute, das wär ja nix für ihn. Zu "Party of the damned" regnet es dann Bier vonner Bühne und n paar Metaler und Punker wälzen sich lustig über die Bühne. Irgendwie schaffen Philipp & Co es auch immer wieder totales Chaos zu stiften.

Als letztes sind dann VANITY RUINS aus Kiel an der Reihe. Diese klangen in ihrer Anfangszeit sehr wie THE BLACK DAHLIA MURDER. Zwar geht der Sound auch immernoch in diese Richtung, die vier Jungs und ein Mädel haben sich aber in ihrer 2jährigen Bandgeschichte eine sehr hohe Eigenständigkeit erworben. Hier weiß der Mob nun nicht mehr richtig zu reagieren, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase geht es auch hier richtig brutal zu. Bei einem großen Teil der Besuchers stößt wohl vorallem Schreihälsin Anna auf Begeisterung und Bewunderung. Solch tiefe Töne hört man auch eher selten aus dem Munde einer Frau. Allerdings bleibt da die Gleichberechtigung ja irgendwie auf der Strecke, wenn man ne Band nur wegen der Frontfrau bewundert - naja, wurscht.
Als letztes gibt es den brandneuen Song "Velvet Grave", der auf der myspace - Seite zu hören ist und den man einfach nur himmelhoch loben kann.
Die Musik ist vertrackt und frickelig, mag aber durch ihre Brutalität zu gefallen und hinterlässt einen sehr positiven Eindruck, der mich auf die Odysee gen Heimat begleitet."
 
Steffi

 

Rezi #13 - metal.de: "Matchwinner (...) eingängig, aber trotzdem knallend (...)"

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http://metal.de:

"Gerade noch auf der Showbühne, jetzt schon in meinem CD-Player! Frei nach Rudi Carell, versteht sich. Erst vor zwei oder drei Wochen habe ich die, mir bis dahin völlig unbekannten VLADIMIR HARKONNEN nämlich im örtlichen Jugendhaus bei Wein und Tanz erleben dürfen.
Und mit ihrer Mischung aus Hardcore, Punk und Metal haben mich die Kieler einfach mal überzeugt. Vielleicht hatte der Umstand, dass eine Band durch ganz Deutschland gurkt, um dann vor 20 Leuten zu spielen auch etwas damit zu tun. Aber generell war es doch eher die Musik, als das Mitleid, die die Band für mich zum Matchwinner des Abends machte.

Und da man sich immer zweimal sieht, liegt jetzt schon das neue Album der Truppe auf meinem Schreibtisch.
Den guten Eindruck, den sie mit ihrer Liveshow erweckt haben, können VLADIMIR HARKONNEN auch auf "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" halten.
Die sowohl melodischen, als auch arschtretenden Songs büßen auf CD nichts von ihrer Power ein, die sie live entfalten. Dazu gehören neben der rauen Stimme von Sänger Philipp coole Rocksoli, genau wie Gangshouts und gelegentliche Knüppelausbrüche vom extrem treibenden Schlagzeug. Die Band schafft es eben, jeder der oben angesprochenen Musikrichtungen, genügend Platz einzuräumen. Diesen Cocktail zieren dann Texte über "alltägliche" Themen wie Leichen im Kofferraum oder Eishockey.
Doch VLADIMIR HARKONNEN haben noch ein anderes Gesicht. In Zeiten, in denen fast niemand mehr eine Message transportieren oder Stellung beziehen will (außer Nazi-Black-Metal-Bands vielleicht), tut sich eine Band meiner Meinung nach positiv hervor, die in ihren Texten und Bühnenansagen auch mal Mißstände anspricht.

Trotz der zum Teil sehr ernsten Themen regiert auf "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" aber irgendwie doch die gute Laune und ich muss unweigerlich an Sommer, Spaß und kühles Bier denken, wenn ich mir diese eingängigen, aber trotzdem knallenden Metalpunk-, Metalcore-, Hardcorepunk- oder wasauchimmmer-Songs anhöre."

Punkte: 7/10
(Volker / 19.03.2009)

Rezi #12 - UNDERDOG #28: "bollern mit Hammer, Dampfbügeleisen und Intercity durch Stationen des Lebens (...) urbaner Kraweelsound (...) Die Macht ist mit euch!"

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UNDERDOG Fanzine #28:

VLADIMIR HARKONNEN
"Slence, as long as a thougt, while the executioners are reloading" CD
(vladimirharkonnen.de/CARGO)

Vladimir Harkonnen ist der garstige, machtsüchtige und furchteinflößende Baron, der die Alleinherrschaft anstrebt, die er aber nur in der Hand hat, wenn er über die Lebenssubstanz und gleichzeitig bewusstseinsändernde Droge Spice verfügt. Philipp und seine Atreiden treten derweil lieber der Party of the Damned bei, konsumieren das zu Tage geförderte Spice, fliegen durch Raum und Zeit, versammeln die Outlaws von diesem und fernen Planet(en) und frönen dem Ziel: I will kick you down from your fuckin' throne! Gedankenkraft alleine reicht da nicht aus. So benutzen sie den "hilarious sound" für "fast moves", erlegen mit "one shot" den Baron und schaffen neue Rahmenbedingungen für eine neue Gesellschaftsordnung, in der soziale Organisationsformen vorherrschen. Dafür verschicken Philipp und Kumpanen Einladungen, servieren das Roadkill BBQ, bollern mit Hammer, Dampfbügeleisen und Intercity durch Stationen des Lebens und adaptieren die zeitgeistige Idee, dass eine Gruppe rekrutierter Musiker aus totgeschaufelten Bands mit der kommunikativen Debatte um Boshaftigkeit, Vernichtung und Aufruhr einen gemeinsamen Richtungssinn vorgeben. "Silence..." ist dabei das Maß der Dinge, die abgeleitete Struktur, dem urbanen Kraweelsound eine individuelle Note zu verleihen.  Und Spice sei dank: Die Macht ist mit euch! 

UNDERDOG Fanzine
Fred Spenner

http://www.underdogfanzine.de
http://www.myspace.com/underdogfanzine

Rezi #11 - IRON PAGES: "Kollegen genreübergreifend an die Wand geklatscht (...) definitiv sehr viel Spaß beim Hören"

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www.iron-pages.de

BONEHOUSE sind leider tot, es lebe VLADIMIR HARKONNEN. Die nach Baron Harkonnen aus Dune benannte Band um Ex-BONEHOUSE Philipp besteht des weiteren aus fast der kompletten 2ND ENGINE-Bande. Musikalisch hört es sich stark an, als würden BONEHOUSE etwas relaxter zocken. Die wütenden Hardcore-Brüller sind also einem gewissen Punk á Roll-Element gewichen, das dennoch die Songs rough erscheinen läßt und definitiv sehr viel Spaß beim Hören verbreitet. Da werden locker ein Stapel Songs auf »Silence, as long as a Thought, while the Executioners are reloading« runtergerotzt, die den gesanglichen Stempel von Philipp aufweisen. Und der paßt ausgesprochen gut mit seinem eher agressiven Organ zu den entspannten, teilweise leicht poppigen Punk-Hymnen der Truppe. In dieser Form kann man sich schon mal auf anstehende Konzerte freuen. Die Erfahrung der Mitglieder macht sich brutal bemerkbar und wird auch live dafür sorgen, daß viele (Jung-) Kollegen an die Wand geklatscht werden - genreübergreifend. Da bin ich mir sicher! www.vladimirharkonnen.de

Rezi #10 - PANKERKNACKER #20: "wie ein Faustschlag (...) grandiose Songstrukturen (...) tritt von Anfang bis Ende ordentlich in den Arsch!"

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Rezi #10 / PANKERKNACKER #20:

"BOOOOM!! Wie ein Faustschlag kämpfen sich gleich die ersten Töne dieser CD durch meine heimischen Boxen! Das geht gut los, so gefällt mir das. Es hätte mich allerdings auch ein wenig gewundert, wenn die Bandmitglieder nicht gewusst hätten, wie man ein ordentliches Album zusammenschraubt. Immerhin verbirgt sich hinter diesem etwas merkwürdigen Namen doch eine gewisse - nun ja - 'Prominenz'. Die Leute haben schließlich in der Vergangenheit in Kapellen wie BONEHOUSE, RASTA KNAST und/oder NUCLEAR TERROR gespielt. So verwundert es nicht, dass das Album mit dem dezent kurzen Titel auch von Anfang bis Ende ordentlich in den Arsch tritt! Das sind immerhin 13 Stücke, die nichts für 'Feinkostliebhaber' sind, nein, hier wird grob zur Sache gegangen, so soll's bitte schön auch sein! Super Texte und grandiose Songstrukturen. Stellenweise erinnert mich der Sound schon ein wenig an die großen VICTIMS, dann ist es aber wieder was ganz Anderes und schwer zu beschreiben. Was ja durchaus für die Musik von VRHN spricht. Lassen wir uns also überraschen, was aus dieser jungen Band (mit alten Musikern...) noch wird, ich denke, die werden noch einigen Leuten zeigen, wo es wehtut. In diesem Sinne:'...ohohohhh I've joined the party of the damned!'"
(Sonic Toxico)  

Rezi #9 - Bierschinken: "Perle (...) Maschine! (...) Reibeisenstimme (...) Super Album!"

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"Was schneit denn da für eine Perle auf meinen Schreibtisch? Neue Band des Ex-Bonehouse-Sängers (Sänger – HaHa!) Philipp Wolter. Was für eine Maschine!!! Bonehouse standen ja schon für eine wahnsinnige Hardcore/Trash/Punkmischung. Genau die gleiche Kerbe wird hier weiter gespalten.
12 Songs plus Intro in denen es um (Achtung Zitat): „bösartige, ironische Geschichten über Leichen im Kofferraum, Rednecks, die sich überfahrene Tiere auf den Grill kloppen oder gut gelaunte Auftragskiller“ geht. Vorgetragen mit ungeheurer Energie, wobei immer die Reibeisenstimme von Philipp im Vordergrund steht. Der Rest der Band setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern von z.B. 2nd Engine, Nuclear Terror oder Rasta Knast (nur um mal ein bisschen Namedropping zu betreiben) zusammen.
Wer Bonehouse jemals live gesehen hat, weiß was ihn (oder sie) erwartet. Der Bandname stammt übrigens aus der Romanserie „Der Wüstenplanet/Dune“. Für alle die so was interessiert. Mich nicht, denn die Musik muss stimmen und das tut sie! Super Album! Und ab dafür..."

Rezi #8 - Triggerfish: "zieht einen direkt vom ersten Ton an in seinen Bann (...) unbändig (...) aufregend"

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www.triggerfish.de:

"Mit ihrem Debüt "Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" ballern dir VLADIMIR HARKONNEN einen gehörigen Brocken "trash flavoured" HC-Power entgegen. Dieses Album zieht einen direkt vom ersten Ton an in seinen Bann und schüttelt im weiteren Verlauf mal ebenso vom eingängigen Punkrocksong "Party Of The Damned" bis hin zum groovenden Hardcore-Rocker "Dial Teddybear 6-6-6" und dem unbändigen Trasher "Roadkill BBQ" ein aufregendes Potpourie aus dem Ärmel."

Rezi #7 - HEAVY #119: „kann sich international jedem Vergleich stellen (…) roh, konstant gasgebend, immer voll auf die Fresse (…) pure Leidenschaft“

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"Wer sich fragt, wie man auf solch einen seltsamen Bandnamen kommt, dem sei gesagt, dass es sich hier um den schwärenübersäten Baron Vladimir Harkonnen aus der Romanserie 'Dune/Der Wüstenplanet' von Frank Herbert handelt. Hinter dem Quintett stehen Musiker, die locker 20 Jahre Erfahrung aus diversen Bands mitbringen. Die bekanntesten waren sicher BONEHOUSE oder NUCLEAR TERROR. Musikalisch suhlt sich die Truppe im Grenzbereich zwischen Hardcore und rohem Thrash Metal, wobei der Hardcore-Anteil deutlich höher liegt. Roh, konstant gasgebend, immer voll auf die Fresse ist die Devise von VH, die trotz der großen Nähe zum HC auch knackige Thrash-Riffs aus den Ärmeln zu schütteln wissen. 'Not Even Close', 'Water Means Bleeding', 'Fugitive' oder das grandiose 'Body In The Trunk' klingen wie pure Leidenschaft für einen Stil, der alles andere als massenkompatibel ist, aber so viel Feuer unterm Arsch hat, dass all die Ami-was-auch-immer-Core-Truppen wie kommerzielle Massenware klingen. Fronter Philipp Wolter (Ex-BONEHOUSE) trägt mit seinem ausgeprägten Organ viel zur Klasse dieses Hass-Rotz-Brockens bei. Cooler Einstand der norddeutschen Truppe, die sich international jedem Vergleich stellen kann.“

Jürgen Tschamler (9 Punkte)

Rezi #6 - LEGACY # 59: „tritt richtig Arsch (...) astreiner melodischer Hardcore (…) sowohl eingängig, als auch mit einer gesunden Portion Härte gesegnet“

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„Mit diesem Longplayer sind VLADIMIR HARKONNEN auf jeden Fall schon mal Anwärter auf den längsten Plattentitel des Jahres. Dass es sich dabei um die Übersetzung eines Romantitels des ungarischen Schriftstellers Imre Kertész handelt, ist zwar lobenswert und zeugt von der gesunden politischen Einstellung der Band – einfach zu merken ist er trotzdem nicht. Dann schon eher der Bandname, schließlich handelt es sich bei VLADIMIR HARKONNEN um den fiesen Baron aus „Der Wüstenplanet“. Wegen des ganzen Drumherums mag dann der Sound, den die Herren aus Schleswig-Holstein auf ihrem Debut abliefern, auch ein wenig erstaunen. Denn man gibt sich so ganz und gar nicht nachdenklich, sondern tritt richtig Arsch. Nach einem kurzen Intro geben VLADIMIR HARKONNEN richtig Gas. Die Vocals schwanken zwischen MOTÖRHEAD und ENTOMBED, während der Sound als astreiner melodischer Hardcore definiert werden kann – verfeinert mit einigen Thrash Metal-Einlagen. Somit sind die Songs auf 'Silence, As Long As A Thought...“ sowohl eingängig als auch mit einer gesunden Portion Härte gesegnet, ein Spagat, den nicht allzu viele Bands auf die Reihe bekommen. Aber die Herren hatten ja auch schon genug Zeit zum Üben – zu den Ex-Bands der Mitglieder zählen unter anderem BONEHOUSE, 2ND ENGINE und RASTA KNAST. Dazu eine Mischung aus bösartigen und politischen Texten – VLADIMIR HARKONNEN dürften sowohl im Hardcore- als auch im Punk Rock-Lager einige Punkte sammeln. (KJ)

11 Punkte

Rezi #1 reloaded - musikreviews.de: "ein Chor wohlgestimmter Engel (...) sehr gelungener Erstling"

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Dr. O legt nach: http://musikreviews.de:

"Hoppla, das Debüt der Schleswig-Holsteiner VLADIMIR HARKONNEN hat es in sich. Nach kurzem Intro glaube ich zunächst ENTOMBED nach mehreren Gängen im Weichspüler vor mir zu haben, aber nach dem Eröffnungsriff wendet sich das Blatt zum Guten und die Band zeigt, was wirklich in ihr steckt. Und das ist 1A melodischer Hardcore mit unglaublichen Mitgröhl- und Singalong-Potential. Schon der Opener „Roadkill BBQ“ frisst sich unweigerlich in die Gehörgänge, erinnert etwas an melodiöse MISFITS oder DILLINGER 4, denen VLADIMIR HARKONNEN häufiger mal vom Spaßfaktor her nahe kommen ohne dabei ihr eigenes Gesicht zu verlieren. Und dieses wird von einem sehr gutem Gespür für Ohrwürmer geprägt, von mehrstimmigen Chören und einer Gitarrenarbeit, die im Gegensatz zu obigen nicht aus dem Punk kommt, sondern eindeutig rockgeprägt ist und mit leichten Thrash-Einschlag aufwartet. Der Gesang ist verblüffend eingängig, erinnert stimmlich an Großmeister LG Petrov, der ausnahmsweise mal nicht seinen Frust herausbrüllt, sondern seiner Frau Liebeslieder aufnimmt, während ein Chor wohlgestimmter Engel im Hintergrund die Refrains unterstützt.

„Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading“ wurde im Studio des Gitarristen produziert, der sonst PC-Spiele synchronisiert (Was es nicht alles gibt) und hier seinen Job annehmbar gemacht hat. Für meinen Geschmack ist der Sound etwas sehr glattgebügelt und wenig dynamisch, aber das ist ja leider eine Krankheit, die fast alle Bands heutzutage befallen hat. Doch, ein sehr gelungener Erstling.

FAZIT: VLADIMIR HARKONNEN sind aus der Asche von BONEHOUSE und 2ND ENGINE entstanden, so dass ich eigentlich härteren Stoff erwartet hätte, aber dieses Debut überzeugt auf ganzer Länge mit mitreißendem melodischen Hardcore, der zu Recht jede Party zum Kochen bringen wird. Noch sind VLADIMIR HARKONNEN eine kleine Band, aber sie hat sicher eine große Zukunft!"

Dr. O. (Info)

Tracklist:
I Am VRHN
Roadkill BBQ
Eyebrow In Surprise
Dial Teddybear 6-6-6
Party Of The Damned
Divorce Divine
Not Even Close
Mozambique Shot
Water Means Bleeding
Fugitive
Body In The Trunk
Rink O'Fear
Electric Sheep
Besetzung:

Bass - Andi Uranus Harkonnen
Gesang - Philipp Harkonnen
Gitarre - Zarc Harkonnen, Nils Harkonnen
Schlagzeug - Eric Harkonnen

Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading (2008) - 11/15 Punkten

Rezi #5 - OX #82: "ein Feuerwerk aus Wut und Hass, ohne dabei das Hüftenschwingen zu vergessen"

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OX? Hatten wir das nicht weiter unten schon? Ja und ja. Grund: Das OX wurde doppelt bemustert - von Cargo und von uns. OX-Schreiber Lars Weigelt war nun schneller, die Rezi von Dr. Ollie erscheint vorausichtlich bei musikreviews.de.

"Ehrlicherweise hatte ich bis vor kurzem keinen blassen Schimmer von einer Band namens HARKONNEN, geschweige denn wusste ich anfangs etwas damit anzufangen. VLADIMIR wie? Ah, aus Deutschland kommen die, Moment! BONEHOUSE und 2ND ENGINE waren die Vorläufer, oh! Hier gibt es also heftig-deftigen Nachschlag für alle, die eben erwähnten Bands noch leise nachtrauern, also Thrash, Thrash und nochmals Thrash! Dazu Punk, Hardcore, Metal und fertig ist ein verdammt heißes Gebräu, das mal eben die Gehörgänge lüftet und ein dickes Fuck You (!) für alle Poser, Wichtigtuer und Arschlöcher dieser Welt bereithält. Musikalisch und textlich wohlgemerkt, und was die fünf Herren hier vom Stapel lassen, ist einfach ein wohltuendes Feuerwerk aus Wut und Hass, ohne dabei das Hüftenschwingen zu vergessen. Absolut partytauglich, fett produziert und technisch ausgereift. Im Wesentlichen ähnelt der dargebotene Thrash'n'Roll schon dem der Vorgängerbands, einen Tick fetziger ist er dennoch. Im Booklet gibt es alle Texte zum Mitgrölen, und wo die Jungs inhaltlich stehen, dürfte seit BONEHOUSE geklärt sein: "Go Bastards go!" Als Entscheidungshilfen sollten das groovige "Fugitive", die "Ohohos" aus "Party Of The Damned" oder die messerscharfen Gitarrensounds des Temporockers "Not Even Close" ausreichen. Alle Regler auf rechts und... Krach!" (8 Punkte) Lars Weigelt

Rezi #4 - yellowisthenewpink.com: "lyrics pretty good, sound phat (...) total recommendation"

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yellowisthenewpink.com:

"Vladimir Harkonnen, the new band of former Bonehouse shouter Philipp Wolter featuring (former) members of 2nd Engine and N.O.M., are not the first band to draw the inspiration for its name from the novel/movie “dune”. Think of Shai Hulud, Muad’Dib or, well, Dune. Seems like I am not the only one who likes this novel/movie…

In proper style this record kicks of with a sample from said movie before it starts rolling. Rolling is really the best word to describe the band’s sound. While Vladimir Harkonnen themselves speak of thrash-influenced hardcore I’d rather speak of thrash’n’roll. The musical foundation is clearly thrash metal but there is way too much variation in tempo and too much melodies and singalongs for real thrash metal. You can find some hardcore in their style but only in the same way that you can find punk in early Iron Maiden. It’s more of a subtext.

If you remember Bonehouse you have a good idea of how Vladimir Harkonnen sound like. They use the same basic recipe but they streamlined it significantly. It is all a little more compact and hence a little less punkish. Anyway, the lyrics are pretty good, the sound is phat and the “may shai hulud eat all fascists” on the back cover is funny as hell! This record is as much timeless as it is out of time. It depends totally on the recipient’s position within the popcultural matrix. If you liked Bonehouse or if you can imagine a singalong version of Entombed then this is a total recommendation.  [jan]"

Rezis #2 & #3, Dremu: "volle Energie (...) das bestmögliche Ergebnis (...) völlig asige Räudigkeit"

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www.dremufuestias.de sagt:

"1 DreMu 2 StiAs - das Doppelreview zu:

VLADIMIR HARKONNEN - “Silence, as long as thought, while the executioners are reloading” (Cargo - Records)


Zu dem ungewöhnlichen Bandnamen, inspiriert von dem hässlichsten und fiesesten Halunken aus dem Roman “Der Wüstenplanet”, gesellt sich nun seit Dezember 2008 ein ebenso ungewöhnlicher Plattentitel. Und mit Stille haben die Fünf auch gar nix am Hut, ganz im Gegenteil: hier wird geknüppelt und gebrüllt, in melodischen Hardcore - sowie in Thrashmetal-Parts volle Energie gesetzt. Man merkt einfach: hier wird man als Hörer ernst genommen und einem wird das bestmögliche Ergebnis präsentiert.

Textlich geht es um Eishockey (“Rink o' fear“), um Rednecks (“Roadkill BBQ”) und allerlei Verrücktes (“Party of the damned“), aber auch um Unterdrückung und soziale Missstände (“Water means bleeding“). Eine bunte Mischung, bei der für jeden etwas dabei sein dürfte.
Das gilt auch musikalisch: absolut zu hören ist, dass die Musiker einen sehr breit gefächerten Geschmack haben. Einflüsse von MISFITS über BALZAC bis hin zu ENTOMBED lassen sich über Gitarrenarbeit und Gesang heraus kristallisieren. Zahlreiche “verdammte” Gastsänger von TYSON, ALIAS CAYLON, LOUD & DIRTY und THE BAD DAYS stärken die melodischen Gesänge von Zarc und runden das ganze zu einem angenehmen Soundpaket ab.
Das Cover ist von Jochen „Fritte“ Moenig, der sich stetig in der Musiklandschaft engagiert und dessen Zeichnungen auch einige der BONEHOUSE Platten zieren.

Es gibt 12 Songs und die Platte kann man unter www.vladimirharkonnen.de sowie auf der MySpace - Seite www.myspace.com/vladimirharkonnen für 12€ inklusive Porto bekommen.

REVIEW BY: STEFFI

VLADIMIR HARKONNEN
Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading


Die Frage, ob die Kieler Szene den Abgang von BONEHOUSE übersteht oder nicht, sie ist beantwortet. Die Antwort lautet „ja“, und das ist Philipp, der Rumpfmannschaft von 2nd ENGINE und dem Bassisten von N.O.M. zu verdanken. Denn obwohl VLADIMIR HARKONNEN stilistisch etwas breiter aufgestellt sind und nicht ganz so durchgängig auf dem Gas stehen, funktionieren ihre Songs in der Live-Situation sicherlich ähnlich gut. Das war schon bei Konzerten der Jungs zu spüren, als es die Platte noch gar nicht gab. Nur einen Namen für den Stil-Mischmasch zu finden, das ist gar nicht so einfach. Wie viele Bands, bewegen sich die älteren Herren irgendwo in der Schnittmenge aus Hardcore/Punk, Metal und dreckigem Rock'n'Roll. Allerdings sind sie schlecht mit einer anderen Band vergleichbar, denn die Räume für Individualität sind bei dieser musikalischen Vielfalt noch recht groß. Einflüsse kann man natürlich trotzdem hören. Immer wenn es schnell und straight nach vorne losgeht zum Beispiel, denn dann klingen VH verblüffend nach PROPAGANDHI. Andererseits schwingt auch durch Philipps Gesang diese völlig asige Räudigkeit mit, die VENOM erfunden haben. Und aus dem bunten Strauß der Assoziationen nicht wegzudenken sind selbstverständlich BONEHOUSE. Denn obwohl das hier schon recht deutlich anders klingt, ist die am Ende herauskommende Atmosphäre denen der ehemaligen Lokalhelden nicht unähnlich. Das gilt auch für die Texte, die neben den unverzichtbaren politischen Statements auch bitterböse Geschichten erzählen, die normalerweise Darstellern in Tarantino-Filmen passieren. Alles in allem darf man VH also zutrauen, die Kieler Tradition des partytauglichen Auf-die-Fresse-Hardcore weiterzuführen, wenngleich die Luft dünner wird. Denn verschweigen sollte man nicht, dass im Geiste eines gesunden Wettbewerbs mit Bands wie TACKLEBRRY schlagkräftige Konkurrenz nachkommt. Und mehr Wettbewerb brauchen wir doch, das kommt immer im Fernsehen. Ein Glück, dass unsere geliebte Musik zumindest auf dieser Ebene nicht nach kapitalistischen Maßstäben funktioniert. Denn sonst wäre eine von beiden Bands längst pleite, von der anderen übernommen worden oder ins staatliche Konjunkturpaket abgerutscht. Das Ganze nach Punkten zu bewerten fällt mir schwer, aber wenn die aktuelle Sepultura "A-lex" hier gerade 8 Punkte abbekommen hat, braucht VH eigentlich einen mehr.

 9 Punkte

REVIEW BY: HENDRIK"

Erste Rezi zur CD - das OX sagt: "1A melodischer Hardcore mit unglaublichem Mitgröhl- und..."

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VLADIMIR HARKONNEN
Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading
CD | Cargo | vladimirharkonnen.de | 41:10 ||
"Hoppla, das Debut der Schleswig-Holsteiner VLADIMIR HARKONNEN hat es in sich. Nach kurzem Intro glaube ich zunächst ENTOMBED nach mehreren Gängen im Weichspüler vor mir zu haben, aber nach dem Eröffnungsriff wendet sich das Blatt zum Guten und die Band zeigt was wirklich in ihr steckt. Und das ist 1A melodischer Hardcore mit unglaublichem Mitgröhl- und Singalong-Potential. Schon der Opener „Roadkill BBQ“ frisst sich unweigerlich in die Gehörgänge, erinnert etwas an melodiöse MISFITS oder DILLINGER 4, denen VLADIMIR HARKONNEN häufiger mal nahe kommen ohne ihr eigenes Gesicht zu verlieren. Und dieses wird von einem sehr gutem Gespür für Ohrwürmer geprägt, von mehrstimmigen Chören und einer Gitarrenarbeit, die im Gegensatz zu obigen nicht aus dem Punk kommt, sondern eindeutig rockgeprägt ist. Der Gesang ist verblüffend eingängig, erinnert stimmlich an Großmeister LG Petrov, der ausnahmsweise mal nicht seinen Frust herausbrüllt, sondern seiner Frau Liebeslieder aufnimmt. Ja, diese Scheibe wird zu Recht jede Party zum Kochen bringen. Große kleine Band!" (8)

Dr. Oliver im kommenden OX

19.12.08 - Rd-Rock-Benefiz @ Pumpe, Kiel

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www-dremufuestias.de / Steffi & Torsten übern Rd-Rock-Benefiz-Gig:

"Nach den Fotos folgt nun der Bericht von Steffi und Torsten.

Das es dem RD-Rock Festival in diesem Jahr nicht besonders gut ergangen ist, hat man wohl an dieser Stelle mittlerweile schon mitbekommen.
Das es viele Versuche gibt und geben wird, dem Festival und besonders ihren Organisatoren aus der Patsche zu helfen, auch das ist wohl angekommen.
Der allerdings größte und am meisten beworbenste Versuch der Rettung soll heute Abend statt finden und so trudeln wir schon vor der auf dem Flyer angegeben Startzeit von 20Uhr in der Kieler Pumpe ein.

Etwas Trauriges fällt sofort auf: es ist ziemlich leer. Dies ändert sich zum Glück im Laufe des Abends noch, so dass zu den letzten Bands noch richtig viel Leben vor der Bühne tobt, aber dazu später.

Erstmal fangen so gegen 21Uhr TANNHÄUSER GATE mit dem Anheizen der ersten Gäste an. Ihre Musik ist eingängig und sehr tanzgeeignet, so dass in vorderen Reihen schon ein wenig Bewegung aufkommt. Ich fühl mich ein bisschen wie in einer Endlosschleife der Titelmelodie von “O.C. California” gefangen und eile deshalb an die frische Luft.
Zum Fußmitwippen und Abschalten eignen sich TANNHAUSER GATE hervorragend, aber zum längeren Aushalten dann irgendwie nicht.
Die 3 Jungens haben aber Spaß auf der Bühne und ziehen ihr kurzes Set von 35 Minuten souverän durch, um dann Platz zu machen für die nächsten Kieler.
Sehr tanzbar, das Ganze. War gut!

MOSQUITO JACK sind nun dran. Hier werkelt seit kurzem Späthi, Ex-Bonehouse, an der Gitarre.
Es gibt Rock..n..Roll der positiven Art auf die Ohren und man kann sich in der Musik regelrecht verlieren, jedenfalls passiert mir das ein ums andere Mal in MJs Set. Der Sänger gibt sich ziemlich rockstarmäßig, hält seine Ansagen kurz und prägnant, aber irgendwie muss das in diesem Musikstil ja auch so sein. Man merkt die Begeisterung sowohl bei Band als auch beim Publikum, denn es wird die Rübe geschüttelt, getanzt und gestrahlt, wohin man schaut. 
Das war die Überraschung des Abends! Geilster verrotzter, dreckiger und lauter Stoner-Rock! Und Späthi is’n Poser (im positiven Sinn) vor dem Herrn, hehe.

ARMSTRONG und THE BAD DAYS habe ich dann verpasst, weil man sich irgendwie verquatscht, aber Torsten wird darüber sicher was schreiben können …

Ja,ja – Backstage sitzen und sich olle (Bonehouse-) Kamellen anhör’n … - derweil rocken ARMSTRONG über die Bühne, können aber allenfalls höflichen Applaus einfahren. Keine Ahnung, woran es liegt, dass zwischen Bühne und der ersten Reihe so viel Platz ist. Scheint so, als ob die meisten eher zuhören, als abzugehen. Dabei rocken ARMSTRONG ordentlich, was nicht zuletzt Drummer Christian zu verdanken ist, der einen präzis getackteten Rhythmusteppich legt. Genug Ohrwürmer hat die Band eigentlich auch, aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Ich für meinen Teil habe so ein kleines Problem mit der Stimme des Sängers. Die ist mir einfach zu hoch und passt nicht zu den dreckigen Riffs der Band. Könnte räudiger klingen, das Ganze. Aber das ist ja Ansichtssache. Ansonsten machen ARMSTRONG alles richtig und ziehen sich – auch mit sympathischen Ansagen bezüglich des Festivals – achtbar aus der Affäre.

Auf THE BAD DAYS bin ich heute gespannt. Nicht nur Dank Philipps positiven Reviews der aktuellen Scheibe, hab ich Bock auf angerotzten Psycho-Rock’n’Roll. Voller Elan starten Leif und Co. ihren Gig. Der Drummer hat sich besonders rausgeputzt und zeigt sich in absoluter HC-Old-School-Uniformierung. Dass er gut drauf ist, zeigt sich nicht nur im aggressiven Spiel-Stil, sondern auch in seinen Zwischenrufen während der Songpausen. Schade find’ ich, dass der Sound (gerade die Gitarren) etwas dünn rüberkommt. Da geht ordentlich was an Druck verloren. Dafür shoutet Frontmann Leif reichlich derb ins Mikro. Is’ da wer angepisst? Klingt aber ganz gut, hehe! Grade die aktuellen Songs machen was her – THE BAD DAYS haben die Rotz-Rock-Attitüde mit großen Löffeln gefuttert. Das steht ihnen echt gut und macht Lust auf mehr.

VLADIMIR HARKONNEN - na, was soll ich zu denen denn noch sagen?  Auf der hohen Pumpenbühne wirkt Philipp allerdings ein wenig verloren, er erzählt auch später, er spielte lieber auf dem Fußboden, um mehr Publikumskontakt zu haben. Naja, man kann eben nicht alles haben, gell?
Der Sound wirkt aber irgendwie total merkwürdig und deshalb würde ich diesen Auftritt der Wemmser eher als durchwachsen bezeichnen, auch wenn natürlich alle Hits dabei sind und sogar das Cover von “Onward to Mayhem” mit Späthis und Petes Unterstützung findet wieder Einzug in die Setlist. Das Publikum reagiert auf alles mit moshen, es entsteht eine Pit, die sich wild vor der Bühne austobt und - natürlich - kann so gut wie jeder Anwesende bei “Onward to Mayhem” auch mitbrüllen, is doch klar.
Aber Philipps Heiserkeit und der breiige Sound schmälern eben doch das Musikerlebnis.
Wat’n beschissener, leiser, dumpfer Sound! Gut, dass ich die Band schon mit besserem Klang gehört hab’ – sonst wär’s wohl sehr enttäuschend geworden …

Kurz darauf: TACKLEBERRY, ebenfalls aus Kiel, ebenfalls keiner weiteren Beschreibung nötig.
Es gibt neue Songs und etwas ältere Songs, die Bühnenshow ist wie immer fulminant chaotisch und es geht auch wieder was kaputt: ein Mikrofon geht nämlich über den Jordan - aber das gehört ja auch irgendwie zu TACKLEBERRY, oder nicht?  Auch im Publikum herrscht ein Funken Chaos, nämlich im Pogopit, wo Arme, Beine und vor allem Haare durcheinander wirbeln und einfach kaum Ruhe einkehrt.
Der Sound spielt aber leider auch diesen 5 mit: auf den Monitorboxen gibt’s keine Gitarre und der Sound vor der Bühne hört sich an wie aus einer Blechbüchse (oder so ähnlich). Wat solls, Spaß ist Spaß und obgleich die Band mit ihrem Auftritt unzufrieden wirkt, der Mob fordert sogar noch minutenlang nach einer Zugabe. Die gibt’s aber nicht mehr, mittlerweile ist es schließlich auch schon 2 Uhr und allen ist nur noch nach Feiern oder nach Hause fahren zu mute.

Jedenfalls hat es tüchtig Spaß gemacht, danke an Leif und die Anderen und wir sehen uns alle auf dem RD-Rock 2009!!! 

Ja, letzterem kann ich mich nur anschließen: geiles Festival und sehr gelungene (Rettungs-) Aktion! Danke – Schön!" 

Kieler Nachrichten über den Release-Gig am 0512.08 in Rendsburg, T-Stube

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Presse / KN: "Hardcore vom Feinsten...mit unbändiger Leidenschaft...Gesten von Rumpelstilzchen" 
Vladimir Harkonnen mit Debütalbum in der Rendsburger T-Stube
Die Hardcore-Party der Verdammten

Disco-Philipp

"Rendsburg – Wer als Musiker schon etwas länger dabei ist und offen bleibt für Neues, der wird beinahe automatisch Teil einer inzestuösen Mischpoke aus Ex-Bands, Zweit- und Drittbands, etlichen Studio- und Nebenprojekten und sonstigen musikalisch verhafteten Sippschaften. Dass dabei im besten Fall überaus fruchtbare Verbindungen entstehen, beweist die Releaseparty des Debütalbums von Vladimir Harkonnen in der Rendsburger T-Stube. Hardcore vom Feinsten.

Denn auch die Band aus Kiel und Rendsburg, beim Namen inspiriert durch die Rolle des Baron Vladimir Harkonnen in „Dune - Der Wüstenplanet“, gilt als solcher Bastard aus Mitgliedern von Bonehouse, 2nd Engine und N:O:M. Schon vor 20 Jahren spielten Eric Zölck (Schlagzeug), Zarc Zölck (Gitarre), Nils Neigenfind (Gitarre), Philipp Wolter (Gesang) und Andi Uranus (Bass) in Kiel und Umland mit den ersten Bands. 20 Jahre Rock und härter. Seit 2006 widmen sie sich in der aktuellen Besetzung den neuen Songs, die nun in das Album „Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading“ münden.

Die Vorband El Fupa aus Flensburg setzt sich ebenfalls aus den Resten anderer Bands zusammen: Bosco, Faint Stout, Attack of the Mad Axeman, Hallo Kwitten…um nur einige zu nennen. Das Konterfei des lokalprominenten „Youth Wars“-Protagonisten Bernd Knauer grinst vom Bühnenrücken, während El Fupa ihren kantigen Hardcorepunk durch die volle, aber nicht überlaufende T-Stube im unwirtlichen Stadtpark von Rendsburg jagen. Eindrucksvoll die Arbeit des Schlagzeugers, aberwitzig das Tamburin des rauhalsigen Sängers/Shouters Gerri. Knauer würde kommentieren: „Is’ nicht viel langweilig. Die sind heiß. Und schnell!“

Doch es herrscht zu viel Leerlauf, um das Publikum an sich zu binden. Symptomatisch das zweimalige Reißen eine Gitarrensaite: Bei Profis wird in solchen Situationen vom Bühnenhelfer die nächste Klampfe gereicht, in der Liga von El Fupa müssen als Pausenfüller schlechte Witze erzählt werden, bei denen sich einige Jungs als uneheliche Söhne von Kalauer-Kanone Fips Asmussen empfehlen.

Vladimir Harkonnen feiern anschließend eine „Party der Verdammten“ – so will es zumindest Frontmann Philipp Wolter. Gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie, gegen alle „Glühweinschweine und Weihnachtswichser“. Wolter ist ein Bühnen-Original: Mit unbändiger Leidenschaft und markant brummiger Stimme vereint der Gymnasiallehrer die Gesten von Rumpelstilzchen mit der Mimik von Jack Black. Manches Mal verzieht er sein Gesicht, als sei ihm die Pizza vor dem Konzert wirklich auf den Magen geschlagen. Mit unsichtbarer Hand dirigiert er den Moshpit, weicht den unkontrolliert Stürzenden aus wie Neo dem Kugelhagel. Inmitten des druckvollen Getrommels, der bratzigen Stop-and-Go-Gitarren und feisten Basslinien rollt auch er durch Bierpfützen oder schlägt die Discokugel von der Decke.

„Teddybear 666“ oder „Electric Sheep“ untermauern die Wandlungsfähigkeit von Vladimir Harkonnen mit Einflüssen aus Hardcore, Punk, Trash und Metal. „Roadkill B.B.Q.“ und dessen absoluter Hit-Refrain beschreiben das perverse Freizeitvergnügen von US-Rednecks, die in großer Runde alles Tierische auf den Grill schmeißen, was zuvor mit einem Chevy oder Pick Up gezielt überfahren wurde. Und bei der „Party of the Damned“ stehen zehn Mann aus dem Publikum auf der Bühne, um an den Mikros für noch mehr Schalldruck zu sorgen. Mit den Zugaben „The Power To Ride“ von 2nd Engine und „Onward To Mayhem“ von Bonehouse schließt sich am Ende der Kreis. Wie nett, die bucklige Verwandtschaft. "

Henrik Drüner / Kieler Nachrichten vom 08.12.2008

05.12.08 - Rendsburg / Release-Gig @ T-Stube

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Presse: "totale Begeisterung bahnte ihren Weg...heiß und schnell .. und schnell.. und heiß"
Kategorie: Musik

www.dremufuestias.de /Steffi Petersen über den Auftritt inner T-Stube, Rendsburg, am 05.12.08:

"Nach knapp 2 Jahren live zocken und durch Norddeutschland touren, haben VLADIMIR HARKONNEN nun ihre erste Scheibe mit dem schönen Titel "Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading" auf den Markt geworfen und das Ganze natürlich nicht ohne dazugehörige Release-Party in der T-Stube in Rendsburg.

Selbige ist schon angenehm gefüllt, als man so gegen 9 aufschlägt - es bleibt noch ein wenig Platz zum Atmen, aber 9 ist ja auch noch früh, da geht bestimmt noch was.
Man trifft jedenfalls fast nur bekannte Gesichter und es ist angenehm warm, super.

Etwa ein Stündchen später brettern dann EL FUPA aus dem schönen Flensburg los. Sie selbst beschreiben ihren Sound ja als  "Spidercore" und so wird auch mit dem Spinnenbegriff umgegangen - es gibt Songs über Spinnen, Kuscheltier - und Plastikspinnen fliegen durch die Luft und der Backdrop der Band ist nicht etwa ihr Name, sondern der eine Wemmser aus der Kieler Dokumentation "Youth Wars", der, wie könnte es auch anders sein, ne Spinne als Haustier hält.
Das Publikum hält sich noch etwas zurück und wippt vorerst nur mit Köpfen und Füßen im Takt des Streetdooms, der aus den Boxen schallt. Die Gitarre der Flensburger leidet an nem Wackelkontakt, so dass diverse Pausen überbrückt werden müssen. So werden Witze erzählt und unsere medialen Fähigkeiten beschworen, am Ende muss dann trotzdem ne andere Klampfe geholt werden, aber wat solls, es sind trotzdem alle zufrieden.
Da nimmt man sich doch gern noch die Demo CD mit, die übrigens total geil ist und die 3€ auf jeden Fall wert.

Die HARKONNENs lassen sich nun auch nicht lange bitten - sie sind heute auch heiß und schnell .. und schnell.. und heiß. Die Stimmung überträgt sich stante pede auf den Mob. Es wird getobt, gepogt, Menschen fliegen durch die Luft und auf die Bühne und zwischendrin hüpft Philipp wie ein Flummiball durch die Gegend und kommt aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Die Setlist ist heute komplett in Deutsch gehalten, gegen Setlist Spione, aber als Kenner weiß man natürlich sofort: es gibt das ganze Album und noch n bisschen. Alle fünf Musiker geben ordentlich Gas trotz mittlerweile brennender Luft und freuen sich wie n Einhorn aufm Ponyhof. Gegen Mitte des Sets gibts dann nen Coversong (von wem und was weiß ich nich, aber das macht ja nix) und der Basser von EL FUPA kann sich mit Engagement am Mikrofon eine CD erarbeiten. Er kennt den Song auch nicht und singt wohl auch nur irgendwas, aber es klingt gut, es begeistert und so bekommt er auch seinen Lohn.
Nachdem dann alle Songs vonner Scheibe gespielt sind, verzieht sich die Band ins Backstage um kurz danach wieder aufzutauchen: so kanns ja nicht zuende gehen - nicht an einem Abend wie heute.
Es gibt noch zwei Covernummern und da dreht das anwesende Publikum total durch: erst gibt es 2nd Engines - "The Power to Ride" und danach Bonehouses - "Onward to Mayhem". Bei beiden sind alle absolut textsicher und totale Begeisterung bahnte ihren Weg. So hätte es ruhig immer weiter gehen können, aber alle sind nun nass, erschöpft und manch einer auch schon alkoholisiert genug, so dass es nun Zeit ist die Aftershow-Disco zu starten und zwar - natürlich - mit Harry Belafonte, gefolgt von Nena, Scooter und einigen anderen vom Punkermob abgefeierten Nummern.
Das wirkt schon fast ein bisschen grotesk, dass alle Punker bei solchem Trash ebenfalls mitsingen können, aber hauptsache es macht Spaß und das hat es auch gemacht - für manch einen bestimmt bis in die (frühen) Morgenstunden. "

KIELER NACHRICHTEN STUDIOREPORT

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KIELER NACHRICHTEN vom 04.12.08, von Carsten Purfürst:

"Die Hardcore-Band Vladimir Harkonnen präsentiert ihre Debüt-CD heute in der Rendsburger T-Stube

Rendsburg/Kiel - Ein schwärenübersäter, feister, fliegender Mann mit roten Haaren und Hang zur Perversion - das ist der Baron Vladimir Harkonnen, wie ihn Autor Frank Herbert in seinem SF-Weltbestseller "Der Wüstenplanet" darstellt. Ausgeburt des Bösen, von Krankheit gezeichnet und in jeglicher Hinsicht ein schwer verdaulicher Charakter. Inspiration genug für eine Rendsburg/Kiel-Connection, bestehend aus regional etablierten Hardcore/Metal-Musikern, ihr Projekt nach jener Figur zu benennen.

Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading, ist der ellenlange Titel des Debütalbums, zu dessen Releaseparty Vladimir Harkonnen für den heutigen Abend in die Rendsburger T-Stube einladen. Eric Zölck (Schlagzeug), Zarc Zölck (Gitarre), Nils Neigenfind (Gitarre), Philip Wolter (Gesang) und Andi Uranus (Bass) sitzen gemütlich im Studio in einem Bürogebäude nahe der Rendsburger Kanalbrücke. "Thrashflavoured Hardcore" nennen sie ihr stilistisches Eigenbräu. Es ist soweit, wir wollen ins Debütalbum reinhören.


Die Abmischung ist noch nicht vollendet, und was einem da zum jetzigen Zeitpunkt bereits entgegenschlägt, ist wirklich vom allerfeinsten Kaliber. Songs wie Mozambique Shot, Party Of The Damned oder der Opener Roadkill BBQ werden von den Bandmitgliedern auch nach endlosen Tagen des Aufnehmens noch inbrünstig mitgesungen, Produzent Nils Neigenfind dreht mit leicht manischem Blick an Reglern und die Lautstärke nach oben, Schallwellen drücken aufs Trommelfell und den Hintern in die Sofasitze. Vladimir Harkonnen haben sich nicht nur alle Mühe mit ihrem ersten Longplayer gegeben, sondern ihre ganze Erfahrung gebündelt, um Old-School-Wurzeln ein modernes Soundgewand zu verpassen.

Mit Ex-Bonehouse-Frontmann Philipp Wolter ist zudem ein Shouter mit an Bord, der als Kieler Szene-Urgestein Kultstatus genießt. Die übrigen Mitglieder rekrutieren sich aus der Kieler/Rendsburger Hardcore-Band 2nd Engine; Andi Uranus ist erst jüngst dazu gestoßen und hat zuvor bei N:O:M die Basssaiten malträtiert. Die Aufnahmesessions zum neuen Album dehnten sich über Monate, da Gitarrist und Produzent Neigenfind zwar sein "d-process sp Studio" zur Verfügung stellte, jedoch selbiges stark ausgebucht ist (Neigenfind produziert unter anderem Hörbücher), das sich kaum Lücken auftaten. Zudem hatte die Band in ihren Anfangstagen 2006 mit einem Bassistenproblem zu kämpfen. Dessen ungeachtet spielte die Truppe erste Gigs ohne einen Mann an den vier Saiten - bis Andi Uranus dazu stieß. Nun will sich die Band in der norddeutschen Szene etablieren. Die zwölf Songs von
Silence , allesamt in überdurchschnittlicher Qualität, werden dazu beitragen.

Freitag, 21 Uhr, T-Stube Rendsburg (Im Stadtpark), Vorprogramm: El Fupa"

08.11.08 - Bad Oldesloe / Inihaus

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Torsten / www.dremufuestias.de:

"Wer heute zusammen mit Vladimir Harkonnen auf der Bühne steht, erfuhr ich erst, als ich schon auf halbem Wege nach Bad Oldesloe war. Es war von zwei weiteren Metalbands die Rede, was mir eigentlich schon reichte, um mit zum Inihaus zu fahren. Dass aber Rezet eine der beiden Bands sind, freut dann doch sehr. Venesection – mmmhh, mal sehen, was die (mir unbekannte) Band zu bieten hat.


Mein erster Besuch im Inihaus heute Abend. Kenne Bad Oldesloe nur vom Durchfahren/Umsteigen am Bahnhof. Es stellt sich raus, dass die Turmstrasse (wo der Laden liegt) ein verdammt langes und kurviges Biest ist, bei dem man sich durchaus verfahren kann. Heute jedoch nicht. Vor’m Inihaus stehen schon einige Leute, die ordentlich Paady machen. Selbst Leute, die ich zuletzt bei Skepticism’s Hamburg- Konzert sichtete, haben sich hier eingefunden. Das kann ja lustig werden …


Das Inihaus selbst entpuppt sich als netter Laden mit hoher Bühne und ordentlich nervig-blendenden Scheinwerfern. Dafür lässt sich schon vorab sagen, dass der Sound für alle Bands mehr als ordentlich ist. Super!


Die Preetzer „Rotzlöffel“ Venesection sind die ersten heute Abend. Der Beginn ein fulminantes Doublebass – Gewitter. Fuckin’ Thrash Metal! Venesection mögen ganz offensichtlich Bands wie Kreator, Slayer („Jetzt kommt ein Song, der allen Bands gewidmet ist, die früher besser waren.“) oder Iced Earth. Letztere standen bei einem eher ruhigeren Song Pate und vor allem der halbakustische Beginn lässt mich an John Schafer und Co. denken. Die Leute vor der Bühne sind zwar zahlreich, dafür aber recht still. Venesections Frontmann treibt die Leute immer wieder an sich mehr zu bewegen oder gar mitzuklatschen. Das kommt zwar ehrgeizig, aber manchmal auch etwas holprig rüber. Darüber hinaus offenbart der Frontmann der Band, dass seine Hose rutsche – ok, wissen wir das jetzt auch. Spinal Tap inner norddeutschen Provinz, hehe. Sonst aber machen Venesection ihre Sache gut, der Gitarre spielende Sänger klingt sehr nach Kreators Mille und nicht wenige Riffs hätten auch auf frühen Platten der Essener stehen können. Zum Schluss wird denn auch ein wild gefordertes „Tormentor" gespielt. Die Schlagzahl wird einfach erhöht und fertig ist ein gelungenes Cover.

Dass es noch old schooliger geht, beweisen Rezet, deren derb gehackten Thrash ich schon einmal honorieren durfte. Alder, wat für’n herrlich hektisches Riffing zieh’n sich die Jungspunde aus den Fingern. Man kommt kaum mit bei der Geschwindigkeit. Vertrackter war’s in den Mid-Achtzigern auch nicht. Und auch heute schmunzle ich wieder über das original Achtziger Outfit der Jungs, hehe. Irgendwer hat hier ganz grob die Zeit zurück gedreht. Speed & Thrash rule! Rezet zocken wie weiland Nuclear Assault oder Exodus. Sänger Ricky klingt dabei wie Mustaine Dave. Den meisten Zuhörern isses aber wohl zuuu hektisch, denn irgendwann ist der Saal fast leer gespielt. Rezet zocken noch `ne Coverversion und verlassen dann recht schnell die Bühne. Kurzer, geiler Gig.


Bevor die Harkonnen-Family beginnen kann, müssen erstmal zwei Streithähne getrennt werden, die sich wegen irgendwelchem Scheiß in die Haare  kriegen. Good friendly violent fun geht   anders …


… was die Harkonnnens denn auch gleich unter Beweis stellen. Von Beginn an is’ vor der Bühne ordentlich Pogo-Alarm angesagt. Da werden Wangen blutig gemosht, große Typen in die Ecken geschubst und Brillen zermanscht. Auf Philipps Kommentar: „Ich hab ja wegen so was Kontaktlinsen.“, antwortet der Betroffene lapidar: „Aber ich hab’ mein Brillenglas wieder gefunden.“ Spricht’s und stürzt sich wieder ins Getümmel. Zurück bleibt ein sprachloser Frontmann …. with „An Eyebrow in Surprise“. Aber nicht lange, denn Phil hat viel zu erzählen heute. Zu beinahe jedem Song gibt’s `ne korrekte Ansage. Sei es zum Gedenken an die Pogromnacht vor 70 Jahren („Immer noch sind Antisemiten unter uns!“) oder einfach die, dass auch er selbst und die Band das erste Mal im Inihaus sind (den Rest hab ich jetzt einfach mal vergessen – ähem …). Durch den geilen Sound klingen die Songs an sich und die Instrumentalparts sehr sauber und transparent. Es ist ein Genuss, ollen Zorc bei seinen Kabinettstückchen zuzuhören. „Body In A Trunk“, „Teddybear 666“, „Mozambique Shot“, „Water Means Bleeding“ und natürlich der Zombie Hit „Party, die nie klemmt” – äh nee – “Party of the Damned” – alles akurateste Ware! Philipp dreht heut im wahrsten Sinne am Rad, denn er wälzt sich mit viel Vergnügen auf dem Boden, rollt durch Bierpfützen und ähnliche Flüssigkeiten und wundert sich später darüber, so schmutzige Arme zu haben. Beim letzten Teil des Gigs ist es wieder recht leer im Saal, so dass Philipp viel Platz hat und den Leuten mal wieder feist das Mikro vor die Münder hält. Aktivposten Andi (Bass) geht’s heut mal etwas ruhiger an. Sonst immer an vorderster Front, reicht ihm heut die Bühne an sich. Und obwohl sich Drummer Eric ja nie nich’ verspielt (O-Ton Philipp), äh, nun ja, verpasst er einen Einsatz. Macht aber nichts, denn der Gig heute geht als einer der besten durch, den ich bisher von den Vladis sehen durfte. Die Erwartungshaltung an die Pladde wird immer höher …"


Torsten

INTERVIEW - DER SCHLAG INS GESICHT-Fanzine

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Hier ein Inti mit dem neuen Zine DER SCHLAG INS GESICHT, ist schon ein paar Monate her:

Hallo zusammen...
wie schauts bei euch...ich hoffe gut!
Hier bei uns läuft auch wieder ne ganze Menge...aber nun mal zu was gaaanz anderem...
ich bin gerade dabei ein Fanzine zusammenzuschustern und möchte gerne mit euch ein kleines Interview machen....das Fanzine heißt übrigens DER SCHLAG INS GESICHT und ich bastel gerade an der ersten Ausgabe...nun dachte ich mir, ich möchte gerne mit Euch ein Interview machen...

hier mal ein paar fragen an euch:

1.) Ihr habt ja alle in Bands vorher gespielt, stellt euch doch mal vor, wer ihr seid, was ihr macht und woher ihr kommt... 

VLADIMIR HARKONNEN / Philipp: Joah, erstmal Moin und schönen Dank für das Interesse, B.! DER SCHLAG INS GESICHT – geiler Name, passt zu dir, Gratulation…. 
Wir kommen aus Kiel und Rendsburg (unser Basser wohnt sogar in Hanerau-Hademarschen, aber das dürfte wohl kein Arsch außer ihm kennen)…  Entstanden sind wir, als sich unsere vorherigen Bands 2ND ENGINE und BONEHOUSE letztes Jahr 2006 aufgelöst haben. Nils (g), Zarc (g) und Eric (d) standen ohne Gesang und Bass da und hatten Bock auf räudiges Gekläffe am Mikro und so hamse netterweise an mich gedacht, der so was halt 13 Jahre bei Bonehouse gemacht hatte. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn erstmal fand ich 2ND ENGINE immer saugeil, außerdem kenne ich Eric und Zarc schon seit Ewigkeiten aufgrund ihrer Aktivitäten mit Bands wie GAINSAY!, NUCLEAR TERROR, SPRAWL und den erwähnten 2ND ENGINE sowie mit der Rendsburger T-Stube. Jo, fehlte noch ein Bassist, und da haben wir echt Schwein gehabt, denn zuerst dachten wir, dass es nicht optimal ist, wenn jemand in zwei Bands spielt und ignorierten Andis nächtliches und flehentliches Kratzen an unseren Haustüren. Denn der Gute zockt noch bei N.O.M.. Aber letztlich haben wir uns zum Glück eines Besseren besonnen und gedacht, dass man das zeitlich schon irgendwie auf die Reihe bekommt, und so kamen wir zu diesem TIER am Bass…

2.) Ihr kommt ja aus dem Kieler "Alte Meierei" Umfeld...was gibt es denn neues über die "Alte meierei" zu berichten? 

VRHN: Tja, gerade letztes Jahr haben wir in Kiel unter dem Motto „And There IS Rock!“ eine grandiose Party gefeiert. Es sah nämlich lange Zeit für den Bestand der Meierei ganz düster aus. Erst ging es um die Forderung der Stadt Kiel nach einem Lärmschutz, den die NutzerInnen und BewohnerInnen der Meierei unter großem Aufwand auch gebaut hatten. Dann wurde aber klar, dass die Stadt generell neue Vorwände gesucht hat, um den Betrieb zu blockieren – so wie bei zahllosen AZs in anderen Städten auch. Es wurde dann verlangt, dass die Meierei eine gaststättenähnliche Konzession beantragen müsse, da ja Bierausschank dort stattfinde. Dass natürlich gar kein Umsatz gemacht wird und die Meierei nichtkommerziell ist, wurde gar nicht verstanden. Als man sich seitens der Meieristen dazu durchgerungen hatte, eine solche Konzession zu beantragen, hieß es, diese könne nicht erteilt werden, da die Meierei keinen ausreichenden Brandschutz besitze (!). Es wurde dann unter der Androhung einer sofortigen Schließung ein absoluter Konzertstopp verhängt. Das war eine beschissene Situation in Kiel – über einen Zeitraum von zwei Jahren oder so fanden Meierei-Konzerte sozusagen „im Exil“ statt, in anderen Läden. Es wurden aber ständig sehr fantasievolle Protestaktionen gemacht wie ’ne Sofa-Demo in der Innenstadt oder der sog. M-Move mit Bands, die auf einem fahrenden LKW live gespielt haben. Nicht zuletzt gab es ein breites Feld an UnterstützerInnen aus allen möglichen Bereichen von Kultur, Politik usw. Da haben Hunderte von Einzelpersonen und Initiativen den Weiterbestand der Meierei gefordert. Ein Brandschutz wurde unter großer Mühsal und enormen Spenden schließlich tatsächlich fertig gestellt und der Betrieb wieder aufgenommen. Schon geil, denn leider enden solche Geschichten meist mit der Schließung der Läden.Allerdings gab es gerade jetzt im Dezember 07 einen Vorfall, der zeigt, dass die Meierei weiterhin Repressalien zu befürchten hat. Und zwar hat die Polizei ohne Ankündigung das Grundstück der Meierei betreten und zwei Plakate entfernt/beschlagnahmt, dabei die Eingangstür demoliert. Auf den Plakaten stand einmal die Aufschrift "Deutschland ist ein Stück Scheisse", das zweite proklamierte: "Deutschland du Dreckssau"! Mittlerweile heißt es, dass ein „Ermittlungsverfahren gegen unbekannt zum Nachteil der Allgemeinheit wegen des Verdachtes der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ vom Amtsgericht anberaumt wurde. Mal sehen, was daraus wird. Erreicht hamse damit bis jetzt, dass vor der Meierei ein riesiges Transpi mit der Aufschrift „Lässt sich Scheiße verunglimpfen?“ hängt und an der Außenmauer in großen Buchstaben verkündet wird: „Deutschland ist ein Stück Scheiße“…
Ich hab das jetzt alles aus dem Gedächtnis erzählt, genauere Infos und Dokumentation der ganzen Vorfälle findet man auf der sehr guten Seite www.altemeierei.de

3.) Ihr zählt ja nun zu den Kieler Urgesteinen...was gibt es allgemein aus Kiel so zu berichten, also bei euch scheint ja schon einiges los zu sein. 

VRHN: Ja, es gibt hier schon eine Menge Bands und Aktivitäten. Eine Zeitlang sah es so aus, als komme nicht viel an neuen, also jungen Bands nach, aber das scheint sich zu bessern. Eine frische Truppe sind ALERT, die ganz hemmungslos eingängige Melodien a la ANTI-FLAG mit politischer Indoktrination verbinden, um die Kids zu politisieren, he he. Der totale Knaller sind natürlich TACKLEBERRY, die in wenigen Jahren unglaublich viele Auftritte abgerissen haben und jetzt ihren ersten Longplayer präsentieren. Bin ich sehr gespannt druff. Jo, nicht mehr ganz neu, aber immer wieder supi sind Bands wie DISTURBERS oder CHAOS-CONTROL, und dann haben wir natürlich noch SMOKE BLOW, THE CREETINS, TYPHOON MOTOR DUDES, WAX ON WAX OFF, NEURON, MORBUS, ARMSTRONG oder THE ROCKAWAY BEACHBOYS… Auch im Metalbereich gibt’s da einige interessante Klamotten, z.B. NOISE FOREST, ZYCLOTRON, AEBA, DRAUTRAN oder ENDSTILLE.Es lohnt sich immer ein Besuch auf www.dremufuestias.de, ein offenes Portal, wo jede/r mitmachen kann und wo über alle möglichen musikalischen und politischen Aktivitäten in Schleswig-Holstein berichtet wird…

4.) Seid ihr aktiv involviert in irgendwelchen Gruppen? 

VRHN: Yeah, vor allem bei VLADIMIR HARKONNEN! Nee, ist klar, du meinst wohl eher politisch. Wir sind nicht direkt irgendwo feste Mitglieder, aber mit der Band unterstützen wir natürlich diverse Aktionen. Der Gewinn unseres letzten Konzis hier in Kiel ging z.B. an M aus Nms, der länger wegen Totalverweigerung im Knast saß und jetzt den Prozess erwartet.Eric macht meist bei den Konzerten in der Rendsburger T-Stube mit, indem er die Bands bekocht. Der Jung ist nämlich Koch, wer da also mal gespielt hat und das meist vegane/vegetarische Essen genossen hat – dat war zu 95% unser Schlagzeuger. Mit meiner Frau zusammen unterstütze ich noch div. Tierrechtsorganisationen, aber das ist eher privat, innerhalb der Band liegen da die Präferenzen unterschiedlich. 

5.) Eure Vorgängerbands liegen alle auf Eis? 

VRHN: Naja, „auf Eis liegen“ hört sich irgendwie so an, als ob man sie in ferner Zukunft mal wiederbeleben will… Wie so’n Milliardär, der ’ne unheilbare Krankheit hat und sich einfrieren lässt, bis das Heilmittel erfunden ist… Ich denke aber nicht, dass es noch mal ein Lebenszeichen von 2ND ENGINE oder BONEHOUSE geben wird. Ich war nach der Auflösung von BONEHOUSE schon enttäuscht, mittlerweile freue ich mich aber einfach, dass ich das Glück habe, bei VLADI mitmischen zu können – eine Erfahrung, die ich ohne die Auflösung von BONEHOUSE wohl nicht hätte machen können. Die anderen Ex-Mitglieder sind zum Teil ja auch wieder aktiv: Der Bassist Jens von 2ND ENGINE ist jetzt bei den TYPHOON MOTOR DUDES, Späthi und Pete, die Gitarristen von BONEHOUSE, haben eine neue Band namens BUUMBAKLATSCH (oder so?) und wir sehen uns mit VLADIMIR HARKONNEN absolut nicht als Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme. We’re here to stay, baby!

6.) Was kann man denn von euch in Zukunft so erwarten...also ich hoffe, dass ihr bald mal was Ordentliches auffahrt. Platte oder so? 

VRHN: Scheiße Mann, jetzt hast du es verraten! Dabei sollte es doch eine Überraschung werden. Ganz genau – wir gehen im Januar ns Studio und nehmen unseren ersten Longplayer auf. Da freu ich mich schon sehr drauf. Wir werden alle bisherigen Stücke einballern, an denen wir jetzt gemeinsam ca. ein Jahr gefeilt haben (einige Songs gab es auch schon in ersten Versionen, bevor ich dazustieß). Gut für uns ist, dass Gitarrist Nils ein Studio hat, von dem er auch lebt (allerdings weniger von Plattenproduktionen, primär eher im Bereich der Synchronisation von PC-Spielen usw., schließlich ham die ganzen Punkerbands kein Geld…). Da sind schon ein paar geile Platten von CREETINS, ALIAS CAYLON, MORBUS DOWN & co. entstanden.

7.) Die NPD versucht ja auch in Kiel viel auf die Beine zu stellen. In wie weit habt ihr Ärger mit Nazis? 

VRHN: Allerdings! Ich denk mal, du darfst hier keine Namen nennen, daher sag ich es mal so. Vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf, dass sich der bekannte NDP-Arsch Peter „Schmorchert“ in Kiel aufhält samt der dazugehörigen Adresse, wo er sich bei einer Freundin des Anrufers versucht hat einzunisten. Es ist so, dass der Typ gerade gern junge Frauen anspricht und versucht für die NPD-Propaganda zu gewinnen. Er ist auch mindestens mitverantwortlich dafür, dass mehrere junge Frauen im Prostituiertenmilieu hier in Kiel gelandet sind. Die Archivgruppe Kiel hat den Typen natürlich unter Beobachtung und ich denke, es ist ein gutes Zeichen, dass solche Infos unter uns sofort weitergegeben werden, damit deren Strukturen aktiv bekämpft werden können.  
Noch größere Wellen hat die Verurteilung eines Kieler Antifaschisten erzeugt. Das ganze Ding begann bereits im April 2006, wo es zu einer Schlägerei zwischen Faschos und Antifaschisten mitten in dem Kieler Stadtteil Gaarden gekommen ist. Der Hammer dabei: Die Verurteilung zu einer vierstelligen Summe erfolgte ausschließlich aufgrund einer Aussage eines bei der Konfrontation anwesenden Faschos! Es gab einen viertätigen Prozess und natürlich viele Protest- und Soli-Aktionen hier. Aber verknackt worden isser, und ich fand das recht unheimlich, wie die Justiz hier gehandelt hat, zumal der Betroffene ein Bekannter von uns ist und nicht nur eine Worthülse auf einem Plakat.   

8.) Was ist damals eigentlich aus der "Hörn" Geworden? 

VRHN: Alter, die wurde platt gemacht! Wir haben die Zerstörung des Hörn-Gebäudes damals mit BONEHOUSE auf einer 10“ dokumentiert („Your Rules Are Not Our Law“). Die Stadt hat da absolut keine Kompromisse gemacht, das Gelände wurde verkauft und jetzt steht da, direkt am Kieler Hafen, so ein modernes Gebäude, nennt sich irgendwie „Ision-Gebäude“ mit irgendwelchen Büroräumen drinne. Schon zum Kotzen, denn die Hörn war eine Zeitlang der wichtigste Laden für Subkultur in Kiel.

9.) Wo habt ihr eigentlich nun schon überall gespielt?? 

VRHN: Wir haben jetzt erst so richtig mit Auftritten losgelegt, wir sind ja noch ganz klein und erst ein Jahr alt. Da haben wir im lokalen Bereich angefangen und jetzt in Kiel, Rendsburg, Hanerau-Hademarschen (das gibt es wirklich!) losgelegt, Verden war bis jetzt unsere weiteste Reise J Aber wir planen natürlich unsere Kreise zu erweitern, Hamburg, Flensburg, Neumünster und einige Festivals sind schon geplant, und ich würd gern auch mehr im Süden spielen, was natürlich an Wochenendgigs immer schwierig zu organisieren ist. Es bestehen viele gemeinsame Kontakte, aber wir sind für jede Hilfe/jedes Angebot dankbar, also meldet euch gern bei uns.

10.) Was sind so eure nächsten Aktivitäten? 

VRHN: Erstmal wollen wir eine schöne Platte einballern und ich hoffe mal, dass das Ding eine ordentliche Rakete wird. Na, mal gucken, wie wir das dann veröffentlichen, D.I.Y. ist am schönsten, aber leider auch erstmal teuer, daher wäre D.I.T. optimal – Do It Together…Und dann spielen spielen spielen… Wir haben lange genug an einem Grundstock von Songs gefeilt, jetzt sind wir mehr als heiß, das auch möglichst oft live zu präsentieren, und die bisherigen, sehr positiven Resonanzen auf jeden Auftritt haben unser Verlangen in dieser Hinsicht eher wachsen lassen.

11.) Any final words??? 

VRHN: Vielen Dank für das Interesse, B. Guckt für News/Kontakt unter www.vladimirharkonnen.de. Ansonsten, nicht erschrecken, wenn ihr unsere hässlichen Visagen mal plötzlich vor euch auf irgendeiner Bühne seht…VLAD SMASH PUNY HUMANS! 
CheersVRHN & Philipp 

Studioreport: VLADIMIR HARKONNEN - Prelistening / 14.10.08 - Rendsburg

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Steffi / www.dremufuestias.de

Studioreport: VLADIMIR HARKONNEN - Prelistening / 14.10.08 - Rendsburg

"Seit Monaten reist man den VLADIS hinterher, trägt ihre Instrumente, spielt Mädchen für alles und wird nicht belohnt - aber heute werden wir bezahlt und zwar mit ihrem ROCK!


Der Release des Debütalbums "Silence, as long as a thought, while the executioners are reloading" von VLADIMIR HARKONNEN steht nach monatelanger Mixerei nun endlich kurz bevor, am 5.12. findet in der T-Stube die Releaseparty statt, und so dürfen Presse und Fanbase sich im Studio einfinden um einen ersten Höreindruck zu sammeln.
Aber auch der größte Teil der Band selbst kennt das fast fertige Produkt noch nicht und ist so ähnlich aufgeregt wie die Unbeteiligten.

Der rough Mix von "Divorce Divine", der seit ein paar Wochen auf Myspace zu hören ist, klingt deutlich anders als die Live-Songs. Daher war ich ein wenig unsicher, ob ich die ganze Scheibe überhaupt gut finden könnte, wenn die Songs weiterhin so melodiös bleiben. Und Gitarrist und Toningenieur Nils macht mir mit den Worten "Das könnte jetzt fast auf DeltaRadio laufen." in der Hinsicht auch keinen Mut.

Was dann aber aus den Boxen dröhnt, ist zu hunderprozentig nicht DeltaRadio -tauglich, ein unglaubliches Brett.
Schon die ersten drei Songs "Roadkill B.B.Q.", "Party of the damned" und "Teddybear 666" zeigen die HARKONNsche Wandlungsfähigkeit: Einflüsse aus Misfits, Balzac, Entombed, Slayer und vielen weiteren lassen sich erahnen, aber nicht klar benennen.
Die Bandmitglieder feiern, singen und posen, während ein Fotograf von der KN das Ganze knipst. Nach "Not even close", dem bisher deutlichsten Hardcore-Stück der Platte, wird mal ne Pause eingelegt und der KN-Schreiber verabschiedet sich.
Danach folgen die wohl politischsten Songs der Platte "Mozambique Shot" und "Water means bleeding", die sich mit den Warlords in Afrika beschäftigen. Bei Ersterem gibt es einen geilen Sprechpart, der einem eine Gänsehaut entstehen lässt, bei dem Sänger Philipp live angeblich immer was anderes erzählt. Er hat auch den größten Ohrwurmcharakter mit "wohoho"-Chorus.
Auch die anderen 6 Songs (insgesamt befinden sich 12 auf dem Album) gefallen mir sehr gut. Backgroundvocals kommen von TYSON-Sänger Kochi, Leif von THE BAD DAYS, Wille von LOUD AND DIRTY und Thays von ALIAS CAYLON und stechen vorallem bei "Electric Sheep" ins Auge.
"Divorce Divine" fällt nach weiterem Mixen auch viel erfreulicher aus als bei Myspace.
Die Hälfte aller Songs werden dann noch ein zweites Mal gespielt, weil weder wir als Fans noch die Band selbst genug davon bekommen kann.

Mein Resümee zum Album: ich werds mir auf jeden Fall kaufen. VLADIMIR HARKONNENs Eigenständigkeit ist unvergleichbar in der heutigen Musiklandschaft und jedem sei das Anchecken unter http://www.myspace.com/vladimirharkonnen und bei diversen Live-Auftritten hier im Norden empfohlen."

10.10.08 - Hamburg / Lehmitz

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Steffi / www.dremufuestias.de:

"Wenn man mal ehrlich ist, laufen die meisten Konzerte ähnlich ab: die Band steht auffer Bühne, headbangt und springt rum, aber wahrt dann doch meistens eher die Distanz zum geneigten Publikum. Im Lehmitz war dies so nicht möglich, weil die Bühne hier nur eine höchstens 4qm große Ecke war und der Rest des Raumes von einer Theke durchzogen war. Was macht man da also als Rock´n´Roller?

Richtig, man stellt sich auf die Theke, hat viel mehr Bewegungsfreiheit und rockt von da oben.

Aber fangen wir am Anfang an: Da VOLBEAT nur ein paar Meter weiter in der Großen Freiheit spielten, war beschlossen worden, das Konzert erst so um 23Uhr zu starten. So konnte Vladi-Drummer Eric VOLBEAT noch mitnehmen und es wurde noch Laufpublikum erwartet, die sich vielleicht auf dem Weg nach Hause hierher verirrten. Außerdem war der Eintritt frei, was ja n nette Sache ist, so mitn aufm Kiez für umme Mucke zu hören.

Vor dem Auftritt gings dann für einen Teil der VLADIS noch ins Casino, wo dann die Gage verzockt wurde - eine Runde, man setzt auf Rot,es kommt Schwarz, die gesetzten 110€ sind wech und dann wieder raus. Für mich gabs leckere vegetarische Currywurst im Schanzenviertel (hin&veg, Schulterblatt 16) und nen ausgiebigen Fußmarsch, weil wir uns natürlich in der Großstadt verliefen.

So gegen 12 fingen dann THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS , die gerade ihr neues Album "Black Forest Romance" released haben, an um die Scheiße ordentlich zu rocken. Sänger Vadder lief dabei, wie eingangs beschrieben, auf der Theke hin und her. Die Kneipe war sehr gut gefüllt, immer mal wieder liefen Menschen von der Reeperbahn rein, guckten und liefen wieder raus, Laufpublikum halt. Der Sound am Anfang noch bescheiden, wurde später aber besser, den Umständen entsprechend halt, von ner Kneipe kann man nicht so viel erwarten. Die Luft drinnen war auch ordentlich dick, so dass ich immer wieder von drinnen nach draußen wechselte. Von draußen hab ich mir auch die "Wall of Doom" angeguckt, eine sehr langsame Version einer Wall of Death ohne Geprügel sondern mehr mit Liebhaben. Es wurden sowohl alte als auch neue Songs miteinander vermischt und arschgekickt - war echt geil, da sind wir gleich am nächsten Abend auch noch nach Schleswig gedonnert, dazu später mehr. Außerdem wurde noch der ANTHRAX-Hit "Antisocial" gecovert und neu interpretiert, das BONEHOUSE - Cover vom letzten Jahr wurde leider nicht ausgepackt, dabei hätte es so gut gepasst.

Danach waren dann VLADIMIR HARKONNEN dran: hier stellte sich nicht nur Herr Wolter auf die Theke, sondern auch Bassist Andi lief soweit darauf wie sein Kabel es zuließ. Und die beiden trieben es dann auch noch bunter als Vadder vorher: Philipp krabbelte auf allen vieren, sprang herum, trat um sich und fiel zu meinem Erstaunen nicht herunter. Selbst Barrikaden aus leeren Astra-Flaschen vermochten nicht, ihn aufzuhalten.
Andi dagegen lief hin und her und poste und rutschte dabei fast auf einem glibschigen Zettel aus.
Die Songs kamen tight und gut gespielt, es gab wieder "Divorce Divine", "Party of the damned", "Water means bleeding" etc. und auch den neuen Superhit "Roadkill B.B.Q.". Zwischendrin schmiss Philipp sich ins angetrunkene Publikum, zu "Party of the damned" wurde Coyote Ugly gespielt und Philipp ließ sich Bier vom nackten Fuß ablecken - pfui.
Es waren fast nur noch bekannte Gesichter anwesend, da fühlt man sich ja auch gleich viel wohler und trotz vorgerückter Stunde waren alle noch wach und gut drauf.
Schon zum zweiten Mal hintereinander (im Waldital nämlich auch schon) ließ sich Philipp den Schuh zu binden um eine Zugabe spielen zu können (in diesem Fall besagtes "Roadkill B.B.Q.").
Das war n echt geiler Abend, der auch nicht von siffigen Toiletten und merkwürdigem Ambiente getrübt werden konnte."

INTERVIEW - 40 SECONDS WARNING-Fanzine

Hier ein Interview, welches Jens vom 40 SECONDS WARNING neulich mit Philipp führte:

VLADIMIR HARKONNEN

Seit 2006 gibt es eine neue Band mit Philipp, seines Zeichen ex-Shouter von Bonehouse. Dies animierte mich, nachdem ich dann auch erste Hörproben einverleibte, ein Interview mit eben diesem zu führen. Sehr geil, denn die Jungs sind momentan dabei ihren ersten Longplayer aufzunehmen. Das heißt trotz Stress ohne Ende machte Phillip sich dran meine nervigen Fragen zu beantworten.

1.Ahoi Phil! Schön zu Wissen das du oller Schreihals eine neue Meute gefunden hast die dich als Shouter haben will. Wie kam es dazu und wer sind die Typen, die dir „Asyl" gewähren?

VRHN: Danke, ey! Freut mich, dass es dich freut! Es war so, dass sich hier im Norden nicht nur BONEHOUSE aufgelöst hatten, sondern ungefähr zur selben Zeit die Hardcore/Punk-Band 2ND ENGINE. Bei 2ND ENGINE wollten nun drei Nasen weiterhin zusammen zocken, nämlich die beiden Brüder Zarc (g) und Eric (d) sowie Nils (g). Witzigerweise kannten wir uns zwar alle schon ewig (mit unseren jeweiligen Bands hatten wir schonMitte der Achtziger gemeinsam Konzis bestritten), kamen aber zunächst gar nicht auf die Idee, uns gegenseitig zu fragen. Da die drei eh musikalisch in etwas härtere Richtung mit rauerem Gesang gehen wollten (2ND ENGINE waren deutlich melodischer als z.B. BONEHOUSE), steckte ihnen Matt von dem klasse e-zine www. dremufuestias. de, dass ich doch theoretisch frei sei. Tscha, sie überlegten dann nur noch, ab wann es nicht mehr pietätlos ist, sich nach dem Tod einer Band bei deren Sänger zu melden. Als der Anruf kam, war ich eigentlich sofort Feuer & Flamme, denn erstmal kenn ich die Typen, zweitens sind die alle musikalisch und menschlich voll auf meiner Wellenlänge und drittens haben die hier im Norden noch eine Hammerreputation als totale Freaks an den Instrumenten, was mich ganz im Ernst irgendwie schon geehrt hat. Zarc und Eric sind zum Beispiel einfach mal zu zweit durch die Republik getourt und haben unter dem Namen SOMEBODIES einen Höllenlärm a la NO MEANS NO veranstaltet. Den Bassisten Andi haben wir dann nach mehreren Monaten rangeholt, da wir den auch vom Feiern, von Konzerten und in seiner Tätigkeit bei verschiedenen Bands wie N.O.M. kannten.

2. Für alle unwissenden LeserInnen erzähl doch mal wie ihr zu dem Bandnamen gekommen seid und was es damit auf sich hat.

VRHN: Oh Mann, da haben wir echt lange dran geknobelt. Ich sag dir lieber nicht, was für bekloppte Namen wir da schon in der Diskussion hatten. Die guten einsilbigen Dinger wie HATE, KILL oder DESTROY (scheiße, sogar schon zwei Silben) sind halt schon weg… Aber da wir alle viel lesen und z.T. auch gerne Filme sehen, diskutieren wir bei den Proben natürlich manchmal mehr, als dass wir Musik machen. Und so landeten wir unweigerlich bei dem ziemlich empfehlenswerten Roman (eigentlich sogar mehrere Romanzyklen) „Der Wüstenplanet". Wir sprachen irgendwie über die gelungensten Schurken der Literatur/Filmgeschichte und so wurde na klar der fiese Baron Vladimir Harkonnen genannt. Zum Glück ist gerade keiner auf DOCTOR OCTOPUS gekommen.

3. Ihr seid jetzt dabei einen Longplayer aufzunehmen, was wird allen HörerInnen dort erwarten? Gibt es den berühmt berüchtigten roten Faden oder wird thematisch alles abgedeckt?

VRHN: Ja, es hat sich jetzt doch alles ganz schön hingezogen. Eigentlich sind die Aufnahmen in Sachen Instrumente und Gesang unheimlich gut geflutscht, aber da wir im Studio unseres Gitarristen Nils aufnehmen und der von dem Studio lebt (Synchronisation, Hörromane, PC-Spiele etc.), mussten wir jetzt recht lange warten, bis es endlich an den Mix gehen konnte. Wir scharren jetzt selbst alle ungeduldig mit den Hufen, denn wir wollen den Scheiß im Gesamtbild ma langsam SELBER hören. Es erwartet die HörerInnen eine Mischung aus Hardcore/Punk mit Thrash, sag ich mal so grob. Es wird recht abwechslungsreich gesungen, da nicht nur mein Geshoute zu hören ist, sondern auch der melodiösere Gesang unseres Gitarristen Zarc und diverse geile Backgroundchöre. Knallt auf jeden Fall ordentlich! Inhaltlich haben wir was voll Originelles gemacht, Alter: Ein Konzeptalbum über Nostradamus! Ist das nicht geil? War noch nie da, glaub ich! Äh, nee: Es gibt völlig unterschiedliche Sachen: Wie schon bei unserem Bandnamen verwursten wir Bücher/Filme („Electric Sheep" bezieht sich auf auf Philipp K. Dick), ansonsten natürlich politische Themen wie Waffenhandel („Mozambique Shot") oder auch persönliche Erfahrungen („Divorce Divine"). Unser Hauptsongwriter ist Zarc, der bisher so eifrig war, dass er auch immer Gesangslinien und Texte angeschleppt hat. Ich werde mich bei der nächsten Platte auch einbringen und mehr Texte schreiben, die höchstwahrscheinlich hauptsächlich politische Themen behandeln.

4. Bist du nach etlichen Jahren Erfahrung noch nervös wie die Leute auf die Platte reagieren?

VRHN: Vielleicht nicht „nervös", aber gespannt bin ich schon. Da wir natürlich schon viele Resonanzen auf die Songs bei unseren Konzerten erhalten haben, bin aber sehr zuversichtlich, dass sich unser Geschmack mit dem anderer Leute deckt. Ich mein, eigentlich ja scheißegal, wir machen das ja hauptsächlich für uns, weil es uns einfach Spaß macht, Stücke zu schreiben. Aber noch mehr Spaß bringt es uns, live zu zocken und da sind die Resonanzen klasse. Ich denke, dass eher so Berufsmusiker, die von ihrer Musik leben müssen, nervös sein dürften und sich Sorgen um irgendwelche Verkaufszahlen machen. Das ist bezogen auf uns natürlich absurd…

5. Wie reagieren die Leute bei dir auf der Arbeit eigentlich auf deine musikalischen Ausschweifungen?

VRHN: Insgesamt interessiert! Ich bin Pauker, genauer gesagt Gymnasiallehrer an einer Schule hier in Schleswig-Holstein und ich habe im Kollegium mehrere Leute, die auch Musik machen. Das ist also in der Hinsicht recht cool da! Als wir neulich in Lübeck gespielt haben, waren immerhin sechs KollegInnen da, natürlich auch ein paar Schüler. Andere KollegInnen sind nicht weiter daran interessiert, was völlig normal ist, aber negative Reaktionen habe ich noch nicht bekommen, wobei viele auch gar nicht wissen, was für eine Art Band das ist, he he.

6. Du hast ja ein markantes Organ, hast du da nicht sorge das es heißt. Das ist wie Bonehouse nur mit anderen Leuten?

VRHN: Der Vergleich kommt natürlich, das ist gerade beim Sänger nicht zu vermeiden. In gewisser Hinsicht ist es schon etwas strange oder vielleicht auch ungerecht, dass ständig der Name „BONEHOUSE" ins Spiel kommt (z.B. auf Flyern, da steht dann Ex-BONEHOUSE), obwohl die anderen schon so viel gemacht haben. Andererseits sind wir da recht entspannt – wir stehen über so albernen Gefühlen, aufeinander neidisch zu sein o.ä. und nehmen das eher als „Bonus", denn man muss natürlich auch sehen, dass wir damit gerade hier im Norden nicht bei Null anfangen und gleich ein gewisses Interesse da war. Da war es eine Herausforderung, dieses Interesse zu halten, obwohl wir eben auch große Unterschiede zu Bonehouse haben. Insgesamt sehe ich das natürlich auch als kleines Kompliment – ist doch schön, wenn sich Leute an meine Stimme in positiver Hinsicht erinnern (vielleicht sagen ja auch andere: „Oh Gott, da ist dieser Bonehouse-Schreihals dabei, da geh ich gar nicht erst hin")…

7. Wie sieht es eigentlich mit deinen ehemaligen Mitstreitern von Bonehouse aus? Haste da noch Kontakt und weißt vielleicht was die musikalisch so machen(wenn sie denn noch was machen)?

VRHN: Wir haben schon noch Kontakt, auch wenn das seit dem Abschiedsgig deutlich weniger geworden ist, einfach aus Termingründen. Wir haben uns aber mal getroffen und die Aufnahmen vom Abschiedsgig gehört. Am häufigsten seh ich Kalle, der geht genau wie ich häufig auf Punkkonzerte. Die anderen haben fast alle Familie (Pete inzwischen FÜNF Kinder!), in Verbindung mit Beruf bleibt da natürlich nicht viel Zeit. Ich habe da einen „Vorteil", wenn man so will, denn meine Frau und ich haben uns gegen Kinder entschieden und so kann ich die Band in meinen Terminkalender quetschen. Trotzdem machen Späthi und Pete zusammen auch etwas! Die Band soll wohl BUUMBAKLATSCH heißen und eine Mischung aus Reggae und Hardcore sein. Außerdem spielt Späthi auch bei der Mestizo-Band SEXTO SOL, das hatte er schon länger parallel zu BONEHOUSE gemacht.

8. Gehst du, obwohl ja ziemlich eingebunden, auch privat gerne noch auf Konzerte oder reichen dir da deine eigenen Gigs? Welches waren so die letzten Konzerte gewesen?

VRHN: Jaaa, auf jeden Fall! Das ist sozusagen mein Lebenselixier… Montag geht es zu PISSCHRIST, das bin ich schon richtig heiß drauf. Ansonsten war ich in letzter Zeit bei MINISTRY (leider scheiße gewesen), BAD RELIGION (richtig ätzend, weil Kieler Woche-Auftritt), ATTACK! VIPERS! (saugeiler HC-Punk), diversen Open Airs (Wilwarin, Rd-Rock, Wacken) oder dem Abschiedsgig der Kieler Deutschpanker ABGELEHNT. Bei eigenen Auftritten sehe ich mir in der Regel auch alle anderen Bands an, nur wenn man mehrere Tage am Stück unterwegs ist, kann einen die ständige Beschallung auch mal auffe Nerven gehen, find ich.

9. Live habt ihr euch ja relativ rar gemacht, wird sich das zukünftig ändern? Jetzt wo ihr mehr Stoff habt könntet ihr ja Live richtig los legen, ist da schon was geplant? Oder auch mal anders gefragt, was muss eine Konzertgruppe machen um euch in ihre Stadt zu bekommen?

VRHN: Das soll sich ändern, auch deshalb warte ich ganz ungeduldig auf unsere Aufnahmen, denn mit den entsprechenden Songs auf MySpace oder zum Verschicken wird da alles sicher noch fixer gehen. Obwohl ich auch geil finde, dass viele Veranstalter uns bisher einfach mal vertraut haben und uns z.B. nach Verden oder Hamburg eingeladen haben. Als Konzertgruppe muss man uns einfach anhauen – im Grunde reichen uns Kostendeckung, Essen und Pennplatz, wobei der Scheißsprit ja schon teuer genug ist, sodass man bei weiteren Entfernungen möglichst zwei Auftritte spielen sollte.

10. Überall auf der Welt wurden/werden Squats geräumt, andere sind wie das Köpi durch Verträge gesichert. Ihr kommt aus Kiel, wie sieht es denn momentan dort mit der Meierei aus?

VRHN: Erstaunlicherweise ist das seit längerem entspannt! Wir hatten ja trotz Verträgen eine ganze Serie von Versuchen seitens der Stadt die Meierei mit Auflagen zu drangsalieren, aber eine Offensive von Demos und Aktionen war insofern erfolgreich, dass die Stadt sich damit zufriedengegeben hat, dass die Meieristen einen Schall- und Brandschutz installiert sowie eine Konzession für einen „gaststättenähnlichen Betrieb" gestellt haben. Letztendlich konnte sich die Meierei über das auferlegte Veranstaltungsverbot hinwegsetzen, was in meinen Augen ein wahnsinniger Erfolg ist und leider eine Ausnahme darstellt, wenn du siehst, was mit anderen AZs passiert (JUZ Verden, Rote Flora, na, lieber gar nicht weiteraufzählen). Demnächst wird daher 25 Jahre Meierei gefeiert, VIER fette Tage lang (28.8. – 31.8.). Aber dennoch sollte man wachsam bleiben, es braucht ja nur irgendein neuer Schweinehund in die lokale Politik zu dringen und sich mit Anti-autonomen Sprüchen zu profilieren suchen. Hier immer das Neueste: www. altemeierei. de

11. Am 24.5.08 waren in Kiel ca. 1500 Menschen auf de Demo gegen Nazis. Vorangegangen waren etliche Angriffe von Nazis. Wie ist da momentan die Situation bei euch?

VRHN: Boah, das war heftig! Es hatte sich hier im Stadtteil Gaarden eine regelrechte Nazi-WG eingerichtet, in der auch nachweislich die NPD-Wahlkandidaten Thomas Krüger und Nils Hollm wohnten. Es kam im April dieses Jahres zu mehreren Angriffen auf unterschiedliche linke Projekte wie dem Kommunikationszentrum Hansastraße, der „Arbeitsloseninitiave", der Meierei und dem Buchladen „Zapata". Da wurden zwar immer „nur" Scheiben eingeworfen, aber gerade in Gaarden fühlten sich viele Bekannte von uns halt nicht mehr sicher. Ist klar – da will nicht unbedingt nachts oder womöglich betrunken allein unterwegs sein und dann plötzlich von so einem Schlägertrupp angegriffen werden. Naja, nach diversen Demos und Aktionen haben die Typen sich dann aber auch schnell verpisst, der Boden wurde ihnen dann wohl doch zu heiß, denn das Haus war dann schnell bekannt und auch die „normalen" Bewohner fanden es nicht so witzig, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen und haben da wohl Druck ausgeübt.

12. Kommen wir am Ende zu einer Standardfrage, nämlich der nach deinen momentanen Top5 Platten und dem letzten Buch das du gelesen hast.

VRHN: Ich lese gerade „Briefe an Hitler", herausgegeben von Henrik Eberle. Das sind authentische Briefe von Deutschen, die jetzt zum ersten Mal aus Moskauer Archiven freigegeben wurden. Sehr interessant, denn das sind natürlich völlig unzensierte und direkte „Momentaufnahmen" der Stimmung der Menschen, Bittbriefe, Appelle, Treueschwüre etc.
Yeah, und Top 5:
PISSCHRIST – „Nothing Has Changed"
GUIDED CRADLE – "You Will Not Survive"
HAIL OF BULLETS – "…Of Frost And War"
GRAND MAGUS – "Iron Will"
STORMCROW/SANCTUM – Split-Lp

13. Abschließend hast du nun die Möglichkeit dich über die Fragen und den Fragesteller zu beschweren oder einfach nur irgendwelche schönen Abschlussworte zu finden.

VRHN: Ja, wir sind gekommen um uns zu beschweren! Und zwar: Warum hast du mir nicht stärker in den Arsch getreten, damit ich die Scheißfragen schneller beantworte? Fauler Sack, du!
Jo, nee – vielen Dank für dat Inti, Jens! Ich hoffe, dass wir die Scheibe bald fertig haben und man sehr bald ein paar Songs auf http://www. myspace. com/vladimirharkonnen hören kann. Die Scheibe wird „Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading" heißen und 'nen schickes Cover von Fritte haben! Auch heiß: www. vladimirharkonnen. de
Schönen Gruß von VLADIMIR HARKONNEN!
Philipp

Link: http://www.myspace.com/40secondswarning
 

18.07.08 - Hanerau-Hademarschen / Rd-Rock

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Steffi / www.dremufuestias.de.

"Das alles ist jedoch nur die Aufwärmphase für VLADIMIR HARKONNEN. Und was bei den Kielern/Rendsburgern passiert, grenzt schon fast an Unnormalität. Schon vor Beginn des Gigs stehen vor der Bühne massig Leute, die mit “Phillip” und “Vladimir Harkonnen” Rufen die Stimmung anheizen und ihre Einsatzbereitschaft signalisieren. Und schon beim ersten Song sieht man vor der Bühne nur noch Fäuste, Ellbogen und andere Körperteile von Menschen, die rhythmisch durch die Luft sausen. Als erfahrene VH-Konzertbesucherin kann man sagen, dass dies stimmungsmäßig einer der besten Gigs in der Bandgeschichte darstellt. Sicher sind hier und da kleine Ungereimtheiten festzustellen, schließlich wurde auch seit einem Monat nicht mehr in voller Besetzung geprobt, aber die Chemie stimmt einfach. Es werden Songs wie “Party of the Damned”, “Divorce Divine” und andere abgefeiert wie nix Gutes, obwohl im Publikum natürlich jegliche Textkenntnis fehlt, da die Texte bisher nirgends veröffentlicht sind Der Gig ist einfach fantastisch und auch die Band ist zufrieden mit sich und der Stimmung im Zirkuszelt. Frontmann Flippo (extra für Moe und Co.) fühlt sich im Ambiente des Zirkuszeltes sehr wohl und rät, mehr Tiere zu befreien und Clowns frei zu lassen und dafür in allen Zirkuszelten Hardcorekonzerte starten zu lassen. Sehr vernünftig, der Herr."

16.05.08 - Lübeck / VeB

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www.dremufuestias.de / Steffi:

"Es ist ein sonniger und warmer Freitagabend, der eigentlich zum Besuch von diversen Parks oder ähnlichem einladen würde. Stattdessen zwängt man sich ins Auto und fährt gen Südosten Richtung Lübeck um den Herrn vom Wüstenplaneten zu besuchen, der mal wieder rumlärmt.

Nach gut 1 Stunde und ein paar Minuten sind wir bei der "Alternative e.V." oder wie man in Lübeck dazu sagt "Walli" angekommen und natürlich hat man bis zum Konzertbeginn noch jede Menge Zeit. Bei Fahrt auf dem Parkplatz stellt sich noch Andi Uranus, seines Zeichens Bassist bei N.o.M. und Vladimir Harkonnen in den Weg, lässt sich aber aus dem Wege hupen.
Also auf in die Innenstadt und erstmal was zu futtern suchen. Das stellt sich als eine sehr schlechte Idee heraus, ist die Innenstadt an diesem Abend voll mit Mutanten - natürlich nicht wirklich, aber die Lübecker Jugendlichen benehmen sich entsprechend hirnlos.

Bei Überquerung der Brücke gen "Walli" wird man noch angepöbelt, man sei ja feige, weil man nicht trinken wolle. Auf dem Hof angekommen, begrüßt uns ein großer Topf mit gekochten Kartoffeln und ein Philipp, der sich professionell dahinter versteckt. Es wird gescherzt und erzählt und schließlich auch noch Salat und Kartoffeln verspeist. Nils und Andi fassten zwischendurch den Plan, heute Abend noch zu rappen - Freestyle, alter.

Gegen 22 Uhr fangen Nucular dann schließlich auch an. Erstmal ein wenig albern - mit Ghostbusters-Melodie-Geträller aus dem Munde des Sängers, aber schließlich ernsthaft oder was man so ernsthaft nennt. Es wird eine Mischung aus alten und neuen Songs von kürzlich erschienenem Album "Stigmata Copyprocess", das laut Andi Uranus  der Hammer sein soll, gespielt. Ich empfinde die teilweise doch ziemlich kreischigen Vocals als etwas anstrengend, aber das ist tatsächlich Geschmackssache.
Man kann auf jeden Fall erkennen, dass bei den Jungs wahre Gefühle und viel Herzblut in der Musik liegen. Sehr emotional kommen alle Songs rüber und dem teilweise sehr jungen Publikum scheints zu gefallen, auch wenn noch kein Pogo oder ähnliches zustande kommt.
Respekt auch an den Sänger, der es schafft, rumzuspringen, zu singen und zwischendurch noch Gitarre zu spielen.
Als letzter Song wird noch einer gespielt, der erst aufs nächste Album kommt - er wird als 20 Minuten lang angekündigt und enthält einen Jam-Teil, ist aber im Endeffekt nicht 20minütig, höchstens halb so lang und ich sag mal - wers mag. Mir ists allerdings zu langweilig und so bin ich ganz froh, dass Vladimir gleich auf die Bühne dürfen.

Nach einer relativ kurzen Umbaupause mit kurzweiliger Unterhaltung gehts auch schon los. Zuerst mit einem kaputten Mikrofon, so dass Philipps Stimme klingt, als käme sie aus einem Blecheimer, aber dann wird alles repariert und losgerockt. Als Intro wird wie häufig "Body in the trunk" genutzt und es wird anerkennend geheadbangt, manchen von Philipps Lehrerkollegen scheint es jedoch schon leid zu tun, dass sie gekommen sind. Naja, da muss man durch, ohne weitere Ansage kommt "Eyebow in Surprice" aus den Boxen.
Zu "Party of the damned", dem 4.Stück des Abends, kommt dann auch tatsächlich ein kleiner Pogomob in Bewegung, der zu dem trashigen Hardcorepunk tanzt und schubst und springt und so schnell auch nicht mehr aufhören mag. Da kann Andi Uranus samt Bass sich in die Mitte stellen oder mit seinem Namensvetter von mOvS kuscheln soviel er mag, niemand lässt sich beirren.
Etwa in der Mitte der Konzertes schnappen sich Nils und Andi jeweils ein Mikrofon und ziehen ihren Freestyle-Plan durch. Musikalisch begleitet durch Drums und Gitarre klingt das ganze etwas nach Nu-Metal und den Text hab ich auch komplett nicht verstanden, aber war lustig und mal ne coole Aktion.
Zum Stück "Water means bleeding" erzählt Philipp eine erschreckende Story. So soll Nestle sich überlegt haben, Leitungswasser kapitalistisch zu vermarkten - wo kommen wir denn da hin? Als nächstes bezahlen wir dann für jeden Atemzug oder wie? Zum Glück bisher nur ein Horrorszenario, wer weiß wie lange noch?!
Zum letzten Stück "Rink..o fear", dass den kanadischen Gästen von Zarc oder Nils gewidmet ist, wird eine Posipyramide gebaut. Das macht Philipp stolz wie das letzte Einhorn aufm Ponyhof und zur Belohnung traut Nils sich dann doch tatsächlich das brandneue Stück "Not even close" zu spielen - mit sehr geilen Moshparts und tollen Breaks - ist ja fast wie aufm With Full Force hier, alter! Gerne mehr davon, aber Album kommt ja bald..
Wegen nicht abreißenden Applauses und Zugabe-Rufen lässt Vladimir Harkonnen sich auf die "Rockstarscheiße" ein und spielt nochmal "Party of the damned", nicht ohne erneut den wilden Pogomob zu starten.
Verschwitzt und müde sind die Jungens aber nun und so ist dann auch Schluss, so dass man um halb 3 und gleichzeitig mit TackleMäxchen aus Flensburg in Kiel ankommt und gut schlafen kann.


...Fotos folgen... "

30.04.08 - Kiel / Alte Meierei

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www.dremufuestias.de / Torsten:

Jetzt wird es aber Zeit, eines der sympathischsten Festivals in und um Kiel Revue passieren zu lassen. Zum vierten Mal fand es in diesem Jahr statt, wieder mal mit hochkarätigen Bands besetzt, mit Liebe und Enthusiasmus durchgesetzt und erfolgreich (mehr Besucher) abgeschlossen – MOSH IN DEN MAI! Sieht so aus, als würde sich dieses Festival mehr und mehr in der heimischen Szene etablieren, geliebt vor allem von Krachfetischisten jeglicher metallischer Couleur. Schon seit der Ankündigung dieses Ereignisses freute ich mich auf den letzten Tag des Aprils! Dieses Jahr stellten sich dem Publikum sogar sieben Bands, was ebenso als Erfolg wie Rekord zu verbuchen ist. Gastgeber und Organisatoren, wie immer, die ERBEN DES ZORNS. Jene sorgten diesmal für mehr musikalische Abwechslung und somit für ein breiter gefächertes Angebot an metallischer Musik.

Den Anfang machen durfte eine ganz junge Band, die heute gar ihren ersten Auftritt vor Publikum absolvierte: GREENFUELED. Allerdings hatte ich davon gar nichts, denn zuerst musste ich meinem Schichtplan Tribut zollen und diesen erfüllen. Und ausgerechnet bei einer Band, die mit ihrer Musik genau in mein Kerbholz haut. Laut Bekunden einiger Anwesender wurde hier nämlich Stoner-/Doom Rock/Metal dargebracht, der sehr an die Slow-Mo-Kings DOWN angelehnt war. Tja, Pech gehabt. Ich seh’ euch beim nächsten Mal …

Als THE DAMNATION anfangen, komme auch ich endlich in den Genuss des Feierabends (und des ersten Bieres) und was mir da von der Bühne entgegenschalt, klingt tatsächlich recht angenehm. THE DAMNATION spielen Death-/Thrash-Metal, der zum Teil nicht unmelodisch, aber vor allem old-schoolig-straight klingt. Unleashed mit Thrash-Riffs könnte man sagen. Die Niedersachsen geben ordentlich Gas, um den Anwesenden zu zeigen, wo die Metal-Axt hinhaut. Einige Nachwuchsmetaller lassen vor der Bühne vehement die Haare zum Sound von THE DAMNATION fliegen, generell sind die Reaktionen allerdings noch etwas verhalten. Trotzdem: guter Beginn!

Der Name an sich und der Schriftzug auf dem Backdrop der nächsten Band lässt mich an „sehr alte Schule“ denken. Dabei stellt sich heraus, dass EXPOSED GUTS keinerlei Grind Core oder Death-Metal-Geblaste von sich geben. EXPOSED GUTS zollen vor allem einem Mann Tribut: Chuck Schuldiner. Dieser war ja bekanntlich Oberhaupt einer kongenialen Band: DEATH – steht dann auch folgerichtig auf dem T-Shirt des Sängers/Gitarristen. Und nicht nur das – der Typ sieht Evil Chuck auch noch etwas ähnlich, hat dieselbe Haltung beim Gitarre spielen, spielt technisch auf dem selben Level, hat eine „Chuck Schuldiner Signature“- Axt um den Hals hängen und selbst Songtitel erinnern an den Meister („Broken Words“ vs. „Empty Words“). Mehr Klon geht nich’? Doch, doch – der Bass-Sound klingt nach, na, wer weiß es? – genau! Steve DiGiorgio. Ha,ha; ich muss mir doch während des Gigs einige Male die Augen reiben und traue meinen Ohren kaum. Einerseits finde ich solcherart Huldigung an dem Meister ehrenhaft, dennoch kommen mir beim Spiel des EXPOSED GUTS - Gitarristen auch einige Zweifel. Muss man denn jemanden soo kopieren? Zum Schluss finde ich das Gitarren – Gefrickel sogar überzogen. Keine Frage – der Mann beherrscht sein Instrument, doch eine gewisse Selbstverliebtheit lässt sich nicht verleugnen. Vielleicht hätte der fehlende zweite Gitarrist für einen gewissen Ausgleich gesorgt, doch jener kann wegen familiärer Dinge nicht am Gig teilnehmen. Dafür begegnet uns ein alter Bekannter. Schulzi, vor dem Umzug in den Pott, Drummer bei den ERBEN DES ZORNS, zockt die nicht ganz einfachen Stücke von EXPOSED GUTS. Das macht er gut. Generell gefällt mir, was die Jungs da machen – mit dem Kritikpunkt oben wird’s aber nur „ok“.

Warum ich mich so auf INQUIRING BLOOD freue, weiß ich eigentlich auch nicht. Liegt wohl an der allgemein gelösten Stimmung im Saale. Aber irgendwie hab ich’s im Urin, dass diese Band einen formidablen Gig vom Stapel lässt – und ich werde nicht enttäuscht. Als erstes fällt der tiefe, trockene Gitarrensound auf. Hier gibt’s zum ersten Mal richtig Druck auf die Kessel. Die Hannoveraner zocken Death Metal mit abgrundtiefem Gesang und fetter Gitarre. Aber nicht nur, denn die Jungs haben auch bösen Rock’n’Roll im Blut. Ab und an muss ich an die Death’n’Roller CRACK UP denken, die ja ebenfalls den Groove gepachtet hatten. INQUIRING BLOOD gefallen mir auf Anhieb. Locker, flockig wird „mit einem Lächeln getötet“ und mit Druck geholzt. Die Songs sind geradlinig ohne stumpf zu wirken, wissen aber auch durch Abwechslung zu gefallen. Die Freaks vor der Bühne haben ordentlich Spaß und schwingen fleißig das Tanzbein. Das bisherige Highlight dieses Festivals!

So, nun muss Schulzi noch mal ran. Ansonsten könnten sich seine Kollegen von den ERBEN DES ZORNS ihren quasi Release-Gig gepflegt in die Haare schmieren. Damit es nicht so weit kommt, wurde der Ex-Drummer angeheuert, um dem „Hasswerk I“ den nötigen Drive zu verpassen. Besser is’ das auch, denn besagte Scheibe zeigt die ERBEN wütender als je zuvor. Das zeigt sich auch auf der Bühne. Die Jungs geben gleich dermaßen Vollgas, das einem Angst und Bange wird. Da entlädt sich ein großer Haufen Anspannung. Aggression ist angesagt. Vor der Bühne ist ebenso die Hölle los, wie oben drauf. Da wird „Tod im Pit“ (ein Hit!) beinahe wörtlich genommen. Bei EDZ ist der Laden eh sehr gut gefüllt. Sänger Sven lässt es sich dann auch nicht nehmen die Freaks vor der Bühne zu besuchen. Die danken es ihm mit wildem Gemoshe. Viele der Songs, die auf „Hasswerk I“ zum Zuge kommen, sind längst keine Unbekannten mehr: „Ebbe und Flut“ und „Stur“ gehören seit jeher zum Programm. Dazu kommen die unverzichtbaren „Sumpf aus Stahl“ und „Pessimist“. Sattes Geballer! Als besonderes Schmankerl übergibt Alt-Drummer Schulzi seine Sticks an einen erst zwölfjährigen (?!?!?) Verrückten, der die ERBEN so lange malträtierte, bis sie ihn spielen lassen. Und Hallo, der Jung’ ballert los wie’n Alter und man merkt ihm sein Alter nicht wirklich an. Wäre ein guter Nachfolger, der Philipp. Die ERBEN skandieren Sprechchöre ihm zu Ehren. Man wird sehen, ob der junge Mann noch öfter bei den ERBEN DES ZORNS zu hören sein wird.

Philipp Harkonnen Wolter zieht um! Am 1. Juni ist es soweit. Damit er nicht so viele Sachen schleppen muss, verschenkt er einfach welche … - heute Abend müssen ein paar geliebte T-Shirts dran glauben. Doch bevor Herr Harkonnen den Samariter spielt, spielt erstmal die Musi. Und die Vladis kommen gewaltig! Meine Herr’n – da geht was. So ein, zwei Mal hab ich VLADIMIR HARKONNEN ja jetzt schon gesehen, doch heute plätten sie mich richtig. Die Songs werden dermaßen schnell gespielt, dass es den Anschein hat, dass die Songs vor den Aufnahmen zur LP noch mal überarbeitet wurden. Nee, im Ernst – die Harkonnens sind einfach nur gut drauf und lassen uns an ihrer rohen, positiven Energie gerne teilhaben. Mein neuer Lieblingssong ist neuerdings „Teddybear 666“. Ein gar niedlicher Wutbrocken. Aber auch die anderen (mittlerweile) Standards höre ich mit Freuden: „Party of the damned“, „Body in a trunk“ oder der etwas ernstere „Water means bleeding“. Alles äußerst feine Ware, die von mal zu mal immer besser wird bzw. schon Hitcharakter hat. Zwischendurch hagelt’s Textilien: sogar Sachen wie Slayer oder No Means No (wollte Philipp gar nicht hergeben …), Sepultura (mit angespieltem Riff gewürzt) oder Pestsau werden den verdutzen Leuten (oder dem Drummer) um die Ohren gehauen. Zuerst sind die Leute richtig verdutzt, aber als sie merken, dass sie nicht verarscht werden is’ richtich Krieg um die fetzigen Tücher. Da macht auch das bloße Zuschauen Spaß, hehe! Wie früher bei WALLCRAWLER, Oll’n. Die Pladde is’ inner Mache – man darf gespannt sein. Grade auch, weil mir Philipp später ins Ohr hauchte, dass die besten Songs noch gar nicht gespielt wurden … Ich nehm’ dich beim Wort, Alter! Geiler Gig mit Spaßgarantie! @ Lena & Olli: habt ihr noch meine Umzugskartons? Es gibt da jemanden der sie braucht …

Der Arbeitstag hinterlässt nun doch seine Spuren. Vor der letzten Band ist es in der Meierei merklich leerer geworden. Zu Unrecht, denn was die Hamburger DEVASTATOR gleich vom Stapel lassen werden, ist der HAMMER zu später Stunde. Ich sah die Band im Vorprogramm von VADER; noch gar nicht so lange her. Allerdings konnten mich DEVASTATOR damals nicht überzeugen. Heute frage ich mich warum, denn der Death Metal, den die Band spielt, trifft voll ins Schwarze! Fetter, geiler, technisch perfekter Geschwindigkeitswahn. MONSTROSITY lassen grüßen oder auch DEATH oder CANIBAL CORPSE. Alle die auf technisch brutalen Death Metal stehen, sollten sich den Namen DEVASTATOR merken. Die Band lässt live nichts anbrennen und ackert wie bekloppt. Ein Geschoß nach dem anderen wird abgefeuert. Trotz der komplexen Sachen, gibt’s immer wieder abwechslungsreiche Tempovariationen, die dafür sorgen, dass nicht alles im gnadenlosen Blastwahn untergeht. Sänger Lenny mimt theatralisch böse, wirkt aber manchmal etwas angestrengt. Das ist aber nur ein kleiner Minuspunkt, denn alles andere ist Spitzenmäßig. DEVASTATOR – gerne wieder! ( …und beim nächsten Mal hol ich mir auch die CD!)

Bleibt zum Schluss nur zu sagen: DANKE! (für das geile Festival, für die tolle Mucke, für den (übrigens immer!) klasse Sound, für den niedrigen Eintrittspreis und und und … ) Ich freu’ mich auf’s näxte Mal!

Torsten



 

22.01.2008 - Hamburg / Markthalle

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www.dremufuestias.de  / Matt:

"Uargh, ich bin wieder in der Schule! Und wie so oft damals hatte ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. Soll heissen, ich schaue meine alte Helden PRONG an und kenne die neue Scheibe "Power of the Damager" noch gar nicht! Da Tommy Victor mit neuer Bandbesetzung antrat, war das ja schon ein wichtiger Hinweis darauf, dass es viel Neues zu hören gibt. Und so war es dann auch – ein schlechtes Zeichen? Weit gefehlt! Doch der Reihe nach, denn zuerst ging es auf den Wüstenplanet mit VLADIMIR HARKONNEN.

Das VLADIMIR HARKONNEN für die New Yorker eröffnen, war ja schonmal eine dicke Überraschung, und für mich die Chance, die Band endlich zu sehen! Und dann gleich auf der großen Markthallen-Bühne. Über die VLADS wurde ja an dieser Stelle schon verschiedentlich berichtet und einen Verriss würde mir eh keiner abnehmen, hab ich mich doch schon diverse Male als Fan der „Vorgänger-Band" SECOND ENGINE geoutet und das Sänger (und der Lehrer dieser ersten Stunde des Abends) Philipp irgendwie auch auf dremufuestias mitmischt, wird auch niemandem entgangen sein...

Von daher nur ein kleines, komplett unobjektives Statement zu den Brüdern HARKONNEN. Leider war der Sound zumindest vorne ziemlich fucked, so dass man die Feinheiten dieser Band nur erahnen konnte. Und die gibt es ja offensichtlich. Etwas schneller als erwartet boten die HARKONNENS technisch hochstehenden Thrash mit ordentlichem Hardcore-Faktor, der natürlich insbesondere durch Philipps unverwechselbares Organ eingebracht wurde. Leider war die Halle zu dieser frühen Stunde noch nicht besonders voll, und die anwesenden Hamburger hielten sich hanseatisch vornehm zurück. Ich denke, dass wird sich mit dem Erscheinen der ersten Scheibe der Rendskieler beim nächsten Mal ändern. Denn VH haben aus meiner Sicht alles richtig gemacht, gaben Gas, kamen sympathisch rüber und Philipps Entertainerqualitäten sind ja nun völlig unumstritten. Der Gig ging auf jeden Fall viel zu schnell vorbei (laut Band „gefühlte 5 Minuten", naja, 10 waren's schon) und präsentierte einen kleinen Ausschnitt aus dem bisherigen Schaffen der Band. Klug der Schachzug, mit dem COC-Cover „Die Motherfucker die" einzusteigen, ging aber nicht so richtig auf, da -wie gesagt- einfach noch nicht so viele Leute da waren. (Ich weiß, der Song heißt nicht so, aber egal, war er aber, oder ?– ich kam ein bischen zu spät – wie in der Schule halt.) Auf jeden Fall sollten die HARKONNENS wieder viele Leute neugierig gemacht haben, und das ist ja wohl das Beste, was man aus so einer undankbaren Aufgaben - wie für PRONG in Hamburg zu eröffnen - machen kann. Thumbs up, Jungs. Philipp versuchte dann noch, die „Posi-Pyramide" zu promoten, aber schränkte ein, dass VH keine Band sei, die die Leute etwa zur Bewegung animieren wollten (nee, ist klar...). Die erste Unterrichtsstunde war also viel zu schnell rum (das ist allerdings in der Schule selten so gewesen) und die Pausenglocke läutete.

Es folgte eine kurze kollektive Besichtigung der Raucherecke. Seit 1. Januar darf ja in der Halle nicht mehr geraucht werden, und Markthalle funktionierte kurzerhand das Treppenhaus zum Raucherraum um, welcher sich mehr zu einer Art Sozialraum entwickelte, in dem sich bestimmt die Hälfte der Besucher (egal ob Raucher oder nicht) sammelten. Die Glocke läutete dann aber schnell zur nächsten Unterrichtsstunde: PRONG legten los und ich schwitzte ob meiner nicht gemachten Hausaufgaben.

Tatsächlich legten sie mit gleich mit einem Song der neuen Scheibe „Power of the Damager" los, aber es stellte sich heraus, dass die Songs sofort zündeten und lange nicht so sperrig waren wie die des Vorgängers "Scorpio Rising". PRONG hatten einen deutlich besseren Sound als die HARKONNENS, spartanisch und furztrocken, also genau wie es sein muss. Überhaupt erwiesen sich PRONG als Meister des Understatements und der Zurückhaltung. Die Bühne leer, bis auf drei People, der Sound „leer" bis auf das Nötigste und selbst das Backdrop sah schlicht aus und ein bischen wie selbstgemalt. Vielleicht brauchte PRONG-Mastermind Tommy Victor ein wenig Erholung von seinen Gastauftritten bei den deutlich pompöseren Bands MINISTRY und DANZIG. Zu Prong passte es jedenfalls wie Arsch auf Deckel. Dazu versprühte die Band eine unglaubliche Spielfreude, die sich sofort auf das manchmal etwas träge Hamburger Publikum übertrug, so dass reichlich Bewegung und Mitgröhlen angesagt war. Die Posi-Pyramide blieb zwar aus, aber das kriegen wir bestimmt auch noch hin, Philipp! Die neue PRONG Besetzung erwies sich ebenfalls als Volltreffer, schon optisch mit einem unglaublichen Tier am Schlagzeug, der mit der Wucht eines Presslufthammers und der Präzision eines schweizer Uhrwerks (5 Euro in die Phrasenkasse) die Songs nach vorne pushte. Dazu der neue Basser, der mit seiner Lockenpracht und Rauschebart aussah wie der Almöhi auf Urlaub. (Flo meinte hinterher: „Ich wusste gar nicht, dass Cat Stevens jetzt bei PRONG Bass spielt". Das trifft es.) Die Songauswahl lies (im Rahmen des zeitlich Möglichen) ebenfalls wenig Wünsche übrig. Neben den vielen neuen Stücken, die ich wegen der versäumten Hausaufgaben leider nicht benennen kann und einem alten Stück von der "Force Fed" oder „Primitive Origins" gab es einen bunten Querschnitt durch die über 20 jährige Bandgeschichte.

Von der „Beg to differ" gab's den Titelsong und „For dear Life" um die Ohren. „Unconditional" und den Titelsong von "Prove Your Wrong". Die Cleansing war stark vertreten mit „Snap your Fingers, snap your Neck", „Another worldly Device", „Broken Peace" und „Who's Fist is this anyway". Beim letzteren bewiesen PRONG, dass Ihre Songs auch teilweise echte Dancefloorklassiker sind. Das treibende Schlagzeug und der unglaubliche Groove gehören einfach in jede Disse der Welt! „Unfortunately" und „Rude Awakeing" kamen von der "Rude Awakening" und „All knowing Force" von der „Scorpio Rising". Hammerset, Hammerband, Hammerstimmung! Und ich wusste wieder genau Warum PRONG früher zu meinen absoluten Faves zählten (und zählen).

Leute, der POLL 2008 kann bereits starten, denn das Konzert des Jahres fand dieses Jahr bereits im Januar statt. Punkt.

Achja, am Rande dieses: Wisst Ihr, was George W. Bush uns am Ende seiner Amtszeit noch Gutes beschert hat? Ich sage es Euch: Er hat den Dollar mittlerweise so runtergewirtschaftet, dass Güter aus den USA schweinebillig sind. Daher gab es Prong Shirts für 10,- EUR !! Das ist mal undergroundfreundlich!

So, jetzt muss ich aber Schluss machen. Ich hab mir die "Power Of The Damager" bestellt und muss noch meine Hausaufgaben nachmachen!"

Matt / www.dremufuestias.de

15.12.2007 - Kiel / Alte Meierei

www.dremufuestias.de / Steffi Petersein:

Neuron, AmmuXnation, Vladimir Harkonnen / 15.12.07 - Alte Meierei, Kiel

"Ist zwar schon eine Woche her, aber im unnötigen Schulstress in der letzten Woche vor den Ferien bin ich nicht dazu gekommen und das Konzert ist ein Review auf jeden Fall wert.

Ziemlich müde und geschafft von der vorhergehenden Demonstration in Hamburg kam ich gegen halb 10 in der Meierei an. Hatte ich doch geglaubt, Neuron wären schon in Gange, und hatte mich mit dem Essen beeilt, hätte ich auch ruhig noch ne halbe Stunde später kommen können, denn Meierei-Konzerte haben die Angewohnheit, frühstens um 22 Uhr anzufangen.

Als erstes spielten also wie gesagt neuron. Die Crust-Band aus Kiel war in der Vergangenheit eher spärlich zu sehen und so war ich gespannt, ob mich ihr Sound überzeugen könnte.
Mit viel Spaß und lustigen Ansagen ("Das ist ein neuer Song. Wir schaffen so einen pro Jahr.") waren die Jungs bei der Sache, ihr Tempo war allerdings langsamer als gedacht. Erschwerend kam hinzu, dass ich ja wie gesagt von Müdigkeit geplagt wurde, die mich fast im Stehen einschliefen ließ. Musikalisch sind neuron gut, aber die typische Reserviertheit von nordischen Gemütern steht dem eigentlichen Crust-Sinn entgegen.
Nach etwa einer halben Stunde Geballer beendeten neuron ihren Auftritt und die Umbaupause begann.


Nach etwa einer weiteren halben Stunde betraten AmmuXnation die Bühne. Von der Optik her fand ich den Sänger irgendwie merkwürdig prollig, aber die Songs hatten durchaus kämpferischen Tiefsinn. So widmete er das Lied "Good Fight" den Demonstranten auf der Anti-Repressionsdemo in Hamburg und redete immer wieder von unterdrückenden Strukturen und das diese abgeschafft werden müssten. Dazu kam ein typisch hamburgerischer Hardcore-Sound mit Geschrei. Auffällig war, dass sie ihre Fans aus Hamburg scheinbar mitgebracht hatten, denn es gab viele unbekannte (und auch bekannte) Gesichter zu sehen. Schön, wenn sich die Untergrundstrukturen über 100km ausdehnen.

Als letztes kamen dann die Recken um Philipp Wolter an die Reihe. Ihr Name: Harkonnen. Vladimir Harkonnen - wie der Typ vom Wüstenplanet halt. Die Setlist war die gewohnte, die bisher alle Gigs der Jungs begleitende. Es gab thrashigen Hardcore auf die Ohren. Zu Beginn war auch das eher metalerische Publikum eher reserviert und begnügte sich mit bloßen Schwingen der Haare, aber später gerieten vorallem Gaardener Punks vollkommen ausser Kontrolle. Es wurden Bierduschen verteilt, der Drummer einer Kieler Deutschpunk-Band zog sich halbnackig aus und auch Philipp stieg herab ins Publikum um mit uns zu singen. Dazwischen wurden Stories über Andys Rocker-Vergangenheit bei "Highlander" ausgepackt und kleine Scharmüzel zwischen Andy und Philip ausgetragen.
Zum Schluss gab es sogar noch ein zweites Mal "Party of the damned" als Zugabe.

Fazit: Viele kaputte Bierflaschen und viel Spaß, aber ich hab dann auch zuhause gut geschlafen."
Steffi

09.11.2007 – Hanerau-Hademarschen / Jazzladen

BE AS ONE, VLADIMIR HARKONNEN, N:O:M / 09.11.07 - Hanerau-Hademarschen, Jazzladen

Geschrieben von Steffi Petersen für www.dremufuestias.de

"Beim Surfen im berühmten Myspace-Netz stieß ich vor einigen Wochen schon auf das Date am 9.November im Jazzladen Hademarschen.

Wo Hademarschen lag, ist mir seit dem RD-Rock letztes Jahr wohl bekannt, aber wo sollte in diesem Kaff ein Jazzladen zu finden sein? Und es sollte sogar eine bekannte Örtlichkeit sein, in der schon Musiker wie "Rod Mason´s Hot Five" und "Abi Wallenstein" spielten. Wer sich im Jazz auskennt, wird das wohl kennen, aber ein Rock-Konzert in so einer Location? Da trauen sich die Leute von NoM aber was!

An einem extrem kalten Freitag düste ich also über dunkle Landstraßen Richtung Hademarschen und musste sogar nur einmal an der Tankstelle nach dem Weg fragen. Über einem Eiskaffee und erreichbar durch den Gang zu einer Kirche fand sich der Jazzladen. Beim Betreten des Raumes fiel auf: es ist genauso kalt wie draußen und relativ leer. Aber gegen 21 Uhr, als beasone anfangen wollen (zumindest alle, bis auf den Sänger), ist der Raum nicht mehr ganz so leer und tatsächlich setzen sich gegen Mitte des beasone Auftrittes auch drei bis vier Körper in Bewegung um ein wenig zu tanzen.

Be As One spielen relativ belanglosen Hardcore mit viel Gepose. In der allgemein heiteren Stimmung fiel allerdings das, wie ich finde, nervige Rumgepose gar nicht so sehr auf und nach ner guten halben Stunde war beasone auch schon fertig. Zwischendurch war der Sänger auch schon einige Male von der Bühne gelaufen um mit seinen Freunden zu trinken und anzustoßen und hatte so einige Einsätze beinahe verpasst.

Als nächstes bereiteten sich die erfahrenen Recken von Vladimir Harkonnen auf ihren Auftritt vor. Auf einigen T-Shirts und Pullis prankte sogar das Gesicht des "Dune" - Fieslings und man merkte gleich: diese Band hat trotz ihres kurzen Bestehens schon viele Freunde. Nach relativ ausführlicher Umbaupause startete Philipp mit "Teddybear 666" durch.
Vor der Bühne begann sich ein Mob zu bewegen, darunter auch viele, die wohl schon einen über den Durst getrunken hatten und mehr fielen als tanzten, aber das war ok und freute Philipp auch. Bei "Rink`o fear" schnappte sich der Herr Wolter dann eine der Gummipflanzen von der Fensterbank und haute damit seinen Mitmenschen auf den Kopf, stellte sie in den tanzenden Mob und zum Ende des Liedes fand sie sich auf der Bühne wieder, so dass Bassist Andy sich dahinter verstecken konnte.
Dies wurde nach einiger Zeit von dem Herrn Organisator unterbunden, indem er die Pflanze wieder auf die Fensterbank bugsierte.
Mit "Party of the damned", "Divorce Divine" und "Body in the trunk" reihten sich Tophits aneinander wie nichts anderes und viel zu schnell war der Gig der Jungens zuende, denn an Philips Getobe und Andys Gepose kann ich mich nicht satt sehen.
Bleibt mir nur ungeduldig auf den Album-Release zu warten und im Dezember wieder zur Show in der Meierei zu tingeln.
Als letztes gaben sich die Gastgeber selbst die Ehre. Routiniert und laut wie immer rockten sich N:o:M die Seele aus dem Leib. Um es mit den Worten einer anderen Band zu sagen: ne richtige Trash`n´Roll - Asshole - Show!
Trotzalledem machte ich mich nach etwa 3 bis 4 Songs wieder ins Auto, da sowohl Müdigkeit als auch Kälte überhand nahmen."

Steffi Petersen

16.06.07 - Rendsburg / T-Stube

Colin Carl / Landeszeitung, Rubrik "Junges Rendsburg" vom 19.06.07 über den Auftriit am 16.06.07, Rendsburg, T-Stube - "Sommerfest" mit SALLY VOLTAGE + FREMDE:

" 'VLADIMIR HARKONNEN' bringt T-Stube zum Pogen

Rendsburg - Pünktlich zum Konzert am Abend erhellte sich der Himmel, so dass doch noch ein wenig Sommerstimmung aufkam. Um kurz nach 22 Uhr begann die Band 'Sally Voltage'. Die vier Flensburger sorgten mit melodiösem Punkrock für Stimmung.

Ebenfalls aus Rendsburg kam die Screamo-Band 'Fremde', die im Anschluss die Bühne rockte. Genau vor einem Jahr hatte die Band ihren ersten Auftritt. Die ausdrucksstarke Performance von Sänger Karsten Delfs, dessen Texte hauptsächlich von ihm selbst handeln, beeindruckte.

Den Höhepunkt bildete die Hardcore-Band 'VLADIMIR HARKONNEN' aus Rendsburg, die sich nach der Auflösung von '2nd Engine' und 'Bonehouse' im vergangen Jahr zusammengefunden hatte. Sänger Philipp Wolter bedankte sich bei den Anwesenden, die trotz der gleichzeitig stattfindenden Kieler Woche erschienen waren, und als der erste Song erklang, kam auch das bisher verhältnismäßig verhaltene Publikum in Fahrt.
Zu dem Geruch von Rauch und Bier mischte sich nun auch der Duft menschlicher Transpiration, als sich die Menge in Bewegung setze und Refrains von Songs wie 'Party Of The Damned' mitgrölte.
Obwohl dies erst der zweite Auftritt in dieser Zusammensetzung war, machte die Band einen sehr eingespielten Eindruck und das Publikum kam auf seine Kosten. Mit lauten Sprechchören für Schlagzeuger Eric Zölck forderten die Fans kurz vor ein Uhr noch eine Zugabe.

Das nächste Konzert in der T-Stube ist voraussichtlich erst am 15. September, aber dafür darf man sich auf ein internationales Programm mit der brasilianiaschen Punk-Band 'Agrotoxico' aus Sao Paulo, Brailien, sowie 'PK 16' aus Hamburg freuen."

Colin Carl

09.06.2007 – Kiel / Palenke

VLADIMIR HARKONNEN / 09.06.07 – Kiel, Palenke + ’n bisschen Meierei
Geschrieben von Ragnar auf www.dremufuestias.de
Sunday, 10. June 2007

Ist mir schon irgendwie peinlich und so, aber vom Palenke hatte ich vor der Konzertankündigung noch nie wat gehört! Verständlich, wenn auch nicht entschuldbar, ist infolgedessen auch mein verspätetes Aufkreuzen, weil ich den Laden erst gar nicht gefunden habe! Parkplatzsuche an der Holtenauer ist sowieso für’n Popo und obwohl ich anfangs auf der richtigen Spur war, hab’ ich die Gerhardstraße dummerweise an der falschen Stelle vermutet. Wenn nicht von irgendwoher ein scheinbar unkoordiniertes Schlachzeuchgepolter und arges Geschreie meinen Weg geleitet hätten – ich hätte die Krippe…äh, das Palenke nur schwerlich gefunden.

Die Vorband war bereits durch und das stank mir schon reichlich. Die Ausführungen anderer Konzertbesucher waren rätselhaft bis unverständlich. Geil sollen sie gewesen sein und ein bisschen wie Bad Religion und diesen (mir mal gar nicht gefallenden!) Billy Talent auf dreckig und laut. Klingt seltsam oder?! Ich weiß nicht einmal mehr den Namen. Das muss mal einer ergänzen, bitte!

Von VLADIMIR HARKONNEN hatte ich glücklicherweise nur den Anfang des ersten Songs verpasst und war ab dem Moment, in dem ich die kleine Palenke betrat (übrigens ’ne echt urige Spelunke; bietet aber nur den ganz kleinen Konzerten Platz…na, wisst ihr wahrscheinlich) sehr angetan. Die Mischband aus (Ex-)Mitgliedern von 2nd Engine (geil), Bonehouse (Jo, weißt bescheid) und N:O:M (das brandneue Bassistennesthäkchen Andi) donnerte mit ihrer gekonnten Genremischung aus Metal-Thrasherei und Hardcorepankeritis durch den Laden. Alle Bandmitglieder genossen beim Partdrifting ihre Start- und Finishingmoves in Form von Sprüngen, Gemosche und Herumstapfen (herumstapfen betrifft jetzt hauptsächlich Philipp, ihr könnt euch das sicherlich gut vorstellen) TROTZ sehr sehr beschränktem Raum. Der Bass wurde auch schon mal im Publikum gezupft, Philipp haute den Leuten auf den Kopp und befahl einem Betrunkenen, er solle ihm seinen Schnürsenkel gefälligst zumachen und alle hatten soweit ihren Spaß. Ein Song von Sprawl wurde gecovert; der hat mir sehr gut gefallen! Und eine Hommage an den Film Blade Runner (Als Cineast hätte mir Dick und Doof in der Fremdenlegion besser gefallen) wurde gezündet. Am besten gefallen haben mir dieses straighte Thrash-Stück und „Body in the Trunk“, zu dem es ’ne witzige Geschichte gibt, die ihr euch nächsten Sa. In der T-Stube in RD lieber selbst anhören solltet. Witzig übrigens auch die zwei alten Herren, die aus so’ner Nische oben an der Bar zugekuckt haben und die Philipp „Waldorf und Statler“ genannt hat und das passte von den Kommentaren her auch ganz gut.

Im Anschluss bin ich dann in die alte Meierei geeiert. Übrigens zusammen mit Steve Steel und seinem strunzblauen Kollegen, die ich am frühen Abend noch als Transvestiten auf dem OK gesehen habe, wie sie über rektale Leuchtdiodeneinführung in der Behringsee gelabert haben, in dem Versuch, das beschissenste Fernsehprogramm der Welt aufzubieten! Wenn der OK die Wiederholung tatsächlich ausstrahlen sollte, empfehle ich euch am (man möge mich verbessern) 30.06 um ca. 19Uhr oder so einzuschalten. Nicht wegen den Asis, aber den Liveclips von Gang Green, Nasum und den fabelhaften Sex Action Babes wegen.
In der Meierei legten grade A.N.S. los, die neben gepiercten Nippeln und der vollen Dröhnung Skatethrashhardcorepunk auch einiges Bewegungs- und Spielfreude zu bieten hatten. Die Trash-Texaner kriegen von mir zwei Daumen nach oben. The Rats habe ich leider nicht mehr gesehen, weil ich noch auf’n Besäufnis wollte. Die restliche Nacht war kacke! Ende!

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User Comments

WLADIMIR HARKONNEN waren wirklich gut an diesem Abend!!! Und wenn ich ganz ehrlich sein soll - ich fand's gut das das Ganze nicht nach BONEHOUSE klang! (Das war ein kleiner Verdacht meinerseits...). Ganz im Gegenteil WH ist eine Klasse für sich! Seien es die Maiden-Gitarren in 'Body in the Trunk' oder der geile Partymosher und MISFITS-Mitsing kompitable Song 'Party of the Damned'. Alles passte zusammen. Die Band war Spielfreudig und Energiegeladen und es entstand der Eindruck eines eingespielten Teams. Locker und geil ging dieser Gig (im wahrsten Sinne) über'n Tresen. Es wurde übrigens noch ein Coverstück gespielt - diesmal ENTOMBED!!! Ein Stück von 'Morningstar' - 'About To Die' war's glaube ich. Sehr passend! Die Zweitstimme des Gitarristen wusste ebenso zu überzeugen. Es war ein geiler Schweißtreibender Abend, meine Herren! Ich freue mich auf mehr (Gig's, Pladde, Merchandise und Songs)!!!!
Loud n'Dirty kamen aus übrigens aus Schleswig und konnten durchaus punkten. Punk und HC-Stampfparts mit Melodien. Kann man sich merken!!!
Der Film der die meiste Zeit über die Mattscheibe kroch, nannte sich 'EL TOGO' (falls das von Interesse sein sollte)Denn - nicht nur ich ertappte mich dabei desöfteren nach oben zu schielen und dann Duelle im Westerstil, Titten, kaputte Typen oder gedemütigte Sklaven zu sehen. Strange Part of the Night...
Veröffentlicht von Torsten

Ich fand Vladimir Harkonnen auch grandios!
Und im Palenke könnten auch ruhig öfter Konzerte stattfinden. Allerdings dürfte nicht mehr Publikum kommen, als jetzt da war =D
Die Fensterscheiben waren aber auch gut beschlagen danach und ich hab draußen gefroren, weil ich so nass geschwitzt war, und das ohne zu tanzen =D
Der Film hieß El Topo und nicht El Togo ;) Und bei der Vorband hab ich schon das ein oder andere mal hochgeschielt.. gekreuzigte Schafe, Titten, Tote.. was es da nich alles gab ;)
Naja, war n toller Abend und ich schließ mich Torsten an, ich freu mich auch schon auf CDs, Merch, mehr Gigs etc.
Veröffentlicht von Steffi Petersen
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